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CV-Messungen an geätzten epitaktisch gewachsenen Schichten

CV-Messungen an geätzten epitaktisch gewachsenen Schichten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Björn Hoffmann
  • Abgabedatum: Mai 1999
  • Umfang: 92 Seiten
  • Dateigröße: 918,4 KB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2110-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2110-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2110-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hoffmann, Björn Mai 1999: CV-Messungen an geätzten epitaktisch gewachsenen Schichten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: GaAs-Halbleiter, CAIBE-Ätztechnik, MBE-Wachstum, CV-Messung, Ätzschäden

Diplomarbeit von Björn Hoffmann

Einleitung:

In der heutigen Zeit werden in immer mehr Geräten Halbleiterbauelemente eingesetzt. Unter der Zielsetzung, möglichst viele Strukturen auf einer Fläche unterzubringen, haben sich Ätztechniken zu einem der wichtigsten Werkzeuge bei der Herstellung von Halbleiter-Mikrostrukturen entwickelt.

Jede Weiterentwicklung der Ätztechnik erlaubt die genauere Kontrolle der Ätzrate, der Selektivität, der Flankensteilheit, der immer besseren Reproduzierbarkeit des Ätzvorganges und dergleichen mehr. Jede Ätztechnik schädigt aber auch den zu ätzenden Halbleiterkristall. So ist die Auswahl einer Ätztechnik ein Abwägen der Vorteile und Nachteile.

Dabei zeigt sich, daß trotz der mehr als fünfzigjährigen Forschung über Halbleiter bzw. Halbleiterbauelemente auch heute noch neue Erkentnisse in diesem Bereich gewonnen werden. Ebenso müssen die vorhandenen physikalischen Modelle für die neuen Anforderungen und Techniken angepaßt oder erweitert werden.

Mit der zunehmenden Nutzung der in den siebziger Jahren entwickelten epitaktischen Herstellungsverfahren für Halbleiter, wie der Molekularstrahlepitaxie (MBE) und der Metall-Organischen Gasphasenepitaxie (MOCVD), ist es heute möglich, Halbleiter-Heterostrukturen aus dem Gallium-Arsenid/Aluminium-Gallium-Arsenid-Materialsystem herzustellen. Solche Strukturen finden heute ihren Nutzen in der Herstellung von schnellen Bauteilen, wie sie in der Nachrichten- und Optoelektronik verwendet werden.

Diese Diplomarbeit im Rahmen eines BMBF-Projektes 1 am Mikrostrukturzentrum der Universität Hamburg untersucht die durch einen LAIBE-Prozeß verursachte Schädigung eines GaAs-Halbleiters. Ziel ist es die Art und Tiefe der Schäden in Abhängigkeit von verschiedenen Parametern des CAIBE-Prozesses zu untersuchen.

Die Ätzung findet in-situ in einer an die MBE-Anlage des Mikrostrukturzentrums Hamburg angeschlossenen Prozeßkammer statt. Die Dotierung des Halbleiters in Abhängigkeit von der Tiefe wird durch die CV-Meßmethode ermittelt. Der Kontakt auf der Halbleiteroberfläche erfolgt dabei durch einen Metall-Halbleiter-Kontakt, der zu einer Bandverbiegung an der Oberfläche des Halbleiters führt. Bei der CV-Messung wird der Strom zur Wiederherstellung des thermodynamischen Gleichgewichtes innerhalb des Systems gemessen, nachdem das System kontrolliert aus dem Gleichgewicht gebracht worden ist. Unter Berücksichtigung der Bandverbiegung kann aus diesem Strom die Ladungs- und Störstellenkonzentration in Abhängigkeit von der Tiefe berechnet werden. Der Aufbau des dazu notwendigen Meßplatzes ist Teil der Diplomarbeit. Es werden verschiedene Parameter des LAIBE-Prozesses variiert, um ein mögliches Optimum der geringsten Schädigung zu finden.

Gang der Untersuchung:

Die Grundlage dieser Diplomarbeit bildet die Darstellung der Eigenschaften des Halbleiters GaAs im Kapitel 2. Die Beschreibung des zugrundeliegenden Ladungsträgertransportes im Halbleiter findet sich in Kapitel 3. Mögliche Störstellen innerhalb des Halbleiters, die zu einer Veränderung des Stromflusses führen können, werden im Kapitel 4 beschrieben. In Kapitel 5 wird der zur Messung notwendige Metall-Halbleiter-Kontakt in seiner idealen und realen Form dargestellt. Mit diesen Grundlagen wird die Kapazität des Metall-Halbleiter-Kontaktes berechnet werden.

Die folgenden Abschnitte befassen sich mit der Herstellung der Proben. Ka-pitel 6 behandelt die zum Probenwachstum notwendige MBE-Technik und Kapitel 9 die Schritte, die zum Aufbringen eines Metall-Halbleiter-Kontaktes notwendig sind. Die Kapitel 7 und 8 schildern die verwendeten Ätztechniken und ihre allgemeine Auswirkung auf den Halbleiterkristall. Der verwendete Meßaufbau wird in Kapitel 10 ebenso wie begrenzende Faktoren dargestellt. Die Auswertung findet sich im Kapitel 12. Die Zusammenfassung der Ergebnisse ist der Inhalt von Kapitel 13.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 4
2. Der Ga-As-Kristall 6
2.1 Kristallstruktur 6
2.2 Bandstrukturen 7
3. Ladungsträgertransport 14
3.1 Theorie des Stromflusses 14
3.2 Mechanismen des Stromtransportes 17
3.2.1 Thermischer Emissionsstrom 18
3.2.2 Quantenmechanischer Tunnelstrom 19
3.2.3 Rekombinationsstrom 20
4. Kristalldefekte 21
4.1 Einteilung der Kristalldefekte 21
4.1.1 Atomare Fehlstellen 22
4.1.2 Versetzungen 23
4.1.3 Grenzflächen 23
4.1.4 Ausscheidungen und Einschlüsse 25
4.2 Auswirkungen der Kristalldefekte 25
5. Metall-Halbleiter-Kontakt 28
5.1 Idealer Metall-Halbleiter-Kontakt 28
5.2 Realer Metall-Halbleiter-Kontakt 30
5.3 Kapazität des Metall-Halbleiter-Kontaktes 32
5.3.1 Kontakt mit homogener Dotierung 34
5.3.2 Störstellen gleichen Dotiertyps 35
5.3.3 Störstellen unterschiedlichen Dotiertyps 37
5.3.4 Kontakt mit Isolierschicht 38
6. Molekularstrahlepitaxie 40
7. Ätzschäden 43
7.1 Chemische Veränderungen 43
7.2 Physikalische Veränderungen 44
8. Ätztechniken 46
8.1 Naßchemisches Ätzen 46
8.1.1 Naßchemisches Ätzen von GaAs 47
8.2 lonenstrahlätzen 48
8.3 CGE 50
8.4 CAIBE 51
9. Probenpräparation 54
9.1 Spalten der Wafer 54
9.2 Naßchemisches Reinigen der Proben 55
9.3 Photolithographie 55
9.4 Aufdampfen der Metallschicht 55
9.5 Rückkontaktieren der Probe 56
10. Meßaufbau 57
10.1 Meßprinzip 57
10.2 Meßaufbau 58
11. Meßfehler 60
12. Auswertung und Ergebnisse 65
12.1 Auswirkung des naßchemischen Abtrags 65
12.2 Tiefe Störstellen 67
12.3 Tiefe der Schädigung 68
12.4 Auswirkung der Ionenenergie 69
12.5 Temperatureinfluß 71
12.6 Vergleich weiterer Ätztechniken 74
13. Zusammenfassung 77
A. Probenliste 79
B. Danksagung 82
C. Erklärung 84

Automatisiert erstellter Textauszug:

Chloriden reagieren. Der tzproze ndet durch die St e von Argonionen und durch thermisch aktivierte Abl sung von Molek len statt. Die wesentlichen Gr en, die die tzrate bestimmen, sind der Ionenstrom und die Ionenenergie, der Chlordruck und die Substrattemperatur. Da nur in Richtung des Ionenstromes ge tzt wird, k nnen so nahezu rechtwinklige Strukturen hergestellt werden. Im Gegensatz zur CGE-Technik kommt es beim CAIBE zu einer physikalischen Sch digung der Kristallstruktur, die im Abschnitt 7.2 beschrieben wird. Dabei k nnen Verunreinigungen eingebaut werden. Auch ist die Sch digung tieferer Schichten durch die Di usion von Defekten oder das Tunneln von Ionen entlang bevorzugter Richtungen im Kristall beobachtet worden 46]. [...]

Teilchen und der reaktiven Molek le. So kann der tzproze sehr viel besser gesteuert werden und die Belastung der Quelle und des Innenraumes der tzanlage wird reduziert. Es sind beim CAIBE prinzipiell zwei Wege des Materialabtrages m glich 26]. 1. Fall I : Ein Gasmolek l tri t auf die Festk rper-Ober che und bildet dort ein chemisches Zwischenprodukt. Dieses Zwischenprodukt reagiert mit einem auftre endem Ion. Die Reaktion f hrt zur Abl sung eines Atom oder Molek ls der Ober che. Das desorbierte tzprodukt wird anschlie end aus der tzkammer abgesaugt. 2. Fall II : Ein auf die Ober che tre endes Ion reagiert mit einem Atom oder Molek l der Ober che und erzeugt so einen angeregten Ober chenzustand. Der Ober chenzustand reagiert mit einem Gasmolek l. Die Reaktion f hrt zur Abl sung des Atoms oder Molek ls der Ober che. Das desorbierte tzprodukt wird anschlie end aus der tzkammer abgesaugt. Fall II ist der unwahrscheinlichere Fall, da die durch das Auftre en der Ionen angeregten Stellen der Ober che schnell relaxieren. Der Vergleich einer durch CAIBE entstandenen tzkante in Abbildung 8.7 zu der tzkante eines IBE-Schrittes aus Abbildung 8.3 oder der tzkante einer CGE aus Abbildung 8.5 zeigt die rechtwinklige Form der tzkante, einen Vorteil dieses tzverfahrens. [...]

Abbildung 8.3: tzkante eines IBE - Prozesses Die von der Teilchenquelle erzeugten Ionen werden in Richtung der Probe beschleunigt. Durch eine (Gitter-) Elektrode kann die kinetische Energie der Ionen exakt eingestellt werden. So ist es m glich, die Abtragung durch die energetischen Teilchen sehr genau zu steuern. Durch weitere Elektroden werden die Ionen anschlie end weitgehend neutralisiert. Auf diese Weise wird die Coulomb-Absto ung und die damit verbundene Strahlaufweitung reduziert. Das zu tzende Substrat kann aus diesem Grund wahlweise mit Ionen oder neutralen Teilchen beschossen werden. Typische tzraten f r GaAs liegen bei ungef hr 4,3 nm/s 40]. Abbildung 8.3 zeigt eine typische IBE- tzkante. Au llig sind die Grube am unteren Ende der Kante und deren nicht senkrechte Ausrichtung. Nachteilig beim Ionenstrahl tzen ist die Sch digung der Ober che und oberchennahen Schichten durch den Teilchenbeschu (Abschnitt 7.2). Im Bereich von 200 eV bis 1000 eV kann die Dicke ( lS ) der gesch digten Schicht wie folgt abgesch tzt werden 41] : [...]

Arbeit zitieren:
Hoffmann, Björn Mai 1999: CV-Messungen an geätzten epitaktisch gewachsenen Schichten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
GaAs-Halbleiter, CAIBE-Ätztechnik, MBE-Wachstum, CV-Messung, Ätzschäden

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