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Werden Chinas Massenmedien demokratisiert?

Öffnungs- und Schließungsprozesse in der medienpolitischen Regulierung der Volksrepublik China

Werden Chinas Massenmedien demokratisiert?
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Fabian Kockartz
  • Abgabedatum: April 2007
  • Umfang: 109 Seiten
  • Dateigröße: 682,2 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Siegen Deutschland
  • Bibliografie: ca. 158
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0376-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0376-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0376-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kockartz, Fabian April 2007: Werden Chinas Massenmedien demokratisiert?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Massenmedien, Staatliche Regulierung, Sozialistisches Grundprinzip, Technokraten, Chinesische Presseberichterstattung

Diplomarbeit von Fabian Kockartz

Einleitung:

Abstrakt formuliert unterscheidet sich das Mediensystem der Volksrepublik China (VR China) grundlegend von allen anderen Mediensystem auf der Welt. Diese Singularität kann als ein Resultat des spezifischen, historischen Systemwandels des Landes aufgefasst werden. Dabei entwickelten sich die Medien maßgeblich nach der Gründung der VR China im Jahre 1949 zu dem, was wir heute unter den modernen chinesischen Massenmedien verstehen. Die aktuellen Ereignisse in China gehören zurzeit wohl zu den international am intensivsten diskutierten Themen überhaupt. Das rasante Wirtschaftswachstum und die enorm schnellen, nachhaltigen Veränderungen im Land dominieren dabei die meisten Debatten. Doch auch viele akute Probleme werden kontrovers diskutiert: Nichtregierungsorganisationen kritisieren die Missachtung von Menschenrechten im Land; angrenzende Staaten müssen mit Zwangsbesiedelungen und offenen Gewaltmaßnahmen rechnen; die Freiheit der Presse gilt anscheinend nur, so lange keine Regierungsinteressen tangiert werden; soziale Gerechtigkeit, gerade im ökonomischen Kontext, ist faktisch nicht gegeben.

Von einer freiheitlich demokratischen Ordnung ist die Sozialistische Volksrepublik China im Jahre 2007 scheinbar weit entfernt. Euphorische Beobachter prognostizieren China einen ungebremsten Aufstieg zur neuen Welt-Super-Macht, pessimistische Stimmen warnen dagegen vor überzogenen Prognosen und verweisen auf die oben beschriebenen Missstände. Ungelöst würden sie das Land in naher Zukunft in ernste Schwierigkeiten bringen. Diese beiden extremen Sichtweisen zur Kenntnis nehmend, kann fernab aller Übertreibungen ganz nüchtern festgestellt werden, dass die VR China weltpolitisch bereits heute eine große Bedeutung besitzt und die Veränderungen im Land daher auch in Zukunft von enormer Wichtigkeit für alle Staaten dieser Erde sein werden. Fortschritt und gravierende Probleme, beides existiert im Land. Doch in welchem Verhältnis stehen diese Größen zueinander?

Und welche neuen Veränderungen zeichnen sich schon heute ab? Die nähere wissenschaftliche Betrachtung der Entwicklungen im Mediensystem der VR China lohnt sich also. Eine fortschreitende Öffnung des Mediensystems könnte eine zunehmende Demokratisierung des gesamten Landes begünstigen. Freiheit von Presse und Medien, sowie Bürger, die ihre Meinung uneingeschränkt äußern können, wären beides: Konstituierendes und Resultierendes einer demokratischen Regierungsform. Bereits in der Gegenwart hat China globale Leit- und Vorbildfunktionen zu erfüllen. Diese werden in naher Zukunft wohl ungleich an Bedeutung gewinnen. Im Kontext von Wachstum und Fortschritt entwickeln die weiter oben genannten Misstände daher eine reale Brisanz: Sie nähren die Befürchtungen, dass eine zunehmend mächtiger werdende Nation ohne demokratische Werte und eine freiheitliche Grundordnung nicht ernsthaft und nachhaltig zum Wohle der meisten Menschen handeln könne.

Aus dem Spannungsfeld von Massenmedien, politischem System und Öffentlichkeit ergibt sich also die Frage, welche Tendenz die Regulierung der Massenmedien in China im historischen Verlauf aufweist. Wurden Chinas Medien seit Gründung der Volksrepublik immer demokratischer, oder ist gar das Gegenteil der Fall? Welche Entwicklungen lassen sich diesbezüglich in jüngster Zeit wahrnehmen und welche Prognosen für die Zukunft daraus ableiten?

Das Ziel der Diplomarbeit ist demzufolge die umfassende Darstellung der historischen Entwicklungen in der staatlichen Regulierung des Mediensystems der VR China und die Herausarbeitung von etwaigen Regelmäßigkeiten und Tendenzen, die diese Öffnungs- und Schließungsprozesse aufweisen. Aus diesen Erkenntnissen sollen abschließend realistische Folgerungen für die nahe Zukunft entwickelt werden. Das betrachtete Medien-Set setzt sich dabei zusammen aus: Tageszeitung, Hörfunk, Fernsehen und Internet. Die Leitfrage lautet: Sind Chinas Massenmedien in den letzten Jahrzehnten demokratisiert worden?

Gang der Untersuchung:

Um dieses Ziel zu erreichen, gliedert sich die Arbeit in fünf Kapitel. Nach einer kurzen Einleitung folgt die genaue Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes und die Definition zentraler Begriffe. Diese Grundlage dient im späteren Verlauf der Ausarbeitung als Argumentationsinstrumentarium und Bezugspunkt für den eigenen Standpunkt des Verfassers. Das sich daran anschließende Kapitel Öffnungs- und Schließungsprozesse als Resultate eines historischen Systemwandels bildet den Schwerpunkt der Diplomarbeit:

Unter Einbeziehung der wichtigsten Akteure und ihrer Interessen erfolgt in drei historischen Abschnitten eine detaillierte Darstellung der Entwicklung des Medienpolitischen Systems der VR China seit 1949. Die aktuelle medienpolitische Regulierung anhand ausgewählter Beispiele verknüpft die theoretischen Erkenntnisse der vorangegangenen Kapitel mit konkreten Ereignissen der jüngsten Zeit. Das Schlusswort komplettiert die Arbeit schließlich mit einer Zusammenfassung und einem Ausblick.

Um den Untersuchungsgegenstand gleichzeitig zugänglich und aufschlussreich präsentieren zu können, wurde der Struktur des dritten Kapitels eine vereinfachte historische Einteilung zugrunde gelegt. Die Abgrenzung dieser drei Abschnitte lehnt sich dabei an die Ausführungen Heilmanns (2004) an. Da inländische Daten meist nicht unabhängig von offiziellen chinesischen Stellen verfügbar sind, werden diese „gefilterten“ Informationen an einigen Stellen als Argumentationsgrundlage benutzt. Hier sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Verlässlichkeit dieses Materials nicht eindeutig sichergestellt werden kann. Diese Daten sind lediglich als Trends anzusehen und insofern als aussagekräftig zu bewerten. Anführungszeichen kennzeichnen, je nach Kontext, wörtliche Zitate oder Sinnübertragungen. Die Begriffe China, Volksrepublik und VR China werden in dieser Arbeit synonym verwendet.

Inhaltsverzeichnis:

I. Tabellenverzeichnis 4
II. Abkürzungsverzeichnis 5
1. Einleitung 7
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 7
1.2 Aufbau und Anmerkungen 9
2. Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes und Definition zentraler Begriffe 10
2.1 Politikwissenschaftliche Dimension 10
2.1.1 Demokratie 10
2.1.2 Menschenrechte 11
2.1.3 Regime 12
2.1.4 Regulierung 12
2.1.5 Öffentlichkeit 13
2.1.6 Öffentliche Meinung 14
2.2 Medienwissenschaftliche Dimension 15
2.2.1 Der Begriff der Massenmedien 15
2.2.2 Das Medien-Set 17
3. Öffnungs- und Schließungsprozesse als Resultate eines historischen Systemwandels 18
3.1 1949 – 1976: Die VR China unter Mao Zedong 18
3.1.1 Strukturen des Mediensystems – Zentrale Akteure und zentrale Interessen 18
3.1.1.1 Die Kommunistische Partei Chinas 18
3.1.1.2 Staat, Ministerien und Ämter 20
3.1.1.3 Staatsunternehmen, Kollektivunternehmen und privatwirtschaftliche Akteure 21
3.1.2 Die staatliche Regulierung der Massenmedien 22
3.1.2.1 Zeitung 22
3.1.2.2 Hörfunk 24
3.1.2.3 Fernsehen 27
3.2 1976 – 1992: Von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft. Die VR China unter Deng Xiaoping 30
3.2.1 Strukturen des Mediensystems – Zentrale Akteure und zentrale Interessen 30
3.2.1.1 Die Kommunistische Partei Chinas 30
3.2.1.2 Staat, Ministerien und Ämter 32
3.2.1.3 Staatsunternehmen, Kollektivunternehmen und privatwirtschaftliche Akteure 33
3.2.1.4 Das sozialistische Grundprinzip und die Massenmedien 34
3.2.1.5 Der Weg zur World Trade Organization 36
3.2.2 Die staatliche Regulierung der Massenmedien 37
3.2.2.1 Zeitung 37
3.2.2.2 Hörfunk 40
3.2.2.3 Fernsehen 42
3.2.2.4 Internet 45
3.3 1992 – 2007: Das moderne China unserer Zeit. Die Herrschaft der Technokraten 46
3.3.1 Strukturen des Mediensystems – Zentrale Akteure und zentrale Interessen 47
3.3.1.1 Die Kommunistische Partei Chinas 48
3.3.1.2 Staat, Ministerien und Ämter 50
3.3.1.3 Staatsunternehmen, Kollektivunternehmen und privatwirtschaftliche Akteure 54
3.3.1.4 Nachrichtenagenturen 55
3.3.1.4.1 Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua 55
3.3.1.4.2 China News Service 57
3.3.1.5 Non-Governmental Organizations 58
3.3.1.6 Der Beitritt zur World Trade Organization 59
3.3.1.7 Die Sonderverwaltungszone Hongkong 61
3.3.1.8 Die Ausbildung von journalistischem Nachwuchs 63
3.3.2 Die staatliche Regulierung der Massenmedien 65
3.3.2.1 Zeitung 65
3.3.2.2 Hörfunk 68
3.3.2.3 Fernsehen 70
3.3.2.4 Internet 73
4. Die aktuelle medienpolitische Regulierung anhand ausgewählter Beispiele 79
4.1 Tibet: Der Eisenbahnbau nach Lhasa 79
4.1.1 Chinesische Presseberichterstattung 79
4.1.2 Nicht-Chinesische Presseberichterstattung 81
4.2 Die Olympischen Spiele 2008 in Peking 83
4.2.1 Chinesische Presseberichterstattung 83
4.2.2 Nicht-Chinesische Presseberichterstattung 85
5. Schlusswort 87
5.1 Rückblick und Ergebnisse 87
5.2 Zukünftige Tendenzen 92
III. Literaturverzeichnis 93
IV. Stichwortverzeichnis 108

Inhaltsverzeichnis:

I. Tabellenverzeichnis 4
II. Abkürzungsverzeichnis 5
1. Einleitung 7
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 7
1.2 Aufbau und Anmerkungen 9
2. Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes und Definition zentraler Begriffe 10
2.1 Politikwissenschaftliche Dimension 10
2.1.1 Demokratie 10
2.1.2 Menschenrechte 11
2.1.3 Regime 12
2.1.4 Regulierung 12
2.1.5 Öffentlichkeit 13
2.1.6 Öffentliche Meinung 14
2.2 Medienwissenschaftliche Dimension 15
2.2.1 Der Begriff der Massenmedien 15
2.2.2 Das Medien-Set 17
3. Öffnungs- und Schließungsprozesse als Resultate eines historischen Systemwandels 18
3.1 1949 – 1976: Die VR China unter Mao Zedong 18
3.1.1 Strukturen des Mediensystems – Zentrale Akteure und zentrale Interessen 18
3.1.1.1 Die Kommunistische Partei Chinas 18
3.1.1.2 Staat, Ministerien und Ämter 20
3.1.1.3 Staatsunternehmen, Kollektivunternehmen und privatwirtschaftliche Akteure 21
3.1.2 Die staatliche Regulierung der Massenmedien 22
3.1.2.1 Zeitung 22
3.1.2.2 Hörfunk 24
3.1.2.3 Fernsehen 27
3.2 1976 – 1992: Von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft. Die VR China unter Deng Xiaoping 30
3.2.1 Strukturen des Mediensystems – Zentrale Akteure und zentrale Interessen 30
3.2.1.1 Die Kommunistische Partei Chinas 30
3.2.1.2 Staat, Ministerien und Ämter 32
3.2.1.3 Staatsunternehmen, Kollektivunternehmen und privatwirtschaftliche Akteure 33
3.2.1.4 Das sozialistische Grundprinzip und die Massenmedien 34
3.2.1.5 Der Weg zur World Trade Organization 36
3.2.2 Die staatliche Regulierung der Massenmedien 37
3.2.2.1 Zeitung 37
3.2.2.2 Hörfunk 40
3.2.2.3 Fernsehen 42
3.2.2.4 Internet 45
3.3 1992 – 2007: Das moderne China unserer Zeit. Die Herrschaft der Technokraten 46
3.3.1 Strukturen des Mediensystems – Zentrale Akteure und zentrale Interessen 47
3.3.1.1 Die Kommunistische Partei Chinas 48
3.3.1.2 Staat, Ministerien und Ämter 50
3.3.1.3 Staatsunternehmen, Kollektivunternehmen und privatwirtschaftliche Akteure 54
3.3.1.4 Nachrichtenagenturen 55
3.3.1.4.1 Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua 55
3.3.1.4.2 China News Service 57
3.3.1.5 Non-Governmental Organizations 58
3.3.1.6 Der Beitritt zur World Trade Organization 59
3.3.1.7 Die Sonderverwaltungszone Hongkong 61
3.3.1.8 Die Ausbildung von journalistischem Nachwuchs 63
3.3.2 Die staatliche Regulierung der Massenmedien 65
3.3.2.1 Zeitung 65
3.3.2.2 Hörfunk 68
3.3.2.3 Fernsehen 70
3.3.2.4 Internet 73
4. Die aktuelle medienpolitische Regulierung anhand ausgewählter Beispiele 79
4.1 Tibet: Der Eisenbahnbau nach Lhasa 79
4.1.1 Chinesische Presseberichterstattung 79
4.1.2 Nicht-Chinesische Presseberichterstattung 81
4.2 Die Olympischen Spiele 2008 in Peking 83
4.2.1 Chinesische Presseberichterstattung 83
4.2.2 Nicht-Chinesische Presseberichterstattung 85
5. Schlusswort 87
5.1 Rückblick und Ergebnisse 87
5.2 Zukünftige Tendenzen 92
III. Literaturverzeichnis 93
IV. Stichwortverzeichnis 108

Textprobe:

Kapitel 3.3.1.8, Die Ausbildung von journalistischem Nachwuchs:

Im Rahmen einer Analyse der Tiananmen-Ereignisse von 1989 stellt Chen in Bezug auf die Ausbildung von Journalisten fest: „Education has been a low priority in the 40 years of communist history, and journalism education is likewise treated as a non-essential part of societal life. [...] Since journalists in China are regarded as 'proletarian fighters' for organizing, agitating and educating the masses in political struggles, education of journalists has thus been focused on political indoctrination rather than on professional training“.

Heutzutage gestaltet sich die Situation sehr ähnlich. Die Ausbildung des journalistischen Nachwuchses findet zwar zumeist in einem professionellen universitären Umfeld statt, sie wird aber nach wie vor im Geiste einer systemdienlichen Erziehung durchgeführt und dabei gleichzeitig auf einer reflexiven Ebene innerhalb von gesellschaftspolitischen Debatten vernachlässigt. Der Marxismus-Leninismus stellt weiterhin das dominierende Leitkonzept dar. Darüber hinaus ist es außerdem vollkommen üblich, dass altgediente Journalisten hohe Positionen innerhalb von Partei und Regierung bekleiden.

Derzeit gibt es in China drei institutionelle Wege zur Erlangung eines journalistischen Abschlusses: (1) Über eine von 232 staatlichen Bildungsinstitutionen, (2) durch Teilnahme an staatlich anerkannten Fern-Kursen und -Programmen oder (3) mittels eines Studiums an einer privaten Hochschule.

Zwei der renommiertesten Universitäten im Bereich Journalismus sind die Renmin University und die Fudan University in Shanghai. In Bezug auf die Ausbildung von Nachwuchs für den gesamten Mediensektor spielt die Communication University of China (CUC) eine zentral Rolle. Sie wurde im September 1954 unter dem Namen Beijing Broadcasting Institute (BBI) gegründet und ist heute direkt dem Bildungsministerium angegliedert.

Die CUC sieht sich selbst als die „Wiege des talentiertesten Nachwuchses in den Bereichen Radio, TV, Film und Kommunikation“. Gegenwärtig kümmern sich die Mitarbeiter der Universität um die Ausbildung von 13.291 Studenten aus dem In- und Ausland. Im Laufe der letzten fünfzig Jahre hat die Universität nach eigenen Angaben etwa 60.000 Absolventen und insgesamt 340.000 „onthejob trainees“ ausgebildet. Das breite Bildungsangebot umfasst dabei auch spezielle Studiengänge für die heranwachsende, neue journalistische Elite des Landes. Burgh betont die äußerst privilegierte Stellung von Journalisten innerhalb der chinesischen Gesellschaft. Sie können soziale Netzwerke aufbauen, Themen und kulturelle Werte in einem öffentlichen Kontext reproduzieren und Zugang zu Bereichen erhalten, die normalen Bürgern verschlossen bleiben. Im Gegensatz zu Letzteren werden sie überhaupt angehört und haben durch ihren Beruf prinzipiell die Möglichkeit, die bestehende Presse- und Meinungsfreiheit auszuweiten. Dazu kommen meist auch noch gehobene Lebensumstände, die sich durch eine akademische Laufbahn ergeben.

Letztendlich haben zwar Partei und Regierung im heutigen China größere politische und gesellschaftliche Macht als Journalisten, ihre Profession birgt aber ein reales Potenzial für Veränderungen im gesellschaftlichen System in sich. Nachwuchsjournalisten setzen sich zunehmend mit westlich/demokratisch geprägten Fachinhalten und Arbeitsmethoden auseinander und nehmen diese, so weit möglich, auch an. Gerade ihre spätere Präsenz innerhalb der KPCh könnte also einen Katalysator für diese Veränderungen darstellen. Im gesamten chinesischen Rundfunk- und Pressewesen waren bis Ende 2000 etwa 552.000 Journalisten beschäftigt.

Arbeit zitieren:
Kockartz, Fabian April 2007: Werden Chinas Massenmedien demokratisiert?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Massenmedien, Staatliche Regulierung, Sozialistisches Grundprinzip, Technokraten, Chinesische Presseberichterstattung

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