Chancen und Risiken von Innovationskooperationen für KMU
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Thi Thuy Ngoc Tran
- Abgabedatum: Januar 2010
- Umfang: 101 Seiten
- Dateigröße: 629,4 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität Potsdam Deutschland
- Bibliografie: ca. 95
- ISBN (eBook): 978-3-8366-4977-3
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Tran, Thi Thuy Ngoc Januar 2010: Chancen und Risiken von Innovationskooperationen für KMU, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Innovation, Innovationskooperation, KMU, Chancen, Risiken
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Diplomarbeit von Thi Thuy Ngoc Tran
Einleitung:
Kleine und Mittlere Unternehmen, kurz KMU, gelten als ein Schlüsselfaktor für Deutschlands wirtschaftliche Entwicklung. Hierbei sind 99,7% aller Unternehmen in Deutschland als KMU einzustufen, bei denen über 70% aller Arbeitnehmer beschäftigt werden. Heutzutage stellen die schnelle Veränderung von Kundenanforderungen und verschärfte Wettbewerbssituation u.a. für KMU große Herausforderungen dar. Deshalb gehört die ständige Suche nach neuen, innovativen Produkten und Dienstleistungen und neuen Märkten zur Überlebensaufgabe von KMU. Allerdings haben meisten KMU einen Mangel an Ressourcen, wie z.B. Human- und Kapitalressourcen, welche die Innovationsaktivitäten der KMU hemmen können. Ein wirkungsvolles Mittel zur Erhaltung und Steigerung der Innovationstätigkeiten von KMU sind Innovationskooperationen. Es wird gezeigt, dass tatsächlich nur eine geringe Anzahl der KMU Innovationskooperationen eingehen, gestalten und betreiben. Gleichzeitig zeigen zahlreiche empirische Studien eine geringe Erfolgsquote von durchgeführten Innovationskooperationen, wobei etwa die Hälfte aller Kooperationen nur teilweise oder gar nicht erfolgreich sind. Grund dafür ist, dass KMU kein ausreichend fundiertes Erfahrungswissen über die Chancen und Risiken von Kooperationen besitzen. Deshalb sieht die Situation so aus, dass KMU einen großen Bedarf nach Kenntnissen über Chancen und Risiken von Innovationskooperationen haben.
Es gibt bisher viele Untersuchungen über Kooperationen und Innovationen bei KMU. Jedoch fehlt es an Untersuchungen über Chancen und Risiken von Innovationskooperationen bei KMU. Zur Schaffung eines Selbstvertrauens bei KMU bei Innovationskooperationen sowie zur Steigerung des Basis-Erfahrungswissens über Kooperationen für die KMU ist eine Untersuchung darüber nötig. Diese Arbeit soll diese Forschungslücke schließen und die oben genannte Situation verbessern. Aus diesem Grund wurde das Thema „Chancen und Risiken von Innovationskooperationen für KMU“ ausgewählt.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Chancen und Risiken von Kooperationen im Innovationsprozess für KMU zu erläutern. Zusätzlich sollen konkrete Handlungsempfehlungen zur Chancenausnutzung und zur Risikenminimierung gegeben werden. Damit können innovativ tätige KMU mehr Erfolg mit Innovationen, Wettbewerbsvorteile im Markt sowie langfristig erfolgreiche Innovationskooperationen erzielen. Dabei stehen folgende Fragestellungen im Mittelpunkt dieser Arbeit:
- Welche Chancen bieten sich KMU durch Innovationskooperationen?
- Welche Risiken können im Innovationskooperationsprozess entstehen?
- Mit welchen Maßnahmen können Chancen ausgenutzt und Risiken verringert werden?
Zur Beantwortung dieser Fragestellungen wird mit einer literaturgestützten Bestandsaufnahme und einer Auswertung der einschlägigen Literatur zum Thema gearbeitet.
Gang der Untersuchung:
Das erste Kapitel stellt die Einleitung dar. Hier werden Problemstellung, Zielsetzung der Arbeit und Gang der Untersuchung vorgestellt. Im zweiten Kapitel werden die KMU definiert, Stärken und Schwächen von KMU sowie Herausforderungen für KMU erklärt. Des Weiteren geht es um die Definition und Merkmale von Innovation, Kooperation, Innovationskooperation. Die Erläutung der Formen von Innovationskooperationen, des Innovationskooperationsprozesses sowie der Ziele der Innovationskooperationen wird auch in Kapitel zwei durchgeführt. Im dritten Kapitel werden Chancen und Risiken von Innovationskooperationen für KMU untersucht. Hierbei werden die Begriffe Chancen und Risiken erklärt. Weiterhin kommt es zu einer Kategorisierung von Chancen und Risiken, anhand einer Bewertung durch bestimmte Kriterien. Danach werden die fünf wichtigsten Chance und drei wichtigsten Risiken ausgewählt und erläutert. Das dritte Kapitel schließt mit einer Zusammenfassung. Im vierten Kapitel werden die Innovationskooperations-Chancen und -Risiken für KMU anhand zweier Praxisbeispiele verdeutlicht. Dabei werden die Hintergründe und die Entwicklung der Innovationskooperationen untersucht. Dazu werden Chancen sowie Risiken von Innovationskooperationen für die KMU aus den Praxisbeispielen erläutert. Im fünften Kapitel werden die Ergebnisse aus Theorie und Praxis diskutiert. Im sechsten Kapitel erfolgen Empfehlungen zur Ausnutzung der Chancen sowie Verringerung und Vermeidung von Risiken. Die vorliegende Arbeit schließt mit dem siebten Kapitel ab. Hier werden die wesentlichen Ergebnisse zusammengefasst und die vorliegende Arbeit reflektiert. Schließlich wird ein Ausblick für weitere Forschungsbemühungen im Bereich Innovationskooperationen gegeben.
Inhaltsverzeichnis:
| INHALTSVERZEICHNIS | III | |
| DARSTELLUNGSVERZEICHNIS | V | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung und Zielsetzung | 1 |
| 1.2 | Gang der Untersuchung | 2 |
| 2. | Grundlagen | 3 |
| 2.1 | Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) | 3 |
| 2.1.1 | Definition, Stärken und Schwächen von KMU | 3 |
| 2.1.2 | Herausforderungen für KMU | 5 |
| 2.2 | Innovationskooperationen | 6 |
| 2.2.1 | Innovation und Kooperation | 6 |
| 2.2.2 | Definition und Merkmale von Innovationskooperationen | 8 |
| 2.2.3 | Formen von Innovationskooperationen | 11 |
| 2.2.4 | Der Innovationskooperationsprozess | 12 |
| 2.2.5 | Ziele von Innovationskooperationen | 15 |
| 3. | Chancen und Risiken von Innovationskooperationen für KMU | 19 |
| 3.1 | Begriffserklärung von Chancen und Risiken | 19 |
| 3.2 | Chancen und Risiken von Innovationskooperationen | 20 |
| 3.2.1 | Kategorisierung von Chancen und Risiken | 20 |
| 3.2.2 | Chancen von Innovationskooperationen | 24 |
| 3.2.3 | Risiken von Innovationskooperationen | 34 |
| 3.3 | Zusammenfassung | 38 |
| 4. | Praxisbeispiele | 39 |
| 4.1 | Praxisbeispiel A: Praxisbeispiel zu einer horizontalen und lateralen Kooperation im Bereich Messtechnik | 39 |
| 4.1.1 | Hintergründe | 39 |
| 4.1.2 | Entwicklung der Innovationskooperation | 40 |
| 4.2 | Praxisbeispiel B: Praxisbeispiel zu einer horizontalen Kooperation mit internationalen Partnern im Bereich Verfahrenstechnik | 42 |
| 4.2.1 | Hintergründe | 42 |
| 4.2.2 | Entwicklung der Innovationskooperation | 43 |
| 4.3 | Chancen und Risiken von Innovationskooperationen für KMU aus Praxisbeispiele | 46 |
| 4.3.1 | Chancen von Innovationskooperationen | 46 |
| 4.3.2 | Risiken von Innovationskooperationen | 48 |
| 5. | Diskussion der Ergebnisse aus Theorie und Praxis | 50 |
| 6. | Empfehlungen für den Erfolg von Innovationskooperationen bei KMU | 53 |
| 6.1 | Empfehlungen zur Chancenausnutzung | 53 |
| 6.2 | Empfehlungen zur Verminderung und Vermeidung der Risiken | 58 |
| 7. | Schlussbetrachtung | 65 |
| 7.1 | Zusammenfassung und Reflexion | 65 |
| 7.2 | Ausblick | 66 |
| ANHANGSVERZEICHNIS | VIII | |
| LITERATURVERZEICHNIS | XXIII |
Textprobe:
Kapitel 4.3, Chancen und Risiken von Innovationskooperationen für KMU aus Praxisbeispiele:
In diesem Abschnitt werden die Chancen und Risiken aus den Innovationskooperationen der Praxisbeispiele erläutert. Das Kapitel 4.3.1 stellt Chancen der Innovationskooperationen vor. Die Risiken der Innovationskooperationen werden in Kap. 4.3.2. präsentiert.
Chancen von Innovationskooperationen:
Die Innovationskooperationen der Praxisbeispiele A und B zeigen insgesamt 3 Chancen auf: (1) Gewinn von Know-How der Partner, (2) Kostenreduktion und -teilung, (3) Verbesserung der Qualität.
(1) Gewinn von Know- How der Partner:
Durch die Innovationskooperationen hatten die KMU der beiden Praxisbeispiele die Möglichkeit, Wissen über den Markt, die Technologie sowie Wissen über Projektmanagement zu erwerben. Dieses Know-How wurde durch die Zusammenarbeit zwischen Unternehmensleitungen und beteiligten Mitarbeiter ausgetauscht werden. Im Praxisbeispiel A verfügten die Partner des mittleren Unternehmens aus Thüringen das benötige Know-How für Innovationen. Die Kooperationspartner besaßen nicht nur langjährige spezifische Erfahrungen über die Gebiete des Projektmanagements, sondern auch viele Erfahrungen über die im Projekt angewandte Forschungstechnologie. Damit konnte das mittlere Unternehmen durch die Innovationskooperation mit den Partnern sein Know-How erweitern. Ferner konnten die Innovationsaufgaben effizienter bewältigt werden. Im Praxisbeispiel B verfügte der Kooperationspartner des kleinen Unternehmens über Technologiewissen und Marktwissen über Gebiete des Maschinen- und Werkzeugbaus. Damit konnte auch das kleine Unternehmen sein Know-How erweitern. Gerade durch diesen Know-How-Zuwachs konnte das Unternehmen seinen Aufgabeteil, also die Erstellung der Software für das zu entwickelnde Produktionssystem, besser ausführen. Am Ende hat das kleine Unternehmen mit seinem australischen Partner ein neues, innovatives Verfahren zur Verarbeitung von Flüssigsilikon erfolgreich entwickelt. Insgesamt wurde gezeigt, dass die zwei KMU der Praxisbeispiele A und B von der Innovationskooperation profitieren konnten, indem sie einen Wissenszuwachs durch Know-How der Partner erzielen konnten.
(2) Kostenreduktion und – teilung:
Das Partnerunternehmen aus Australien aus Praxisbeispiel B verfügte über die notwendigen Betriebsmittel zur Herstellung des geplanten Fertigungssystems. Die Kernaufgabe des Kooperationspartners lag in der handwerklichen Ausführung des Produktionssystems. Die Kernaufgabe des kleinen Unternehmens bestand in der Erstellung der Software für das zu entwickelnde Produktionssystem. Durch die Kooperation mit diesem Partner konnte sich das KMU auf seine Kernkompetenz konzentrieren. Außerdem musste das kleine Unternehmen durch die Innovationskooperation nicht in erforderliche Betriebsmittel für diese Innovation, weil diese durch das Partnerunternehmen gestellt wurden. Daher wurden die Innovationskosten aus Sicht des KMU reduziert.
Aus den Praxisbeispielen A und B verfügten die Partner der KMU über Know-How wie Technologiewissen, Marktwissen sowie Wissen zu Projektmanagement. Die KMU konnten kostengünstig vom Know-How von Partnern profitieren, weil der Wissensaustausch mit keinen oder nur geringen Kosten verbunden war, was eine Verringerung der Innovationskosten seitens des KMU zur Folge hatte. Darüber hinaus konnten die KMU der Praxisbeispiele A und B weitere Kosten einsparen, indem sie gemeinsam mit ihren Partnern eine kostenteilige Anmeldung der Patenten durchführten. Außerdem wurden im Praxisbeispiel B die Kosten für die Personalmaßnahmen bei der Kooperation von beiden Partnern getragen, was auch eine Kostenreduzierung zur Folge hatte.
Zusammengefasst kann gesagt werde, dass beide KMU der Praxisbeispiele A und B durch die Innovationskooperation mit ihren Partnerunternehmen eine Kostensreduzierung und Kostenteilung realisieren konnten.
(3) Verbesserung der Qualität:
Im Folgenden wird gezeigt, wie bei den Praxisbeispielen A und B durch Innovationskooperation eine Verbesserung der Qualität ermöglicht werden konnte. Beide KMU konnten eine Qualitätsverbesserung ihrer erbrachten Leistung erreichen, indem sie sich durch Aufgabenteilung innerhalb der Kooperation auf Ihre Kernkompetenzen konzentrieren sowie auf komplementäre Ressourcen der Kooperationspartner wie z.B. technologisches Wissen, Betriebsmittel, Anlage u.a. von Partnern zurückgreifen konnten. Darüber hinaus standen die Partner den KMU noch mit Marktwissen und Wissen zu Projektmanagement zur Seite. Im Praxisbeispiel A konnte das mittlere Unternehmen durch die Entwicklung einer neuen Technologie, also einer neuen Methode für die Messung des Feuchtigkeitsgehalts, die Qualität eines Feuchtemessgeräts verbessern und mit diesem neuen Produkt sein Angebotsspektrum erweitern. Im Praxisbeispiel B konnte das kleine Unternehmen die Qualitätsverbesserung eines neuen Verfahrens zur Verarbeitung von Flüssigsilikon erreichen. Die Verbesserung der Prozessqualität hatte wiederum eine Verbesserung der Produktqualität zur Folge. Dadurch konnte auch das kleine Unternehmen sein Leistungsportfolio erweitern und die Wünsche der Kunden besser erfüllen.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836649773
Arbeit zitieren:
Tran, Thi Thuy Ngoc Januar 2010: Chancen und Risiken von Innovationskooperationen für KMU, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Innovation, Innovationskooperation, KMU, Chancen, Risiken



