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Chancen und Risiken von eProcurement in Industriebetrieben

Chancen und Risiken von eProcurement in Industriebetrieben
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Martin Strauss
  • Abgabedatum: Juli 2001
  • Umfang: 100 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Georg-August-Universität Göttingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5034-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5034-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5034-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Strauss, Martin Juli 2001: Chancen und Risiken von eProcurement in Industriebetrieben, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: E-Business, Beschaffung, Business, E-Procurement, B2B

Diplomarbeit von Martin Strauss

Einleitung:

Während in den letzten Jahren schwerpunktmäßig das Interesse auf die Unterstützung von Vertriebsprozessen und das Marketing durch das Medium Internet abzielte, ist in jüngster Zeit der Einsatz der Internet Technologie in der Beschaffung stark thematisiert worden. Da die Materialkosten und zugekauften Leistungen bei den meisten Industriebetrieben durch zunehmende Spezialisierung den größten Kostenblock ausmachen, sind hier alle Optimierungs- und Kostensenkungspotentiale auszunutzen.

Anbieter von eProcurement-Lösungen versprechen mit der Nutzung ihrer Produkte ernorme Einsparungen in allen Bereichen der Beschaffung eines Unternehmens. Aus Sicht der Anbieter darf nicht gezögert werden die sich bietenden Chancen zu ergreifen, da das schnell handelnde Unternehmen sich einen uneinholbaren Wettbewerbsvorteil sichert. Die Auswirkungen und Risiken von diesen eProcurement Strategien werden dabei gerne verschwiegen.

Die Chancen sowie die Risiken, die sich durch elektronische Beschaffung für ein Unternehmen ergeben, sind vielfältig und komplex. Das wesentliche Problem dabei liegt in erster Linie darin, die verschiedenen Werkzeuge für eine elektronische Beschaffung zu differenzieren und den Nutzen für das Unternehmen zu erkennen. Dies kann nur durch eine Beleuchtung der Chancen und Risiken aus verschiedenen entscheidungsrelevanten Perspektiven geschehen.

Diese Arbeit verfolgt die Zielsetzung, die Chancen und Risiken von eProcurement-Lösungen für Unternehmen herauszustellen und zu bewerten. Dabei wird in dieser Ausarbeitung nur auf den Einsatz von eProcurement in Industrieunternehmen eingegangen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und Strukturierung 2
2. Bestandteile der elektronischen Beschaffung 3
2.1 Grundlagen elektronischer Beschaffung 3
2.1.1 Schwachstellen klassischer Beschaffungsprozesse 3
2.1.2 ERP-Systeme im eBusiness 4
2.1.3 Supply Chain Management 5
2.1.4 Elektronische Beschaffungsunterstützung durch EDI 6
2.1.5 Charakteristika des eBusiness 8
2.2 Die ABC-Analyse zur Materialklassifizierung in Beschaffungsprozessen 11
2.2.1 Bedeutung der ABC-Analyse 11
2.2.2 Probleme der Beschaffung von C-Artikeln 13
2.2.3 Die Entstehung von Prozesskosten durch C-Artikelbeschaffung 15
2.2.4 A- und B-Artikelbeschaffung 17
2.3 Anwendungen von eProcurement 18
2.3.1 Überblick über die technische Varianten des eProcurement 18
2.3.2 ePurchasing: Prozessorientierte Werkzeuge 20
2.3.2.1 Desktop-Purchasing-Systeme 20
2.3.2.1.1 Funktionsweise von Desktop-Purchasing-Systemen 20
2.3.2.1.2 Procurement Based Lösungen 22
2.3.2.1.3 ERP basierte Lösungen 22
2.3.2.1.4 Kataloganbieter 23
2.3.2.1.5 Einkaufs- und Beschaffungsdienstleister 23
2.3.2.1.6 Sell Side Lösungen 24
2.3.2.2 Supply-Chain-Integration Software 25
2.3.2.3 Purchasing Cards 25
2.3.3 ePurchasing: Marktorientierte Werkzeuge 26
2.3.3.1 Echtzeitausschreibungen (Reverse-Auctions) 26
2.3.3.2 Auktionen und Börsen 27
2.3.3.3 Online Konsortien 28
2.3.4 Möglichkeiten des eSourcing 29
2.3.5 Funktion von B2B Marktplätzen 30
3. Chancen und Risiken von eProcurement 32
3.1 Betrachtungsweise 32
3.2 Kostenperspektive 33
3.2.1 Prozesskostenbetrachtung 33
3.2.2 Preisreduktionsbetrachtung 38
3.2.3 Bestandskostenbetrachtung 41
3.2.4 Einsparungspotentiale durch eProcurement 43
3.2.5 Kosteneinsparungen als Faktor der Investitionsentscheidung 43
3.3 Organisationsperspektive 45
3.3.1 Ablauf- und Aufbauorganisation 45
3.3.1.1 Änderung von Geschäftsprozessen 45
3.3.1.2 Freisetzen von Kapazitätsressourcen 47
3.3.1.3 Veränderung der Lagerhaltung 49
3.3.1.4 Änderung des Informationsflusses 49
3.3.1.5 Umstellung auf Direktbestellungen 51
3.3.2 Implementierungsvoraussetzungen 53
3.3.2.1 Arbeit des Projektteams 53
3.3.2.2 Unternehmensausrichtung 54
3.4 Perspektive des Lieferantenmanagements 55
3.4.1 Veränderung der Lieferantenbeziehungen 55
3.4.2 Aspekte der Lieferantenintegration 57
3.4.3 Markttransparenz in der Beschaffung 59
3.5 Perspektive der System- und Technologieauswahl 60
3.5.1 Möglichkeiten der Katalogdatenverwaltung 60
3.5.2 Standardisierungsaspekte 63
3.5.2.1 Katalogstandard 63
3.5.2.2 Materialklassifikation 64
3.5.2.3 EDV-Schnittstellen 65
3.5.3 Auswahl einer eProcurement Lösung 66
3.6 Sicherheitsperspektive 68
3.6.1 Rechtliche Unsicherheiten 68
3.6.1.1 Vertragsrecht 68
3.6.1.2 Kartellrecht 69
3.6.2 Vertraulichkeits- und Sicherheitsmängel 70
3.7 Chancen-Risiko-Analyse 72
4. CaContent: Fallstudie zur elektronischen C-Artikel-Beschaffung 76
4.1 Informationen zu CaContent 76
4.1.1 Unternehmensbeschreibung 76
4.1.2 Geschäftstätigkeit des eProcurement Anbieters 77
4.1.3 Lieferantenbeispiel 80
4.1.4 Kundenbeispiel 80
4.2 Chancen und Risiken für beschaffende Unternehmen 81
5. Resümee und Ausblick 83
Literaturverzeichnis 86

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Beschaffung hat sich in Industrieunternehmen längst zu einer Kernfunktion entwickelt, deren Geschäftsprozesse erhebliche Auswirkungen auf das gesamte Unternehmen haben. Durch eProcurement bietet sich die Chance, eine Effizienzsteigerung dieser Beschaffungsprozesse durchzusetzen. Bei der Einführung von eProcurement-Systemen ist in erster Linie nicht die technologische Umsetzung problematisch, sondern das Redesign von Prozessen. Es müssen Menschen, menschliches Verhalten, festgelegte Strukturen und Prozesse verändert werden, während die technologische Herausforderung nur zu fünf bis zehn Prozent der Gesamtproblematik beträgt.143 Natürlich ist in erster Linie eine Trennung von Beschaffungsprozessen nach Güterarten durchzusetzen. Für C-Artikel besteht die Möglichkeit, die Beschaffung mit Hilfe von prozessorientierten ePurchasing Werkzeugen durchzuführen, während getrennt davon die Beschaffung strategisch bedeutender Artikel mit Hilfe marktorientierter Werkzeuge unterstützt werden kann. Die Änderung von Geschäftsprozessen birgt aber auch für das Unternehmen die Chance, alte, verkrustete Strukturen und Ablaufschemata aufzubre- [...]

ein Drittel wird für die kaufmännischen Implementierungskosten als Planungsgröße veranschlagt.141 Das ROI einer eProcurement Lösung liegt typischer Weise bei sechs bis 18 Monaten.142 Befragungen ergaben, dass ein Drittel der Unternehmen eine Amortisationszeit von weniger als einem Jahr erwartet, 50 Prozent gehen von einem Zeitraum von zwei Jahren aus und 15 Prozent rechnen mit einer Amortisationsdauer von mehr als zwei Jahren. Es zeigt sich, dass mit zunehmender Investitionshöhe auch die Amortisationszeit steigt. Bei großen Implementierungsprojekten steigt auch die Implementierungsdauer, der absolut erzielbare ROI liegt aber erfahrungsgemäß höher, da auch die Einsparungen entsprechend höher liegen. 3.3 3.3.1 3.3.1.1 Organisationsperspektive Ablauf- und Aufbauorganisation Änderung von Geschäftsprozessen [...]

und der ihnen zugehörigen Hauptprozesse und kann so die Einsparungspotentiale der betroffenen Prozessen aufdecken.139 Mögliche Preiseinsparungen und die Einsparungen durch Bestandskostensenkungen, sowie andere Kosteneinsparungspotentiale sollten durch detaillierte Analyseverfahren quantifiziert werden. Die Einsparungspotentiale sind so den Datenverarbeitungskosten, den Kosten für unterstützende Dienstleistungen und den Kosten für die kaufmännische Implementierung gegenüberzustellen. Diese Beurteilung sollte durch eine Nutzwertanalyse geschehen, da in der Betrachtung auch neben den Kosten schlecht bezifferbare Faktoren, wie z.B. die steigende Wettbewerbsfähigkeit, bewertet werden müssen. Ausgehen von der dieser ausführlichen Kosten-Nutzen-Analyse sollte mit Hilfe der Investitionsrechnung die Vorteilhaftigkeit einer eProcurement Lösung überprüft werden. Dabei sind fixe und variable Kosten, kapazitive Potentiale, einmalige und laufende Kosten, Implementierungskosten und Softwarekosten für Lizenzen, Wartung und Updates zu berücksichtigen.140 Bei allen eProcurement-Lösungen sollte im Bereich der Kostenbetrachtungen das Return on Investment (ROI) als wichtige Maßgröße betrachtet werden. Die Beurteilung der Vorteilhaftigkeit anhand von Rentabilitätsgrößen gibt genauere Auskunft, ob sich die nicht unerhebliche Investition einer technischen und kaufmännischen Implementierung einer eProcurement Lösung lohnt. Abhängig ist der ROI unter anderem von der Unternehmensgröße, der Roll-Out Geschwindigkeit und der Ineffizienz bisheriger Beschaffungsprozesse. Die Ergebnisse einer Studie von Arthur Andersen ergaben, dass unabhängig der Unternehmensgröße ca. 40 Prozent der befragten Unternehmen mit einem Investitionsvolumen von unter 100.000 Euro, 40 Prozent mit einem Volumen von 100.000 bis 1 Million Euro und 20 Prozent Investitionen von über 1 Million planen. Unabhängig von der Investitionshöhe werden zwei Drittel des Investitionsvolumens für die technischen Implementierung, die Kosten für Software und die Kosten für Hardware eingeplant. Rund [...]

Arbeit zitieren:
Strauss, Martin Juli 2001: Chancen und Risiken von eProcurement in Industriebetrieben, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
E-Business, Beschaffung, Business, E-Procurement, B2B

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