Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Der CO2-Emissionshandel

Bedeutung für die Gesamtwirtschaft und für einzelne Unternehmen

Der CO2-Emissionshandel
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Karl Freudenthaler
  • Abgabedatum: Oktober 2006
  • Umfang: 155 Seiten
  • Dateigröße: 764,8 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Österreich
  • Bibliografie: ca. 141
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0228-0
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0228-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Freudenthaler, Karl Oktober 2006: Der CO2-Emissionshandel, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Europäische Union, Umweltzertifikathandel, Auswirkung, Unternehmen, Emissionshandel

In den Warenkorb
48,00 €

Magisterarbeit von Karl Freudenthaler

Problemstellung:

Die Arbeit behandelt die Auswirkungen der politischen Beschlüsse welche getroffen wurden, um eine zu starke Konzentration an Treibhausgasen in der Atmosphäre zu verhindern und damit einer globalen Erwärmung entgegenzusteuern. Hier sind international vor allem die Klimarahmenkonvention, sowie das Kyoto-Protokoll maßgeblich. Es wird näher auf die aktuelle Situation in Europa beziehungsweise in Österreich eingegangen, wo mit dem EU-Emissionshandelssystem ein eigenständiges Konzept entstanden ist.

Die Analyse betrachtet einerseits die Funktionsweise des EU-Emissionshandels mit seinen gesamtwirtschaftlichen ökonomischen Auswirkungen und konzentriert sich andererseits auf die vom EU-System betroffenen Unternehmen. Sie beleuchtet deren Ausgangsposition, die entstehenden organisatorischen Anforderungen, mögliche Reduktionsmaßnahmen inklusive deren Bewertung, sowie den Markt für Emissionszertifikate. Ziel ist es, einen umfangreichen Überblick über die Anforderungen und Möglichkeiten für vom EU-System betroffene Unternehmen zu schaffen.

Gang der Untersuchung:

Der gewählte Aufbau der Arbeit spiegelt diese Zielsetzung wider. Zu Beginn wird die Klimaproblematik erläutert und somit eine Sensibilisierung für das Thema erreicht. Anschließend werden die internationalen Vereinbarungen besprochen, die letztendlich zum Kyoto-Protokoll und den Bestimmungen der EU führten, welche die vom Emissionshandel betroffenen Anlagen festlegen, sowie konkrete Anforderungen für diese festschreiben.

Anschließend wird ein Überblick über die momentane Situation der für den Emissionshandel bestehenden Marktplätze gegeben. Hier sollen vor allem die verschiedenen Emissionshandelsbörsen verglichen werden.

In Folge darauf wird untersucht, welche konkreten Anforderungen die Verpflichtungen aus dem EU-System für die betroffenen Unternehmen haben. Neben diesen Anforderungen sollen auch die Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen zur kostengünstigen Deckung ihrer Verpflichtungen untersucht werden. Neben dem Handel EU-Emissionszertifikaten werden auch Möglichkeiten zur Reduktion der eigenen Emissionen, Projektmaßnahmen im Ausland durch JI/CDM, eine periodeninterne Verschiebung von Verpflichtungen, Anlagenpooling, Mulit-Commodity-Geschäfte, sowie Beteiligungen an Carbon Funds beschrieben.

In Folge der Untersuchung des Marktes für EU-Emissionsrechte, sowie der Behandlung der anderen Reduktionsmöglichkeiten für Emissionen, werden am Schluss der Arbeit Bewertungsmöglichkeiten vorgestellt, die es betroffenen Unternehmen ermöglichen, sich mit Hilfe einer Kosten- bzw. Risikobewertung für die Durchführung des am besten geeigneten Maßnahmenpakets zu entscheiden.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Warum Klimaschutz? 2
2.1 Was bedeutet der Begriff „Klima“? 2
2.2 Klimageschichte 3
2.3 Wie entsteht das Klima? 4
2.4 Der Treibhauseffekt 5
2.5 Vorhersagen für das Klima in Zukunft 6
2.6 Treibhausgase 7
2.7 Klimafolgen 9
2.8 Strategien für die Klimaänderung: Anpassung/Verhinderung 10
2.9 Eine optimale Verschmutzung? 11
3. Internationale Vereinbarungen/Institutionen 13
3.1 Umweltkonferenzen 13
3.1.1 Übersicht globale Umweltpolitik 13
3.1.2 Frühe Umweltkonferenzen/Vereinbarungen 13
3.1.3 Die Einigungen über Ozon 15
3.1.4 Der „Earth Summit“ in Rio 16
3.1.5 Die Umweltkonferenzen/Vereinbarungen nach Rio 17
3.2 Wichtige Institutionen 19
3.2.1 United Nations Environment Programme (UNEP) 19
3.2.2 Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) 20
3.2.3 United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) 21
3.3 Mühsame internationale Verhandlungen 22
4. Kyoto-Protokoll 24
4.1 Von der Klimarahmenkonvention zum Kyoto-Protokoll 24
4.2 Akteure/Interessensgruppen 25
4.2.1 Europäische Union (EU) 25
4.2.2 Japan, United States, Switzerland, Canada, Australia, Norway and New Zealand (JUSSCANNZ) 26
4.2.3 Countries with economies in transition (CEIT) 26
4.2.4 Entwicklungsländer 26
4.3 Ablauf der Verhandlungen 27
4.4 Vereinbarte Reduktionsziele 28
4.5 Maßnahmen zur Erreichung der Reduktionsziele 30
4.5.1 Politiken und Maßnahmen 30
4.5.2 Emissionshandel 30
4.5.3 Joint Implementation/Clean Development Mechanism 31
4.5.4 Quellen-/Senken 34
4.5.5 Gemeinsame Erfüllung der Verpflichtungen 35
4.6 Institutionen im Rahmen des Kyoto-Protokolls 36
4.7 Ergebnisse auf internationaler Ebene nach Kyoto 37
4.8 Bewertung des Kyoto-Protokolls 38
4.9 Gegenwärtiger Stand und Ausblick für nach 2012 39
5. Verursacher von Treibhausgasemissionen 41
5.1 International 41
5.2 Nach Sektoren 42
5.3 Nach Energieträgern 43
5.4 Österreich 44
5.5 Potentiale für Reduktionen 45
5.5.1 Verringerung des Energieverbrauchs durch Verhaltensänderung und rationellere Energienutzung 45
5.5.2 Ersatz kohlenstoffreicher durch kohlenstoffärmere fossile Energieträger 46
5.5.3 Ersatz fossiler durch nichtfossile Energieträger 46
5.5.4 CO2-Abscheidung und Deponierung 47
5.6 Ausblick 47
6. EU-Emissionshandel 49
6.1 Das Instrument des Emissionshandels – eine ökonomische Analyse 49
6.1.1 Bewusstseinsbildung 49
6.1.2 Auflagen 49
6.1.3 Abgaben (Preislösungen) 50
6.1.4 Zertifikate (Mengenlösungen) 50
6.1.5 Ökonomische Wirkung von Auflagen, Abgaben und Zertifikaten 51
6.1.5.1 Pareto-Effizienz 51
6.1.5.2 Ökologische Treffsicherheit 51
6.1.5.3 Kosteneffizienz 51
6.2 Der Weg zum Emissionshandel in der EU 52
6.3 Die Regelungen zum EU-Emissionshandel 53
6.3.1 EU-Emissionshandelsrichtlinie 53
6.3.2 Emissionszertifikategesetz 55
6.3.3 Linking Directive 56
6.3.4 Nationale Allokationspläne 57
6.3.4.1 Österreich: NAP I 57
6.3.4.2 Deutschland: NAP I 61
6.3.4.3 Österreich: NAP II 64
6.3.4.4 Deutschland: NAP II 65
6.3.4.5 Bewertung der Nationalen Allokationspläne 66
6.3.5 Fazit zum Emissionshandel 69
7. Marktplätze für Emissionszertifikate (Börsenhandel) 71
7.1 Einleitung 71
7.2 Vorläufer und alternative Systeme zum EU-Emissionshandel 72
7.2.1 Dänisches Emissionshandelssystem 72
7.2.2 Britisches Emissionshandelssystem 73
7.2.3 BP und Shell 74
7.2.4 Kanada 75
7.2.5 Australien 77
7.2.6 USA 78
7.2.6.1 Acid Rain Program 78
7.2.6.2 Chicago Climate Exchange 79
7.3 Der EU-Marktplatz 80
7.3.1 Allgemeines 80
7.3.2 Unterschiedliche Transaktionsarten 82
7.3.3 EUA Preisentwicklung 84
7.3.4 Emissionshandelsbörsen in der EU 86
7.3.4.1 European Climate Exchange 86
7.3.4.2 Nord Pool 88
7.3.4.3 Powernext 89
7.3.4.4 European Energy Exchange 90
7.3.4.5 Energy Exchange Austria 92
7.3.4.6 Sonstige europäische Emissionshandelsbörsen 93
7.3.4.7 Gebührenvergleich an den europäischen Emissionshandelsbörsen 94
7.3.5 Erkenntnisse aus der Betrachtung der europäischen Marktplätze 95
8. Anforderungen und Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen 97
8.1 Die Ausgangslage 97
8.1.1 Unternehmen mit energiebedingten Emissionen 97
8.1.2 Unternehmen mit prozessbedingten Emissionen 97
8.1.3 Hat dadurch die Industrie eine bessere Ausgangsposition? 98
8.2 Anforderungen für Unternehmen 99
8.2.1 Einbindung des Emissionshandels in die Unternehmensorganisation 99
8.2.2 Überwachung der eigenen Emissionen 101
8.2.3 Berichterstattung und Verifizierung 102
8.2.4 Verwaltung des eigenen Kontos im Emissionshandelsregister 103
8.2.5 Steuerliche und bilanzielle Behandlung des Emissionshandels 105
8.3 Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen 107
8.3.1 Reduktion von Emissionen (make) 107
8.3.1.1 Reduktion der eigenen Emissionen 107
8.3.1.2 Emissionsreduktion durch Projekte im Rahmen von JI/CDM 108
8.3.2 Emissionsreduktion durch Kauf/Verkauf von Zertifikaten (Buy) 111
8.3.2.1 CERs/ERUs 111
8.3.2.2 EUAs 112
8.3.2.3 Periodeninterne Verschiebung von Verpflichtungen 113
8.3.2.4 Anlagenpooling 113
8.3.2.5 Multi-Commodity-Geschäfte 114
8.3.2.6 Beteiligung an Fonds 114
8.4 Fazit 115
9. Emissionsmanagement 117
9.1 Zielsetzung 117
9.2 Auswahl des Umfangs des Emissionsmanagements 117
9.3 Bewertung der Handlungsoptionen 118
9.4 Statische oder dynamische Betrachtung? 121
9.5 Über- oder Unterdeckung? 124
9.6 Risiko 125
9.6.1 Von Risiken betroffene Bereiche 125
9.6.1.1 Emissionen der eigenen Anlagen 125
9.6.1.2 Maßnahmen zur Emissionsreduktion im eigenen Unternehmen 125
9.6.1.3 JI/CDM Projekte 125
9.6.1.4 Rechtliche Ausgestaltung des Emissionshandels 126
9.6.1.5 EUAs 127
9.6.2 Absicherungsinstrumente 127
9.6.2.1 Banking/Borrowing 127
9.6.2.2 Forwards/Futures 127
9.6.2.3 Optionen 128
9.6.3 Bewertung von Risiko 129
9.7 Entscheidungsfindung 132
10. Zusammenfassung 133
11. Verzeichnisse 135
11.1 Abbildungsverzeichnis 135
11.2 Tabellenverzeichnis 136
11.3 Abkürzungsverzeichnis 137
11.4 Literaturverzeichnis 139
Eidesstattliche Erklärung 147

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Warum Klimaschutz? 2
2.1 Was bedeutet der Begriff „Klima“? 2
2.2 Klimageschichte 3
2.3 Wie entsteht das Klima? 4
2.4 Der Treibhauseffekt 5
2.5 Vorhersagen für das Klima in Zukunft 6
2.6 Treibhausgase 7
2.7 Klimafolgen 9
2.8 Strategien für die Klimaänderung: Anpassung/Verhinderung 10
2.9 Eine optimale Verschmutzung? 11
3. Internationale Vereinbarungen/Institutionen 13
3.1 Umweltkonferenzen 13
3.1.1 Übersicht globale Umweltpolitik 13
3.1.2 Frühe Umweltkonferenzen/Vereinbarungen 13
3.1.3 Die Einigungen über Ozon 15
3.1.4 Der „Earth Summit“ in Rio 16
3.1.5 Die Umweltkonferenzen/Vereinbarungen nach Rio 17
3.2 Wichtige Institutionen 19
3.2.1 United Nations Environment Programme (UNEP) 19
3.2.2 Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) 20
3.2.3 United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) 21
3.3 Mühsame internationale Verhandlungen 22
4. Kyoto-Protokoll 24
4.1 Von der Klimarahmenkonvention zum Kyoto-Protokoll 24
4.2 Akteure/Interessensgruppen 25
4.2.1 Europäische Union (EU) 25
4.2.2 Japan, United States, Switzerland, Canada, Australia, Norway and New Zealand (JUSSCANNZ) 26
4.2.3 Countries with economies in transition (CEIT) 26
4.2.4 Entwicklungsländer 26
4.3 Ablauf der Verhandlungen 27
4.4 Vereinbarte Reduktionsziele 28
4.5 Maßnahmen zur Erreichung der Reduktionsziele 30
4.5.1 Politiken und Maßnahmen 30
4.5.2 Emissionshandel 30
4.5.3 Joint Implementation/Clean Development Mechanism 31
4.5.4 Quellen-/Senken 34
4.5.5 Gemeinsame Erfüllung der Verpflichtungen 35
4.6 Institutionen im Rahmen des Kyoto-Protokolls 36
4.7 Ergebnisse auf internationaler Ebene nach Kyoto 37
4.8 Bewertung des Kyoto-Protokolls 38
4.9 Gegenwärtiger Stand und Ausblick für nach 2012 39
5. Verursacher von Treibhausgasemissionen 41
5.1 International 41
5.2 Nach Sektoren 42
5.3 Nach Energieträgern 43
5.4 Österreich 44
5.5 Potentiale für Reduktionen 45
5.5.1 Verringerung des Energieverbrauchs durch Verhaltensänderung und rationellere Energienutzung 45
5.5.2 Ersatz kohlenstoffreicher durch kohlenstoffärmere fossile Energieträger 46
5.5.3 Ersatz fossiler durch nichtfossile Energieträger 46
5.5.4 CO2-Abscheidung und Deponierung 47
5.6 Ausblick 47
6. EU-Emissionshandel 49
6.1 Das Instrument des Emissionshandels – eine ökonomische Analyse 49
6.1.1 Bewusstseinsbildung 49
6.1.2 Auflagen 49
6.1.3 Abgaben (Preislösungen) 50
6.1.4 Zertifikate (Mengenlösungen) 50
6.1.5 Ökonomische Wirkung von Auflagen, Abgaben und Zertifikaten 51
6.1.5.1 Pareto-Effizienz 51
6.1.5.2 Ökologische Treffsicherheit 51
6.1.5.3 Kosteneffizienz 51
6.2 Der Weg zum Emissionshandel in der EU 52
6.3 Die Regelungen zum EU-Emissionshandel 53
6.3.1 EU-Emissionshandelsrichtlinie 53
6.3.2 Emissionszertifikategesetz 55
6.3.3 Linking Directive 56
6.3.4 Nationale Allokationspläne 57
6.3.4.1 Österreich: NAP I 57
6.3.4.2 Deutschland: NAP I 61
6.3.4.3 Österreich: NAP II 64
6.3.4.4 Deutschland: NAP II 65
6.3.4.5 Bewertung der Nationalen Allokationspläne 66
6.3.5 Fazit zum Emissionshandel 69
7. Marktplätze für Emissionszertifikate (Börsenhandel) 71
7.1 Einleitung 71
7.2 Vorläufer und alternative Systeme zum EU-Emissionshandel 72
7.2.1 Dänisches Emissionshandelssystem 72
7.2.2 Britisches Emissionshandelssystem 73
7.2.3 BP und Shell 74
7.2.4 Kanada 75
7.2.5 Australien 77
7.2.6 USA 78
7.2.6.1 Acid Rain Program 78
7.2.6.2 Chicago Climate Exchange 79
7.3 Der EU-Marktplatz 80
7.3.1 Allgemeines 80
7.3.2 Unterschiedliche Transaktionsarten 82
7.3.3 EUA Preisentwicklung 84
7.3.4 Emissionshandelsbörsen in der EU 86
7.3.4.1 European Climate Exchange 86
7.3.4.2 Nord Pool 88
7.3.4.3 Powernext 89
7.3.4.4 European Energy Exchange 90
7.3.4.5 Energy Exchange Austria 92
7.3.4.6 Sonstige europäische Emissionshandelsbörsen 93
7.3.4.7 Gebührenvergleich an den europäischen Emissionshandelsbörsen 94
7.3.5 Erkenntnisse aus der Betrachtung der europäischen Marktplätze 95
8. Anforderungen und Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen 97
8.1 Die Ausgangslage 97
8.1.1 Unternehmen mit energiebedingten Emissionen 97
8.1.2 Unternehmen mit prozessbedingten Emissionen 97
8.1.3 Hat dadurch die Industrie eine bessere Ausgangsposition? 98
8.2 Anforderungen für Unternehmen 99
8.2.1 Einbindung des Emissionshandels in die Unternehmensorganisation 99
8.2.2 Überwachung der eigenen Emissionen 101
8.2.3 Berichterstattung und Verifizierung 102
8.2.4 Verwaltung des eigenen Kontos im Emissionshandelsregister 103
8.2.5 Steuerliche und bilanzielle Behandlung des Emissionshandels 105
8.3 Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen 107
8.3.1 Reduktion von Emissionen (make) 107
8.3.1.1 Reduktion der eigenen Emissionen 107
8.3.1.2 Emissionsreduktion durch Projekte im Rahmen von JI/CDM 108
8.3.2 Emissionsreduktion durch Kauf/Verkauf von Zertifikaten (Buy) 111
8.3.2.1 CERs/ERUs 111
8.3.2.2 EUAs 112
8.3.2.3 Periodeninterne Verschiebung von Verpflichtungen 113
8.3.2.4 Anlagenpooling 113
8.3.2.5 Multi-Commodity-Geschäfte 114
8.3.2.6 Beteiligung an Fonds 114
8.4 Fazit 115
9. Emissionsmanagement 117
9.1 Zielsetzung 117
9.2 Auswahl des Umfangs des Emissionsmanagements 117
9.3 Bewertung der Handlungsoptionen 118
9.4 Statische oder dynamische Betrachtung? 121
9.5 Über- oder Unterdeckung? 124
9.6 Risiko 125
9.6.1 Von Risiken betroffene Bereiche 125
9.6.1.1 Emissionen der eigenen Anlagen 125
9.6.1.2 Maßnahmen zur Emissionsreduktion im eigenen Unternehmen 125
9.6.1.3 JI/CDM Projekte 125
9.6.1.4 Rechtliche Ausgestaltung des Emissionshandels 126
9.6.1.5 EUAs 127
9.6.2 Absicherungsinstrumente 127
9.6.2.1 Banking/Borrowing 127
9.6.2.2 Forwards/Futures 127
9.6.2.3 Optionen 128
9.6.3 Bewertung von Risiko 129
9.7 Entscheidungsfindung 132
10. Zusammenfassung 133
11. Verzeichnisse 135
11.1 Abbildungsverzeichnis 135
11.2 Tabellenverzeichnis 136
11.3 Abkürzungsverzeichnis 137
11.4 Literaturverzeichnis 139
Eidesstattliche Erklärung 147

Textprobe:

Kapitel 8.2, Anforderungen für Unternehmen: Wenn ein Unternehmen unter das EU-Emissionshandelssystem fällt, entstehen eine Reihe von zusätzlichen Anforderungen. Diese Anforderungen sowie deren Bewältigung sollen in diesem Punkt behandelt werden.

Einbindung des Emissionshandels in die Unternehmensorganisation: Hier wird beleuchtet, welche Teile einer Unternehmensorganisation vom Emissionshandel betroffen sind und in welcher Form die Verpflichtungen daraus in die Unternehmensorganisation eingebunden werden können.

Die grundlegendste Entscheidung ist, ob die organisatorische Behandlung der Verpflichtungen aus dem Emissionshandel vom eigenen Unternehmen durchgeführt oder an ein externes Unternehmen vergeben werden soll (Outsourcing).

Ein gesamtes oder teilweises Outsourcing der Organisation ist vor allem für Klein- und Mittelunternehmen mit geringen Treibhausgasemissionen attraktiv, wo der Emissionshandel keine große Bedeutung hat. In diesen Unternehmen kann bei einer betriebsinternen Organisation des Emissionshandels durchaus das Risiko bestehen, dass die eigenen Verwaltungskosten dafür höher sind, als die Belastungen, die vom Emissionshandel selbst verursacht werden.

Eine betriebsinterne Organisation bietet sich im Gegensatz dazu vor allem für große Unternehmen an, bei denen der Emissionshandel eine wichtige strategische Rolle spielt. Ein Beispiel dafür wäre ein Stromdienstleistungsunternehmen, das einen Kraftwerkspark mit einem hohen Anteil an Kohlekraftwerken besitzt. Zu Beginn der Einbindung des Emissionshandelssystems in die betriebliche Organisation empfiehlt sich die Einberufung einer durch Mitarbeiter aus den betroffenen Unternehmensbereichen besetzten Arbeitsgruppe („Task Force“), die die genaue Ausgestaltung der Einbindung entwirft. Neben einer Festlegung der Aufgaben der einzelnen Teilbereiche im Unternehmen ist auch zu bestimmen, wer die Hauptverantwortung im Unternehmen für den Emissionshandel trägt. Diese wird in der Regel umso höher angesiedelt werden, je wichtiger der Emissionshandel für das betreffende Unternehmen ist.

Für das Unternehmen entstehen mit dem Emissionshandel folgende Aufgaben, deren Erledigung gewährleistet werden muss. Grundvoraussetzung ist das Monitoring der Treibhausgasemissionen. In diesen Bereich fallen auch die Erstellung von Monitoring-Berichten und die diesbezügliche Kommunikation mit den Behörden.

Weiters muss das Unternehmen die Verantwortlichkeit für die jährliche Abgabe von Zertifikaten in Höhe der eigenen Emissionen und damit die Verwaltung des eigenen Kontos im Emissionshandelsregister regeln.

Bei einer Über- beziehungsweise Unterdeckung an Zertifikaten muss entschieden werden, wie mit dieser Situation umgegangen wird. Ein umfangreicher Ansatz würde beispielsweise eine Planung des zukünftigen Bedarfs, eine Ermittlung des betriebsinternen Reduktionspotentials, eine Risikoabsicherung und ein finanzielles Bewerten und Verwenden von unterschiedlichsten Instrumenten (EUAs, JI, CDM) beinhalten. Ein etwas weniger ambitionierter Ansatz würde sich mit der Deckung der jährlichen Abgabepflicht an Zertifikaten durch den Zukauf von EUAs begnügen.

Die Erledigung der einzelnen Aufgaben sollte möglichst von jenen Bereichen im Unternehmen wahrgenommen werden, deren Expertise sich am ehesten auf die betreffende Aufgabe anwenden lässt. So könnte etwa ein für die Beschaffung verantwortlicher Bereich des Unternehmens auch für den Handel mit Emissionsberechtigungen betraut werden. Der Zertifikatsbedarf könnte von einem für die Produktion verantwortlichen Bereich im Unternehmen geplant werden, der über die gegenwärtige und zukünftige Produktionsauslastung des Unternehmens bescheid weiß.

Eine allgemein gültige, bestmögliche Verteilung der einzelnen Tätigkeiten auf bestimmte Bereiche im Unternehmen kann hier an dieser Stelle leider nicht genannt werden. Dafür sind die vom Emissionshandel betroffenen Branchen zu unterschiedlich. Es ist jedoch durchaus denkbar, dass sich auf Branchenebene Best Practice Modelle bilden, welche die bestmögliche Einbindung der Verpflichtungen aus dem Emissionshandel in die betrieblichen Prozesse gewährleisten.

Überwachung der eigenen Emissionen: Die Fähigkeit zur Überwachung der eigenen Emissionen ist Grundvoraussetzung zur Genehmigung der Treibhausgasemissionen eines Unternehmens. Dieser Nachweis muss zu Beginn der Teilnahme am Emissionshandel erbracht werden. Nach erfolgreicher Überprüfung stellt die Behörde einen Genehmigungsbescheid aus. Dieser bleibt so lange aufrecht, wie die anlagenrechtliche Genehmigung einer Anlage gilt.

Zu Beginn ist es für ein Unternehmen wichtig zu ermitteln, welche Anlagen und welche Emissionen einer Anlage überhaupt unter das EU-Emissionshandelssystem fallen. Eine mögliche Frage könnte zum Beispiel sein, ob die gesamten Emissionen einer Feuerungsanlage unter den EU-Emissionshandel fallen, wenn ein Teil davon für eine nicht vom Emissionshandel betroffene Tätigkeit (zum Beispiel für die Beheizung eines Verwaltungsgebäudes) verwendet wird. Das Beispiel soll verdeutlichen, dass die Ermittlung dieser „Systemgrenzen“ einer Anlage ein sehr schwieriger Prozess ist.

Die fortlaufenden Überwachungspflichten der genehmigten Anlage, die für die Erstellung eines Monitoring-Konzeptes relevant sind, ergeben sich anschließend einerseits aus dem von der Behörde ausgestellten Genehmigungsbescheid und andererseits aus der österreichischen Überwachungsverordnung, die wiederum in bestimmten Bereichen auf die Leitlinien für Überwachung und Berichterstattung der EU verweist.

Für das Monitoring der CO2-Emissionen einer Anlage bestehen zwei Möglichkeiten. Diese können entweder berechnet oder gemessen werden.

Für eine Berechnung wird die Formel „Tätigkeitsdaten * Emissionsfaktor * Oxidationsfaktor„ verwendet. Werden die eigenen Emissionen über eine Messung ermittelt, so sind vom Unternehmen „standardisierte oder etablierte Verfahren zu verwenden“ und zur Kontrolle der Messungen soll nebenbei auch eine Berechnung der Emissionen durchgeführt werden. Mit der Verwendung standardisierter und etablierter Verfahren wird erwartet, dass sich diese an bestehende europäische CEN-Normen oder bei deren Nichtverfügbarkeit, an bestehende ISO-Normen anlehnen.

Bei der Verwendung eines bestimmten Verfahrens ist darüber hinaus zu beachten, dass für die Berechnung der Emissionen das Ebenenkonzept gilt. Dieses Ebenenkonzept beschreibt die Genauigkeitsanforderungen für das Monitoring. In der Regel fallen Unternehmen mit höheren Emissionen auch in höhere Ebenen. Somit gelten für diese schärfere Regeln, um eine Entstehung von Unsicherheiten bei der Emissionsermittlung zu verringern.

Auch bei der Erstellung des Emissionsberichts wird gefordert, die Unsicherheiten aus der Ermittlung der Emissionen anzugeben. Hier ist es ausreichend, die entsprechende Kombination der Ebenen anzugeben.

Mit den Daten aus der jährlichen Emissionsermittlung ist es auch möglich, Prognosen für die Emissionsentwicklung der nächsten Jahre zu erstellen. Dafür sind vor allem Erwartungen bezüglich des zukünftigen ökonomischen Wachstums, Veränderungen in der Unternehmensstruktur, Änderungen in der Produktionseffizienz, sowie bei Energieversorgern auch Wettereinflüsse zu berücksichtigen. Die Ermittlung der zukünftigen Emissionsentwicklung ist eine Voraussetzung für die Schätzung der zukünftigen Belastungen, die einem Unternehmen im Emissionshandel entstehen.

In den Warenkorb
48,00 €

Arbeit zitieren:
Freudenthaler, Karl Oktober 2006: Der CO2-Emissionshandel, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Europäische Union, Umweltzertifikathandel, Auswirkung, Unternehmen, Emissionshandel

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren