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Changemanagement als Instrument der Wissensorganisation in internationalen Großunternehmen

Changemanagement als Instrument der Wissensorganisation in internationalen Großunternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kathrin Dorrn
  • Abgabedatum: Oktober 2001
  • Umfang: 258 Seiten
  • Dateigröße: 2,0 MB
  • Note: 1,4
  • Institution / Hochschule: Hochschule der Medien (ehem. Hochschule für Druck und Medien Stuttgart (FH)) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5348-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5348-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5348-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dorrn, Kathrin Oktober 2001: Changemanagement als Instrument der Wissensorganisation in internationalen Großunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: lernende Organisation, Informationstechnologie, Innovation, Wissensmanagement, Kommunikationstechnologie

Diplomarbeit von Kathrin Dorrn

Einleitung:

Gegenstand der hier vorgestellten Arbeit ist die Ausarbeitung eines ganzheitlichen Konzeptes einer Wissensorganisation unter Berücksichtigung der Konzepte des Wissensmanagements, des organisationalen Lernens, des Innovationsmanagements und des kontinuierlichen Wandels. Schwerpunkt wird hierbei auf internationale Großunternehmen gelegt.

Das Konzept des Change Managements wird dabei als Instrument des Wandels zur Wissensorganisation als auch als Instrument der Wandlungsfähigkeit einer Wissensorganisation genutzt. Hierfür wird ein eigener Change Management-Ansatz entwickelt. Absicht ist die Verdeutlichung der Zusammenhänge und der gegenseitigen Abhängigkeit zwischen den Begriffen Wissen, Lernen, Innovation und Wandel und ihrer Konzepte der Umsetzung. Die Wissensorganisation ist somit nicht nur Ziel des Wandels, sondern in umgekehrter Betrachtung auch Instrument eines ganzheitlichen, tiefgreifenden Wandels. Durch effektive Wissens-, Lern- und Innovationsprozesse entsteht Wandlungsfähigkeit und somit Flexibilität im Unternehmen; Wandel ist umgekehrt die Grundvoraussetzung, um die Basiskonzepte einer Wissensorganisation umzusetzen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Überblick 11
2. Die Wissensorganisation 14
2.1 Grundlagen 14
2.1.1 Definition des Wissensbegriffes 14
2.1.1.1 Daten, Information und Wissen 14
2.1.1.2 Wissensarten 16
2.1.1.3 Die Verfügbarkeit von Wissen 17
2.1.1.4 Wissen als Wettbewerbsfaktor 19
2.1.2 Wissensmanagement 20
2.1.2.1 Ganzheitliches Wissensmanagement 20
2.1.2.2 Konzepte des Wissensmanagements 23
2.1.2.2.1 Technokratisches Wissensmanagement 24
2.1.2.2.2 Wissensökologie 24
2.1.2.2.3 Phasenmodelle des Wissensmanagements 25
2.1.2.2.4 Modell des integrativen Wissensmanagements 25
2.1.2.2.5 Vier Akte zum Wissensmanagement 26
2.1.2.2.6 Systemisches Wissensmanagement 26
2.1.2.2.7 Die Spirale des Wissens 30
2.1.2.2.8 Das Wissensmarkt-Konzept 33
2.1.2.3 Schlussfolgerungen 35
2.1.3 Die Wissensorganisation und ihre Strukturen 35
2.1.3.1 Definition 35
2.1.3.1.1 Die organisationale Wissensbasis 37
2.1.3.1.2 Leitmotive 42
2.1.3.2 Mögliche Organisationsformen und -strukturen 44
2.1.3.2.1 Die unendlich flache Organisation 44
2.1.3.2.2 Die invertierte Organisation 45
2.1.3.2.3 Die Sternexplosion 45
2.1.3.2.4 Das Spinnennetz 45
2.1.3.2.5 Die Entrepreneurial Corporation 46
2.1.3.3 Kombinationen 49
2.1.3.3.1 Die Hypertextorganisation 49
2.1.3.3.2 Die Plattformorganisation 51
2.1.3.4 Ergänzende Modelle 51
2.1.3.4.1 Die lernende Organisation 52
2.1.3.4.2 Innovation Management 54
2.2 Wissensorganisation im Unternehmensumfeld 56
2.2.1 Persönliche Kompetenz 56
2.2.1.1 Informations- und Medienkompetenz - die Kompetenz zum Management unstrukturierter Informationen 56
2.2.1.1.1 Kompetenter Umgang mit Metainformation 57
2.2.1.1.2 Systematische Anwendung von Qualitätsmethoden 59
2.2.1.1.3 Sicherheit in gängigen Klassifizierungsverfahren 60
2.2.1.1.4 Angemessene Strukturierung 62
2.2.1.2 Sozialkompetenz 63
2.2.1.3 Fachkompetenz 65
2.2.2 Der Umgang mit Wissen 66
2.2.2.1 Wissensziele 66
2.2.2.2 Wissen identifizieren 69
2.2.2.3 Wissen erwerben 71
2.2.2.4 Wissen entwickeln 74
2.2.2.5 Das Teilen - Die Weitergabe von Wissen 77
2.2.2.6 Die Nutzung von Wissen 80
2.2.2.7 Die Bewahrung von Wissen 81
2.2.2.8 Die Bewertung von Wissen 84
2.2.2.8.1 Ansätze des Wissenscontrolling 85
2.2.2.8.2 Alternative Messverfahren 91
2.2.2.9 Lernen und Innovation als Schlüsselfaktoren 92
2.2.3 Das Wissensunternehmen 93
2.2.3.1 Ziele 93
2.2.3.2 Bestandteile 94
2.2.3.2.1 Die Voraussetzung - das Management unstrukturierter Informationen 94
2.2.3.2.2 Der Mensch - der Wissensträger 95
2.2.3.2.3 Der interne Wissensmarkt 99
2.2.3.2.4 Aufgaben der Unternehmensführung 100
2.2.3.2.5 Die Unternehmenskultur - die Wissenskultur 103
2.2.3.2.6 Die Strukturierung von Wissen 105
2.2.3.2.7 Die Informationstechnik als Hilfsmittel 105
2.2.3.3 Managementtheorien der Umsetzung - der „Middle-up-down“-Ansatz 106
2.2.3.4 Ausprägungen in internationalen Großunternehmen 109
2.3 Wissensorganisation mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien 112
2.3.1 Strategieentwicklung 113
2.3.1.1 Welches Wissen? 114
2.3.1.2 Allgemeine Voraussetzungen 115
2.3.1.3 Unterstützung der Lern- und Wissensprozesse 116
2.3.2 Praktische Umsetzung 119
2.3.2.1 Datenmanagement durch das Data Warehouse-Konzept 119
2.3.2.2 Dokumentenmanagementsysteme 123
2.3.2.3 Workflowmanagement 124
2.3.2.4 Groupware 126
2.3.2.5 Intelligente Informationssysteme 128
2.3.2.6 Content Management-Systeme 132
2.3.2.7 Informationsmanagementsysteme und -lösungen 133
2.3.2.8 Knowledge Management-Systeme und -Lösungen 136
2.3.3 Rahmenbedingungen 138
2.4 Zusammenhang persönlicher, organisatorischer und informationstechnischer Wissensorganisation 139
3. Wissensorganisationen in der Praxis - der aktuelle Umgang mit Informationen und Wissen 140
3.1 Die Hindernisse 140
3.1.1 Hindernis Informationsflut 140
3.1.1.1 Ursachen der Informationsflut und ihre aktuellen Folgen 140
3.1.1.2 Reaktionen und Auswirkungen 141
3.1.2 Hindernis Mensch 142
3.1.2.1 Unerfahrenheit - Wie gehe ich mit Wissen um? 142
3.1.2.2 Konkurrenz - Der fehlende Wille zu teilen 143
3.1.2.3 Wissensmonopole und künstlich erzeugte Knappheiten 143
3.1.3 Hindernis Unternehmen 144
3.1.3.1 Auswirkungen von Hierarchie und Strategie 144
3.1.3.2 Organisation - Größe verursacht Schwerfälligkeit 145
3.1.4 Hindernis Technik 146
3.1.4.1 Fehlende oder lückenhafte IT-Unterstützung 146
3.1.4.2 Inkompatibilität der Technologien 147
3.1.4.3 Unorganisierte Ablagen 147
3.1.4.4 „Un-Strategien“ der Vernetzung 148
3.2 Hindernisse in internationalen Großunternehmen 148
4. Der Wandel zum „wissenden“ Unternehmen - Lösungsansätze und konkrete Schritte aus Organisation und IT 150
4.1 Ziele des Wandels - Maßnahmen und Konzepte der Wissensorganisation 151
4.1.1 Das Schaffen einer geeigneten Unternehmenskultur 151
4.1.1.1 Unternehmensleitbilder - die Strategie 151
4.1.1.2 Werte der Wissensorganisation 152
4.1.1.3 Maßnahmen 153
4.1.1.4 Aufgaben der Unternehmensführung 154
4.1.2 Die Struktur der Wissensorganisation 155
4.1.2.1 Rahmenbedingungen 156
4.1.2.2 Strukturen 158
4.1.2.2.1 Dezentralisierung 158
4.1.2.2.2 (Wissens-)Netzwerke und Wissensgemeinschaften 159
4.1.2.2.3 Der interne Wissensmarkt 161
4.1.2.3 Aufgaben der Unternehmensführung 161
4.1.3 Die Aufgabenerfüllung in der Wissensorganisation 162
4.1.3.1 Aufgaben- und Rollenverteilungen 163
4.1.3.2 Individuelles Wissensmanagement 165
4.1.3.3 Gruppenarbeit 167
4.1.3.4 Controlling in der Wissensorganisation 168
4.1.3.5 Unterstützung durch Informations- und Kommunikationstechnologien 169
4.1.3.5.1 Strategie 169
4.1.3.5.2 Notwendige Komponenten 171
4.1.3.6 Aufgaben der Unternehmensführung 171
4.2 Kombination und Umsetzung - Change Management als Instrument der Wissensorganisation 172
4.2.1 Definition 172
4.2.1.1 Change Management - Was ist das? 172
4.2.1.1.1 Veränderungsansätze und Basismodelle 174
4.2.1.1.2 Trends 176
4.2.1.1.3 Instrumente der Implementierung 180
4.2.1.1.4 Definition des Wandels in dieser Arbeit 181
4.2.1.2 Bedeutung in der Welt der Wissensorganisation 184
4.2.1.3 Voraussetzungen eines erfolgreichen Wandels 187
4.2.2 Die ersten Schritte im Wandel zur Wissensorganisation 195
4.2.2.1 Das Wissensprofil des Unternehmens - eine Bestandsaufnahme 195
4.2.2.2 Die Wissensstrategie - Soll-Planung 197
4.2.2.2.1 Leadership 199
4.2.2.2.2 Die Pilotgruppe 203
4.2.2.2.3 Die Projektstruktur 206
4.2.2.2.4 Entwicklung eines Vorgehensplans 208
4.2.3 Beginn der ersten Initiativen 215
4.2.3.1 Zeit schaffen 215
4.2.3.2 Unterstützung garantieren 216
4.2.3.3 Relevanz verdeutlichen 219
4.2.3.4 Die praktische Umsetzung 222
4.2.4 Aufrechterhaltung des Wandels 225
4.2.4.1 Ängste beseitigen 225
4.2.4.2 Bewertung und Messung der Ergebnisse 227
4.2.4.3 Zusammenfinden 230
4.2.5 Konsolidierung, Weiterentwicklung und Neukonzeption 234
4.2.5.1 Verankerung einer veränderten Führungsstruktur 235
4.2.5.2 Ausbreitung auf die Gesamtorganisation 238
4.2.5.3 Etablieren einer unternehmensweiten Strategie 244
4.2.5.4 Besonderheiten der internationalen Umsetzung 247
4.2.6 Ergebnis 250
5. Zusammenfassung und Ausblick 251
Literaturverzeichnis 253

Automatisiert erstellter Textauszug:

be erwartet keine Belohnung und kann durch die Begeisterung für das eigene Wissen, Hilfsbereitschaft und ähnliches entstehen. Wichtige Voraussetzung für Wissenstransaktionen uns somit für den Wissensmarkt ist das gegenseitige Vertrauen der Mitarbeiter untereinander und zwischen Mitarbeiterbasis und Führungskräften, ohne welches Wissen nur ungern weitergegeben wird. Es ist die Substitution für die im realen Markt existierende Absicherung durch vertragliche Maßnahmen und Gerichtsbarkeit und schafft Sicherheit im täglichen Wissenstransfer. „Marktsignale“ unterteilen Davenport und Prusak in formale und informelle Signale 254; sie dienen der Lokalisation von Wissen und bestimmen seine Verfügbarkeit. Formale Faktoren wie Funktion bzw. Position im Unternehmen und Ausbildung können oft nur als Anhaltspunkte dienen; sie geben zu ungenaue Informationen über das verfügbare Wissen. Informelle Signale entstehen in informellen Wissensnetzwerken über persönliche Kommunikation und Interaktion, wobei die soziale bzw. interessengesteuerte Zugehörigkeit zu solch einem Netzwerk entscheidend ist über die tatsächliche Information. Die zu gestaltenden Faktoren zur Entwicklung eines effektiven Wissensmarktes erstrecken sich im Grunde über jeden Gestaltungsbereich des Wissensmanagements – effektives Wissensmanagement, das optimale Wissensprozesse, unterstützende Rahmenbedingungen und ausgebildete, motivierte Mitarbeiter zur Basis hat, bewirkt auch einen erfolgreichen Wissensmarkt. Eine Unternehmenskultur, die den Wert und damit auch den Marktwert des Wissens hervorhebt, Formulierung von marktbestimmten Wissenszielen, günstige Rahmenbedingungen, Ausschöpfung der Prozesse der Wissensidentifikation, des Wissenserwerbs, der Wissensentwicklung, der Wissens(ver)teilung und der Wissensnutzung, die der Orientierung und Ausrichtung dienende Wissens-bewertung 255 und nicht zuletzt die Mitarbeit aller Unternehmensbereiche sind Gestaltungsfaktoren eines Wissensmarktes. [...]

Kollektives Wissen im Unternehmen unterliegt den Kräften eines „Marktes“ 251 – es existieren Angebot und Nachfrage, Wissensgeber und Abnehmer, die durch Wissensvermittler zusammengeführt werden und mit Wissen handeln, da sie sich einen gewissen Nutzwert davon versprechen. Es existiert ein „Preissystem“ für Wissen ebenso wie gewisse „Marktsignale“, die das Geschehen auf dem Wissensmarkt bestimmen. Erste Voraussetzung für die Gestaltung eines erfolgreichen Wissensmarktes im Unternehmen ist die Erkenntnis, dass ein Wissensmarkt besteht, dass der Wissensfluss zwar im Idealfall ohne motivierende Anreize ablaufen sollte, in der Realität jedoch immer eine Erwartungshaltung bei Wissensgebern und Wissensnehmern besteht, die die Basis für die Spielregeln eines Marktes bilden. Wissensmärkte müssen dabei stets in sozialem, wirtschaftlichem und unternehmenspolitischem Kontext betrachtet werden, die je Organisation unterschiedlichen Einfluss auf Wissenstransaktionen und Marktverhalten besitzen. Wissensmärkte werden von drei unterschiedlichen Akteuren 252 bestimmt, die jedoch nicht auf Personen festgelegt sind und je nach Situation von jedem Mitglied eines Unternehmens wahrgenommen werden können. Wissens“käufer“ suchen nach spezifischem Wissen, um aktuelle Probleme im alltäglichen operativen Geschäft lösen zu können; den Nutzwert aus dem erlangten Wissen ziehen sie aus ihrem erweiterten Wissensstand, einer erfolgreichen Problemlösung und einer effizienteren Arbeitsleistung. Wissens“verkäufer“ verfügen über das benötigte Wissen und erhalten eine Gegenleistung für die Weitergabe von Wissen, sei es Ansehen, Aufstiegsmöglichkeiten oder eine gegenseitige Verpflichtung. Wichtig hierbei ist ein geeignetes Anreizsystem, das die Wissensteilung auch entsprechend honoriert. Eine vermittelnde Funktion besitzen die Wissens“makler“; sie ermitteln Wissensträger und -bedürfnisse und stellen zwischen Wissensgebern und -abnehmern Kontakt her. Das Preissystem, welches bestimmend ist für die Austauschprozesse zwischen Anbietern und Nachfragern auf dem Wissensmarkt, basiert auf „Gegenseitigkeit, Ansehen und Selbstlosigkeit“ 253. Eine entsprechende Vergeltung des Wissensangebots entweder durch den jeweiligen Wissensnachfrager direkt oder durch das Gesamtunternehmen erhöhen den Nutzwert des weitergegebenen Wissens; direkter Zusammenhang besteht hier auch mit dem Anreiz des Ansehens, das durch häufige und kompetente Wissensweitergabe durch einen Wissensträger bei Mitarbeitern und Unternehmensleitung entsteht. Selbstlose Wissensweiterga- [...]

Mittleren Führungskräften weist North eine Schlüsselrolle zu 246. Sie haben langjährige Erfahrung, Führungskompetenz, das Vertrauen sowohl ihrer Mitarbeiter als auch des oberen Managements und Kontakt zur Mitarbeiterbasis, was ihnen Zugang zu aktuellen Problemen und Bedürfnissen der Mitarbeiter gibt. Sie agieren als Berater und Koordinator und bieten Mitarbeitern Unterstützung, sich in einer schnell verändernden, unsicheren Umwelt zurecht zu finden; als Mittler zwischen unterer und oberer Basis eines Unternehmens externalisieren, kategorisieren, bewerten und setzen sie das implizite Wissen beider Ebenen ein, um eine hinreichende Balance und Verständigung zwischen Mitarbeiter und TopManagement zu erreichen. Hauptaufgaben der mittleren Führungskräfte sind nach North die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern sowie die eigene stete Weiterbildung, implizites Wissen für Kundenlösungen zu externalisieren, Eigeninitiative gegenüber Kundenwünschen zu entwickeln, Ressourcen zu sichern, Ideen der Mitarbeiter an die Führungsspitze weiterzuleiten, sich in internen Wissensnetzwerken zu engagieren, den Wissenstransfer durch geeignete Maßnahmen zu unterstützen und als Berater und Mentor für die zu betreuenden Mitarbeiter zu fungieren. Auch Nonaka und Takeuchi sehen die Rolle der mittleren Führungskräfte, der „Mittelmanager“, als zentral an 247. Sie „schaffen eine Synthese des impliziten Wissens“ zwischen dem Topmanagement und der Mitarbeiterbasis, wandeln es zu verfügbarem expliziten Wissen um und integrieren es im Unternehmen. Obere Führungskräfte fungieren als „Knowledge Officers“ 248, die wissensbezogene Unternehmensleitbilder und -werte formulieren und Ziele sowie Standards setzen für den Wert des Wissens. Nach North 249 gestalten sie die Rahmenbedingungen wie Unternehmensleitbilder und –werte ebenso wie an Marktanforderungen und -potentiale angepasste strategische Ziele und Anreizsysteme, haben Vorbildfunktion im Umgang mit der Ressource Wissen, unterstützen mittlere Führungskräfte, gelten als Vermittler zwischen verschiedenen Interessen und überprüfen und bewerten Wissensprozesse auf die Erfüllung der von ihnen formulierten Ziele. Sie gestalten Bezugsrahmen und Kontext der Wissensarbeit im gesamten Unternehmen. Informations- und Kommunikationsmitarbeiter managen das IuK-System des Unternehmens inhaltlich wie auch technisch 250. Sie formulieren die Strategie der notwendigen technologischen Infrastruktur, bereiten Wissensinhalte durch Kodifizierung, Filterung und verständliche Aufbereitung aufgabenspezifisch auf und sind ebenso für Recherchen über den organisationalen Wissensbestand und externe Quellen zuständig. Bei steigender Aufgabenvielfalt gewinnen auch „Support-Mitarbeiter“ an Bedeutung. Sie übernehmen Routineaufgaben, die nicht in den Zeitrahmen der fachlichen Mitarbeiter passen. Hier ist ebenso ein effizientes persönliches Wissensmanagement vonnöten, vor allem um übertragene Aufgaben entsprechend erfüllen und mit den Tätigkeiten anderer Mitarbeiter koordinieren zu können. Es kristallisieren sich demnach vier entscheidende Rollen für das tägliche Wissensmanagement im Unternehmen heraus: die Führungskraft der oberen Mana246 247 248 249 250 [...]

Arbeit zitieren:
Dorrn, Kathrin Oktober 2001: Changemanagement als Instrument der Wissensorganisation in internationalen Großunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
lernende Organisation, Informationstechnologie, Innovation, Wissensmanagement, Kommunikationstechnologie

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