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Business Intelligence

Gegenwärtige Entwicklung und projektbezogene Konzeption eines Planungsinstruments anhand der Standardsoftware Cognos Enterprise Planning

Business Intelligence
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andrej Scholz
  • Abgabedatum: Dezember 2005
  • Umfang: 114 Seiten
  • Dateigröße: 2,4 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9522-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9522-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9522-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Scholz, Andrej Dezember 2005: Business Intelligence, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Data Warehouse, Managementinformationssystem, Buttom-Up, Systementwicklung, Online Analytical Processing

Diplomarbeit von Andrej Scholz

Einleitung:

Die vorliegende Arbeit ist vor dem Hintergrund meiner betrieblichen Erfahrungen während eines Praktikums bei der Intentia Switzerland AG entstanden. Die Intentia Switzerland AG ist ein Softwareunternehmen, das neben dem Vertrieb eines ERP-Systems umfangreiche Dienstleistungen im Bereich der betrieblichen Informationsverarbeitung anbietet. Das Unternehmen ist in Zug in der Zentralschweiz ansässig und beschäftigt ca. 50 Mitarbeiter. Im Rahmen des von März bis Mitte November 2005 dauernden Praktikums war ich in der Finanzbuchhaltung tätig.

Ich habe dort u.a. die monatlichen Kennzahlen für die Unternehmensleitung zusammengetragen, wobei mir als IT-Instrumente das unternehmens-eigene Reporting-System sowie ein Analysesystem von Cognos zur Verfügung standen. Außerdem habe ich neben einigen administrativen Aufgaben die Zusammenstellung verschiedener betriebswirtschaftlicher Auswertungen vorgenommen und eine Importroutine für die Cash-Collection (Debitorenabrechnung) durch VBA (Visual Basic for Applications) in Excel programmiert. Excel ist in der heutigen Unternehmensrealität nach wie vor das wichtigste Controlling-Instrument, um diverse betriebswirtschaftliche Auswertungen anhand von strukturierten Daten vorzunehmen.

Im Verlauf meiner intensiven Beschäftigung mit der betrieblichen Informationsverarbeitung nicht nur bei Intentia, sondern auch während einer früheren Werkstudententätigkeit bei Siemens in Düsseldorf bin ich immer wieder auf den Begriff „Business Intelligence“ gestoßen und dabei zunehmend neugierig geworden, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Bei Siemens hatte ich im Wintersemester 2003/ 04 an dem Customer Relationship Management-Projekt mitgearbeitet und für dieses Projekt mit Hilfe von VB.NET (Visual Basic.NET) Importroutinen für das Data-Warehouse programmiert.

Erste Programmierkenntnisse hatte ich mirbereits während der Schulzeit angeeignet, die ich durch die Tätigkeit bei Siemens erheblich erweitern und vertiefen konnte. Im Studium habe ich zudem die Schwerpunkte Information Technology, General Management sowie Rechnungswesen und Controlling gewählt, wobei mich insbesondere die Verbindung von Informationstechnologie und Controlling gereizt hat.

Diese Verbindung ist im Zusammenhang mit Programmierkenntnissen, wie ich Rahmen meiner betrieblichen Tätigkeiten feststellen konnte, eine überaus sinnvolle Kombination, um große Datenmengen automatisiert aufbereiten und für komplexe Entscheidungen zur Verfügung stellen zu können. In der heutigen betrieblichen Praxis ist dies eine der wichtigsten Aufgaben und gewissermaßen, wie in der vorliegenden Arbeit zu zeigen sein wird, auch das, worum es im Kern bei dem Begriff „Business Intelligence“ geht.

Ziel dieser Arbeit ist eine Darstellung und Analyse des gegenwärtigen Entwicklungsstandes der Informationsversorgung in den Unternehmen bzw. von Business Intelligence als innovativer Ansatz zu einer weitreichenden Informationsversorgung für komplexe Entscheidungs-situationen. Dies beinhaltet auch eine Übersicht über die wichtigsten Softwareangebote, z.B. ETL-Prozesse, OLAP-Technologien usw. und deren Verwendungsfähigkeit im Rahmen des BI-Konzepts. Darüber hinaus besteht die Aufgabe der Arbeit darin, das im Rahmen des Praktikums bei Intentia durchgeführte eigene Projekt zur Entwicklung einer Business Intelligence Standardsoftware vorzustellen, die auf verschiedenen schon vorhandenen Softwarebausteinen aufsetzt.

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit ist in 7 Abschnitte gegliedert. In Abschnitt 2 geht es zunächst um das Bedürfnis nach einer weitreichenden Informationsversorgung, das ein Charakteristikum der heutigen Unternehmensrealität ist.

Dieser Gedanke wird in Abschnitt 3 anhand eines Wissensmanagement-Konzepts vertieft, da die Generierung von Wissen über die Bereitstellung von Informationen auch eine zentrale Zielsetzung von Business Intelligence ist.

Die anschließend in Abschnitt 4 dargestellten Technologien zur Informationsverarbeitung können und sollen den Prozess der Wissensgenerierung in einem Unternehmen maßgeblich unterstützen. Die Darstellung ist als historischer Überblick angelegt, um deutlich zu machen, welche ernormen Entwicklungsprozesse gerade die Informationstechnologien in den letzten Jahrzehnten durchlaufen haben. Dies ist zugleich die Voraussetzung für die ehrgeizigen Ansätze und Lösungen in der betrieblichen Informationsverarbeitung, die seit einigen Jahren unter dem Begriff „Business Intelligence“ zusammengefasst werden.

In Abschnitt 5 folgt daher eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Begriff, den in der Praxis eingesetzten Technologien, den verschiedenen Modellen der Implementierung sowie dem Nutzen von BI in einer abschließenden Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Abschnitt 6 ist dann der Darstellung des eigenen Projekts zur Entwicklung einer BI-Software für die Unternehmensplanung (Enterprise Planning) gewidmet, und in der Schlussbetrachtung in Abschnitt 7 werden schließlich die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und in einem Fazit gebündelt.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis 4
Tabellenverzeichnis 5
Abkürzungsverzeichnis 6
1. Einleitung 8
2. Ausgangssituation der Unternehmen 11
2.1 Information – die Ressource der Zukunft 11
2.2 Erkenntnisse der Organisationslehre 13
2.3 Zusammenwirken von Mensch, Organisation und Informationstechnologie 17
3. Wissensmanagement als gezielter Umgang mit der Ressource Wissen im Unternehmen 18
3.1 Zeichen, Daten, Informationen, Wissen 18
3.2 Bausteine des Wissensmanagements 19
4. Historische Entwicklung der betrieblichen Informationsverarbeitung 24
4.1 Operative Systeme 24
4.2 Managementinformations-, Entscheidungsunterstützungs- und Führungsinformationssysteme 25
4.3 Data-Warehouse 28
4.4 OLAP 37
5. Business Intelligence – gegenwärtige Entwicklung in Theorie und Praxis 43
5.1 Business Intelligence – Abgrenzung, Definition und Portfolio 43
5.2 Applikationen zur Unterstützung des ganzheitlichen Unternehmenssteuerungsprozesses 51
5.3 Vorgehensmodelle zur Entwicklung und Implementierung integrierter BI-Anwendungssysteme 57
5.3.1 Traditionelle Vorgehensmodelle 57
5.3.2 Neuere Vorgehensmodelle 58
5.3.3 BI-Vorgehensmodell 62
5.4 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung 70
6. Projektbezogene Konzeption der Standardsoftware Cognos Enterprise Planning 73
6.1 Institutioneller Hintergrund und Projektidee 73
6.2 Komponenten und Systemarchitektur des Cognos Enterprise Planners 75
6.3 Projetkbezogene Vorgehensweise: Implex-Phasenmodell 79
6.4 Realisierung des Projekts 82
6.4.1 Positionierung, Projektziel und -umfang 82
6.4.2 Definition der Dimensionen 83
6.4.3 Konfiguration des Prototyps 85
6.4.4 Publizierung der Lösung 86
6.5 Ergebnis und Ausblick 88
7. Schlussbetrachtung 92
Literatur- und Quellenverzeichnis 94
Glossar 101
Anhang 107
Anhang 1: 24 Ways To Impact Your Business in 90 Days 107
Anhang 2: BI-Anbieterübersicht 108
Anhang 3: BI-Marktzyklus 109
Anhang 4: BI-Anwendungsgrad in der betrieblichen Praxis 110
Anhang 5: EP-Analyst 111
Anhang 6: EP-Contributor 112
Anhang 7: EP-Access Manager 113
Anhang 8: EP-Datensicht CEE 114
Anhang 9: EP-Datensicht Switzerland 115

Automatisiert erstellter Textauszug:

5.3.1 Traditionelle Vorgehensmodelle Die traditionellen Vorgehensmodelle in der Systementwicklung werden schon lange für die Abwicklung von DV-Projekten angewendet. In Form von Phasenmodellen bestimmen sie die Reihenfolge der auszuführenden Tätigkeiten und legen durch die Vergabe von aufgabenspezifischen Rollen auch die verantwortlichen Personen bei der Durchführung der zeitlich fixierten Aktivitäten fest. Für die sequenziell abzuarbeitenden Phasen entstehen herunter gebrochene Pläne, die jeweils durch ein konkretes Arbeitsergebnis (Meilenstein) abgeschlossen werden. Dadurch werden Ziel, Kosten und Vorgehensweise des Projekts überschaubar unterteilt und eine wirksame Kontrolle der Projektphasen ermöglicht. In der Praxis wurde allerdings schon früh deutlich, dass es wechselseitige Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Phasen gibt und deshalb eine zu strenge Auslegung der Projektabfolge unrealistisch ist.74 Diese Überlegung gab den Anstoß für eine nachfolgende modifizierte Kategorie von Vorgehensmodellen, die im Gegensatz zu früher gewisse Abweichungen von den sequenziell abzuarbeitenden Phasen erlauben.75 [...]

Auch im Bereich der Datenanalyse hat eine gewisse Standardisierung stattgefunden. So stellen Connelly, McNeill und Moismann in ihrem 1996 erschienenen Buch „The Multidimensional Manager“ 24 Auswertungssichten auf die Unternehmung vor. Diese Sichten bestehen aus multidimensionalen Würfeln, die alle Funktionsbereiche des Unternehmens erfassen und sich aus vordefinierten Dimensionen und Kennzahlen zusammensetzen. Die 24 Würfel stellen ein multidimensionales Modell dar, das Transparenz zur Steuerung des Unternehmens schaffen soll.67 Auf diese Art von vordefinierten Kennzahlen bauen insbesondere die führenden Anbieter68 von Business-Intelligence-Standardsoftware auf. Cognos als einer der führenden Anbieter von Business-Intelligence-Suites bietet z.B. ein umfassendes Konzept zur Leistungsmessung und -bewertung als Grundlage der Unternehmens-steuerung unter der Bezeichnung [...]

Informationsversorgungssystems prädestiniert. Der Controller hat bereits eine umfassende Management-Service-Funktion inne und die ControllingAbteilung ist somit in der Praxis schon jetzt gewissermaßen das „Intelligence Center“ der Unternehmung.62 „Damit bietet es sich fast zwangsläufig an, dass die konsequente Umsetzung von Business Intelligence im Unternehmen stark vom Controlling aufgenommen wird.“63 Allerdings muss dieser Anspruch des Controllings, im Unternehmen als Träger und Promotor der Business-Intelligence-Kompetenz zu fungieren, noch durch weitere praktische Erfahrungen und eine entsprechende Durchdringung des eigenen Bereichs eingelöst werden, damit er glaubhaft vertreten werden kann.64 Dies ist zugleich der entscheidende Punkt, in dem die theoretischen Vorstellungen zum Business Intelligence mit der betrieblichen Praxis aufeinander treffen. [...]

Arbeit zitieren:
Scholz, Andrej Dezember 2005: Business Intelligence, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Data Warehouse, Managementinformationssystem, Buttom-Up, Systementwicklung, Online Analytical Processing

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