Coaching als ein Instrument der Personalentwicklung: Die Bedeutung der Coaching Branche in der aktuellen Wirtschaftskrise
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christof Hirsch
- Abgabedatum: Dezember 2009
- Umfang: 90 Seiten
- Dateigröße: 4,2 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Universität Trier Deutschland
- Bibliografie: ca. 29
- ISBN (eBook): 978-3-8428-2126-2
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hirsch, Christof Dezember 2009: Coaching als ein Instrument der Personalentwicklung: Die Bedeutung der Coaching Branche in der aktuellen Wirtschaftskrise, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Coaching, Personalentwicklung, Wirtschaftskrise, Organisationspsychologie
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Diplomarbeit von Christof Hirsch
Einleitung:
In einer Zeit des Wandels, in der der internationale Wettbewerb ein sehr hohes Niveau erreicht und damit der Leistungsdruck aller Unternehmen steigt, sind die Menschen immer noch das wichtigste Kapital, das ein Unternehmen besitzt. Deswegen ist es von vorrangiger Wichtigkeit, die Mitarbeiter innerhalb eines Unternehmens zufrieden zu stellen, um zusätzliche Kosten zu vermeiden und konkurrenzfähig zu bleiben. Unternehmen müssen sich der Herausforderung stellen, ihre Mitarbeiter zu befähigen, sich in einer Arbeitswelt, die sich durch schnell verändernde Arbeitsformen kennzeichnet, zurechtfinden zu können.
Personalentwicklung bietet viele Ansätze und Instrumente, die, wenn sie richtig eingesetzt werden, einen großen Beitrag für die Steigerung der Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter und dadurch auch für den Erfolg des Unternehmens leisten können.
Viele Unternehmen haben verstanden, dass sie sich in der heutigen globalisierten Welt nur einen Wettbewerbsvorteil sichern können, wenn sie dazu bereit sind, in die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter langfristig zu investieren. Dennoch glauben auf der anderen Seite viele Unternehmen, gerade in den Zeiten der aktuellen Wirtschaftskrise, dass es das Beste sei, jetzt erst einmal Kosten einzusparen. ‘Hauptsache wir geben nicht mehr aus als wir wirklich müssen’, sagen sich viele Unternehmensführer und Personalverantwortliche. Dies klingt zunächst auch sehr vernünftig. Dabei sehen viele Unternehmenschefs gar nicht, dass sie an der falschen Stelle sparen. Gerade in turbulenten wirtschaftlichen Zeiten, in denen sich Unternehmen einer unsicheren Zukunft gegenübergestellt sehen, ist es besonders wichtig, Mitarbeiter langfristig zu entwickeln und insbesondere darauf Acht zu geben, dass die besonders qualifizierten Mitarbeiter das Unternehmen nicht verlassen werden.
In dieser Diplomarbeit geht es um Coaching als eine Personalentwicklungsmaßnahme. Zunächst wird das Themenfeld Personalentwicklung dargestellt. Sowohl Definitionsansätze, Ziele und auch Instrumente der Personalentwicklung werden erklärt. Anschließend folgt der Übergang zum Themenfeld Coaching als ein Instrument der Personalentwicklung. Das Thema Coaching wird genau durchleuchtet. Angefangen an dem Punkt, was Coaching überhaupt ist, aus welchen Anlässen es nachgefragt wird, bis zu dem Punkt, wie ein Coaching-Prozess abläuft, werden die wichtigsten Aspekte von Coaching behandelt.
Im zweiten Teil liegt der Schwerpunkt dieser Diplomarbeit. Es sollen die Veränderungen und Entwicklungen der deutschen Coaching-Branche seit Beginn der aktuellen Wirtschaftskrise aufgezeigt werden. Die Frage nach dem eindeutigen Beginn der Wirtschaftskrise kann nicht klar beantwortet werden. Es ist jedoch unstrittig, dass die Immobilienkrise in den USA im Jahre 2006 der Auslöser für die globale Wirtschaftskrise war. Nach Ansicht von Experten wird die aktuelle Situation in Deutschland wie folgt dargestellt: Es scheint, als hätte die konjunkturelle Talfahrt bald ein Ende. Es sind sogar schon wieder kleine Anzeichen eines Aufwärtstrends zu verzeichnen. Trotzdem ist sich die Mehrzahl der führenden Politiker in Deutschland einig darüber, dass die Wirtschaftskrise noch nicht vorbei ist. Es soll untersucht werden, welche Auswirkungen die aktuelle Wirtschaftskrise auf die Coaching-Branche hat. Steigt die Nachfrage nach Coaching-Maßnahmen in der Krise oder leidet die Coaching-Branche in der Krise genau wie viele andere Branchen auch? Diese Fragen sollen im Rahmen dieser Diplomarbeit beantwortet werden.
Zu diesem Zwecke wurde eine Online-Befragung durchgeführt. Es wurde sowohl die Nachfrager- als auch die Anbieter-Seite befragt, wodurch der deutsche Coaching-Markt repräsentativ dargestellt werden konnte. Die Ergebnisse der Online-Befragung wurden dann ausgewertet und mit alten sowie mit den aktuellsten Studien zur Coaching-Branche verglichen. Es wird genau beschrieben, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgefunden werden konnten. Zum Schluss wird der empirische Teil interpretiert und in einem Ausblick beschrieben, welche möglichen Entwicklungen und Tendenzen auf die Coaching-Branche in den kommenden Jahren warten werden.
Inhaltsverzeichnis:
| 1 | Einleitung | 1 |
| 2 | Personalentwicklung | 2 |
| 2.1 | Definition von Personalentwicklung | 3 |
| 2.2 | Funktionen und Ziele der Personalentwicklung | 3 |
| 2.3 | Methoden der Personalentwicklung | 4 |
| 2.3.1 | Information | 4 |
| 2.3.2 | Schulung | 5 |
| 2.3.3 | Förderung | 5 |
| 2.4 | Trends in der Personalentwicklung | 6 |
| 3 | Coaching als Methode der Personalentwicklung | 7 |
| 3.1 | Entstehung von Coaching | 7 |
| 3.2 | Definition | 8 |
| 3.3 | Anlässe für Coaching | 9 |
| 3.4 | Funktionen von Coaching | 10 |
| 3.5 | Ziele von Coaching | 11 |
| 3.6 | Coaching-Varianten | 11 |
| 3.6.1 | Einzelcoaching | 12 |
| 3.6.2 | Gruppencoaching | 12 |
| 3.6.3 | Teamcoaching | 13 |
| 3.7 | Zielgruppen | 13 |
| 3.8 | Grenzen von Coaching | 14 |
| 3.8.1 | Abgrenzung von Psychotherapie | 15 |
| 3.8.2 | Abgrenzung von Mentoring | 15 |
| 3.8.3 | Abgrenzung von Training | 16 |
| 3.8.4 | Abgrenzung von Supervision | 16 |
| 3.9 | Der Coaching-Prozess | 16 |
| 4 | Coaching in der Wirtschaftskrise | 18 |
| 4.1 | Expertenmeinungen | 19 |
| 4.1.1 | Expertenmeinungen: Veränderungen im Inhalt | 19 |
| 4.1.2 | Expertenmeinungen: Veränderungen in der Person | 21 |
| 4.2 | Studien | 23 |
| 4.2.1 | Bisherige Studien | 24 |
| 4.2.2 | Aktuelle Studien | 27 |
| 5 | Studie über Coaching in der Wirtschaftskrise | 30 |
| 5.1 | Konzeption der Befragung | 30 |
| 5.1.1 | Aufbau der Fragebögen | 31 |
| 5.1.2 | Auswahl der Unternehmen | 31 |
| 5.1.3 | Auswahl der Coaches | 32 |
| 5.2 | Hinweise zur Umfrage | 34 |
| 5.3 | Auswertung der Fragebögen | 34 |
| 5.3.1 | Ergebnisse der Coach-Befragung | 37 |
| 5.3.2 | Ergebnisse der Kunden-Umfrage | 41 |
| 6 | Erkenntnisse der Auswertung | 45 |
| 6.1 | Vergleich der Ergebnisse mit aktuellen Studien | 45 |
| 6.2 | Vergleich der Ergebnisse mit Expertenmeinungen | 47 |
| 7 | Praktische Relevanz der Arbeit | 48 |
| 8 | Fazit | 49 |
| 9 | Literaturverzeichnis | 51 |
| 10 | Anhang | 54 |
| Ergebnisse der Coach-Umfrage | 54 | |
| Ergebnisse der Kunden-Umfrage | 59 | |
| Fragebögen | 66 |
Textprobe:
Kapitel 3.9, Der Coaching-Prozess:
Es soll an dieser Stelle der Ablauf eines Coaching Prozesses in knapper Form verständlich gemacht werden. Dabei handelt es sich um das Vier-Augen-Coaching zwischen einem Coach und einem Klienten. Solch ein Prozess hat in den meisten Fällen zwischen 7-10 Sitzungen, die jeweils zwischen einer und zwei Stunden dauern. Diese Zeitangaben können, je nachdem welche Bedürfnisse der Klient hat und wie die Coaching-Beziehung verläuft, variieren. Ein Coaching-Prozess sollte nicht länger als 10 Sitzungen andauern, da die Gefahr entstehen könnte, dass sich der Klient zu sehr an die Beratung des Coachs gewöhnt. Dies würde vom Kernziel, nämlich die schnellstmögliche Unabhängigkeit des Klienten von Coaching, stark abweichen.
Vor Beginn eines Coaching-Prozesses erfolgt die Kontaktaufnahme durch den Klienten. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, dass sich der Klient bei der Suche nach dem richtigen Coach ausreichend Zeit lässt. Aufgrund des Überangebots von Personen, die Coaching anbieten, gilt es für Coaching nachfragende Personen, die Schwierigkeit zu bewältigen, aus der Masse des Angebotes den für sie richtigen vertrauenswürdigen Coach zu finden. Bei der Kontaktaufnahme vereinbaren Coach und Klient den Termin für das Erstgespräch. Ziel des Erstgesprächs ist es, das Coach und Klient sich näher kennenlernen. Es werden unter anderem das Problemfeld des Klienten sowie Erwartungen an das Coaching besprochen. Auch die formalen Aspekte wie Kosten und Rechnungsstellung werden geklärt. Wichtig ist, dass der Coach klar kommuniziert, was er leisten kann und wo seine Grenzen liegen. In diesem ersten Gespräch hat der Klient hauptsächlich das Wort. Der Klient berichtet ausführlich über sein Problemfeld. Der Coach hört sehr genau zu und versucht zu verstehen, welche Bedürfnisse der Klient hat. Nachdem Coach und Klient sich über die Ausgangssituation einen Überblick verschafft haben, gilt es im nächsten Schritt ein gemeinsames Ziel zu formulieren. Damit das gesamte Coaching Wirkung erzielen kann, sollte dieses Coaching-Ziel während des Coaching-Prozesses nicht aus den Augen verloren werden. Von zentraler Bedeutung ist, dass das von Klient und Coach gemeinsam definierte Ziel realistisch ist und sich konkret auf den Klienten bezieht. Denn nur auf diesem Weg kann in einem zeitlich begrenzten Rahmen eine Verbesserung der Situation des Klienten erreicht werden. In der Regel können Coach und Klient während des Prozesses der Zielfindung herausfinden, ob es sinnvoll ist, die wirkliche Arbeitsphase des Coaching zu beginnen. Wenn beide sich auf ein gemeinsames Ziel verständigen konnten, so steht einer Fortsetzung des Coaching-Prozesses nichts mehr im Wege.
Es folgt die Interventionsphase, in der sich Coach und Klient konkret am Coaching-Ziel und den Bedürfnissen des Klienten orientieren. Der Coach wendet bestimmte Methoden an, die auf die Anliegen des Klienten zugeschnitten sind. Dadurch kann das Coaching-Ziel leichter erreicht werden. Sollten beide Parteien merken, dass das definierte Ziel nicht die wirklichen Probleme des Klienten zum Inhalt hat, so sind eine Revision des gesteckten Ziels sowie die Entwicklung eines neuen Ziels grundsätzlich möglich. In jedem Fall sollten sich Coach und Klient ausreichend Zeit nehmen, um herauszufinden, welche Bedürfnisse der Klient wirklich hat. Der Coach hat die Aufgabe, den Coaching-Prozess zu überwachen und darauf zu achten, dass vom vereinbarten Ziel nicht abgewichen wird. Man kann von einer Zwischenevaluationsphase sprechen, in der Coach und Klient sich die Frage stellen, ob sie auch wirklich zielorientiert arbeiten und ob die wirklich wesentlichen Probleme des Klienten besprochen werden. Es folgt die Abschlussphase, in der geprüft wird, ob die gesteckten Ziele auch erreicht wurden. Coach und Klient sollten die erreichten Ergebnisse mit den vereinbarten Zielen vergleichen. Es sollte noch einmal genau nachvollzogen werden, welche Zwischenschritte oder Zielveränderungen gemacht worden sind. In die Abschlussphase setzt nahtlos die Gesamtevaluation des Coaching-Prozesses an. Ob das Coaching erfolgreich war, lässt sich unter anderem daran sehen, inwieweit der Klient eine subjektive Zufriedenheit erlebt. Welche Veränderungen nimmt der Klient bezüglich des anfänglich definierten Problems war? Verspürt der Klient eine Erleichterung? Diese Fragestellungen sollten Coach und Klient am Ende des Coaching besprechen. Zusätzlich gilt es, eine Perspektive zu entwickeln um zu schauen, welche schwierigen Situationen in Zukunft auf den Klienten noch warten könnten und woraus sich eventuell ein neuer Coaching-Anlass ergeben könnte.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783842821262
Arbeit zitieren:
Hirsch, Christof Dezember 2009: Coaching als ein Instrument der Personalentwicklung: Die Bedeutung der Coaching Branche in der aktuellen Wirtschaftskrise, Hamburg: Diplomica Verlag
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Coaching, Personalentwicklung, Wirtschaftskrise, Organisationspsychologie



