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Chinabild im Wandel

Die Berichterstattung der deutschen Presse

Chinabild im Wandel
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christiane Hilsmann
  • Abgabedatum: Oktober 1997
  • Umfang: 194 Seiten
  • Dateigröße: 8,4 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1117-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1117-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1117-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hilsmann, Christiane Oktober 1997: Chinabild im Wandel, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Auslandsberichterstattung, China, Presse, Berichterstattung, Kulturvermittlung

Diplomarbeit von Christiane Hilsmann

Einleitung:

China ist ein Land, das die Berichterstatter zwischen zwei Pole drängt: Ergründenwollen und Unverständnis. Jahrelang war China abgekapselt, außerhalb des westlichen Erfahrensbereiches. Inzwischen hat sich dies gewandelt. Als stetig wachsende Wirtschaftsmacht ist China heute häufiger Gast in den Medien.

Massenmedien sind die wichtigste Quellen für Informationen über das Ausland, insbesondere über ferne Länder. Doch werden Vermittlung und Nutzung von Informationen über andere Länder geleitet von verschiedenen Interessen. Für die Auslandsberichterstattung sind hiervon im wesentlichen zwei zu nennen. Das sind zum einen politische, gesellschaftlich geprägte Interessen, die in erster Linie historisch oder durch die Beziehungen der eigenen zur fremden Nation oder Kultur bedingt sind. Zum anderen besteht bei den Medien ein Interesse an der Vermittlung fremder Kulturen, von kulturellen und damit auch historischen Hintergründen, die das Ausland verständlicher machen.

Die Untersuchung „Chinabild im Wandel" stellt dar, wie sich vor dem Hintergrund historischer und politischer Umstände die Darstellung Chinas in der deutschen Presse gewandelt hat. Eine Auswahl von Zeitungsartikeln aus den Jahren 1984, 1990 und 1996 beweist, daß sich das Chinabild stark verändert hat: vom neuen, interessanten Partner während des "China-Booms" der 80er Jahre zum bedrohlichen, "hungrigen" Riesen in den Jahren nach den traurigen Ereignissen auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989. Der Wandel reiht sich ein in die wechselvolle Geschichte der Wahrnehmung Chinas durch Europa. Stets pendelte sie zwischen Bedrohung und Bewunderung.

Der Punkt "Stereotypen in der Auslandsberichterstattung", die Bedeutung der Auslandsberichterstattung und schließlich die Arbeitsbedingungen der Korrespondenten in China werden ebenfalls in der Arbeit ausgeführt. Ihre Betrachtung hilft, Art und Weise sowie Probleme der Darstellung Chinas besser einzuordnen.

Die Arbeit reiht sich ein in die Länderbildforschung, die viele Analysen zur Darstellung anderer Länder hervorgebracht hat. Sie ist - nach Recherchen der Autorin - die erste, die derart ausführlich die Berichterstattung der deutschen Presse über China untersucht und dabei den steten Wandel des Chinabildes in die Analyse miteinbezogen hat. Damit schlägt sie eine Brücke zwischen ihrem Fachbereich Journalistik zur Sinologie.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Fragestellung und Forschungskonzept 2
1.2 Forschungskontext 3
1.3 Zum besseren Verständnis: Hinweise und Erläuterungen 5
1.3.1 Verwendung des Begriffes "China" 5
1.3.2 Anmerkungen zur Schreib- und Lesweise chinesischer Begriffe 6
2. Historischer Hintergrund 7
2.1 Geschichte Chinas 7
2.1.1 Das kaiserliche China 7
2.1.2 Vom Kaiserreich zur Volksrepublik 7
2.1.3 Die Volksrepublik China unter Mao Zedong 9
2.1.4 Das China der Reformen 9
2.2 Deutsch-chinesische Beziehungen 10
2.2.1 Die Missionare 10
2.2.2 Das deutsche "Engagement" im China des 19. und frühen 20. Jahrhunderts 11
2.2.4 Zwei Staaten, zwei Systeme: Die Bundesrepublik und die Volksrepublik 12
2.2.5 Die Bundesrepublik und das "neue" China 12
2.3 Zwischen Idealisierung und Verteufelung: Das Chinabild im historischen Wandel 14
2.3.1 Fremdheit, Gegenwelt, Wechselhaftigkeit 14
2.3.2 Idealisierung durch Jesuiten und Aufklärer 15
2.3.3 Das 19. Jahrhundert: "Fortschrittliches" Europa vs. "rückständiges" China 16
2.3.4 "Vielgesichtigkeit" im 20. Jahrhundert 16
2.3.5 Fazit 18
3. Theoretischer Hintergrund 19
3.1 Bilder und Stereotypen 19
3.2 Massenmedien und „die Bilder in unseren Köpfen" 21
3.2.1 Entstehen der Images 21
3.2.2 Einfluß von Images und Stereotypen in den Massenmedien 22
3.2.3 Einfluß der Medien-Images auf die Rezipienten 23
3.2.4 Fazit 24
3.3 Nachrichtenselektion in der Berichterstattung 24
4. Auslandsberichterstattung 28
4.1 Das Ausland in den Medien 28
4.2 Bedeutung Chinas/Asiens in der Auslandsberichterstattung 29
4.3 Auslandskorrespondenten 31
4.3.1 Allgemeines Aufgabenverständnis und Probleme 31
4.3.2 Ausländische Journalisten in der Volksrepublik China 33
4.3.3 Arbeitsbedingungen der ausländischen Journalisten in der Volksrepublik China 34
a) Funktion chinesischer Massenmedien und ihre Bedeutung für ausländische Journalisten 34
b) China-Korrespondenten und ihre Quellen 35
c) Kontrolle ausländischer Journalisten in China 36
d) Fazit 37
5. Die Untersuchung 38
5.1 Auswahl der Zeitungen 38
5.2 Die Zeitungen 39
5.2.1 Frankfurter Allgemeine Zeitung 39
5.2.2 Frankfurter Rundschau 40
5.2.3 Passauer Neue Presse 41
5.2.4 Stuttgarter Zeitung 41
5.2.5 Rheinischer Merkur/Christ und Welt 42
5.2.6 Die Zeit 42
5.3 Methode 43
5.3.1 Festlegung des Untersuchungszeitraums 43
5.3.2 Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes 44
5.3.3 Bildung der Hypothesen 45
5.3.4 Datenerhebung 47
6. Die quantitative Inhaltsanalyse: Ergebnisse 48
6.1 Die Artikel und ihre Verteilung 48
6.2 Beachtungsgrad der Artikel 50
6.2.1 Plazierung 50
6.2.2 Umfang 51
6.2.3 Abbildungen 52
6.2.4 Fazit 53
6.3 Darstellungsformen 54
6.4 Themeneinheiten 55
6.5 Quellen 57
6.6 Zulieferer von Informationen 59
6.7 Ereignisorte 60
6.8 Themen 62
6.8.1 Verteilung der Themen 62
6.8.2 Menschenrechte 66
6.9 Handlungsträger 67
6.9.1 Der erste Handlungsträger 68
6.9.2 Der zweite Handlungsträger 69
6.9.3 Personalisierung 71
6.10 Tendenz der Berichterstattung 72
6.10.1 Negativismus 73
6.10.2 Beurteilung der Handlungsträger 74
6.10.3 Formulierungen 75
6.11 Darstellung Chinas 76
6.11.1 Formulierungen 76
6.11.2 Verweis auf chinesische Eigenheiten 77
6.11.3 Sprichworte 78
7. Die qualitative Inhaltsanalyse 79
7.1 Vorgehensweise 79
7.2 Ergebnisse 80
7.2.1 Volks- und Staatsebene und die Zuweisung von Charakteristika 80
7.2.2 Fremdheit 83
7.2.3 Widersprüchlichkeit 84
7.2.4 Masse 84
7.2.5 Selbstbewußtsein 85
7.2.6 Die Staatsführung der Volksrepublik 85
7.2.7 Bezug zum Westen 86
7.2.8 Reformen 87
7.2.9 Hintergründe 88
8. Zusammenfassung und Einordnung der Ergebnisse 90
9. Schlußbemerkung 98
Anhang 100
Karte 101
Auswertung der quantitativen Inhaltsanalyse 102
Codebuch 134
Auswertung der qualitativen Inhaltsanalyse 146
Korrespondenz mit der Verfasserin 150
Susanne Gelhard: Hunger, Elend, Pulverdampf? Das Ausland in den Medien (Internet-Aufsatz) 166
Literaturverzeichnis 172

Arbeit zitieren:
Hilsmann, Christiane Oktober 1997: Chinabild im Wandel, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Auslandsberichterstattung, China, Presse, Berichterstattung, Kulturvermittlung

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