Change Management - Moderne betriebliche Organisationsstrukturen als Vorbild für die Schule?
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Ulrich Schulte-Wieschen
- Abgabedatum: Mai 2001
- Umfang: 91 Seiten
- Dateigröße: 3,9 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Hochschule Vechta Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6336-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6336-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6336-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schulte-Wieschen, Ulrich Mai 2001: Change Management - Moderne betriebliche Organisationsstrukturen als Vorbild für die Schule?, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Schulentwicklung, Schulmanagement, Organisationsentwicklung, Business Reengineering, ALDI-Prinzip
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Diplomarbeit von Ulrich Schulte-Wieschen
Zusammenfassung:
In der gegenwärtigen Diskussion um die Resultat von internationalen Schulleistungsvergleichen wird insbesondere auf die TIMSS-Studie Bezug genommen. Genauer betrachtet handelt es sich dabei um drei Studien (TIMM = Third International Mathematics and Science Study), die mathematische und naturwissenschaftliche Fähigkeiten der Schüler in unterschiedlichen Altersstufen miteinander verglichen haben. Das Ergebnis zeigte, dass sich die deutschen Schüler der Klasse 7-8 (TIMSS II) und der Klasse 12 (TIMSS III) unter 41 teilnehmenden Ländern im Mittelfeld des Leistungsvergleichs befanden.
Auch die Leistungsstudie PISA (Programme for International Student Assessment), die die drei Grundfertigkeiten Lesen, Rechnen, naturwissenschaftliche Kompetenz, sowie die Qualität überfachlicher Kompetenzen (Schlüsselqualifikation) getestet hat, wird, so die Prognose von Kathrin Spoerr, erwiesen, dass Deutschland „im internationalen Rahmen keine gute Figur macht“.
So ist im Jahr 2000 vom zweiten Bildungsnotstand die Rede, nach 1964, dem Jahr, in dem der sozialdemokratische Kulturwissenschaftler Georg Picht mit seinem Aufsatz „Die deutsche Bildungskatastrophe“ den Anstoß für die große Neuordnung des Schulsystems gab.
Jetzt, so Spoerr, sei die Zeit reif für die Reform der Reformen, für einen Neuanfang für unternehmerische Managements an Universitäten und ähnliches mehr.
Ein zweites wichtiges Thema in der öffentlichen Diskussion, was in den Rahmen dieser Diplomarbeit gehört, ist die Auseinandersetzung um die Schulqualität. Dieser begriff, der auf den ersten Blick aussagekräftig und verständlich erscheint, offenbart bei genauerem Hinsehen seine Tücken. „Es gibt keine wissenschaftlich eindeutige Definition von Qualität in der Bildung – Qualität: die große Unbekannte.“ Es fehlen dabei sowohl Maßstäbe, was Qualität ausmacht, als auch Verfahren, wie sie gemessen werden kann. So muten dann Ideen wie die Einrichtung einer Stiftung Bildungstest der baden-württembergischen Kultusministerin Schavan (CDU) oder der Auftrag von Bundesbildungsministerin Bulmahn (SPD) an die Stiftung Warentest, einen Qualitätscheck von Bildungsangeboten im Internet durchzuführen einleuchtend und verständlich an, sind aber als Anfänge oder Einstieg in die Qualitätsmessung in Deutschland anzusehen. Ein Blick ins Ausland zeigt, dass z.B. in der Schweiz die Qualitätskontrolle durch den Austausch unter Lehrern, Eltern und Verwaltung weiter gediehen ist als bei uns.
In den USA liegt dem jährlichen Universitätsvergleich das Qualitätskriterium der Studentenzahl zugrunde. Höhere Immatrikulationszahlen bedeuten eine höhere Einschätzung der Qualität der Hochschule, wobei die Entscheidung für eine Hochschule den Studenten dort freigestellt ist.
Qualitätsmessung und –kontrolle ist also ein neues Feld für das deutsche Bildungswesen, das aufgrund steigender Ansprüche seitens der „Kunden“ also Schüler, Eltern, Studenten und der wirtschaft als „Abnehmer“ von Absolventen, als auch von Entwicklungen steigender Zahlen deutscher Studenten an ausländischen Hochschulen, sowie einer sinkenden Nachfrage nach deutscher Hochschulausbildung durch ausländische Studenten, intensiv und zügig zu bestellen ist.
Im FOCUS-Bildungsreport wird die Wahl der geeigneten Schule als „Krisenthema“ bezeichnet, Checklisten für Eltern sowie private Alternativen interessierten Lesern vorgelegt.
Das vorherrschende Schulsystem in Deutschland, bzw. das der föderalen Vielfalt, weist nach einer Umfrage des Instituts für Schulentwicklungsforschung Defizite in vielerlei Hinsicht auf. Sie reichen von der Allgemeinbildung über die Vorbereitung auf das Berufsleben bis zur Disziplin und den Formen selbständigen Arbeitens.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einführung in das Thema | 5 |
| 1.1 | Situativer Rahmen der Arbeit | 5 |
| 1.1.1 | Internationale Schulleistungsvergleiche | 5 |
| 1.1.2 | Die Diskussion um die Schulqualität | 7 |
| 1.1.3 | Das Verhältnis von Wirtschaft und Schule zu Beginn des 21. Jahrhundert in Deutschland | 8 |
| 1.2 | Thematische Eingrenzung | 10 |
| 1.3 | Begründung des Themas | 11 |
| 1.4 | Geplanter Aufbau | 14 |
| 1.5 | Definition grundlegender Begriffe in der Arbeit | 15 |
| 1.5.1 | Organisation | 15 |
| 1.5.2 | Organisationsstruktur | 15 |
| 1.5.3 | Organisationsformen | 16 |
| 1.5.4 | Management | 16 |
| 2. | Betriebliche Organisationsstrukturen im Überblick und Möglichkeiten ihrer Übertragbarkeit auf die Schule | 17 |
| 2.1 | Kurzer geschichtlicher Rückblick – der Taylorismus | 17 |
| 2.2 | Ausgewählte Beispiele moderner betrieblicher Organisationsstrukturen und –merkmale | 19 |
| 2.2.1 | Kaizen | 20 |
| 2.2.2 | Change Management | 26 |
| 2.2.3 | Das ALDI-Prinzip | 34 |
| 2.2.4 | Hidden Champions | 39 |
| 2.2.5 | Business Reengineering | 44 |
| 3. | Schule und ihre Organisationsstruktur | 53 |
| 3.1 | Bundesrepublik Deutschland | 53 |
| 3.2 | Niedersachsen | 55 |
| 3.3 | Merkmale schulischer Organisationsstrukturen | 58 |
| 4. | Abschließende Diskussion | 61 |
| 4.1 | Zusammenfassung der Beiträge aus 2.2 | 61 |
| 4.2. | Das Schulprogramm als Beispiel einer Neuorientierung der Schulorganisation nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten | 62 |
| 4.3. | Grenzen der Übertragbarkeit | 66 |
| 4.3.1 | Kritik an den Organisationsmodellen | 66 |
| 4.3.2 | Kritik aus geisteswissenschaftlicher Perspektive | 68 |
| 4.4 | Ausblick | 73 |
| 5. | Literaturverzeichnis | 77 |
| 6. | Quellenverzeichnis | 79 |
| 6.1 | Zeitungen, Zeitschriften | 79 |
| 6.2 | Internet | 81 |
| 6.3 | Weitere Veröffentlichungen | 81 |
| 7. | Anhang | 82 |
| TIMSS-Studie: Leistungsstand in Mathematik bei 14-jährigen Schülern | ||
| Initiative „Schule und Berufsausbildung“ | ||
| 1. | Vorbemerkung | |
| 2. | Auswertung in Mathematik | |
| 3. | Auswertung in Deutsch | |
| Information und Antragsformular zum Girls’ Day 2001 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832463366
Arbeit zitieren:
Schulte-Wieschen, Ulrich Mai 2001: Change Management - Moderne betriebliche Organisationsstrukturen als Vorbild für die Schule?, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Schulentwicklung, Schulmanagement, Organisationsentwicklung, Business Reengineering, ALDI-Prinzip



