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Celebrity Branding

Artist Development in der Musikbranche

Celebrity Branding
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sharam Sadeghi
  • Abgabedatum: März 2002
  • Umfang: 107 Seiten
  • Dateigröße: 2,0 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5774-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5774-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5774-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Sadeghi, Sharam März 2002: Celebrity Branding, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marke, Künstleraufbau, Personality, Entertainment, Star

Diplomarbeit von Sharam Sadeghi

Einleitung:

Kaum ein anderer Markt ist so schnelllebig und derart mit Emotionen versehen wie die Musikbranche. Das Interesse an Musik ist nach wie vor ungebrochen und die Suche der jungen Generation nach ihren Idolen wird weiterhin ungebremst bleiben. Dennoch sinkt der Umsatz des hiesigen Musikmarktes seit 1998 bereits zum dritten Mal in Folge. Die Musikwirtschaft befindet sich in ihrer tiefsten Krise, seit von „MP3“, „Napster“, „Gnutella“ und Co. die Rede ist. Das Internet und die Möglichkeit der Digitalisierung und damit auch der vereinfachten Piraterie sorgten zunächst für Panikstimmung in der gesamten Branche. Das Ende der Industrie wurde prophezeit, da Konsumenten nun in der Lage zu sein scheinen, ihr Bedürfnis nach Musikprodukten mittels kostenloser Downloads zu befriedigen. Nach der Phase der beinahen Selbstaufgabe arbeiten die großen Plattenfirmen, die so genannten Majors, nun endlich an Maßnahmen, wie sie die Piraterie einschränken und die neuen technologischen Möglichkeiten als Chance für die Belebung des Marktes nutzen können. Die Anwendung von Kopierschutz für Musik CDs, die Entwicklung von digitalem Rechtemanagement (DRM) für Musikfiles, die Einführung neuer Trägermedien (DVD, SACD) und der nun intensiv vorangetriebene Aufbau von eigenen eCommerce-Portalen als zusätzliche Distributionsmöglichkeit von (digitalen) Musiktiteln sind einige der Schritte, die die Zukunftsfähigkeit der Branche sichern sollen.

Über diese vornehmlich technisch bzw. technologisch bedingten Probleme hinaus steht die Industrie weiterhin einem veränderten Musikkonsum auf der einen Seite und den immer kürzer werdenden Lebenszyklen der Künstler auf der anderen Seite gegenüber. Es gelingt immer weniger, konstant verkaufende Interpreten zu etablieren,gleichzeitig jedoch steigen die Flop-Raten bei den Musikproduktionen. Doch was kann die Industrie tun? Welche Lösungsansätze gibt es? Wie sind trotz der den Markt beherrschenden Probleme konstante Tonträgerumsätze zu generieren und damit der nachhaltige Aufbau neuer Künstler zu finanzieren?

„Celebrity Branding – Artist Development in der Musikbranche“ – bereits der Titel dieser Arbeit impliziert, dass der so genannte Celebrity, anders gesagt der Künstler bzw. die prominente Persönlichkeit, ähnlich wie eine Produktmarke aufgebaut und im Rahmen der Markenführung entsprechend behandelt werden kann. Unter Berücksichtigung der angeführten Entwicklungen auf dem Musikmarkt soll daher im Verlauf dieser Ausarbeitung diskutiert werden, ob das Branding von Künstlern als möglicher Lösungsansatz zur stärkeren Bindung von Konsumenten einerseits und möglichen Erweiterung des Lebenszyklus’ andererseits in Betracht gezogen werden kann. Zur Beantwortung dieser Frage ist die Bedeutung des Brandings zunächst aus der Sicht der Unternehmen sowie der Konsumenten darzulegen. In diesem Zusammenhang wird nach dem Vorbild der Markenartikelindustrie ein allgemeingültiges Brandingkonzept vorgestellt.

Was versteht man unter dem Begriff „Celebrity“? Wie entsteht dieser? Wer ist an seiner Entstehung beteiligt? Diese Fragen sind im weiteren Verlauf der Arbeit zu erörtern.Dabei wird untersucht, ob der Mensch, hier speziell der Künstler aus der Musikbranche, als Marke geführt werden kann. Des weiteren ist zu klären, ob das in der Markenartikelindustrie angewandte Konzept der Markierung als Bestandteil der Markenführung des Unternehmens auf den Interpreten zu übertragen ist. Kann nun das Branding von Künstlern als mögliches Hilfsinstrument der Musikwirtschaft dienen? Hierzu sind zunächst die Gegebenheiten des deutschen Musikmarktes unter Berücksichtigung aller Marktteilnehmer zu durchleuchten. Das vorgestellte Konzept der Markierung wird im letzten Teil dieser Arbeit am Beispiel des deutschsprachigen Künstlers Laith Al-Deen umgesetzt.

Inhaltsverzeichnis:

I. Inhaltsverzeichnis
I. Inhaltsverzeichnis I
II. Abbildungsverzeichnis IV
III. Abkürzungsverzeichnis V
A. EINLEITUNG 1
1. Die Musikindustrie im Wandel 1
B. CELEBRITY BRANDING 3
2. Brand Value Creation: Das System zur Planung einer Marke 3
2.1 Begriffsdefinitionen und Abgrenzung 3
2.1.1 Branding 3
2.1.2 Funktionen und Bedeutung des (e)Branding 5
2.2 Strategic Brand Analysis 6
2.3 Brand Strategy 7
2.3.1 Positionierung 7
2.3.1.1 Festlegung geeigneter Positionierungsziele 8
2.3.1.2 Grundlegende Strategieoptionen zur Positionierung 10
2.3.1.3 Konzeption und Realisation einer Positionierung 11
2.3.1.4 Positionierungskontrolle 12
2.3.2 Markenelemente 13
2.3.2.1 Markennamen 13
2.3.2.2 Markenlogos 14
2.3.3 Markenidentität 15
2.3.3.1 Konstitutive Merkmale der Identität von Marken 16
2.3.3.2 Das Markenimage als Fremdbild der Markenidentität 17
2.3.3.3 Markenphilosophie als Selbstbild der Markenidentität 18
2.4 Brand Drivers 19
2.4.1 Festlegung der (klassischen) Kommunikationsziele 20
2.4.2 Integrierte Kommunikation als Weg zum Konsumenten 22
2.5 Brand Equity 25
3. Celebrity – Der Star als Marke 29
3.1 Definition und Abgrenzung 29
3.1.1 Der Begriff „Celebrity“ 29
3.1.2 Celebrity = Marke? 30
3.2 Entwurf eines Modells zur Entstehung von Celebrity 32
3.2.1 Nominierung 33
3.2.2 Publizität: Die Massenmedien 34
3.2.3 Das Publikum 35
3.3 „Celebrity Brand Value Creation“ 36
3.3.1 Strategic Brand Analysis 36
3.3.2 Brand Strategy 37
3.3.2.1 Marktsegmentierung / Positionierung 37
3.3.2.2 Markenelemente 38
3.3.2.3 Die Identität des Künstlers 39
3.3.3 Brand Drivers 42
3.3.4 Brand Equity – Der Markenwert des Künstlers 44
3.4 Fazit 47
C. DER MUSIKMARKT 48
4. Strukturen des deutschen Tonträgermarktes 48
4.1 Das Marktvolumen 49
4.2 Das Artist Development 50
4.3 Die Angebotsseite: Die Tonträgerindustrie – Artist Development im Label 51
4.4 Die Absatzmittel: Der Tonträgerhandel 54
4.5 Die Nachfrageseite: Die Konsumenten 57
4.6 Die Veränderung der Marktstruktur durch neue Technologien 61
4.7 Fazit 65
D. PRAXISBEISPIEL 66
5. Brandingkonzept am Beispiel von Laith Al-Deen 66
5.1 Der Künstler Laith Al-Deen 66
5.2 Rückblick auf das erste Album: „Ich will nur Wissen.“ 66
5.3 Strategic Brand Analysis 67
5.4 Brand Strategy 70
5.4.1 Segmentierung / Positionierung 70
5.4.2 Markenelemente 71
5.4.3 „Markenidentität“ von Laith Al-Deen 72
5.5 Brand Drivers 73
5.6 Brand Equity 76
E. SCHLUSSBETRACHTUNG 78
6. Zusammenfassende Beurteilung 78
Abbildungsquellenverzeichnis 82
Literaturverzeichnis 83
Eidesstattliche Erklärung 89
Anhang 90

Automatisiert erstellter Textauszug:

5.4 Brand Strategy 5.4.1 Segmentierung / Positionierung Laith Al-Deen bedient das lukrative Segment Deutschpop/Deutschrock. Als Kernzielgruppe kommen die Konsumenten mittleren Alters (25-54 Jahre), darunter die „Normalos“ sowie „Romantics“ in Frage. Zur Erreichung einer breiteren Masse ist die Erweiterung der Zielgruppe um die Typologien „Susi & Siegfried Suburbia“ sowie „Countries“ (14-24 Jahre) auf der einen Seite und „Avarages“ (14-24 Jahre) sowie „Arenals“ (14-54 Jahre) auf der anderen Seite zweckmäßig. Dem Anhang A2. sind die besonderen Charakteristika dieser Typologien zu entnehmen. Mit der Veröffentlichung seiner ersten Single „Bilder von Dir“ wurde hauptsächlich auf das junge VIVA-Publikum fokussiert. Nach Auswertung der internen Analysen erfolgte dann eine Umpositionierung des Künstlers während der PUR-Tournee, bei der Laith als Vorgruppe auftrat. Die besondere Tiefe seiner Texte und die starke musikalische Emotionalität von Laith Al-Deen machen seinen USP aus. Während Xavier Naidoo und Sascha die junge Zielgruppe besonders anziehen, liegt die Fokussierung bei Laith vordergründig auf die anvisierte Kernzielgruppe der 25-54-Jährigen. Dem Positionierungsmodell (Abbildung 14) ist die derzeitige Stellung von Laith AlDeen im Vergleich zu den potenziellen Wettbewerbern aus dem Segment Deutschpop/Deutschrock zu entnehmen. Die Abbildung zeigt auf der X-Achse die Ausprägungen Pop und Rock und auf der Y-Achse den Bekanntheitsgrad innerhalb der jeweiligen Kernzielgruppe des Interpreten. [...]

ler Befragten in Bezug auf das neue Albummaterial fällt insgesamt jedoch positiv aus. 232 Markt-, Wettbewerberanalyse - Potenzielle Künstler am Markt Das Segment Deutschrock/Deutschpop gehört mit einem Volumen von etwa 51 Millionen Euro zu den lukrativsten Märkten. Größte Erfolgaussichten haben eindeutig männliche Künstler, wenn es gilt: „Harte Männer zeigen Gefühle“. Der Künstler muss idealerweise ein „Kumpeltyp“ mit unverwechselbarem Charakter sein. Dabei ist stets ein Abrutschen in das Schlagersegment durch zu konservatives Outfit o.ä. zu vermeiden. Die treuste Fangemeinde ist auf dem Land anzutreffen. Regelmäßige Auftritte in solchen Gegenden begünstigt den Aufbau einer dann sehr loyalen Fangemeinde. Von Bedeutung ist dies vor allem, wenn ein möglichst langer Lebenszyklus angestrebt wird.233 Als potenzielle, das Pop-Segment bedienende Wettbewerber sind unter anderem Ayman, Xavier Naidoo sowie Sasha als Solo-Künstler zu nennen. Hier ist Laith in Bezug auf seine Bekanntheit eindeutlich unterlegen. Während etwa ein Drittel der befragten Konsumenten mit dem Namen Laith Al-Deen nichts anfangen konnten, waren es bei Ayman etwa 4% und nur 1% bei Xavier.234 Selbstanalyse Seine eingehende, klangvolle und soulige Stimme ist als die besondere Stärke des Künstlers und damit als besonderes Differenzierungsmerkmal hervorzuheben. Als erfahrener Musiker kann Laith Al-Deen sein Publikum sowohl Acappella (ohne Musikinstrumente) als auch mit instrumenteller Begleitung überzeugen. Durch seinen musikalischen Background und die jahrelange Erfahrung als Leadsänger wirkt Laith in der Außenwahrnehmung besonders selbstsicher. Bezogen auf die junge, vor allem weibliche Zielgruppe (13-19 Jahre) ist die äußere Erscheinung des Künstlers als Schwäche anzusehen. Diese Gruppe sucht überwiegend nach jungen bzw. jung aussehenden, sportlich-dynamisch wirkenden männliche Stars als Vorbilder. Ein rein äußerlich mit Laith vergleichbarer Künstler, wie z.B. Ayman, kann in der Regel nur auf Grund der extrem kommerziell gestalteten Musik die Aufmerksamkeit der jungen Zielgruppe auf sich lenken und damit hohe [...]

Kundenanalyse – Die Konsumenten / Fans Beim Release der ersten Single „Bilder von Dir“ lag der Fokus zu stark auf das so genannte VIVA-Publikum (13-19-jährige, überwiegend weibliche Zuschauer). Für das Genresegment Deutschpop/Deutschrock jedoch, dem die Musik von Laith zuzuordnen ist, gelten Konsumenten mittleren Alters (25-54 Jahre alt) als die Hauptzielgruppe.229 Mit einer Mischung aus Balladen mit einem lyrischen Charakter und kernigen Uptempo-Nummern bzw. Partyhymnen kann man beide Geschlechter in einem relativ breiten Altersspektrum erreichen.230 Ausgehend von der im Anhang dargestellten Konsumententypologie (siehe A2.) sind die „Normalos“ (A2., Nr. 25) sowie „Romantics“ (A2., Nr. 26) (25-54 Jahre), nicht zuletzt wegen ihrer starken Kaufkraft, als die Kernzielgruppe von Laith Al-Deen anzusehen. Beide Typologien zeichnen sich durch ihre Genrepräferenz, die Nutzung der Musik zur Entspannung und ihre relativ geringen sozialen Kontakte aus. Große Erfolge von Künstlern basieren aber meist darauf, dass die große Masse oder mehrere Zielgruppen gleichzeitig angesprochen werden.231 Als Erweiterung der Zielgruppe von Laith können die Deutschpop-Interessierten „Susi & Siegfried Suburbia“ (A2., Nr. 19) sowie „Countries“(A2., Nr. 20) (14-24 Jahre) mit einer hohen Loyalität zum Künstler auf der einen Seite und „Avarages“(A2., Nr. 6) (14-24 Jahre) sowie „Arenals“(A2., Nr. 18/27) (14-54 Jahre) auf der anderen Seite in Betracht gezogen werden. Sie alle haben gemein, dass sie in ihrer Freizeit überwiegend deutschsprachige Musik des Genre Pop und Rock konsumieren. In der Art der Nutzung der Musik unterscheiden sie sich allerdings voneinander. Eine im Vorfeld der Albumveröffentlichung erfolgte Konsumentenbefragung belegt zusätzlich, dass der Künstler in der Öffentlichkeit wenig wahrgenommen wird. Etwa 31% der Befragten haben den Namen Laith Al-Deen noch nie gehört. Die jüngere Zielgruppe (14-24-Jährige) fühlt sich im Rahmen der Marktforschung insbesondere von den souligeren, „peppigeren“ Songs angesprochen. Es wird nach mehr Abwechslung in der Thematik (also nicht nur Liebe) und nach abwechslungsreicherer Stimmbesetzung (Backgroundsängerin, Duett-Partnerin) verlangt. Die Resonanz al- [...]

Arbeit zitieren:
Sadeghi, Sharam März 2002: Celebrity Branding, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marke, Künstleraufbau, Personality, Entertainment, Star

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