Call Center im Focus des modernen Customer Relationship Managements
Chance für den Mittelstand im Kampf um König Kunde?
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Klaus-Volker Schulte zu Sodingen
- Abgabedatum: Februar 2000
- Umfang: 86 Seiten
- Dateigröße: 503,8 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Hessische Berufsakademie Frankfurt Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2441-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2441-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2441-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schulte zu Sodingen, Klaus-Volker Februar 2000: Call Center im Focus des modernen Customer Relationship Managements, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Call Center, Telefonmarketing
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Diplomarbeit von Klaus-Volker Schulte zu Sodingen
Einleitung:
Thema dieser Arbeit ist die Betrachtung des Marketinginstruments Call Center - speziell für mittelständische Unternehmen - mit Hinblick auf das neue Schlagwort im Marketing, dem sog. "Customer Relationship Management" (im Folgenden CRM genannt).
Der Inhalt erstreckt sich über die Definition der Begriffe CRM und Call Center, was sich dahinter verbirgt, über die aktuelle Marktsituation in der Branche bis hin zu einer Strategie zur Implementierung von Call Centern in ein bestehendes Unternehmensgefüge. Ziel ist es, Mittelständlern eine kompakte Übersicht über den immer wichtiger werdenden Marketingbaustein Call Center als Einführung und Entscheidungsgrundlage für ihr unternehmerisches Handeln zu geben. Die Arbeit versucht, die wichtigsten Aspekte rund um das Thema Call Center zusammenzufassen. Eine ins Detail gehende Betrachtung aller angesprochenen Punkte würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen.
Die Wirtschaftspresse und Fachpresse ist voll von erfolgreichen Call Center-Lösungen, die den jeweiligen Unternehmen eine fast unglaubliche Steigerung der Kundenzufriedenheit gebracht haben und - falls im Vertrieb eingesetzt - nicht selten zweistellige Zuwachsraten in den Umsatzzahlen. Es handelt sich bei den beschriebenen Unternehmen meist um Konzernriesen wie den Otto-Versand oder die Lufthansa AG. Beispiele von mittelständischen Unternehmen sind nur wenige zu finden. Eine vom Fachmagazin "Call Center Konkret" (IM-Fachverlag, Ettlingen) im Juli 1999 unter seinen Lesern durchgeführte Umfrage über Kernfragen zum Thema Call Center hat zu dem Ergebnis geführt, daß vor allem Mittelständler großen Informationsbedarf rund um dieses Thema haben. Nach Ansicht des Magazins fehlt es aber an kompetenten Ansprechpartnern, die auch kleineren Unternehmen ohne millionenschwere Budgets ein maßgeschneidertes Konzept für eine professionelle Telefonbetreuung der Kunden anbieten können.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | 2 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 5 | |
| 1. | Einleitung und Abgrenzung der Diplomarbeit | 6 |
| 1.1 | Vernachlässigter Mittelstand | 6 |
| 2. | Customer Relationship Management | 7 |
| 2.1 | Definiton Customer Relationship Management (CRM) | 7 |
| 2.2 | CRM-Studie von Cap Gemini und der IDC | 8 |
| 3. | Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Call Center"? | 9 |
| 3.1 | Definiton Call Center | 9 |
| 3.2 | Bekanntheitsgrad des Begriffs Call Center in Deutschland | 10 |
| 3.3 | Das Call Center als virtuelles Unternehmen | 10 |
| 4. | Boombranche Call Center | 12 |
| 4.1 | Jobmaschine Call Center | 12 |
| 4.2 | Branchenstruktur in der Bundesrepublik Deutschland | 12 |
| 4.3 | Deutschland und die USA im Vergleich | 13 |
| 4.4 | Grenzenlose Euphorie? | 13 |
| 5. | Aufgaben, Schwerpunkte und Ziele des Telefonmarketings | 14 |
| 5.1 | Die Bedeutung des Telefons als strategisches Instrument für Unternehmen | 14 |
| 5.1.1 | Erwartungshaltungen des modernen Kunden | 15 |
| 5.1.2 | Das Telefonverhalten in deutschen Unternehmen | 15 |
| 5.2 | Warum ein Call Center? | 16 |
| 5.2.1 | Argumente für die Einführung eines Call Centers | 16 |
| 5.2.2 | Gefahren des Telefonmarketings | 17 |
| 5.3 | Einsatzgebiete und Aufgabenschwerpunkte von Call Centern | 18 |
| 5.3.1 | Unterteilung von Inbound und Outbound | 20 |
| 5.3.2 | Einsatzgebiete und Aufgaben im Unternehmen | 21 |
| 5.3.2.1 | Inbounddienste: | 21 |
| 5.3.2.2 | Outbounddienste: | 23 |
| 5.4 | Den Mehrwert nicht unterschätzen | 25 |
| 6. | Das Projekt Call Center | 27 |
| 6.1 | Unterscheidung Inhouse-/Outhouse-Call Center | 27 |
| 6.2 | Die Planung | 28 |
| 6.3 | Die Situationsanalyse | 29 |
| 6.4 | Ab wann ist der Einsatz eines Call Centers sinnvoll? | 29 |
| 6.4.1 | Checkliste 1: Festlegung der Ziele | 30 |
| 6.4.2 | Checkliste 2: Quanti- und Qualifizierung des Anrufaufkommens | 30 |
| 6.4.3 | Checkliste 3: Personal | 31 |
| 6.4.4 | Checkliste 4: Technik | 31 |
| 6.4.5 | Checkliste 5: Räumlichkeiten und Ausstattung | 32 |
| 6.4.6 | Checkliste 6: Standortfrage | 32 |
| 6.4.7 | Checkliste 7: Kosten-Nutzen-Analysen, Investitionen | 32 |
| 6.5 | Externe Projektmitglieder | 34 |
| 6.6 | Gründe für ein Scheitern von Call Center-Implementierungen | 35 |
| 6.7 | Outsourcing an einen externen Call Center-Dienstleister | 35 |
| 6.7.1 | Auswahlkriterien für eine Call Center-Agentur (Checkliste 8) | 37 |
| 6.8 | Kernfrage Kosten | 38 |
| 6.8.1 | Berechnungsgundlagen für Inbound/Outbound-Gespräche | 39 |
| 6.9 | Fokus Personal | 39 |
| 6.9.1 | Kriterien bei der Personalauswahl | 40 |
| 6.9.2 | Personalbedarfsplanung | 41 |
| 7. | Der Kundendialog via Service-Rufnummern | 43 |
| 7.1 | Aspekt der Erreichbarkeit | 43 |
| 7.2 | Die verschiedenen Dienste im Überblick | 43 |
| 7.2.1 | Vanity-Rufnummern | 44 |
| 7.2.2 | Vergabe durch die Regulierungsbehörde | 44 |
| 8. | Die Technik im Call Center | 46 |
| 8.1 | Eingrenzung | 46 |
| 8.2 | Grundstrukturen der Call Center-Technik | 46 |
| 8.3 | Anrufmanagement über ein ACD-System | 47 |
| 8.4 | Interactive Voice Response (IVR) | 48 |
| 8.5 | Aktive Wahlunterstützungen | 49 |
| 8.6 | Computer Telephony Integration (CTI) | 50 |
| 8.6.1 | Unterscheidung CTI- und Call Center-Arbeitsplatz | 51 |
| 8.7 | Zukunftsaussichten | 52 |
| 8.7.1 | Das multimediale Customer Interaction Center/Communication Center | 53 |
| 8.7.2 | Voice over Internet Protocol (VoIP) - die Revulotion über das Internet | 54 |
| 9. | Die rechtliche Seite des Telefonmarketings | 56 |
| 9.1 | Keine klare Aussage zum Telefonmarketing | 56 |
| 10. | Interviews zum Thema | 57 |
| 10.1 | Die Befragten | 57 |
| 10.2 | Sieben Fragen rund um das Thema Call Center und Mittelstand | 58 |
| 11. | Resumee | 65 |
| 11.1 | Der Kunde rückt immer mehr in den Mittelpunkt | 65 |
| 11.2 | Skeptischer Mittelstand | 65 |
| 11.3 | CRM sucht die Nähe zum Kunden | 66 |
| 11.4 | Wichtige Faktoren bei einer Call Center-Lösung | 66 |
| 11.5 | Alternativen | 67 |
| Abbildungsverzeichnis | 69 | |
| Literaturverzeichnis | 70 |
6.9.2 Personalbedarfsplanung Eine flexible und effiziente Personaleinsatz- und Bedarfsplanung ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg eines Call Centers. Vom Standpunkt der Personaleinsatzplanung aus gibt es zwei Modelle, die sich nach der Art der Telefondienste unterscheiden: I. II. Einsatzplanung für Anrufe, bei denen ein mittlerer Umsatz erzielt wird. (Versandhandel, Bestellhotline) Einsatzplanung für Anrufe, bei denen kein direkter Bezug zum Umsatz besteht (Servicehotlines, bzw alle Inboundanrufe ohne Umsatz) Zu I.)53: In diesem Fall ist eine Kalkulation erforderlich, die die Gesamtkosten bei den verschiedenen Servicelevels (z.B. wie viele Anrufe in weniger als 30 sec angenommen werden sollen) ermittelt und diese dem dabei erreichten Umsatz gegenüberstellt. Folgende Größen gehen in die Rechnung ein: • • • • Potentieller Umsatz (Umsatz/Anruf x Anzahl der Anrufe) Personalkosten des Call Centers Leitungskosten (was kostet es, einen Anruf ins Call Center zu bringen?) Kosten der verlorenen Anrufe (abgebrochen, kein Wiederanruf) [...]
Durch die Arbeitsentlastung, die ein Call Center für die Fachabteilungen bringt, ist die beschriebene Aufteilung des Arbeitstages ausreichend, um alle abteilungsspezifischen Aufgaben gewissenhaft zu erledigen. Der Sachbearbeiter wird nun nicht mehr durch „lästige“ Anrufe in seiner Arbeit gestört und bleibt auf der anderen Seite durch den Einsatz im Call Center trotzdem stets informiert über die Wünsche und Probleme der Kunden. Wer eignet sich besser zur Betreuung einer komplizierten Produkthotline, als die bereits vorhandenen Fachkräfte? 6.9.1 Kriterien bei der Personalauswahl Das wichtigste Instrument eines guten Agenten ist seine Stimme und seine Ausdrucksfähigkeit. Bei Rekrutierungsmaßnahmen ist es daher sinnvoll, bereits über das Telefon eine erste Auswahl der in Frage kommenden Bewerber zu treffen, um Kosten und Zeit zu sparen. Auch sollte dem Bewerber verdeutlicht werden, welche Art der Tätigkeit auf ihn zukommt, um teure Fehlbesetzungen zu vermeiden. Folgende Qualifikationen und Eigenschaften zeichen einen guten Teleagenten aus:52 [...]
6.8.1 Berechnungsgundlagen für Inbound/Outbound-Gespräche Sowohl für das passive als auch für das aktive Telefonmarketing können als Berechnungsgrundlage für die Durchführungskosten die „Costs per Call“, also die tatsächlichen Kosten pro Anruf, genommen werden. Bei der Inanspruchnahme von Inbound-Dienstleistungen über eine Agentur sind Preisstaffeln, die sich an der Anzahl der Anrufe orientieren, üblich. Bei Outbound-Aktionen über Agenturen muß darauf geachtet werden, daß nur die erfolgreichen Kontakte, die sog. „Nettos“, berechnet werden – daß sind die Gespräche, die direkt mit der Zielperson geführt worden sind und nicht etwa mit Angehörigen, Mitarbeitern/Kollegen oder dem Sekretariat. Grundsätzlich sinken bei Outbound-Aktionen die Costs per Call proportional zu der steigenden Anzahl von Geprächen pro Zeitintervall. 6.9 Fokus Personal Als Ergänzung zur Checkliste 3 Personal (6.4.3), hier noch einige wichtige Aspekte: Die Praxis hat gezeigt, daß der reinen Telefonarbeit zeitliche Grenzen gesetzt sind. Es kann davon ausgegangen werden, daß die Konzentrationsfähigkeit, die Aufnahmebereitschaft, die Motivation und die Leistung eines Agenten nach ca. vier bis fünf Stunden erschöpft sind. Telefonarbeitsplätze als Vollzeitstellen zu besetzen ist daher eher problematisch und auch kontraproduktiv. Die Fluktuationsraten in Call Centern werden laut einer von ProfiTel durchgeführten Call Center Benchmark ’99 Studie auf bis zu 50% beziffert, da vorwiegend Teilzeitkräfte, Abiturienten und Studenten eingesetzt werden51. Die meisten Call Center-Arbeitsplätze beruhen auf Teilzeitstellen mit einer täglichen Arbeitszeit von vier Stunden. Für betriebsinterne Call Center stellt ein Rotationsmodell eine interessante Alternative dar: Qualifiziertes Fach- und Büropersonal kann in einem rotierenden System z.B. 4,5 Stunden eine Produkthotline aus seinem Tätigkeitsbereich betreuen, die restlichen 3,5 Stunden dienen der Erledigung der bisherigen Aufgaben, bzw. der Nachbearbeitung der Anrufe/Aufträge. Vorteil bei diesem System ist, daß der [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832424411
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