Business-to-Business-Integration von EDI hin zu XML
- Art: Studienarbeit
- Autor: Philipp Wagner
- Abgabedatum: November 2002
- Umfang: 31 Seiten
- Dateigröße: 862,0 KB
- Note: 1,2
- Institution / Hochschule: Berufsakademie Karlsruhe Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6351-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6351-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6351-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Wagner, Philipp November 2002: Business-to-Business-Integration von EDI hin zu XML, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Datenaustausch, Anwendungskopplung, Produktkataloge, Orchestrierung, Web-Services
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Studienarbeit von Philipp Wagner
Einleitung:
Beim konventionellen Geschäftsverkehr entstehen an mehreren Stellen Medienbrüche. Die in Computersysteme eingegebenen Daten werden mehrfach ausgedruckt und an anderer Stelle aufs Neue erfasst. Dies lässt sich sowohl bei der zwischen- als auch bei der innerbetrieblichen Kommunikation beobachten. Bei einer Geschäftstransaktion (z.B. Kauf) lassen sich mühelos mehrere Stationen identifizieren, bei denen Daten, die bereits vorhanden sind, neu eingegeben werden; 70% bis 95% aller einzugebenden Daten stehen auf anderen Systemen bereits zur Verfügung.
Solch eine Vorgehensweise ist durch die Mehrfacheingabe der Daten ineffizient und zeitintensiv, durch wiederholte Medienbrüche besteht eine erhöhte Fehleranfälligkeit. Diese langsame und kostenintensive Art der Kommunikation, die an mehreren Stellen menschlicher Intervention bedarf, ist für moderne Unternehmensmodelle wie die Just-in-Time-Produktion nicht schnell und effizient genug.
Die Studienarbeit „Business-to-Business-Integration von EDI hin zu XML“ zeigt, wie elektronische Geschäftsdokumente über Systemgrenzen hinweg elektronisch ausgetauscht werden können.
Gang der Untersuchung:
Kapitel 1 erläutert die Anwendungskopplung über traditionelles EDI (Electronic Data Interchange) und analysiert die Kosten und den Nutzen traditioneller EDI-Lösungen.
Im zweiten Kapitel werden die Grundlagen der eXtensible Markup Language (XML) aufgezeigt und deren Einsatzmöglichkeiten für die Anwendungskopplung zwischen heterogenen Systemen dargestellt. Es wird ein Überblick über die wichtigsten Standardisierungsansätze für XML/EDI gegeben.
Web Services, Produktkataloge und Dienstleistungsfirmen im Bereich des elektronischen Geschäftsdatenaustausches werden im dritten Kapitel beispielhaft als Anwendungsgebiete von XML im B2B-Bereich näher beschrieben. Der Schwerpunkt dieses Kapitels ist der Aufbau und die Orchestrierung von Web Service-Transaktionen.Das vierte Kapitel bietet eine Entscheidungsfindung für traditionelles EDI und EDI mit XML. Hierfür werden die Voraussetzungen und Möglichkeiten für XML/EDI aufgezeigt. Als Abschluss der Studie wird diskutiert, ob das traditionelle EDI sterben wird.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Austausch von Daten über Systemgrenzen hinweg | 1 |
| 1.1 | Der konventionelle Geschäftsverkehr | 1 |
| 1.2 | Anwendungskopplung über Systemgrenzen hinweg | 1 |
| 1.2.1 | Electronic Business | 1 |
| 1.2.2 | Traditionelles EDI | 2 |
| 1.2.3 | Übertragung via X.400-Mailsystem | 3 |
| 1.2.4 | Verwendung der traditionellen EDI-Standards | 3 |
| 1.2.5 | Kosten und Nutzen traditioneller EDI-Implementierungen | 5 |
| 2. | XML als Datenaustauschformat | 6 |
| 2.1 | eXtensible Markup Language (XML) | 6 |
| 2.2 | Anwendungskopplung mit XML | 8 |
| 2.3 | Standardisierungs-Ansätze für XML/EDI | 9 |
| 3. | Anwendungsgebiete von XML im B2B-Bereich | 11 |
| 3.1 | Web Services | 11 |
| 3.1.1 | Verteilte Anwendungen mit Web Services | 11 |
| 3.1.2 | Anforderungen an Web Services für die B2B-Integration | 12 |
| 3.1.3 | Orchestrierung von Web Service-Transaktionen | 13 |
| 3.2 | Produktkataloge mit BMEcat | 15 |
| 3.3 | B2B-Dienstleister: Seals Document Services GmbH | 16 |
| 4. | XML versus traditionelles EDI | 18 |
| 4.1 | XML/EDI oder traditionelles EDI? | 18 |
| 4.2 | Voraussetzungen und Möglichkeiten | 20 |
| 4.3 | Wird das traditionelle EDI sterben? | 21 |
Aufgrund seiner Vielseitigkeit kann XML für die unterschiedlichsten Aufgaben wie u.a. Web-Anwendungen, das Dokumenten-Management und als universelles Datenaustauschformat verwendet werden. „XML gilt als Datenformat der Zukunft. Dank seiner System- und Plattformunabhängigkeit lassen sich beliebige Daten als XML-Dokumente zwischen Anwendungen austauschen.“1 Die Idee liegt also nahe, XML-basierte EDI-Lösungen zu implementieren, und XML für die Beschreibung und den Austausch elektronischer Geschäftsdokumente zu nutzen. Der Begriff XML/EDI steht für XML-basierte Lösungen für den elektronischen Austausch von Geschäftsdokumenten. Um sich nicht in die Abhängigkeit eines einzigen Software-Herstellers zu begeben, kaufen manche Unternehmen die für ihre Zwecke am besten geeignete Software von unterschiedlichen Herstellern. Somit ist im Unternehmen für nahezu jede Anforderung die auf dem Markt beste Lösung vorhanden. Jedoch ergibt sich durch diese Heterogenität der Systeme das Problem der Enterprise Application Integration (EAI), da die von unterschiedlichen Herstellern für verschiedene Zwecke entwickelten Lösungen intern mit anderen Datenformaten arbeiten. Komplizierte, langwierige und damit teure Anpassungsbemühungen dieser Systeme können durch den Einsatz von XML-Technologien an Gewichtigkeit verlieren. Denkbar wäre der Einsatz einer Message Oriented Middleware (MOM), wodurch die einzelnen Systeme nicht alle untereinander angepasst werden müssen. Die Inhouse-Formate werden in XML-Dokumente überführt und den anderen Systemen zur Verfügung gestellt (siehe Abbildung 2.2-1). XML dient hierbei als Grundlage für ein Datenformat, das von allen Systemen „verstanden“ wird.2 [...]
Da es mit XML recht einfach ist, Auszeichnungssprachen für die unterschiedlichsten Zwecke zu entwerfen, gibt es bereits zahlreiche XML-Dialekte für die verschiedensten Anwendungsgebiete. Interessante Vertreter dieser Dialekte sind z.B. die Synchronized Multimedia Integration Language (SMIL) zur Unterstützung multimedialer Webelemente und die Chemical Markup Language (CML) zur Darstellung chemischer Zusammenhänge, beispielsweise molekulare Strukturen. Einer breiten Unterstützung bei mobilen Geräten wie Handys erfreut sich die Wireless Markup Language (WML), mit deren Hilfe über das Wireless Application Protocol (WAP) Webinformationen auf kleinen Displays darstellbar sind. Auch zahlreiche etwas aussergewöhnliche, teils abwegige XML-Dialekte wie MRML, die Mind Reading Markup Language, befinden sich in der Entwicklung. XML kann auch für die Beschreibung betriebswirtschaftlicher Daten eingesetzt werden und eröffnet durch seine Eigenschaften neue Wege der inner- und zwischenbetrieblichen Kommunikation in Form eines universellen Datenaustauschformates. In den folgenden Kapiteln wird hierauf genauer eingegangen. Nähere Informationen zum Schreiben von XML-Code, DTDs, Schemata, XSL und weiteren XML-Technologien bieten u.a. Pott/Wielage (2000), Eckstein/Casabianca (2002), Castro (2001) und Bray/Paoli/Sperberg/Maler (2000). [...]
7 formtes XML-Dokument, das den formalen syntaktischen Anforderungen seiner DTD oder seines Schemas entspricht, wird als „gültig“ (valid) bezeichnet. Für die Präsentation der Daten kann die Extensible Stylesheet Language (XSL) verwendet werden. Bei XSL Transformations (XSLT), einem XSL-Derivat, analysiert ein XSLT-Prozessor das zu transformierende XML-Dokument und konvertiert es intern zu einem Knotenbaum. Diese Knoten werden entsprechend ihren Direktiven im XSLTStylesheet, soweit Direktiven für den jeweiligen Knoten (so genannte Templates) vorhanden sind, weiterverarbeitet bzw. ausgegeben. Die nach der Transformation vorhandenen Daten werden entweder angezeigt (z.B. nach der Umwandlung in HTML) oder gespeichert (z.B. zur Weiterverarbeitung nach der Konvertierung in ein DatenAustausch-Format). Grundsätzlich kann ein XML-Dokument mit Hilfe von XSLT in jedes beliebige Format überführt werden, was ein breites Einsatzspektrum für die Verwendung der Sprachen eröffnet. Die strenge Trennung von Inhalt, Struktur und Formatierung wird in Abbildung 2.1-1 nochmals verdeutlicht. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832463519
Arbeit zitieren:
Wagner, Philipp November 2002: Business-to-Business-Integration von EDI hin zu XML, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Datenaustausch, Anwendungskopplung, Produktkataloge, Orchestrierung, Web-Services



