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Bund - Länder - Gemeinden und die Maastricht-Kriterien

Bund - Länder - Gemeinden und die Maastricht-Kriterien
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jürgen Schweizer
  • Abgabedatum: Januar 1999
  • Umfang: 178 Seiten
  • Dateigröße: 19,4 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5131-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5131-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5131-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schweizer, Jürgen Januar 1999: Bund - Länder - Gemeinden und die Maastricht-Kriterien, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Konvergenzkriterien, Niederösterreich, Linz, Finanzpolitik, Konsolidierungsbedarf

Diplomarbeit von Jürgen Schweizer

Einleitung:

Beginnend mit dem Interesse, der Europäischen Union beizutreten, wurde in Österreich die Weichenstellung in Richtung Integration in Europa gestellt. Die darauf folgenden Debatten der Regierung, die Volksabstimmung der Bevölkerung über einen solchen Beitritt und zuletzt die Ratifizierung des Vertrages von Maastricht, waren die notwendigen Schritte zur Teilnahme an dieser „Europäischen Union“, kurz EU.

Doch dieser Beitritt sollte grundlegende Konsequenzen für die Republik Österreich haben. In mehreren Werbekampagnen versuchte die Österreichische Bundesregierung die Bevölkerung auf einen Pro - EU - Kurs zu bringen. Die Vorteile sollten die Nachteile dieser Integration der Märkte überflügeln. Dabei sollte aber nicht so sehr ein Augenmerk auf Themen gelegt werden, wie dem freie Personen- oder Dienstleistungsverkehr, sondern es möge bedacht werden, welche Aufgaben und Kriterien Österreich damit übernommen hat. Die Maastricht-Kriterien sind diesbezüglich ein Stichwort. Diese Merkmale zu erfüllen, sollte ein Prüfstein für die österreichischen Gebietskörperschaften werden.

Gang der Untersuchung:

Zu Beginn der Arbeit wird ein Überblick auf die historische Entwicklung der Europäischen Union gegeben. Hintergründe, warum schon kurz nach dem 2. Weltkrieg Gedanken zu einer Festigung der wirtschaftlichen Beziehungen aufkamen, werden erläutert. Weiteres werden Anmerkung zur Einführung des EURO gegeben. Die Maastricht-Kriterien, in den letzten Monaten in aller Munde, symbolisieren den Gedanken, eine einheitlich wirtschaftliche Basis für alle Mitgliedstaaten zu schaffen. Begriffe, wie monetäre oder fiskalische Kriterien, werden ebenso erläutert, wie eine Übersicht über die Konvergenzsituation innerhalb der EU. Welche Entwicklungen hat Europa in den letzten Jahren hinsichtlich des Europäischen Binnenmarktes und der Währungsunion gemacht?

Der Euphorie folgte oftmals Ernüchterung der Regierungen, wenn es darum ging, die Haushaltsdisziplin EU - konform zu gestalten. Begriffe wie Dauerhaftigkeit, Meldepflicht, Verantwortlichkeit oder Verfahren bei übermäßigem Defizit standen im Vordergrund der Debatten. Darüber hinaus wird auf die Konvergenzentwicklung in Österreich eingegangen. Doch um zu einer nach EU-Richtlinien ausgewogenen Haushaltssituation zu gelangen, musste die Österreichische Bundesregierung inklusive der Vertreter der Länder und Gemeinden eine Koordination finden, um den Konsolidierungsbedarf ausgewogen zu gestalten.

Des weiteren folgen Darstellungen zu den Gemeindehaushalten der Gebietskörperschaften im Rahmen der Maastricht-Kriterien. Dieser theoretische Teil soll einen Überblick über mögliche Konsequenzen geben, die durch die Reorganisation und Umgestaltung der Gemeindeverwaltung, und deren Betriebe, entstehen können.

Es sollte aber berücksichtigt werden, dass diese Entscheidungen auch auf lange Sicht hin Erfolge stiften müssen, und deswegen Ziele und Strategien aus finanzpolitischer Hinsicht entscheidend sind.

Ein empirischer Teil, bestehend aus Kennzahlen des Landes Niederösterreich und der Landeshauptstadt Linz runden den theoretischen Block etwas ab, und zeigen, wie in der Praxis die Konvergenzkriterien eingehalten werden.

Welche Ziele für die öffentliche Verwaltung in Zukunft wichtig erscheinen, zeigt das letzte Kapitel dieser Arbeit. Es soll einen Überblick darüber geben, wie die Gebietskörperschaften in naher Zukunft die zum Teil überhöhten Budgets sanieren können. Der Terminus Ausgliederung und Privatisierung, steht für Möglichkeiten, z.B. in Gemeinden die Haushaltskonsolidierung und Budgetierung zu erleichtern.

Diese geballte Menge an Information sollte den nötigen Überblick geben, die Konvergenzkriterien von Maastricht und deren Auswirkungen auf die Republik Österreich, dem Bund, den Ländern und Gemeinden, zu analysieren und zu verstehen.

Inhaltsverzeichnis:

1. PROBLEMSTELLUNG 1
2. DIE EU - EIN HISTORISCHER RÜCKBLICK 3
2.1 Meilensteine der Europäischen Integration - ein Überblick 3
2.2 Der Weg in die Wirtschafts- und Währungsunion 6
2.2.1 Der Beginn der Europäischen Währungspolitik 6
2.2.2 Das Europäische Währungssystem 7
2.2.3 Der Maastrichter Vertrag über die Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) 8
2.2.4 Der Plan zur Einführung des EURO - die Dritte Stufe 10
3. MAASTRICHT - DIE KONVERGENZKRITERIEN 13
3.1 Die Konvergenzkriterien - Auszug aus dem Vertrag über die Europäische Union 13
3.2 Wichtige Gesichtspunkte bei der Beurteilung der Richtlinien 16
3.2.1 Die „monetären“ Kriterien 16
3.2.2 Die fiskalischen Kriterien für die Disziplin der öffentlichen Haushalte 16
3.2.3 Die Konvergenzsituation - Entwicklungen in Europa 18
3.3 Das Kriterium der Preisstabilität 19
3.4 Das Kriterium der Wechselkursentwicklung 24
3.5 Das Kriterium der langfristigen Zinssätze 28
3.6 Das Kriterium der öffentlichen Finanzen 32
3.7 Die Überprüfung der Einhaltung der Haushaltsdisziplin 38
3.7.1 Der Gesichtspunkt der Dauerhaftigkeit 38
3.7.2 Das Verfahren bei übermäßigem Defizit und Schuldenstand 42
3.7.3 Die Verantwortlichkeiten der Regierungen 44
3.7.4 Die Meldepflicht gegenüber der Kommission 44
3.8 Sonstige Faktoren bei der Beurteilung der Konvergenz 45
3.8.1 Entwicklung der Lohnstückkosten und andere Preisindizes 45
3.8.2 Die Arbeitslosigkeit 46
3.8.3 Lage und Entwicklung der Leistungsbilanz 49
3.8.4 Integration der Märkte 50
3.9 Die Konvergenzentwicklung von Österreich 51
3.9.1 Die Preisentwicklung 51
3.9.2 Die öffentlichen Finanzen 52
3.9.3 Die Wechselkursentwicklung 53
3.9.4 Die Entwicklung der langfristigen Zinssätze 53
3.9.5 Weitere ökonomische Aspekte 54
4. DER KONSOLIDIERUNGSBEDARF UND DIE KOORDINATION ZWISCHEN DEM BUND, DER LÄNDER UND DER GEMEINDEN 55
4.1 Österreichs bisherige Entwicklung und deren Ursachen 55
4.2 Das Übereinkommen vom 5. Mai 1995 57
4.3 Die Maastricht-Arbeitsgruppe 58
4.4 Die Vereinbarung vom 22. Februar 1996 59
4.5 Der Konsultationsmechanismus 60
4.6 Angaben zum Konsolidierungsbedarf des Bundes, der Länder und der Gemeinden 60
4.6.1 Der Bund 60
4.6.2 Die Länder und Gemeinden 61
4.6.3 Die Abgabenentwicklung 1998 64
5. DIE GEMEINDEHAUSHALTE IM RAHMEN DER MAASTRICHT- KRITERIEN 67
5.1 Das Defizit der Gemeinden nach den Maastricht-Kriterien 67
5.1.1 Wie wird das Defizit ermittelt? 67
5.1.1.1 Die Ableitung des Maastricht Defizits aus den Haushaltssummen 67
5.1.1.2 Die Ableitung des Maastricht-Defizits aus dem modifizierten Haushaltsquerschnitt 69
5.1.2 Wie groß ist das Maastricht-Defizit der Gemeinden 72
5.2 Oberösterreich im Überblick 78
5.3 Die Maastricht-Schulden der Gemeinden 80
5.4 Die Sonderbehandlung von Gemeindebetrieben 87
5.4.1 Betriebe mit marktbestimmter Tätigkeit 87
5.4.2 Zur Übertragung dieser Betriebe in den nichtöffentlichen Sektor 89
5.4.3 Die Neuorganisation der Betriebe mit Markt bestimmter Tätigkeit 89
5.4.4 Großes Sparpotential für Gemeinden 90
6. KONSOLIDIERUNGSVERPFLICHTUNGEN UND FINANZPOLITISCHE ENTSCHEIDUNGEN 93
6.1 Die Bedeutung der Erstellung der Gemeindevorschläge 93
6.2 Ziele und Strategien der Konsolidierungsbemühungen 94
6.3 Konsequenzen, wenn die Länder und die Gemeinden die übernommenen Konsolidierungsverpflichtungen nicht einhalten 98
7. BESONDERER TEIL 1/ BEISPIEL: DAS LAND NIEDERÖSTERREICH 99
7.1 Teilgebiete der Gebarung - Bereich des Bundeslandes Niederösterreich 99
7.2 Prüfungsablauf und -Gegenstand 100
7.3 Landeshaushalt – Haushaltsvollzug 101
7.4 Die Verschuldung 102
7.5 Belastungen durch den EU-Beitritt 104
7.6 Die Einhaltung der fiskalischen Maastricht Konvergenzkriterien 104
7.7 Finanzierungsregel 106
7.8 Einbeziehung von Leasingobjekten 107
7.9 Der Finanzplan für Niederösterreich 108
7.10 Strukturelle Haushaltsergebnisse 109
7.11 Konsolidierungsmaßnahmen 110
7.12 Personalausgaben 111
7.13 Pensions- und Ruhebezüge 114
7.14 Ausgaben je Bediensteten 114
7.15 Zusammenfassende Empfehlungen 115
8. BESONDERER TEIL 2 / BEISPIEL: DIE GEMEINDE LINZ 116
8.1 Abweichungsanalyse der mittelfristigen Haushaltsplanung 1996 116
8.2 Voranschlag 1999 für die Stadt Linz 121
8.3 Brutto- und Netto-Neuverschuldung der Stadt Linz 130
8.4 Das Maastricht-Ergebnis der Stadt Linz 130
9. ZIELE UND STRATEGIEN FÜR DIE ZUKUNFT 132
9.1 Einsatz betriebs- und finanzwirtschaftlicher Steuerungsinstrumente 132
9.1.1 Ausbau des Rechnungswesens 132
9.1.2 Die Kosten- und Leistungsverrechnung 133
9.1.3 Folgelasten von Investitionen - andere Maßnahmen 135
9.1.4 Mittelfristige Finanz- und Investitionsplanung - ein Instrument der Querschnittsplanung 135
9.2 Die Finanzierung kommunaler Infrastrukturinvestitionen 138
9.2.1 Kommunal-Leasing 139
9.2.2 Das Vertrags-, Betreiber-, und Gesellschafts-Modell 146
9.2.3 Contracting 150
9.2.4 Verlustbetriebe helfen Steuern sparen 152
9.2.5 Begründungen, Motive und Ziele für Budgetausgliederungen 153
9.2.5.1 Einzelwirtschaftlich-organisationsbezogene Motive 153
9.2.5.2 Budgetbezogene Motive 154
9.2.5.3 Gesamtwirtschaftliche Motive 155
9.2.5.4 Einzelwirtschaftlich-organisationsbezogene Wirkungen 155
9.2.5.5 Budgetbezogene Wirkungen 156
9.2.5.6 Gesamtwirtschaftliche Wirkungen 156
9.2.5.7 Anforderungsprofil an künftige Budgetausgliederungen 157
9.2.5.8 Budgetkonsolidierung und Ausgliederung 158
9.2.5.9 Erfassung und Analyse der Budgeteffekte von Ausgliederungen 159
10. RESÜMEE 162
11. LITERATURVERZEICHNIS 164

Arbeit zitieren:
Schweizer, Jürgen Januar 1999: Bund - Länder - Gemeinden und die Maastricht-Kriterien, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Konvergenzkriterien, Niederösterreich, Linz, Finanzpolitik, Konsolidierungsbedarf

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