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Chancen und Probleme des Betriebssports in den neuen Bundesländern

Am Beispiel Leipziger Großunternehmen

Chancen und Probleme des Betriebssports in den neuen Bundesländern
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Marc Naumann
  • Abgabedatum: Januar 2003
  • Umfang: 224 Seiten
  • Dateigröße: 969,6 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Leipzig Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7148-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7148-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7148-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Naumann, Marc Januar 2003: Chancen und Probleme des Betriebssports in den neuen Bundesländern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: betriebliche Gesundheitsförderung, empirische Befragung, Wirtschaftlichkeit

Magisterarbeit von Marc Naumann

Zusammenfassung:

Mit der Magisterarbeit wird versucht ein Problembereich aufzuarbeiten, der vor dem Hintergrund einer angespannten wirtschaftlichen Situation und angesichts der Debatten um Leistungen und Kosten im Gesundheits- und Sozialwesen in mehrfacher Hinsicht relevant erscheint. Die Gegebenheiten des Arbeitsplatzes stehen zu Gesundheit und Wohlbefinden in einem engen Zusammenhang, der Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung hat daher durchaus auch volkswirtschaftlich eine hohe Bedeutung. Einem Segment innerhalb der betrieblichen Gesundheitsförderung, dem Betriebssport, soll im Rahmen dieser Studie besonderes Augenmerk geschenkt werden.

Die Magisterarbeit gliedert sich in zwei Hauptteile. Der erste Teil liefert das theoretische Fundament zur historischen Entwicklung des Betriebssports und seinen Hauptakteuren in Form der verschiedenen Interessengruppen. Ausgehend von einer Darstellung des gegenwärtigen Forschungsstandes, wobei insbesondere Studien zu Effekten des Sports auf den menschlichen Organismus und zu soziologischen Aspekten des Betriebssports erörtert werden, wird die Zielstellung der empirischen Untersuchung entwickelt. Im zweiten Teil erfolgt die empirische Untersuchung, die eine Bestandsaufnahme zum Betriebssport anstrebt. Dazu wird eine Eingrenzung auf Großunternehmen in der Stadt Leipzig vorgenommen. Abschließend werden die wesentlichen Ergebnisse der Forschungsarbeit noch einmal zusammenfassend dargestellt und im Ausblick Anregungen für weiterführende Studien gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
TABELLENVERZEICHNIS VII
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS XVII
1 EINLEITUNG 18
2 THEORETISCHER TEIL 21
2.1 Die historische Entwicklung des Betriebssports in Deutschland 21
2.1.1 DER BETRIEBSSPORT IM KAISERREICH 22
2.1.2 Der Betriebssport in der Weimarer Republik 24
2.1.3 DER BETRIEBSSPORT IM NATIONALSOZIALISTISCHEN DEUTSCHLAND 27
2.1.4 DER BETRIEBSSPORT NACH 1945 30
2.1.4.1 DER BETRIEBSSPORT IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND 30
2.1.4.5 DER BETRIEBSSPORT IN DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK 33
2.1.5 DER BETRIEBSSPORT NACH DER WIEDERVEREINIGUNG 36
2.1.6 DIE AKTUELLE SITUATION DES BETRIEBSSPORTS IN DEUTSCHLAND 39
2.2 Die Konflikte zwischen den gesellschaftlichen Interessengruppen 56
2.2.1 Die Arbeitgeber, Arbeitgeberverbände und Unter 57
2.2.2 DIE ARBEITNEHMER, ARBEITNEHMERVERBÄNDE UND GEWERKSCHAFTEN 59
2.2.3 DIE SPORTORGANISATIONEN 60
2.2.4 ZUSAMMENFASSUNG 66
2.3 DER AKTUELLE FORSCHUNGSSTAND 70
2.3.1 Der Einfluss von Sport auf den menschlichen Organismus 70
2.3.1.1 Die physiologische Wirkung von Sport auf den menschlichen Organismus 71
2.3.1.2 Die psychologische Wirkung von Sport auf den menschlichen Organismus 77
2.3.2 Die Ergebnisse soziologischer Studien zum Betriebssport 82
2.3.2.1 Die Ergebnisse der Untersuchung bei bundesdeutschen Grossunternehmen im Jahre 1989 85
2.3.2.2 Die Soziale Schicht und der (Betriebs-)Sport 99
2.3.3 Die Ergebnisse der Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten für AOK-Versicherte in Sachsen 103
2.4 DIE ZIELSTELLUNG DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG 108
3 EMPIRISCHER TEIL 111
3.1 Das Forschungsdesign 111
3.1.1 FELDBESCHREIBUNG UND FELDEXPLORATION 113
3.1.2 UNTERSUCHUNGSDESIGN UND ERHEBUNGSMETHODE 114
3.1.3 DURCHFÜHRUNG DER ERHEBUNG UND RÜCKLAUF 114
3.2 DIE DESKRIPTIVEN ERGEBNISSE DER FORSCHUNGSARBEIT 119
3.2.1 DIE ALLGEMEINEN DESKRIPTIVEN ERGEBNISSE FÜR DIE GESAMTSTICHPROBE 119
3.2.2 DIE ALLGEMEINEN DESKRIPTIVEN ERGEBNISSE FÜR DIE GRUPPE DER BETRIEBSSPORTLER 132
3.2.3 DIE SPEZIELLE DESKRIPTIVEN ERGEBNISSE FÜR DIE GRUPPE DER BETRIEBSSPORTLER 139
4 ZUSAMMENFASSUNG 158
4.1 DIE DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE DER FORSCHUNGSARBEIT 158
4.2 DER AUSBLICK UND WEITERE FORSCHUNGSMÖGLICHKEITEN 162
LITERATURVERZEICHNIS 164
ANHANG 180
A TABELLENÜBERSICHT 180
A1 DIE ALLGEMEINEN DESKRIPTIVEN ERGEBNISSE FÜR DIE GESAMTSTICHPROBE 180
A2 DIE ALLGEMEINEN DESKRIPTIVEN ERGEBNISSE FÜR DIE GRUPPE DER BETRIEBSSPORTLER 187
A3 DIE SPEZIELLE DESKRIPTIVEN ERGEBNISSE FÜR DIE GRUPPE DER BETRIEBSSPORTLER 193
B KONTAKTSCHREIBEN 201
B1 Anschreiben an die Unternehmen 201
B2 DATENSCHUTZERKLÄRUNG 202
C FRAGEBOGEN 204
C1 QUANTITATIVER FRAGEBOGEN FÜR DIE MITARBEITER (DATEI) 204
D DATENSATZ 205
D1 SPSS-SYNTAX 205

Automatisiert erstellter Textauszug:

In Bezug auf den Einfluss des Alters konnte der generelle Trend bestätigt werden, wonach mit steigendem Alter die sportliche Aktivität abnimmt (Tofahrn, 1991). Ebenfalls interessante Ergebnisse weisen die Untersuchungen zum Einfluss des Ausbildungsstandes auf das sportliche Engagement auf. Demnach sind Personen mit niedrigem Bildungsstatus im Betriebssport deutlich unterrepräsentiert. Ähnliche Ergebnisse liefert die Betrachtung des Berufsstatus in Bezug auf die Teilnahme am Betriebssport. Den Ergebnissen der Untersuchung zufolge sind insbesondere die leitenden Angestellten und die Angestellten im Vergleich zwischen den Gesamtbeschäftigten und den aktiven Betriebssportlern deutlich überrepräsentiert. Ganz allgemein gesagt ist der Erfolg des Betriebssports in einem Unternehmen abhängig von der Übereinstimmung zwischen den Wünschen und Bedürfnissen der Mitarbeiter und den Angeboten des Unternehmens. Dabei sollte auch auf die unterschiedlichen Interessen und Anspruchsniveaus der verschiedenen sozialen Schichten Rücksicht genommen werden. Nur so können die Unternehmen einen Beitrag zur Steigerung der Lebensfreude und Lebensqualität sowie des Wohlbefindens und der Gesundheit der Arbeitnehmer leisten. Damit übernimmt der Betriebssport für die arbeitende Bevölkerung eine Dienstleistungsfunktion, da er nicht wie der Vereinsport in einem anonymen Raum agiert, sondern in einem überschaubaren Umfeld. Hierbei darf aber nicht übersehen werden, dass es sich beim Betriebssport um eine freiwillige Sozialleistung der Unternehmen handelt, wodurch der Arbeitnehmer eine zusätzliche Gelegenheit erhält, seine Freizeit frei vom Zwang der Ausübung aktiv zu gestalten. Der Nutzen für die Unternehmen, die Betriebssport anbieten, liegt in der Steigerung der persönlichen Bindung der Belegschaft an die Firma, der Entwicklung eines familiären Zusammengehörigkeitsgefühls und dem positiven Image des Unternehmens in der Öffentlichkeit. Dabei sollte das Unternehmen versuchen, die benötigten organisatorischen Rahmenbedingungen für den Betriebssport zu schaffen, sich aber dann nach und nach aus der weiteren Durchführung zurückziehen und die Verantwortung an die Mitarbeiter übertragen. [...]

Zusammenfassend kann über die Studie zum Betriebssport in den bundesdeutschen Unternehmen Folgendes gesagt werden. Die Bewegungspause am Arbeitsplatz hat sich aufgrund verschiedenster Bedenken seitens der Arbeitgeber (Störung des Arbeitsablaufes und finanzielle Mehrbelastung) und der Mitarbeiter (Uniformität und Unattraktivität der Art der sportlichen Bewegung sowie dem Mangel an Spaß und Spiel) nicht in der betrieblichen Praxis durchsetzen können, denn nur 15 (3 %) der 331 Unternehmen, die Betriebssport anbieten, tun dies in Form der Bewegungspause am Arbeitsplatz (Tofahrn, 1991). Betreffend die Organisationsformen lässt sich feststellen, dass in 46 Prozent der Fälle der Betriebssport vom Unternehmen und in 94 Prozent der Fälle von den Arbeitnehmern selbst organisiert wird. Als Organisationsform des arbeitnehmerseitigen Angebots dominiert in diesem Zusammenhang die Betriebssportgemeinschaft mit 83 Prozent, gefolgt von den ungebundenen Betriebssportgruppen mit 37 Prozent. Seitens der Unternehmen nimmt der verbandsgebundene Betriebssport (69 %) die führende Rolle vor dem Auszubildendensport (35 %) ein.80 Von den 331 Unternehmen verfügen insgesamt 151 (47 %) über eine eigene Trainingseinrichtung (Tennisplatz, Fitnessraum, Sportplatz, Turnhalle, Schwimmbad). Weiterhin beschäftigen nur 44 der 331 Unternehmen einen hauptberuflichen Trainer oder Übungsleiter, worin der Autor „ein deutliches Qualitätsdefizit des Betriebssports“ sieht (Tofahrn, 1991, S. 97). Neben dem Betriebssport als freiwillig Sozialleistung des Unternehmens bieten einige Unternehmen auch zusätzliche gesundheitsfördernde bzw. gesundheitserhaltende Maßnahmen an. In diesem Zusammenhang nehmen die sportaktiven Betriebe eine Vorreiterrolle ein. Bei der näheren Betrachtung des Einflusses des Geschlechts, des Alters sowie des Ausbildungs- und Berufsstatus der Befragten zeigten sich folgende Ergebnisse. Entgegen der Annahme sind die Frauen im Betriebssport nicht untersondern überrepräsentiert. Bei den männlichen Angestellten ist das Verhältnis zwischen der Anzahl der Gesamtbeschäftigten und der aktiven Betriebssportler genau umgekehrt. [...]

Zum Abschluss der Untersuchung soll noch auf die im Rahmen der Befragung der bundesdeutschen Großunternehmen erhobenen Daten zur beruflichen Position der Befragten im Unternehmen und zu deren Ausbildungsstand eingegangen werden. Demnach bestätigen die Daten der Tabellen 13 „die These, daß Lohnempfänger bei sportlichen Aktivitäten im Vergleich zur Grundgesamtheit der Beschäftigten unterrepräsentiert sind“ (Tofahrn, 1991, S. 89). Im Gegensatz dazu sind die anderen drei Statusgruppen (leitende Angestellte, Angestellte und Auszubildende) im Vergleich zur Zahl der Gesamtbeschäftigten deutlich überrepräsentiert. Die hohe Zahl im Bereich der Statusgruppe der Auszubildenden erklärt sich zum Teil aus deren Verpflichtung zur Teilnahme am Sport, weil dieser während der Arbeitszeit stattfindet. Den größten relativen Zuwachs verzeichnet die Gruppe der leitenden Angestellten. Dies entspricht den Ergebnissen der schon zuvor erwähnten Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Durch ihre Stellung im Unternehmen und den damit verbundenen Leitungs-, Leistungs- und Entscheidungsfunktionen sowie der größeren sportlichen Motivation können diese Personen die Position des Betriebssports im Unternehmen positiv beeinflussen (Tofahrn, 1991). [...]

Arbeit zitieren:
Naumann, Marc Januar 2003: Chancen und Probleme des Betriebssports in den neuen Bundesländern, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
betriebliche Gesundheitsförderung, empirische Befragung, Wirtschaftlichkeit

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