Chattende Spieler, surfende Infosucher und shoppende Profis
Entwicklung einer Nutzertypologie für deutschsprachige Internetnutzer
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Uwe Scheid
- Abgabedatum: Februar 1999
- Umfang: 116 Seiten
- Dateigröße: 854,7 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hochschule für Musik und Theater Hannover Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1573-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1573-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1573-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Scheid, Uwe Februar 1999: Chattende Spieler, surfende Infosucher und shoppende Profis, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Suchmaschinen, WWW-Befragung, Methodenvergleich, GfK-Online-Monitor, Fireball-Nutzer
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Diplomarbeit von Uwe Scheid
Einleitung:
Das Internet bietet, im Gegensatz zu den anderen Medien, eine Vielzahl von Nutzungs- und Interaktionsmöglichkeiten. Darüber hinaus ist es von seinen Nutzungsmöglichkeiten her viel offener, wobei aber nicht einzelne dieser Nutzungsmöglichkeiten als ursächlich für die Internetnutzung angesehen werden können. Die Internetnutzer werden daher mit vielfältigen und unterschiedlichen Nutzungserwartungen und -präferenzen an das Medium herangehen.
Produzenten von Webauftritten, die hohe Reichweiten erzielen sollen, müssen die Offenheit des Mediums berücksichtigen. WWW-Präsenzen sollten so gestaltet werden, daß sich möglichst viele Nutzer von ihnen angesprochen fühlen, diese sich möglichst lange auf den Webseiten aufhalten und auch oft wiederkommen. Die Inhalte sollten also möglichst gut auf die Nutzungsmuster der Besucher der Seiten abgestimmt sein. Trotz der Bedeutung solcher Informationen liegen zur Zeit noch kaum empirisch gesicherte Erkenntnisse zu diesem Themenbereich vor.
Ziel dieser Arbeit war die Entwicklung einer Nutzertypologie für Internet-Nutzer. Diese kann entscheidende Anhaltspunkte für die Konzeption der Inhalte von WWW-Auftritten geben. Dabei ging es um folgende Fragen:
1. Welche thematischen Interessen bestimmen die Internet-Nutzung? Lassen sich diese Interessen bündeln?
2. Lassen sich Nutzertypen im Internet beschreiben? Wenn ja, welche Charakteristika zeichnet sie aus?
Informationen über diese Gruppen erlauben es, Internet-Präsenzen inhaltlich gezielter auf die Bedürfnisse ihrer Nutzer abzustimmen, bzw. spezielle Angebotskombinationen für bestimmte Nutzergruppen zu erstellen.
Als Methode wurde im Rahmen dieser Studie die WWW-Befragung eingesetzt. Zur Bildung der Nutzertypologie wurden Nutzer der Suchmaschine Fireball zu ihrer Internetnutzung, ihren Nutzungsinteressen und ihrer individuellen Internet-Erfahrung befragt. Fireball als deutschsprachige Suchmaschine und die Sprache des Fragebogens bewirkten eine Beschränkung der Stichprobe auf die deutschsprachigen Internet-User. Die gewählte Methode bewirkte eine Selbstselektion der Untersuchungsteilnehmer. Als dritte Fragestellung interessierte daher:
3. Welche Verzerrungen der Ergebnisse resultierten aus der Selbstselektion der Untersuchungsteilnehmer?
Im Hinblick auf die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten im Internet wurde ein besonderer Augenmerk auf die Entwicklung möglichst vielfältiger Items im Bereich der Nutzungsmöglichkeiten gelegt. Es wurde nicht nur zwischen Nutzung und Nicht-Nutzung unterschieden. Der Befragte hatte zusätzlich die Möglichkeit anzugeben, ob er sich für eine von ihm (noch) nicht wahrgenommene Nutzungsmöglichkeit interessierte. So konnten Zukunftspotentiale bei der Internet-Nutzung erkannt werden.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 3 |
| 1.1. | Quo Vadis, Internet? | 3 |
| 1.2. | Zielsetzung und Aufbau der Arbeit | 7 |
| 2. | DAS INTERNET -ZAHLEN UND FAKTEN | 8 |
| 2.1. | Internetnutzung international | 8 |
| 2.2. | Internetnutzung in Deutschland | II |
| 2.3. | Suchhilfen im Internet | 17 |
| 2.4. | Die dritte Befragungswelle des GfK-Online-Monitors | 21 |
| 3. | TYPOLOGIEN IN DER MARKT- UND MEDIENFORSCHUNG | 22 |
| 3.1. | Definition und Einsatzgebiet | 22 |
| 3.2. | Online-Typologien | 24 |
| 3.3. | Konkretisierung der Fragestellung | 28 |
| 4. | METHODE | 30 |
| 4.1. | Probleme der aktuellen Forschung | 30 |
| 4.2. | Beurteilung anderer Online-Erhebungsmethoden | 33 |
| 4.3. | Stichprobenziehung und Repräsentativität der Studie | 35 |
| 4.4. | Fragebogen und Datenerhebung | 39 |
| 4.5. | Datenauswertung | 44 |
| 5. | ERGEBNISSE | 45 |
| 5.1. | Struktur und Repräsentativität der Stichprobe | 45 |
| 5.2. | Schwerpunkte der Internet-Nutzung | 50 |
| 5.3. | Entwicklung der Nutzertypen | 58 |
| 5.3.1. | Die Internet-Profis | 59 |
| 5.3.2. | Die Newbies | 61 |
| 5.3.3. | Die Alltagsnutzer | 63 |
| 5.3.4. | Die qualifizierten Infosucher | 66 |
| 5.3.5. | Die kommunikativen Spieler | 69 |
| 6. | INTERPRETATION DER ERGEBNISSE UND WEITERFÜHRENDE ÜBERLEGUNGEN | 72 |
| 7. | LITERATURVERZEICHNIS | 78 |
| 8. | ANHANG | 82 |
| 8.1. | Fragebogen | 82 |
| 8.2. | Tabellen zu den Clustem | 90 |
| 8.3. | Detailergebnisse der statistischen Analysen | 98 |
| 9. | GLOSSAR | 100 |
| 10. | ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS | 107 |
| 10.1 | Abbildungen | 107 |
| 10.2 | Tabellen | 107 |
Pretest und Datenerhebung Es schloß sich ein Pretest im WWW an, der dazu dienen sollte, den Zeitbedarf beim Ausfüllen des Fragebogens zu ermitteln. Die 8 Teilnehmer berichteten übereinstimmend von etwa 10 Minuten, die sie für das Ausfüllen des Fragebogens benötigten. Der Beginn der Datenerhebung war der 23.06.1998. Das Ende der Datenerhebung markierte der 11.08.1998. Alle Teilnehmer, die den Fragebogen nach diesem Zeitpunkt beantworteten, wurden nicht mehr in die Auswertung mit einbezogen. Um die Antworten der Teilnehmer zu speichern, wurde eine Datenbank erzeugt. Der Eintrag der beantworteten Fragebögen in die Datenbank erfolgte über ein PERL-Script. Dabei wurde auch gleichzeitig eine Eingabekontrolle vorgenommen. Aus Performanzgründen wurden nur große Itembatterien innerhalb des Fragebogens auf Vollständigkeit kontrolliert. Jeder Teilnehmer, der die erste Seite des Fragebogens erreichte, bekam eine eindeutige und einmalige Identifikationsnummer, im folgenden User-ID genannt, zugewiesen. Diese wurde beim Abschicken der ersten Seite zusammen mit den restlichen Variablen in die Datenbank und als versteckte Variable in die nachfolgenden Seiten eingetragen. Die HTML-Seiten wurden erst durch das PERL-Script eingelesen, mit der User-ID versehen und dann an den Teilnehmer ausgegeben. Durch diese Vorgehensweise wurde gewährleistet, daß eine korrekte Zuordnung der Daten zu den einzelnen Umfrageteilnehmern erfolgte. Die Antworten der ausgefüllten Fragebögen wurden in eine Datenbank geschrieben. Brach ein Teilnehmer die Befragung nach der ersten oder der zweiten Seite ab, dann waren die Daten dieser Seiten schon in der Datenbank eingetragen. Durch den Einsatz des Skripts gelang es, zusätzliche Variablen abzufragen. Hierbei handelte es sich um die IP-Adresse, den HTTP-Referrer und den verwendeten Browsertyp des Teilnehmers. Auch wenn das den meisten Internet-Nutzern nicht bewußt sein dürfte, diese Daten werden üblicherweise bei jedem Zugriff auf ein WWW-Angebot in das Server-Logfile eingetragen. Durch diese Form der Datenerhebung mußten die oben genannten Daten nicht im Fragebogen abgefragt werden. Es konnte hier auch nicht zu falschen Angaben seitens der Teilnehmer kommen, da die entsprechenden Datenbankeinträge beim Aufruf des Fragebogens automatisch generiert wurden. Um diese Angaben zu fälschen, wäre erheblicher technischer Aufwand notwendig gewesen. Nach dem Ausfüllen des Fragebogens wurde den Teilnehmern auf einer vierten Seite die Möglichkeit gegeben, ihre Adresse zu hinterlassen, um an der Verlosung teilzunehmen. Insgesamt 7.148 mal wurde diese Möglichkeit genutzt. Die Eingabe der Adresse erfolgte auf einer eigenen Seite, um die getrennte Speicherung von den restlichen Fragebogendaten auch [...]
Programmierung des Fragebogens Die Programmierung erfolgte mit Hilfe des als Shareware erhältlichen Programms ‚Homesite 3.0‘ (http://www.allaire.com). Der HTML-Code wurde mit Hilfe eines ebenfalls als Shareware erhältlichen HTML-Validators (http://www.htmlvalidator.com) auf eventuelle Fehler und die Einhaltung der HTML-Spezifikationen geprüft, um die korrekte Darstellung des Fragebogens im Browser zu gewährleisten. Bei der Programmierung des Fragebogens wurden streng die HTML3.2-Spezifikationen des W3C eingehalten (http://www.w3.org/TR/REC-html32.html). Auf diese Weise wurde gewährleistet, daß der größte Teil der WWW-Nutzer die Möglichkeit hatte, an der Befragung teilzunehmen, weil dadurch die Darstellung des Fragebogens mit den meisten Browsern möglich war. Es wurden zwar farbige Tabellenzellen verwendet, die in den Netscape-Browsern mit den Versionsnummern 2.x nicht farbig angezeigt werden, dies schränkte aber die Lesbarkeit des Fragebogens für diese Nutzergruppe ansonsten nicht ein. Auf Java bzw. Javascript sowie sonstige Plugins wurde verzichtet. Dies hätte die Teilnahmemöglichkeiten nur unnötig eingeschränkt. Die korrekte Darstellung des Layouts wurde mit Hilfe der verschiedenen Browsertypen kontrolliert. [...]
Der Fragebogen war insgesamt relativ umfangreich, daher wurde er in 3 Seiten aufgeteilt. Sobald man eine ausgefüllte Seite durch Mausklick ‚abgeschickt‘ hatte, erschien die nächste Seite des Fragebogens. Auf der ersten Seite wurde in der Einleitung ein Hinweis auf die Beachtung des Datenschutzes eingefügt. Den Teilnehmern wurde durch einen Link auf die eMail-Adresse umfrage@fireball.de die Möglichkeit gegeben, Kontakt mit dem Untersuchungsleiter aufzunehmen. Zusätzlich wurde darauf hingewiesen, daß die Beantwortung des Fragebogens nur einige Minuten dauert. Es war auch zu lesen, daß nur vollständig ausgefüllte Fragebögen an der Verlosung teilnehmen konnten. Dies geschah in der Absicht, die Teilnehmer zu motivieren, den Fragebogen sorgfältig auszufüllen, denn im Endeffekt nahm jede Adresse an der Verlosung teil, da eine Einzelkontrolle bei über 7.000 Teilnehmeradressen zu aufwendig gewesen wäre. Zur Feinabstimmung der Fragen wurde ein Posting in die GIRL-Mailingliste gesetzt und um Mithilfe gebeten. Die Listenteilnehmer, die sich bereit erklärten, bekamen den Fragebogen als Word-Dokument zugeschickt. Auf die Anregung der Teilnehmer hin wurden noch einige kleinere Änderungen am Fragebogen durchgeführt und dieser dann in HTML programmiert. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832415730
Arbeit zitieren:
Scheid, Uwe Februar 1999: Chattende Spieler, surfende Infosucher und shoppende Profis, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Suchmaschinen, WWW-Befragung, Methodenvergleich, GfK-Online-Monitor, Fireball-Nutzer



