Chancen der Markterschließung im südostasiatischen Raum für mittelständische Unternehmen durch Kooperation im Bereich Marketing
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Silke von Bültzingslöwen
- Abgabedatum: November 1996
- Umfang: 134 Seiten
- Dateigröße: 569,0 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule München Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3005-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3005-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3005-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: von Bültzingslöwen, Silke November 1996: Chancen der Markterschließung im südostasiatischen Raum für mittelständische Unternehmen durch Kooperation im Bereich Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Asien, Marketingkooperation, Expansion, Markteintrittsstrategie
In den Warenkorb
38,00 €
Diplomarbeit von Silke von Bültzingslöwen
Einleitung:
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, praxisrelevant die Möglichkeiten im Bereich der Marketingkooperation für kleine und mittelständische Unternehmen aufzuzeigen, die nach Südostasien expandieren möchten. Die Kooperationen zwischen mittelständischen Unternehmen werden hier als Option zur Markterschließung in Südostasien untersucht. Die Kooperation erfolgt sowohl zwischen den KMU`s untereinander, um Markteintrittsbarrieren leichter zu überwinden und um Kosten zu sparen als auch mit den asiatischen Unternehmen. Zielgruppe dieser Arbeit sind kleine und mittlere deutsche Unternehmen, die schon internationalisiert sind oder in der Zukunft den Sprung in die Internationalität planen.
Die Abgrenzung der mittelständischen Unternehmen erfolgt nach quantitativen Faktoren, hier über Mitarbeiterzahl und Umsatz. Kleine und mittelständische Unternehmen haben i.d.R. 1-499 Mitarbeiter und einen Umsatz von DM 1-100 Millionen pro Jahr.
Innerhalb des südostasiatischen Gebietes werden die NIC´s - Südkorea, Taiwan, Hongkong und Singapur; die ASEAN-Staaten - Indonesien, Thailand, Brunei, die Philippinen, Vietnam und Malaysia, sowie China genauer betrachtet. Da der japanische Markt nach wie vor aufgrund seiner historischen Entwicklung eine Sonderstellung einnimmt, soll er hier nicht näher untersucht werden.
Der Konsumgütermarkt wird ebenfalls vernachlässigt, da das Kauf- und Verbrauchsverhalten nur indirekt Einfluss auf die Energienachfrage und somit auf den Investitionsgütermarkt ausüben.
Die Bundesrepublik Deutschland ist eines der größten Exportländer der Welt und in hohem Maße von ihren Auslandsaktivitäten abhängig. Die deutsche Wirtschaft erfährt dadurch eine zunehmende Internationalisierung der Unternehmensaktivitäten im Rahmen des fortschreitenden weltweiten Prozesses der Arbeitsteilung. Die rationelle, systematische Erkundung und die Selektion von Auslandsmärkten sowie die Auswahl der geeigneten Erschließungs- und Bearbeitungsstrategien erfordern wichtige Entscheidungen bei international tätigen Unternehmen. Diese setzen allerdings die Verfügbarkeit von Informationen über Marktbesonderheiten, mögliche Kooperationsformen und geeignete Marketingstrategien im Zielland voraus. Die Entwicklung der unternehmerischen Praxis zeigt, dass die Bedeutung der strategischen Zusammenarbeit (Kooperation) in den letzten Jahren stark gewachsen ist.
Im Rahmen veränderter Wettbewerbsstrukturen, turbulenter Umweltentwicklungen und zunehmenden Globalisierungstendenzen ist es notwendig, traditionelle Unternehmensstrukturen zu überdenken und Bereitschaft zu firmenübergreifender Zusammenarbeit zu zeigen.
Gang der Untersuchung:
Im ersten Teil wird der südostasiatische Wirtschaftsraum im Hinblick auf Wirtschaftsstruktur, Wirtschaftswachstum, Chancen und Risiken sowie bestehende Wettbewerbsverhältnisse betrachtet. Aufgrund der Vielzahl der Länder und der Komplexität der Ausführungen wird der Markt strukturiert und die einzelnen Länder zu Regionen mit ähnlichen oder gleichen Merkmalen zusammengefasst: Hongkong, Südkorea, Taiwan zu den NICs; Brunei, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam zu den ASEAN-Staaten und als dritte Region die VR China.
Der zweite Teil der Arbeit analysiert Situation der mittelständischen Unternehmen in Deutschland unter dem Gesichtspunkt einer zunehmend vernetzten Weltwirtschaft und der Globalisierung der Märkte.
Es werden mögliche Ausprägungen der Kooperationen beschrieben und die prinzipiellen Phasen des Kooperationsprozesses.
Die Fallstudie bildet den dritten Teil der Arbeit. Hier werden in einem Beispiel Möglichkeiten und Grenzen der Kooperationen mittelständischer Unternehmen aus dem Bereich der regenerativen Energiegewinnung dargestellt. Das Beispiel berücksichtigt im Besonderen die Gegebenheiten des indonesischen Marktes.
Abschließend werden die Chancen und Risiken internationaler Unternehmenskooperationen als mögliche Markteintrittsstrategie für den südostasiatischen Markt zusammengefasst und bewertet.
Inhaltsverzeichnis:
| INHALTSVERZEICHNIS | I | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | VII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung / Zielsetzung | 1 |
| 1.2 | Abgrenzung des Themas | 4 |
| 1.3 | Gang der Untersuchung | 5 |
| TEIL A | ||
| 1. | Der südostasiatische Markt | 6 |
| 1.1 | Überblick über Wirtschaftsstruktur und Wirtschaftswachstum | 8 |
| 1.2 | Die Märkte | 10 |
| 1.2.1 | Die Akteure in Südostasien | 10 |
| 1.2.2 | Der Investitionsgütermarkt | 15 |
| 1.3 | Definition von Regionen innerhalb Südostasiens | 18 |
| 1.3.1 | Die NIC's | 18 |
| 1.3.1.1 | Wirtschaftliche und demografische Daten | 19 |
| 1.3.2 | Die ASEAN-Staaten | 20 |
| 1.3.2.1 | Wirtschaftliche und demografische Daten | 20 |
| 1.3.3 | VR China | 21 |
| 1.3.3.1 | Wirtschaftliche und demografische Daten | 22 |
| 2. | Die Situation des Mittelstandes in Deutschland | 25 |
| 2.1 | Wirtschaftsstandort Deutschland 1996 | 25 |
| 2.1.1 | Die Standortfaktoren | 26 |
| 2.2 | Abgrenzung des Mittelstandsbegriffes | 27 |
| 2.2.1 | Quantitative Abgrenzung | 28 |
| 2.2.2 | Qualitative Abgrenzung | 30 |
| TEIL B | ||
| 1. | Die Kooperation als internationale Markteintrittsstrategie des Mittelstands | 31 |
| 1.1 | Internationale ökonomische und technische Rahmenbedingungen | 31 |
| 1.2 | Kooperation oder Alleingang? | 33 |
| 2. | Kooperationsformen - ein theoretischer Überblick | 35 |
| 2.1 | Unterscheidung nach der Wirtschaftsstufe | 35 |
| 2.1.1 | Horizontale Kooperation | 35 |
| 2.1.2 | Vertikale Kooperation | 36 |
| 2.1.3 | Heterogene Kooperation | 36 |
| 2.2 | Unterscheidung nach Funktionsbereichen | 37 |
| 2.3 | Unterscheidung nach Märkten | 37 |
| 2.4 | Unterscheidung nach der Bindungsintensität | 38 |
| 2.5 | Unterscheidung nach der Nationalität der Partner | 39 |
| 2.6 | Unterscheidung nach Art der beteiligten Wirtschaftssubjekte | 39 |
| 2.7 | Allgemeine Problemfelder bei Kooperationen | 40 |
| 2.8 | Die Phasen des Kooperationsprozesses | 42 |
| 2.8.1 | Selektion des Kooperationsgegenstandes | 43 |
| 2.8.2 | Selektion relevanter Märkte | 46 |
| 2.8.2.1 | Markteintrittsplanung | 46 |
| 2.8.2.2 | Markteintrittsbarrieren | 47 |
| 2.8.3 | Selektion der Partner | 49 |
| 2.8.3.1 | Ableitung des Anforderungsprofils | 50 |
| 2.8.3.2 | Suchvorgang | 51 |
| 2.8.4 | Kooperationsverhandlungen | 52 |
| 2.8.4.1 | Ziel und Gegenstand | 53 |
| 2.8.4.2 | Das Verhandlungsteam und der Ablauf der Verhandlungen | 54 |
| 2.8.4.3 | Mögliche Konflikte | 56 |
| 2.8.4.4 | Einfluß interner und externer Interessenträger | 57 |
| 2.8.5 | Vertragliche Gestaltung | 59 |
| 2.8.6 | Wettbewerbsrecht | 61 |
| 2.8.6.1 | Das deutsche Wettbewerbsrecht | 61 |
| 2.8.6.2 | Das europäische Wettbewerbsrecht | 62 |
| 2.8.7 | Koordinations- und Integrationsphase | 63 |
| 2.8.7.1 | Koordinationsmechanismen | 64 |
| 2.9 | Anpassung und Kontrolle | 65 |
| 2.10 | Erfolgsfaktoren | 67 |
| 2.11 | Beendigung | 68 |
| TEIL C | ||
| 1. | Die Marketing-Kooperation als innovative Markteintrittsstrategie für Unternehmen der alternativen Energieversorgung | 70 |
| 1.1 | Einordnung der Marketingkooperation | 70 |
| 1.2 | Marketing für Investitionsgüter und Großanlagen | 72 |
| 1.3 | Alternative Energieversorgungsunternehmen | 74 |
| 1.3.1 | Die Energiesituation in den südostasiatischen Entwicklungsländern | 75 |
| 1.3.2 | Gegenwärtiger Stand der Energieversorgung in Indonesien | 76 |
| 1.3.3 | Erneuerbare Energiequellen und zukünftige Perspektiven | 78 |
| 2. | Das III-Phasen-Konzept | 81 |
| 3. | Phase I - Präsentation und Promotion im Zielland | 83 |
| 3.1 | Das EU-Programm JOULE-THERMIE | 83 |
| 3.1.1 | Ziele und Schwerpunkte | 84 |
| 3.1.2 | Teilnahmevoraussetzungen und Ablauf | 84 |
| 3.2 | Kurzprofile der ausgewählten Kooperationspartner | 85 |
| 3.3 | Die Gestaltung der Promotion in den Zielländern | 88 |
| 3.4 | Auswertung und Analyse | 90 |
| 4. | Phase II - Kooperatives Marketing | 92 |
| 4.1 | Ziele in Phase II der Marketing-Kooperation | 92 |
| 4.2 | Die Rechtsform der Kooperation | 93 |
| 4.2.1 | Die Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung | 94 |
| 4.3 | Die Koordination der Kooperation | 94 |
| 4.4 | Die Zusammensetzung des Kooperationsteams | 95 |
| 4.5 | Informationsaustausch und Kommunikation | 98 |
| 4.6 | Die Finanzierung | 99 |
| 4.7 | Kooperativ durchgeführte Marketing-Aktivitäten | 100 |
| 4.7.1 | Marktforschung | 101 |
| 4.7.2 | Produktpolitik | 102 |
| 4.7.3 | Kommunikationspolitik | 103 |
| 4.7.3.1 | Werbung | 103 |
| 4.7.3.2 | Public Relations | 106 |
| 4.7.4 | Besuch von Messen und Fachtagungen | 107 |
| 4.7.5 | Contact-Points | 109 |
| 4.7.6 | Service und Kundendienst | 111 |
| 5. | Phase III - Joint Venture mit regionalen Partnern | 113 |
| 5.1 | Ziele und Motive | 114 |
| 5.2 | Die Partnerwahl | 115 |
| 5.2.1 | Auswahlprozess und -kriterien | 115 |
| 5.3 | Der Gesellschaftsvertrag | 119 |
| 5.4 | Organisation und Kommunikation | 121 |
| 5.5 | Kontrolle | 123 |
| 5.6 | Beendigung | 124 |
| 6. | Erfahrungen mittelständischer Unternehmen in China und Japan | 125 |
| 6.1 | Das Joint Venture TIANJIN - VEGA | 125 |
| 6.2 | Deutsch-Japanisches Marketing-Abkommen zwischen Rhode & Schwarz und Advantest | 130 |
| 7. | Fazit | 134 |
| ANHANG | 137 | |
| LITERATURVERZEICHNIS | 150 | |
| ERKLÄRUNG | 156 |
Grundsätzlich besitzt Deutschland in Indonesien das Image eines Lieferlandes mit hochwertiger und zuverlässiger Technologie. Das Zeichen „Made in Germany“ genießt nach wie vor ein hohes Maß an Popularität. Indonesische Käufer sind über neue Entwicklungen informiert, aber das Bestreben, technisch auch im eigenen Unternehmen auf dem neuesten Stand zu sein, wird jedoch häufig durch fehlendes Know-how und durch hohe Preise gebremst. Da aber auch Kaufkriterien wie Zuverlässigkeit, Lebensdauer, Service und Verfügbarkeit von Ersatzteilen einen hohen Stellenwert besitzen, muß der deutsche Anbieter diese Wettbewerbsvorteile dem indonesischen Käufer durch geduldige, intensive Beratungsgespräche beim Kauf des Investitionsgutes vermitteln. Gravierende ergeben Produktanpassungen sind nicht allerdings auf dem Gebiet notwendig. des Wettbewerbsvorteile und [...]
Zuverlässige Marktinformationen zu erlangen, ist in Asien mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden und setzt voraus, das westliche Firmen, die dort investieren wollen, die Spielregeln sehr verschiedener Märkte erlernen. Indonesien wird dominiert von einigen wenigen auslandschinesischen Konglomeraten, die vorrangig befreundete chinesische Unternehmen mit Informationen versorgen. Marktdaten sind hier nach Einschätzung von Auslandsmanagern unzulänglich und zugleich rar, entweder aufgrund der hohen Beschaffungskosten oder der restriktiven Informationspolitik. Staatliche Publikationen und Statistiken sind von geringem Wert, da die Realitäten des Wirtschaftslebens nur unzureichend wiedergegeben werden. Die besten Informationen sind die, die man aus Kontakten mit Geschäftspartnern, Konkurrenten, Regierungsbeamten und aus eigenen Marktforschungen selbst gewinnt. Gerade die primäre Marktdatenerhebung erfordert hohen finanziellen Aufwand und Zeit, besonders hier ist eine Kooperation von entscheidendem Vorteil. [...]
Ob die Präsentation und Kontaktanbahnung erfolgreich war, läßt sich nicht unbedingt an der Anzahl der gesammelten Visitenkarten feststellen. Die asiatische Mentalität ist von einer Vielzahl religiöser, kultureller und historischer Eigenheiten geprägt und besonders in Indonesien gibt es eiserne Regeln, die das Wirtschafts- und Sozialleben bestimmen. Im allgemeinen ist man in Indonesien höflich und freundlich und erwartet von Ausländern grundsätzlich gleiches Verhalten. Fachleute plädieren für einen möglichst engen persönlichen Kontakt mit potentiellen Kunden, der auch nach der Vertragsunterzeichnung gehalten werden soll, denn selbst schriftliche Verträge haben nicht unbedingt absolute Verbindlichkeit. Um den „Kulturschock“ zu mildern, empfiehlt sich eine gründliche theoretische Vorbereitung, viel Einfühlungsvermögen, Geduld und Improvisationskunst im Umgang mit Behörden, Privatwirtschaftsvertretern [...]
In den Warenkorb
38,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832430054
Arbeit zitieren:
von Bültzingslöwen, Silke November 1996: Chancen der Markterschließung im südostasiatischen Raum für mittelständische Unternehmen durch Kooperation im Bereich Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Asien, Marketingkooperation, Expansion, Markteintrittsstrategie



