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Chancen und Risiken der Integration von E-Business in die Wertschöpfungskette

Chancen und Risiken der Integration von E-Business in die Wertschöpfungskette
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andrea Vollquardsen
  • Abgabedatum: Juli 2001
  • Umfang: 81 Seiten
  • Dateigröße: 936,1 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5018-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5018-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5018-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Vollquardsen, Andrea Juli 2001: Chancen und Risiken der Integration von E-Business in die Wertschöpfungskette, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wertkette, CRM, E-Business, SCM, E-Procurement

Diplomarbeit von Andrea Vollquardsen

Einleitung:

Ähnlich wie die Industrialisierung im 19. Jahrhundert Wirtschaft und Gesellschaft veränderte, so verändert der Einsatz der Internet-Technologie derzeit die Unternehmensprozesse und die Spielregeln des Wettbewerbs. In diesem Rahmen ist E-Business der Oberbegriff für alle elektronisch abgewickelten betriebswirtschaftlichen und administrativen Geschäftsprozesse. Die wichtigste treibende Kraft hinter der technologischen Entwicklung ist das dadurch freigesetzte wirtschaftliche Potential.

E-Business-Lösungen werden in den unterschiedlichsten Bereichen eines Unternehmens eingesetzt. Abhängig von den beteiligten Partnern und Anwendungsgebieten lassen sich vielfältige E-Business-Potentiale finden, welche die bestehenden Wertschöpfungsaktivitäten unterstützen und verbessern können. Das Internet bietet dafür eine Grundlage, auf der traditionelle Geschäftsprozesse neu gestaltet werden können. Eine große Herausforderung für die Unternehmen stellt dabei dar, zu entscheiden, in welchem Rahmen diese Veränderungen der Optimierung von Unternehmenszielen wie Shareholder Value, Umsatz, Marktmacht u.ä. dienen und wann sie möglicherweise kontraproduktiv sind.

Diese Problematik ist zum Teil darin begründet, dass die Erfahrungen, auf die man zurück greifen kann, noch nicht umfangreich sind und sie sich des weiteren durch die rasant fortschreitende Entwicklung des E-Business nach kurzer Zeit nicht mehr anwenden lassen. Die Ausführungen hier können nur eine Momentaufnahme des Themas zum jetzigen Zeitpunkt des Entwicklungsstadiums liefern und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. So wird nicht auf die Problematik der Prozessintegration und für erfolgreiches E-Business nötiges Business Reengineering eingegangen. Vielmehr sollen hier die verschiedenen E-Business-Komponenten den Wertaktivitäten eines Unternehmens zugeordnet und auf ihr Potential untersucht werden.

Gang der Untersuchung:

Die Grundlagen in Kap. 2 dienen einem Einstieg in die Thematik. Es wird das Wertkettenmodell erklärt, an dem sich der Aufbau des dritten Kapitels orientiert, sowie eine Erläuterung der Kommunikationsnetze, aufgrund derer das E-Business erst an Bedeutung gewinnen konnte. Hinzu kommt eine Einführung in den Begriff des E-Business selbst.

In Kap. 3 wird auf die einzelnen Wertaktivitäten der Wertschöpfungskette näher eingegangen. Der zugehörige Bereich des E-Business wird vorgestellt und anhand einer ausgewählten Anwendungsart auf die Potentiale und Herausforderungen in dem jeweiligen Unternehmensbereich eingegangen. Zur Veranschaulichung dienen Praxisbeispiele.

Abschließend enthält Kap. 4 Schlussfolgerungen aus den Untersuchungsergebnissen und zeigt Ausblicke darauf, welche Entwicklungen in der Zukunft zu erwarten sind.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis 3
Abkürzungsverzeichnis 4
1. Einleitung 6
2. Grundlagen 7
2.1 Die Wertschöpfungskette nach Porter 7
2.2 Technologische Basis des Internet 9
2.2.1 Netzwerke 9
2.2.1.1 Internet 10
2.2.1.2 Intranet 11
2.2.1.3 Extranet 11
2.2.2 Entwicklung des Internet 11
2.2.3 Migration des Internet vom wissenschaftlich orientierten zum kommerziellen Netzwerk 15
2.2.4 Repräsentativität der Studien über das Internet 16
2.3 Das E-Business und sein Umfeld 20
2.3.1 E-Business 20
2.3.2 Abgrenzung zu E-Commerce 20
2.3.3 Kategorien des E-Business 21
2.3.3.1 B2C 21
2.3.3.2 B2B 22
2.3.3.3 B2A 23
2.3.3.4 C2A 23
2.3.3.5 B2E 24
3. Unterstützung internetunabhängiger Geschäftsfelder der Wertschöpfungskette 26
3.1 Primäre ausgehende Aktivitäten 29
3.1.1 Marketing und Vertrieb 29
3.1.1.1 E-Shops 31
3.1.1.2 Virtuelle Marktplätze und Kaufhäuser 33
3.1.2 Kundenservice und -betreuung 34
3.1.3 Ausgangslogistik 37
3.2 Primäre interne und primäre eingehende Aktivitäten 39
3.2.1 Supply Chain Network 40
3.2.2 Mass Customization 43
3.3 Sekundäre Aktivitäten 45
3.3.1 Beschaffung 45
3.3.1.1 E-Procurement 47
3.3.1.2 E-Sourcing 49
3.3.2 Forschung und Entwicklung 50
3.3.3 Personalmanagement 53
3.3.3.1 Personalbeschaffung 53
3.3.3.2 Personalentwicklung 54
3.3.4 Unternehmensinfrastruktur 57
3.3.4.1 Rechnungswesen 59
3.3.4.2 Interne Kommunikation 61
4. Fazit und Ausblicke in die Zukunft 62
4.1 Einfluss von E-Business auf das Wertkettenmodell 62
4.2 Heutiger Stand im Entwicklungszyklus 63
4.3 Internetkriminalität und Wichtigkeit der Sicherheit 64
4.4 Leitfaden für eine IT-Sicherheitstrategie 67
4.5 Grundlegende Faktoren von E-Business 69
4.6 Grenzen von Innovationen und Visionen 71
Literaturverzeichnis 72

Automatisiert erstellter Textauszug:

Seit 1997 wird bei dem amerikanischen Computerhersteller und Direktverkäufer Dell erst verkauft und dann produziert. Der Kunde stellt im Internet den Computer nach seinen individuellen Anforderungen zusammen. Nachdem er bezahlt hat gehen die entsprechenden Daten an die Lieferanten von Dell, die nun den spezifizierten Computer zusammenbauen.96 Für die Zusammenstellung des Computers sucht der Kunde nicht in einem Online-Katalog nach den gewünschten Komponenten. Sondern er wählt sich in ein interaktives Online-System - Choiceboard genannt -ein. Der Kunde kann sein Wunschprodukt auf dem Choiceboard über Menüs zusammenstellen, indem er Attribute, Preise und Auslieferungsmodalitäten auswählt.97 Dadurch werden aus passiven Produktabnehmern aktive Produktgestalter. Dell hat sich sein Choiceboard patentieren lassen und in abgewandelter Form wird es auch von anderen Unternehmen wie bspw. dem Spielwarenhersteller Mattel oder dem Netzwerkspezialisten Cisco betrieben.98 Mit seinem Modell des Direktverkaufs ist Dell profitabler als seine Konkurrenten.99 [...]

rungen mit solchen Entwicklungen gemacht und ist sich bewusst, dass die lückenlose Zusammenarbeit zwischen Zulieferer, Produzent und Handel ein schwer erreichbares Ziel ist. „Unausgereifte Produkte, schwierige und langwierige Softwareeinführungen sowie mangelnde Projekterfahrung stehen dem Erfolg im Weg.“91 Vor allem die Zusammenführung unterschiedlicher Unternehmensbereiche erschweren die Umstellung auf netzwerkgestütztes SCM. Ein weiterer Kostenfaktor und gleichzeitig eine kritische Phase bei der Umsetzung eines SCM-Projekts ist die Verbindung eines bestehenden Warenwirtschaftssystems mit neu einzuführender Software. Vor allem dann, wenn Programme unterschiedlicher Hersteller miteinander harmonisieren müssen. International zu berücksichtigen sind länderspezifische Zollbestimmungen, Steuern und Gesetze. Helmut Bremicker, Business-Unit-Manager für SCM bei der Unternehmensberatung Diebold meint dazu: „Es gibt keine wirklich ausgereifte Software für Supply Chain Management. Keine Lösung ist derzeit in der Lage, eine länderübergreifende oder unternehmensübergreifende verteilte Planung zu unterstützen. Da haben durchweg alle Produkte Schwächen.“92 Vor allem fehlt zur unternehmensübergreifenden Integration die Etablierung global umsetzbarer Standards. 93 [...]

Allerdings ist bei Speditions- und Logistikunternehmen eine ausgeprägte Erweiterung der angebotenen Leistungen zu beobachten, denn für sie würde eine E-Business-Lösung vor allem eine bessere Kapazitätsauslastung mit weniger Leertransporten und eine schnellere, kostengünstigere Auftragabwicklung bedeuten.82 Der Wettbewerb zwischen den europäischen Spediteuren und Logistikunternehmen ist hart, und den Preiskampf gewinnen häufig die osteuropäischen Speditionen. Daher bieten immer mehr Spediteure zusätzliche Dienstleistungen an und investieren hohe Beträge in Hard- und Software, um durch die Entwicklung zu E-Logistikern dem verschärften Wettbewerb standhalten zu können, mit dem Ziel, sich den Kunden als Supply Chain Manager zu empfehlen und so als Dienstleister die komplette Warenbeschaffung, -verwaltung und -auslieferung zu übernehmen.83 Dieser Trend lässt sich auch daran erkennen, dass es bereits einige Allianzen zwischen IT- und Logistikunternehmen gibt wie z.B. die Beteiligung der Deutschen Post an dem international tätigen Softwareunternehmen Viewlocity84 aus Atlanta.85 [...]

Arbeit zitieren:
Vollquardsen, Andrea Juli 2001: Chancen und Risiken der Integration von E-Business in die Wertschöpfungskette, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wertkette, CRM, E-Business, SCM, E-Procurement

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