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Charakterisierung des viralen TAP-Inhibitors ICP47 und Entwicklung nicht-radioaktiver Untersuchungsmethoden

Charakterisierung des viralen TAP-Inhibitors ICP47 und Entwicklung nicht-radioaktiver Untersuchungsmethoden
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Lars Neumann
  • Abgabedatum: Juli 1996
  • Umfang: 90 Seiten
  • Dateigröße: 5,0 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0881-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0881-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0881-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Neumann, Lars Juli 1996: Charakterisierung des viralen TAP-Inhibitors ICP47 und Entwicklung nicht-radioaktiver Untersuchungsmethoden, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: TAP, Immunologie, Fluoreszenz, MHC, Virologie

Diplomarbeit von Lars Neumann

Zusammenfassung:

Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit dem Antigenpeptid-Transporter TAP, dem eine Schlüsselrolle in der Immunerkennung infizierter oder entarteter Zellen zukommt. So werden Proteinbruchstücke, die mit Hilfe des Proteasomenkomplexes im Zytosol erzeugt werden von TAP in das endoplasmatische Retikulum gepumpt, wo sie mit MHC-Klasse-I Molekülen assemblieren. Nachdem Transport dieses Komplexes auf die Zelloberfläche tasten zytotoxische T-Lymphocyten die präsentierten Peptide ab und eliminieren Zellen, die Fragmente von zellfremden Proteinen tragen.

Im ersten Teil dieser Studie werden neue, nicht-radioaktive Möglichkeiten zur Untersuchung der Peptid-TAP-Wechselwirkung entwickelt. So werden elektronenmikroskopische Analysen mit Goldkörnchen-tragenden Peptiden besprochen und die Nutzung des S-Peptids der Ribonuklease-S oder Luciferin-markierter Peptide diskutiert. Besonders wird auf das Potential von Peptiden eingegangen, die mit Fluoreszenzsonden gekoppelt wurden. So zeigte sich, daß Fluorescein-markierte Peptide sowohl für die Quantifizierung der Peptidbindung und des Peptidtransports als auch zur Untersuchung der räumlichen Struktur der Peptidbindungstasche hervorragend geeignet sind.

Im zweiten Teil wird das Herpes-Simplex-Virus Protein ICP47 charakterisiert, das durch die Inhibierung von TAP die Immunerkennung des Virus und somit die Lyse der infizierten Zelle verhindert. Die Wechselwirkung dieses klinisch hoch-relevanten Immunmodulators mit seinem Zielprotein TAP wird ausführlich kinetisch und thermodynamisch analysiert. Dabei wird auf die Speziesspezifität verschiedener Herpes-Simplex-Virus Stämme eingegangen. Darüber hinaus werden strukturelle Besonderheiten, die durch eine Membran-ICP47-Wechselwirkung erzeugt werden, theoretisch und CD-spektroskopisch untersucht. Schließlich wird mit Hilfe von Sequenz-vergleichenden Studien und durch Experimente mit systematisch verkürzten ICP47-Varianten die aktive Domäne des viralen Inhibitors lokalisiert.

Neben den wissenschaftlichen Ergebnissen sind zahlreiche für die Biochemie essentielle Techniken beschrieben. So wird das Bakulovirus-Expressionssystem mit den dafür notwendigen Methoden der Insektenzellkultur, Bakulovirusamplifikation und -infektion erläutert. Außerdem werden Mikrosomenisolationsverfahren, Gelektrophorese, reversed phase Chromatographie und Assays zur Bestimmung der Proteinkonzentration verwendet. Zusätzlich werden Methoden zur Proteinmarkierung, wie die Einführung des radioaktiven Isotops 125I oder die kovalente Kopplung mit Fluoreszenzsonden oder Goldkörnchen gezeigt. Zur Untersuchung der Peptid-TAP-Wechselwirkung werden Filtrations- und Zentrifugationsexperimente durchgeführt.

Inhaltsverzeichnis:

A. Einleitung 1
1. Antigenpräsentation über MHC-Klasse-I-Moleküle 1
2. Die Familie der ABC-Transporter 3
3. Störung der Immunerkennung als Pathogenizitätsprinzip 6
4. Motivation und Zielsetzung 8
B. Material und Methoden 9
1. Material 9
1.1 Zellen, Baculoviren und Medien 9
1.2 Enzyme und Standards 9
1.3 Chemikalien und Verbrauchsmaterial 9
1.4 Puffertabelle 11
1.5 Geräte 12
2. Zellkultur 13
2.1 Passage und Expansion von Insektenzellen 13
2.2 Anlegen eines Baculovirusstocks 14
2.3 Baculovirusinfektion und Ernte infizierter Insektenzellen 14
2.4 Mikrosomenpräparation 15
3. Synthesen und Reinigungsverfahren 15
3.1 Luziferin-markierte Peptide 16
3.2 Gold-markierte Peptide 18
3.3 Fluorescein-markierte Peptide 20
3.4 Reinigung von ICP47(1-53) 22
3.5 Iodierung von TAP-Liganden 23
3.5.1 Isolation von radioaktiv-markierten Peptiden 23
3.5.2 Isolation von radioaktiv-markiertem ICP47(1-53) 23
3.6 Schnitt des Fusionsproteins GST-ICP47 (Typ II) 24
4. Biochemische Methoden 26
4.1 Bindungs- und Kompetitionsassay 26
4.1.1 Zentrifugationsassay 28
4.1.2 Filtrationsassay 28
4.2 Assoziations- und Dissoziationskinetik 29
4.3 Transportassay 30
4.4 Präparation Gold-markierter Mikrosomen für die Elektronenmikroskopie 30
4.5 Fluoreszenzlöschung TAP-gebundener Fluorescein-markierter Peptide 31
5. Analytische Methoden 32
5.1 Proteinbestimmung nach Pierce 32
5.2 Proteingelelektrophorese nach Lämmli 32
5.3 Protein-Färbung in Polyacrylamidgelen 33
5.3.1 Silberfärbung 33
5.3.2 Kolloidale Coomassie-Färbung nach Neuhoff 34
C. Ergebnisse 35
C1. Nicht-radioaktive Untersuchungsmethoden der Peptidbindung und des Peptidtransports durch TAP 35
1. Fluorescein-markierte Peptide 35
1.1 Nachweis der spezifischen Bindung an TAP 35
1.2 Bindungskompetitionsassay 36
1.3 Sättigungsbindungsassay 37
1.4 Transportassay 39
1.5 Fluoreszenzlöschung von Fluorescein-markierten Peptiden 39
2. Gold-markierte Peptide 41
2.1 Nachweis der spezifischen Bindung an TAP 41
2.2 Elektronenmikroskopische Untersuchungen 42
3. S-Peptid der Ribonuklease-S 42
4. Luziferin-markierte Peptide 43
C2. Charakterisierung des viralen TAP-Inhibitors ICP47 44
1. Strukturelle Aspekte von ICP47 44
1.1 Sequenzvergleich und Sekundärstrukturvorhersage 44
1.2 CD-Spektroskopische Untersuchungen 45
2. ICP47(1-53) als Inhibitor von TAP 47
2.1 Inhibierung des TAP-abhängigen Peptidtransports durch ICP47(1-53) 47
2.2 Speziesspezifische Peptidbindungsinhibition an TAP durch ICP47(1-53) 49
2.3 Mechanismus der TAP-Inhibierung durch ICP47(1-53) 50
2.4 Die "aktive Domäne" von ICP47 52
3. Kinetik der ICP47(1-53)-Bindung an TAP 53
3.1 Assoziationskinetik 53
3.2 Dissoziationskinetik 56
4. Charakterisierung von ICP47 (Typ II) 58
4.1 Peptidbindungsinhibition an TAP durch ICP47 (Typ II) 58
4.2 Inhibition des TAP-abhängigen Peptidtransports durch ICP47 (Typ II) 60
D. Diskussion 61
E. Zusammenfassung 69
F. Ausblick 70
G. Anhang 72
H. Literaturverzeichnis 74
I. Abkürzungen 79

Arbeit zitieren:
Neumann, Lars Juli 1996: Charakterisierung des viralen TAP-Inhibitors ICP47 und Entwicklung nicht-radioaktiver Untersuchungsmethoden, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
TAP, Immunologie, Fluoreszenz, MHC, Virologie

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