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Chronophasentyp und Aktivitäts-Ruhe-Rhythmus: Erkenntnisse chronobiologischer und chronomedizinischer Untersuchungen am Menschen

Chronophasentyp und Aktivitäts-Ruhe-Rhythmus: Erkenntnisse chronobiologischer und chronomedizinischer Untersuchungen am Menschen
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: Steffi Lehmann
  • Abgabedatum: Mai 2005
  • Umfang: 58 Seiten
  • Dateigröße: 376,8 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Charitè Universitätsmedizin Berlin Deutschland
  • Bibliografie: ca. 59
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-2274-5
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lehmann, Steffi Mai 2005: Chronophasentyp und Aktivitäts-Ruhe-Rhythmus: Erkenntnisse chronobiologischer und chronomedizinischer Untersuchungen am Menschen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Aktivitäts-Ruhe-Rhythmus, Chronobiologie, Chronomedizin, Aktographie, Aktometer

Studienarbeit von Steffi Lehmann

Einleitung:

In der vorliegenden Arbeit soll ein Überblick über die Chronobiologie gegeben werden. Die Arbeit ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil wird mit der Erläuterung von einigen der wichtigsten Fachbegriffe der Chronobiologie begonnen. Im Anschluss daran wird die Bedeutung der Chronobiologie in der Medizin näher betrachtet. Hierbei werden sechs Hauptanwendungsgebiete kurz diskutiert. Im folgenden Kapitel werden moderne Methoden der Chronobiologie vorgestellt und miteinander verglichen. Der Schwerpunkt wurde dabei auf die Aktigraphie gelegt. Als weitere sind die Polysomnographie, Tagebücher, Fragebögen, Beobachtungen und Isolationsversuche beschrieben. Zum Schluss des ersten Teils wird kurz auf die Anwendung und Bedeutung der Aktographie in der Chronobiologie und Chronomedizin eingegangen. Der zweite Teil dieser Arbeit befasst sich mit den neuesten Veröffentlichungen zum Thema Aktigraphie. Dazu ist eine Auflistung von Artikel in Tabellenform im Anhang zu finden, welche getrennt für Studien mit Erwachsenen und Kindern erfolgt. Eine Diskussion über die Studienergebnisse bildet den Abschluss dieser Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 3
2. Überblick 3
2.1 Definitionen und Begriffsbestimmungen 3
2.2 Chronobiologie und ihre Bedeutung für die Medizin 5
3. Methoden der Chronobiologie 9
3.1 Moderne Methoden 9
3.2 Anwendung und Bedeutung der Aktographie in der Chronobiologie und Chronomedizin 15
4. Tabellarischer Überblick über bereits vorliegende Studien (von Mai 2002 bis Mai 2005) 16
5. Diskussion der Studienergebnisse 17
6. Quellennachweis 20
7. Anhang: Tabelle über Studien mit Erwachsenen 21
Tabelle über Studien mit Kindern und Jugendlichen 48
Auflistung der Quellenangaben der Studien 54
Erläuterung der verwendeten Abkürzungen 59

Textprobe:

Aktigraphie wird heutzutage in der Forschung und auf dem klinischen Gebiet sowohl bei qualitativen als auch bei quantitativen Untersuchungen eingesetzt. Sie gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Das Einsatzgebiet von Aktometern ist sehr vielfältig. Sie werden zur Überwachung und Einschätzung bzw. Untersuchung von Stufen und zeitlichen Mustern von Bewegungen z. B. in hyperaktiven Kindern, in Patienten mit Rheumatoidarthritis oder in manisch-depressiven Patienten verwendet.

ktigraphie wird zudem zur Untersuchung von Nacht- und Schichtarbeitern, die in ein rotierendes System eingebunden sind, benutzt. Des Weiteren werden Aktometer zur Bestimmung des individuellen Chronophasentypes genutzt. Der Chronophasentyp beschreibt die subjektive circadiane Phasenlage, d. h. wann ein Individuum aktiv ist und wann es ruht. Dies ist von praktischer Relevanz im Hinblick auf Nacht- und Schichtarbeit, an die sich Morgentypen nicht bzw. nur schwer anpassen, wobei die am Tage erheblich verkürzte Schlafdauer eine entscheidende Rolle spielt. Abendtypen tolerieren hingegen Frühschichten relativ schlecht, weil sie kaum in der Lage sind, ihre Schlafzeiten vorzuverlegen. Unter den Schichtarbeitern mit gesundheitlichen Beschwerden und unter denen, die die Schichtarbeit vorzeitig aufgeben, befindet sich ein relativ hoher Anteil von Morgentypen.

Die Untersuchung von circadianen Rhythmen mit Hilfe von Aktometern ist ebenfalls von großer Bedeutung. Sie können benutzt werden zur Charakterisierung von spontanen Rhythmen in Erwachsenen, älteren Personen, Kindern und Säuglingen. Weitere Einsatzgebiete von Aktometern stellen die Erforschung der Verhältnisse zwischen Aktivitäts-Rhythmus und Licht-Dunkel-Zyklen, die Identifizierung von Schlaf- oder Rhythmusstörungen als Folge von bestimmten Einsatz- bzw. Arbeitsplänen (z. B. Nacht- o. Schichtarbeit), oder die Charakterisierung von Rhythmusabnormalitäten als Begleiterscheinung von dementen oder psychiatrischen Störungen dar.

Ein sehr großes Anwendungsgebiet der Aktigraphie ist die Schlafforschung. Aktometer werden auf diesem Gebiet oft als zusätzliches Instrument zur Unterscheidung von Schlaf- und Wachphasen eingesetzt. Demzufolge können Aktometer zur Untersuchung und Diagnostik von bestimmten Schlafstörungen, wie z. B. Schlaf-Apnoe, Schlaflosigkeit, Schlaflücken, genutzt werden. Sie sind nützlich bei der Identifikation von gestörtem Schlaf verursacht durch Störungen des circadianen Rhythmus und bei der Identifikation von verbessertem Schlaf durch entsprechende Interventionen. Allerdings muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass die alleinige Benutzung von Aktometern in der Schlafforschung eingeschränkt ist. Sie können z. B. nicht zur Unterscheidung von verschiedenen Schlafstörungen eingesetzt werden.

Die PSG ist immer noch der Goldstandard in der Schlafforschung. In der biologischen und medizinischen Forschung nimmt die Bedeutung der Aktigraphie zu. So werden Aktometer z. B. zur Dokumentation von Schlaf-Wach-Wechseln in Studien über Medikamentenwirkungen, Jetlag, Schichtarbeit, Schlafstörungen in Säuglingen und Kindern, psychiatrische Störungen, Narkolepsie u. a. verwendet. Aktigraphie ist auch geeignet für die Untersuchung der Verhältnisse zwischen Schlaf-Aktivitäts-Mustern und demographischen oder klinischen Variablen. Die Benutzung zur Diagnose des Restless-Leg-Syndroms bzw. von periodischen Hüftbewegungen (Periodic-Leg-Movement-Syndrome, kurz PLMS) wird in der Literatur diskutiert aber es wird darauf hingewiesen, dass Aktometer wahrscheinlich die Anzahl der Beintritte unterschätzen. Aktigraphie könnte auch eine Rolle in der Charakterisierung von (nicht-schlaf-beeinflussten) Krankheiten wie z. B. Schizophrenie und Hypertonie spielen.

Arbeit zitieren:
Lehmann, Steffi Mai 2005: Chronophasentyp und Aktivitäts-Ruhe-Rhythmus: Erkenntnisse chronobiologischer und chronomedizinischer Untersuchungen am Menschen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Aktivitäts-Ruhe-Rhythmus, Chronobiologie, Chronomedizin, Aktographie, Aktometer

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