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Business-Szenarien im Collaborative Business Intelligence

Business-Szenarien im Collaborative Business Intelligence
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marc Heiden
  • Abgabedatum: November 2004
  • Umfang: 91 Seiten
  • Dateigröße: 2,0 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Mainz Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8691-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8691-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8691-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Heiden, Marc November 2004: Business-Szenarien im Collaborative Business Intelligence, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Collaboration, CBI, Portale, Knowledge, Management

Diplomarbeit von Marc Heiden

Problemstellung:

Unternehmen stehen heutzutage mehr denn je der Herausforderung gegenüber, die ständig wachsende Umweltdynamik und Komplexität von Ereignissen zu meistern, um die langfristige Überlebensfähigkeit sicherzustellen. Der Anpassungsdruck und Zugzwang, um auf dem Markt zu bestehen ist dabei enorm. Eine Vielzahl von neuen Anforderungen gilt es zu bewerkstelligen, nicht nur intern sondern auch extern. Intern spiegelt sich die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens durch seine Flexibilität, Kreativität und Innovationskraft für die verschiedensten neuen Entwicklungen wieder. Extern wiederum spielt die Anpassung an Umweltveränderungen die größte Rolle.

Das Internet und alle damit verbundenen neuen Technologien haben dazu geführt, dass viele traditionelle Geschäftsprozesse, Organisationsmodelle und Verhaltensmuster auf dem Prüfstand stehen und durch neue Konzepte abgelöst werden. Nicht nur innerhalb, sondern speziell die unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse bedürfen besonderer Betrachtung. So genannte Supply-Chain-Management-Systeme (SCM), Supplier-Relationship-Management-Systeme (SRM) oder Customer-Relationship-Management-Systeme (CRM) übernehmen dabei die Funktion, die Beziehungen zwischen Partnern, Lieferanten und Kunden zu optimieren und zu integrieren. Diese Form von standardisierten Prozessen ermöglicht eine Kooperation über die Unternehmensgrenzen hinaus und bildet die Grundlage der Vernetzung.

Kooperationen bilden einen signifikanten Bestandteil der Unternehmenstätigkeit in unserer heutigen Zeit.

„Unter einer Kooperation versteht man die Zusammenarbeit zwischen mehreren Unternehmen, bei der die wirtschaftliche Selbstständigkeit lediglich in den von der Kooperation betroffenen Bereichen für die Dauer der Kooperation eingeschränkt wird, (…).“ Dieser nächste Schritt der Kommunikation wird nahezu von allen Unternehmungen in der Wirtschaft umgesetzt. Jedoch führt diese Form des Austausches und der Gewinnung von Information in unserer modernen und schnelllebigen Gesellschaft nicht weit genug. Kollaborationen heißt das neue Schlagwort. Sie sind nicht nur auf einen sequentiellen und linearen Ablauf beschränkt, sondern ermöglichen auch den spontanen, multidirektionalen Daten- und Informationsfluss mit Hilfe von Informationssystemen. Partner, Lieferanten, Kunden und auch Mitarbeiter im eigenen Unternehmen werden noch intensiver zusammenarbeiten müssen, um Potentiale besser nutzen und Daten konsequenter zu Wissen generieren zu können. Im Zeitalter des Internet und E-Business, dessen Entwicklung hin zu einer Interaktiven Arbeitsplattform tendiert, wird die Collaboration einen bedeutenden Anteil und Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten bilden.

Durch die ständige Zunahme von Informationen in unserer Gesellschaft wird es immer schwieriger die relevanten und notwendigen Daten zu erkennen, aufzubereiten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die richtigen Informationen, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort sind die entscheidenden Kriterien für erfolgreiches unternehmerisches Handeln. Kooperationen und in Zukunft immer mehr Kollaborationen werden als Instrument genutzt, um einen regen Informationsaustausch mit Hilfe von modernen Informationssystemen (IS) zu gewährleisten. IS sollen dazu beitragen, dass aus einer Vielzahl von Daten schlussendlich Wissen generiert werden kann, um Entscheidungen gründlich vorzubereiten.

Das zentrale Anliegen des Informationsaustauschs ist es, das Unternehmen zu einem ganzheitlichen, zielorientierten, problemlösenden und adaptiven System zu verschmelzen. Um dem Collaboration-Gedanken Rechnung zu tragen, ist es in Zukunft notwendig, das angesammelte Wissen und die gewonnen Erfahrungen intern, sowie extern allen Personen, aber vor allem den Entscheidungsträgern zugängig zu machen. In einem Marktumfeld, das von einer ständigen Dynamik, hohem Kosten- und Konkurrenzdruck geprägt ist, sind Informationen somit ein wichtiger Faktor, um die entscheidenden Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Die vorliegende Diplomarbeit soll einen Einblick über die aktuellen Entwicklungen und Tendenzen des Collaborative Business Intelligence vermitteln. Neben der funktionalen Betrachtung von CBI stehen die potentiellen Marktanbieter mit ihren entsprechenden Produkten und die möglichen Einsatzbereiche einer solchen Anwendung im Focus der Untersuchung.

Die zentrale Forschungsfragestellung hierbei lautet:

Welche Funktionalitäten muss ein Collaborative Business Intelligence Tool in Zukunft besitzen und über welche Businessprozesse hinweg kann eine solche Applikation speziell eingesetzt werden?

Um dieser komplexen Fragestellung rund um das Thema des CBI eingehend entgegnen zu können, ist es notwendig wichtige Teilaspekte einzeln zu betrachten und die dort rele-vanten Fragen für sich zu beantworten. Über die theoretischen Grundlagen hinaus sollen daher folgende weiterführende Fragen in den nächsten Kapiteln beantwortet werden:

- Was wird genau unter dem Begriff Collaborative Business Intelligence verstanden? Welche Konzepte verbergen sich dahinter? Warum gerade diese Konzepte und wie interagieren sie miteinander?

- Welche Rolle spielt der Integrationsgedanke?

- Welche grundsätzlichen Möglichkeiten der Collaboration gibt es überhaupt und was sind die Tools?

- Welche Collaboration Tools kommen speziell für ein CBI-Tool in Frage und warum?

- Wie sind die Potentiale der Marktanbieter zu beurteilen und sind sie in der Lage eine geforderte Lösung zu entwickeln? Wie sehen diese Lösungen aktuell aus?

- Welche Prozesse profitieren vom Einsatz eines CBI-Tools?

Gang der Untersuchung:

Der Inhalt dieser Arbeit soll für den Leser klar ersichtlich sein, der strukturelle Aufbau über-sichtlich und die Erkenntnisse sollen nachvollziehbar dargestellt werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, konzentriert sich der methodische Ansatz der vorliegenden Arbeit im Wesentlichen auf zwei Säulen. Zum Einen stellt die Auswertung der einschlägigen Standardliteratur die Grundlage dar. Zum Anderen werden aktuelle Entwicklungen und Trends durch Herstellerpublikationen und Experteninformationen ergänzt und aktualisiert, um somit dem Praxisbezug der Arbeit zu genügen.

Die vorliegende Arbeit ist in 6 Kapitel gegliedert. Im nachfolgenden Kapitel 2 werden die wesentlichen Begrifflichkeiten erläutert. Darüber hinaus wird durch die genauere Aufbereitung der Themen Business Intelligence, Knowledge Management, Portale und Collabo-ration der Bezugsrahmen zu den weiteren Betrachtungen geschaffen. Kapitel 3 widmet sich dem eigentliche Thema der Arbeit, indem Collaborative Business Intelligence näher betrachtet wird. Neben dem Integrationsgedanken und den allgemeinen Formen der Collaboration, werden hier die eigentlichen CBI-Tools vorgestellt. Im Kapitel 4 steht die Analyse des Marktes im Vordergrund.

Im ersten Teil des Kapitels werden die Potentiale von speziell ausgewählten Unternehmen beurteilt und durch die Unterscheidung in Branchenriesen und Herausforderer verstärkt. Der zweite Teil geht darauf aufbauend genauer auf die CBI ähnlichen Produkte der Hersteller ein und versucht zu beurteilen inwieweit ein CBI-Tool heute schon angeboten wird. In Kapitel 5 wird anhand von zwei ausgewählten Businessszenarien der Einsatz von CBI-Lösungen beschrieben. Speziell die Besonderheiten dieser Prozesse und der Lösungsansatz von CBI soll hier hervorgehoben werden. Abschließend wird in Kapitel 6 ein Ausblick über die Perspektiven und Zukunftstendenzen von CBI-Lösungen gewagt und die Beantwortung des Forschungsauftrags im Fazit formuliert.

Inhaltsverzeichnis:

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
TABELLENVERZEICHNIS V
1. EINFÜHRUNG 1
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung 1
1.2 Forschungsauftrag und Zielsetzung der Arbeit 3
1.3 Vorgehensweise und Gegenstand der Untersuchung 4
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND BEZUGSRAHMEN FÜR WEITERE BETRACHTUNGEN 6
2.1 Business Intelligence 6
2.1.1 Definitionen und Abgrenzungen 6
2.1.2 Anforderungen 8
2.2 Knowledge Management 12
2.2.1 Definition 12
2.2.2 Informationen als Quelle für Wissen 13
2.3 Portale 15
2.3.1 Definition 15
2.3.2 Funktionen und Charakteristiken von Portalen 16
2.4 Collaboration 18
2.4.1 Definition 18
2.4.2 Next Step Collaboration und deren Mehrwert 18
3. COLLABORATIVE BUSINESS INTELLIGENCE 21
3.1 Funktionale Einordnung von CBI bei SAP 22
3.2 CBI – Schnittmenge zwischen Business Intelligence, Portalen und Collaborative Business 24
3.3 Integrationsrealisierung und die Bedeutung für das CBI 26
3.3.1 Ansätze zur Umsetzung der Integration 27
3.3.2 Portale als Integrationsinstrument und deren Voraussetzungen 28
3.3.3 Plattformen von SAP 30
3.4 Synchrone vs. Asynchrone Collaboration 34
3.5 Wesentliche Funktionalitäten eines CBI-Tools 35
3.5.1 Collaboration Rooms 36
3.5.2 Kommentarfunktionalitäten 37
3.5.3 Diskussionsforen und Chats 38
3.5.4 Online Meetings 38
3.5.5 Standard Tools 39
4. MARKTBETRACHTUNG IM COLLABORATIVE BUSINESS INTELLIGENCE 39
4.1 Marktanalyse der Unternehmen 39
4.1.1 Potentiale der Anbieter 40
4.1.2 Die Branchenriesen 41
4.1.3 Die Herausforderer 44
4.2 Aktuelle CBI-Tools im Vergleich 49
5. BUSINESSSZENARIEN IM COLLABORATIVE BUSINESSINTELLIGENCE 52
5.1 Szenario 1: CBI – Unternehmensweiter Einsatz 53
5.1.1 Prozessbeschreibung 53
5.1.2 Ansatz zur Integration und Realisierung in ein CBI-Tool 55
5.1.3 Bewertung 56
5.2 Szenario 2: CBI – Einsatz über die Unternehmensgrenzen hinaus 57
5.2.1 Prozessbeschreibung 57
5.2.2 Ansatz zur Integration und Realisierung in ein CBI-Tool 58
5.2.3 Bewertung 59
6. SCHLUSSBETRACHTUNGEN 60
6.1 Fazit 60
6.2 Perspektiven und Zukunftstendenzen 61
LITERATURVERZEICHNIS 63
ANHANGVERZEICHNIS 70

Automatisiert erstellter Textauszug:

Diese Kommentare oder Anmerkungen an z. B. Kennzahlen, Stammdaten oder Metadaten können wiederum weitere Mitarbeiter über die nötigen Hintergründe oder Tatbestände informieren und somit die Collaboration und Interaktion verstärken. Speziell das Anhängen von Dateien oder sonstigen Informationen sollte in Form von Verknüpfungen möglich sein. Auf der Basis dieser Funktionalität sollte es zusätzlich möglich sein, spezielle Schwellenwerte zu bestimmen, um bei deren Unter- oder Überschreitung ein Alarm bzw. eine Nachricht an den Verantwortlichen zu verschicken (Alerts). Diese spezielle Art der Abonnierung kann aber auch für einfache monatliche Daten, Informationen und News benutzt werden, um die regelmäßige Informationsversorgung jeden Mitarbeiters zu gewährleisten. [...]

Die Collaboration in solchen Rooms (Teams) wird durch die Einteilung in Portalrollen109 unterstützt. Um die verschiedenen Anwenderkreise und Gruppen, sei es intern oder extern, im Collaboration-Prozess optimal einbinden zu können, wird diese Art der Benutzerverwaltung benötigt. Administratoren übernehmen dabei die Aufgabe der Erstellung und Pflege von Portalrollen, die z. B. in Manager, Mitarbeiter, CEO und in verschiedene Abteilungen untergliedert werden können.110 Durch diese Einteilung in Portalrollen ist der Benutzer in der Lage, die nur für ihn bestimmten Informationen, Räume, Services etc. zu nutzen. Portalrollen definieren also die spezifische Sicht des Benutzers und ermöglichen ihm, seinen Aufgaben im Unternehmen im Sinne seiner Stellenbeschreibung oder Projektes bestmöglich nachzukommen. Das Collaboration Launch Pad111 von SAP bietet den Usern einen Überblick und einen zentralen, schnellen Zugriff auf verschiedene Collaboration Services (z. B. Onlineverfügbarkeit, Kontakte, Kalender, Aufgabenverteilung, Chat, Application Sharing).112 Je nach Konfiguration und Customizing113 können diese Collaboration Services variiert werden. Die hier betrachteten, teils SAP spezifischen Funktionalitäten werden sich nicht bei allen Anbietern in dieser Form wiederfinden. Die Marktanalyse im Anschluss an dieses Kapitel untersucht diesen Aspekt und dokumentiert u. a. die Ausprägung der Collaboration Rooms der anderen Anbieter im Vergleich zu SAP. [...]

Die so genannten Collaboration Rooms104 decken einen enormen Teil der Funktionalitäten ab, die ein CBI-Tool in Zukunft erfüllen sollte. Hierbei handelt es sich um virtuell erstellte Arbeitsbereiche (virtuelles Projektmanagement), die Teams, Arbeitsgruppen und Gemeinschaften nutzen, um Wissen, Ideen und Arbeit in einer teamorientierten Umgebung auszutauschen. Die dabei zur gemeinsamen Verfügung stehenden projektbezogenen Tools, Services und Informationsquellen ermöglichen die Collaboration in Echtzeit und zeitversetzt, zur Überwindung von zeitlichen und räumlichen Grenzen.105 Besonders bei Projekten über große Entfernungen kommen diese speziellen Funktionalitäten zur vollen Geltung. Die bei der Untersuchung betrachteten Collaboration Rooms von SAP zeichnen sich durch eine Vielzahl von Projektmanagement Funktionalitäten aus, die u. a. zur Projektleitung, Besprechungsplanung und Aufgabenverteilung einen erheblichen Beitrag leisten. Die gemeinsame Verwaltung von Daten und Dokumenten gehört ebenso zu den Funktionalitäten, wie die Teilung von Ressourcen und Arbeitsbereichen, sowie die verschiedenen Workflow-Funktionen. Auch das Vorhandensein von Raumvorlagen, ein Wizard106 zur Erstellung von Raum-Templates, die Wiederverwendbarkeit von iViews107 und die Möglichkeit zur Integration von Drittanbietern (z. B. Lotus Notes, WebEx) zeichnet darüber hinaus einen Collaboration Room aus.108 Alle weiteren Collaboration-Funktionalitäten, die bei der Betrachtung von Collaboration Rooms eine Rolle spielen, werden zu einem späteren Zeitpunkt näher erläutert. Diese Tools werden zwar als Funktionalität in einem Collaboration Room angeboten, jedoch auf das Thema des CBI bezogen handelt es sich um wichtige Funktionalitäten, die es hier spezieller Betrachtung bedürfen. [...]

Arbeit zitieren:
Heiden, Marc November 2004: Business-Szenarien im Collaborative Business Intelligence, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Collaboration, CBI, Portale, Knowledge, Management

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