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Cirtical Price Factors und Bewertungsmethoden für Internetfirmen

Cirtical Price Factors und Bewertungsmethoden für Internetfirmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jürgen Stauber
  • Abgabedatum: Dezember 2000
  • Umfang: 85 Seiten
  • Dateigröße: 495,1 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität - Gesamthochschule Essen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3135-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3135-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3135-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Stauber, Jürgen Dezember 2000: Cirtical Price Factors und Bewertungsmethoden für Internetfirmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmensbewertung, New Economy, Werttreiber, Internet-Aktien, Preisfindung

Diplomarbeit von Jürgen Stauber

Problemstellung:

Unternehmensberatungen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und vor allem Invest-mentbanken greifen zum Zweck der Festlegung eines fundamental gerechtfertigten Börsenpreises bereits gehandelter Titel oder zur Ermittlung der Emissionsspanne bei Internet-Firmen nicht auf das gesamte Spektrum traditioneller Bewertungsmethoden zurück. Grund dafür sind die besonderen Merkmale solcher Gesellschaften, die in vielen Fällen eine sinnvolle Anwendung herkömmlicher Ermittlungsweisen erst gar nicht möglich machen oder aber erhebliche Modifikationen nach sich ziehen.

Zentraler Bestandteil der Bewertungslogik sind Werttreiber. Je stärker diese Value Driver in Abhängigkeit zu den jeweiligen Börsenpreisen stehen, desto eher können sie zur Approximation von tatsächlich durch den Marktprozess induzierten Größen dienen. Ist das Verhältnis signifikant, werden die Werttreiber hierin als Critical Price Factors bezeichnet. Ziel der Arbeit ist es zum einen darzustellen, welche Bewer-tungsmethoden zur Preisfindung von Internet-Firmen angewendet werden und geeig-net sind. Zum anderen soll eine empirische Untersuchung beantworten, ob Critical Price Factors überhaupt existieren und wenn ja, welche dies sind.

Gang der Untersuchung:

Abschnitt 1 gibt zunächst einen Überblick über die Internet-Ökonomie. Darin werden die Unterschiede zur sogenannten Old Economy herausgearbeitet sowie mit der globalen vernetzen Welt in Zusammenhang stehende Begriffe erörtert. Außerdem wird aufgezeigt, welche Geschäfts- und Erlösmodelle die in die Studie aufgenommenen Firmen aufweisen.

Gegenstand des zweiten Abschnittes sind die Critical Price Factors. Dieser Teil klärt die Frage, was genau solche Größen sind und welche Verbindung zu den Bewer-tungsverfahren besteht. Des Weiteren erfolgt die Vorstellung der verschiedenen mit Critical Price Factors in Zusammenhang stehenden Hypothesen, die in der empiri-schen Studie im vierten Teil der Arbeit auf ihre Richtigkeit überprüft werden.

Der dritte Abschnitt behandelt die von Banken zur Preisfindung angewendeten Be-wertungsmethoden. Traditionelle sowie neuere Konzepte werden darin den wegen der besonderen Eigenschaften von Netzwerk-Unternehmen vorherrschenden Anwendungsproblemen gegenübergestellt.

Den Hauptteil der Arbeit bildet Abschnitt 4 mit einer ausführlichen quantitativen Analyse von Internet-Firmen des Neuen Marktes in Frankfurt. Es soll geklärt wer-den, welche Value Driver die höchsten Korrelationen mit den Börsenpreisen aufwei-sen, um somit Auswahlempfehlungen für die in die Bewertungsmodelle einzubezie-henden Größen machen zu können. Der Abschnitt beinhaltet des Weiteren einige mittels der erhobenen Daten berechnete Finanzkennzahlen, mit Hilfe derer die in den letzten Monaten in den Medien publizierte ökonomische Schwäche der Internet-Firmen kritisch hinterfragt wird.

Eine abschließende Betrachtung greift die wesentlichen Resultate der Untersuchung auf, stellt den Zusammenhang zu den anderen Teilen der Arbeit her und gibt ferner einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VII
Symbolverzeichnis X
Einleitung 1
1. Die Internet-Ökonomie 3
1.1 Merkmale der New Economy 4
1.2 eCommerce und eBusiness 6
1.3 Content als Produkt im Internet 7
1.4 Chancen und Risiken des eCommerce 8
1.5 Geschäfts- und Erlösmodelle 10
2. Critical Price Factors 12
2.1 Direkte Value Driver 13
2.2 Indirekte Value Driver 14
2.3 Mit Critical Price Factors in Zusammenhang stehende Hypothesen 14
3. Preisfindung von Internet-Aktien 16
3.1 Merkmale von Internet-Firmen 18
3.2 Vergleichsverfahren 20
3.2.1 Equity Value-Multiples 23
3.2.2 Enterprise Value-Multiples 28
3.3 DCF-Verfahren 30
3.3.1 Das Cash Flow-Zyklusmodell der Deutschen Bank 34
3.3.2 Der Top-Down-Ansatz von UBS Warburg 36
3.3.3 Szenario-DCF-Ansatz von McKinsey 37
3.4 Zwischenfazit 38
4. Empirische Untersuchung 41
4.1 Bisherige Studien 41
4.2 Daten 44
4.3 Deskriptive Statistik 47
4.4 Empirisches Modell 52
4.5 Ergebnis 54
4.6 Kritik 59
Abschließende Betrachtung 61
Literaturverzeichnis 63

Automatisiert erstellter Textauszug:

Als risikoloser Zinssatz rF dient entweder die Forward Rate93 oder die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen. Die Börsenrisikoprämie (rM – rF) schätzt man aus den Equity Risk Premiums der letzten Jahre.94 Beta, die Sensitivität des Börsenpreises zum Marktportfolio,95 prognostizieren die Banken ebenfalls auf Basis zurückliegender Perioden. Das Zirkulationsproblem96 wird durch die Schätzung einer als gleichbleibend angenommenen Kapitalstruktur des Bewertungsobjektes gelöst.97 Wenn die Analysten davon ausgehen, dass Wettbewerbsvorteile in den bestehenden Märkten langfristig nicht verschwinden und die Firmen somit zukünftig eine konstante EBIT-Marge auf Basis der letzten konkreten Planungsperiode erzielen können, errechnet sich der Terminal Value (TV), indem der Cash Flow in k+1 durch die Differenz aus Kalkulationszins und konstanter Wachstumsrate (g) – hier für den Entity Approach formalisiert – geteilt wird. 98 CFk +1 rWACC − g [...]

Das Prognoseproblem der zukünftigen Cash Flows wird in der Praxis durch die Bildung eines Terminal Value gelöst, der auf Grundlage der ewigen Rentenformel beruht.90 Einer detaillierten Berechnung und anschließender Diskontierung der Cash Flows in den k Planungsperioden der ersten Phase folgt die Ermittlung des Barwertes der in der ferneren Zukunft erzielbaren Zahlungsmittelzuflüsse, indem der finanzielle Überschuss der Folgeperiode (k+1) durch den Kapitalisierungszinssatz geteilt wird.91 Aktienanalysten berechnen die CFs des Prognosezeitraumes normalerweise, indem sie ein gleichmäßiges Abflachen des Umsatzwachstums sowie eine kontinuierliche Steigerung des Verhältnisses von EBIT zu Umsatz (EBIT-Marge) schätzen. Zusätzlich werden Annahmen über die Entwicklung der Rückstellungs-, Investitions- und Steuerquoten sowie sonstige den Finanzmittelbestand beeinflussende Größen getroffen. Manchmal unterteilen die Research-Häuser die erste Phase noch in sehr nahe in der Zukunft gelegene Perioden (zwei bis drei Jahre) – für die detaillierte Schätzungen anhand eines vollständigen Finanzplanes92 vorgenommen werden – und in einen zweiten Abschnitt, für den die Prognosen relativ zum Umsatz ermittelt werden. [...]

Dem EV werden aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entstandene Erfolgsgrößen gegenübergestellt, außerordentliche und periodenfremde Erträge oder Aufwendungen bleiben unberücksichtigt. EBITDA setzt sich demnach im wesentlichen aus den Umsätzen und den betrieblichen Aufwendungen (Personal, Material, Verwaltung, Vertrieb, etc.) zusammen. Die Größe EBIT enthält zusätzlich noch die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände.77 Auf dem Enterprise Value basierende Ratios weisen gegenüber marktwertorientierten Kennzahlen entscheidende Vorteile auf. Da ausschließlich operative Erfolgsgrößen in die Rechnung eingehen, wird die Kennzahl weder von unterschiedlichen Steuerquoten, noch von der Abschreibungspolitik oder der Kapitalstruktur beeinflusst und bleibt international sowie zwischen unterschiedlichen Branchen vergleichbar.78 Ferner werden hohe Verschuldungen oder umfangreiche Rückstellungen in dem Kalkül berücksichtigt und ermöglichen dem Investor deshalb eine bessere Einschätzung des Risikos und der Anteile Dritter.79 Für die Bewertung von Internet-Unternehmen relativieren sich die Vorteile aber. Wie unter 4.3 empirisch nachgewiesen wird, bilden die Firmen kaum Rückstellungen und auch das Problem der hohen anfänglichen Investitionen für Forschung und Entwicklung beziehungsweise Werbung können die auf dem Enterprise Value konzipierten Methoden nicht lösen.80 Der Schwäche des Ansatzes versucht man entgegenzuwirken, indem der Multiplikator nur mit dem Umsatz (S) gebildet wird. EV S [...]

Arbeit zitieren:
Stauber, Jürgen Dezember 2000: Cirtical Price Factors und Bewertungsmethoden für Internetfirmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmensbewertung, New Economy, Werttreiber, Internet-Aktien, Preisfindung

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