Bonusprogramme in der Praxis
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Andrea Heckmeier
- Abgabedatum: November 2002
- Umfang: 102 Seiten
- Dateigröße: 658,5 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6741-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6741-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6741-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Heckmeier, Andrea November 2002: Bonusprogramme in der Praxis, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Beziehungsmarketing, Kundenbindung, Treueprogramme, Beziehungsmanagement, Kundentreue
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Diplomarbeit von Andrea Heckmeier
Zusammenfassung:
Ziel der Arbeit ist es, Bonusprogramme in Deutschland zu analysieren.
Im Rahmen der Arbeit wird die Relevanz des Beziehungsmarketing für den Erfolg einer Unternehmung deutlich. Zur Realisierung des zentralen Marketingziels Kundenbindung stehen eine Vielzahl von Instrumenten zur Verfügung. Bonusprogramme stellen ein Kundenbindungsinstrument dar. Das primäre Leistungsmerkmal eines Bonusprogramms im Vergleich zu anderen Maßnahmen wie Kundenclubs und Kundenkarten ist der nachträglich gewährte Rabatt. Zudem verkörpern Bonusprogramme verschiedene Elemente des Marketing-Mix.
Die Rahmenbedingungen, die zu einem starken Anstieg von Bonusprogrammen in den letzten Jahren geführt haben, resultieren aus dem rechtlichen, nachfragerbezogenen und konkurrenzbezogenen Unternehmensumfeld. Einen Impuls gab die Abschaffung des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung im Jahre 2001. Zudem hat das unbeständige Kaufverhalten der Konsumenten und der Wettbewerbsdruck unter der Konkurrenz zur Entwicklung von Bonusprogrammen geführt.
Bei der Betrachtung der Eigenschaften von Bonusprogrammen haben sich fünf Gestaltungsmerkmale herauskristallisiert, die jeweils bezeichnende Eigenschaftsmerkmale subsumieren. Die Struktur der Charakteristika von Bonusprogrammen fungiert als theoretische Basis für die empirische Analyse. Bei der empirischen Untersuchung der Bonusprogramme in Deutschland dienen die Eigenschaften der Gestaltungsmerkmale als zu analysierende Variablen. Der Rabatt als primäres Leistungsmerkmal von Bonusprogrammen stellt sich nicht als der wichtigste Anreizfaktor heraus. Vielmehr steht das Privileg von Teilnehmern, Zusatzleistungen zu erhalten, im Mittelpunkt. Weitere Analysen zeigen, dass eine trennscharfe Typologisierung der Bonusprogramme anhand der Eigenschaften nicht erkennbar ist. Allerdings ist die Branchenzugehörigkeit des Programmanbieters ein kennzeichnendes Merkmal der einzelnen Cluster zu identifizieren. Innerhalb einer Branche sind Bonusprogramme ähnlich gestaltet. Die ursprünglich beabsichtigte Profilierung vor Mitbewerbern wurde demnach nicht erreicht. Ein Erfolg von Bonusprogrammen ist nur tendenziell zu vermerken. Positive ökonomische Effekte sowie eine bindende Wirkung sind schwach erkennbar. Ist die Zugehörigkeit zu und Identifikation mit dem Bonusprogramme des Teilnehmers allerdings vorhanden, reagiert er weniger sensibel auf Preisaktionen der Konkurrenz oder Qualitätseinbußen des Anbieters.
Inhaltsverzeichnis:
| Abstract | II | |
| Inhaltsverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | VI | |
| Abbildungsverzeichnis | VII | |
| Tabellenverzeichnis | VIII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung und Zielsetzung | 1 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 1 |
| 2. | Bonusprogramme als Instrument des Beziehungsmarketing | 3 |
| 2.1 | Grundlagen und Instrumente des Beziehungsmarketing | 4 |
| 2.1.1 | Grundlagen des Beziehungsmarketing | 4 |
| 2.1.2 | Instrumente des Beziehungsmarketing | 14 |
| 2.2 | Abgrenzung und Einordnung von Bonusprogrammen | 16 |
| 2.2.1 | Begriffsabgrenzungen | 16 |
| 2.2.2 | Einordnung als Instrument des Beziehungsmarketing | 20 |
| 2.3 | Einflussfaktoren auf die Entwicklung von Bonusprogrammen | 21 |
| 2.3.1 | Historische Entwicklung | 22 |
| 2.3.2 | Rechtliche Einflussfaktoren | 25 |
| 2.3.3 | Nachfragerbezogene Einflussfaktoren | 27 |
| 2.3.4 | Konkurrenzbezogene Einflussfaktoren | 28 |
| 3. | Entscheidungsparameter bei der Gestaltung von Bonusprogrammen | 30 |
| 3.1 | Gestaltungsmerkmal Technische Ausstattung | 32 |
| 3.2 | Gestaltungsmerkmal Kundensegmentierung | 34 |
| 3.3 | Gestaltungsmerkmal Art und Höhe der Prämie | 36 |
| 3.4 | Gestaltungsmerkmal Zusatzleistungen | 39 |
| 3.5 | Gestaltungsmerkmal Einsatz von Partnernetzwerken | 41 |
| 4. | Bonusprogramme in Deutschland – Eine empirische Analyse | 44 |
| 4.1 | Systematisierung und Aufbau des Untersuchungsrahmens | 44 |
| 4.2 | Ergebnisse der Auswertungen | 46 |
| 4.2.1 | Auswertung der Gestaltungsmerkmale | 47 |
| 4.2.1.1 | Technische Ausstattung | 47 |
| 4.2.1.2 | Kundenselektion | 48 |
| 4.2.1.3 | Rabattierung und Prämienarten | 48 |
| 4.2.1.4 | Zusatzleistungen | 52 |
| 4.2.1.5 | Partnernetzwerke | 55 |
| 4.2.2 | Vergleich einzelner Eigenschaftsmerkmale | 55 |
| 4.2.2.1 | Branchenvergleich | 55 |
| 4.2.2.2 | Vergleich alter und neuer Bonusprogramme | 58 |
| 4.3 | Ableitung verschiedener Typen von Bonusprogrammen | 60 |
| 4.3.1 | Erläuterung des Vorgehens | 60 |
| 4.3.2 | Ergebnisse der Clusteranalyse | 64 |
| 5. | Beurteilung des Erfolgs von Bonusprogrammen | 70 |
| 5.1 | Erfolgsanalyse von Bonusprogrammen | 70 |
| 5.2 | Gestaltungsempfehlungen | 77 |
| 6. | Schlussbetrachtung | 79 |
| Anhang | VIII | |
| Literaturverzeichnis | XV |
rigkeit zu einem bestimmten Bonusprogramm nach außen zu dokumentieren.220 Durch eine integrierte Zahlungsfunktion in BP, würde die Kaufentscheidung durch eine bargeldlose Zahlungsmöglichkeit forciert werden. Kreditkarte und ECKarte können somit aus dem Portemonnaie verdrängt werden. Ziel der Karte sollte es sein, dass der Kunde sie selbstverständlich im Portemonnaie trägt, gerne vorzeigt und benutzt.221 Ein BP sollte allen Kunden ohne Eintrittsbarrieren offen stehen. Um profitabel zu sein, ist die Einführung einer Statusmitgliedschaft zu raten. Dadurch werden umsatzstarke und treue Kunden zusätzlich belohnt. Um die Motivation der BP-Teilnehmer aufrechtzuhalten, sollten gesammelte Punkte möglichst spät verfallen und lange Zeit einlösbar sein. Neben wertvollen Sachprämien und besonderen Leistungsprämien, sind Punkte, die bar ausbezahlt oder verrechnet werden, beliebt. Es hat sich herausgestellt, dass der finanzielle Vorteil eines BP nicht der Hauptanreiz ist. Zusatznutzen für Mitglieder wie Probeprodukte, Geburtstagspräsente oder Gewinnspiele vermitteln Emotionalität und dienen als Profilierungsfaktoren. Daran kann das anbietende Unternehmen ansetzen und branchen- und kundenspezifisch agieren. Die Kunden hingegen können den durchaus gewünschten Preisvorteil in Form zusätzlicher Sonderangebote und Preisaktionen erhalten. [...]
schwer zu erreichen, da es zu viele kleine Segmente aufgrund der Vielfalt an Kundenbedürfnissen gibt und die Kosten daher sehr hoch wären. Ein Unternehmen kann nicht für jeden Konsumententyp ein eigenes Programm generieren, jedoch kann es ein BP nach den individuellen Bedürfnissen des Kunden modifizieren. Eine positive Erkenntnis ist, dass die Daten über die Kundschaft, die mittels eines BP gesammelt werden, dazu dienen, sehr detaillierte Analysen der Kundenprofile durchzuführen. Daraus resultieren kleine Marktsegmente von Kunden mit unterschiedlichem Kaufverhalten. Den Anbietern bietet sich dadurch die Möglichkeit, ihre Produkte gemäß den Bedürfnissen der individuellen Marktsegmente anzubieten.219 Eine Umsatzsteigerung durch erhöhte Penetration oder CrossSelling ist nur tendenziell erkennbar. Der Umsatz pro Einkauf verringert sich durch Kundenbindungsmaßnahmen eher, als dass der Umsatz pro Kunde generell gesteigert wird. Positiv festzustellen ist jedoch, dass Mitglieder eines Bonusprogramms weniger sensibel auf Preisaktionen anderer Anbieter sowie auf geringfügige Qualitätsverluste des BP-Anbieters im Vergleich mit der Konkurrenz reagieren. Grundsätzlich existieren tendenziell positive Effekte von Kundenbindungsmaßnahmen auf die Bindung der Kunden. Es kann jedoch aufgrund der geringen Verfügbarkeit an wissenschaftlich fundierten Untersuchungen noch keine konkrete Aussage zum Erfolg von Bonusprogrammen gemacht werden. Der Fokus bisheriger Arbeiten lag stark auf der Wirkung von Kundenbindungsmaßnahmen auf das Verhalten und weniger auf die Einstellung. Das wäre ein Ansatzpunkt für weitere Erfolgsanalysen zu Bonusprogrammen. 5.2 Gestaltungsempfehlungen Die Ausführungen der empirischen Auswertung sowie der Erfolgsbetrachtung stellen eine Anregung für die Gestaltung von BP in Deutschland dar. Demnach werden nachfolgend Empfehlungen für die Ausgestaltung von BP gegeben. Es hat sich gezeigt, dass die Karten im Rahmen eines BP neben der Identifikationsfunktion, eine breite Palette an Einsatzmöglichkeiten bieten müssen, um sich bei den Kunden zu etablieren. Die KK dient zudem als Instrument, die Zugehö219 [...]
Ein kritischer Erfolgsfaktor der Kundenbindungsmaßnahmen stellt der Selbstselektionseffekt der Mitglieder dar.217 Dieser Effekt besagt, dass ausschließlich bzw. hauptsächlich die Kunden einem Kundenbindungsprogramm beitreten, die schon vorher eine positive Einstellung zum Unternehmen haben oder bereits Stammkunden sind. Deswegen schlägt DILLER vor, die Kundenbindung der neuen und älteren Mitglieder im Zeitablauf zu messen, um zu erkennen, ob die Bindungswirkung tatsächlich auf die Mitgliedschaft zurückzuführen ist, oder ob sie Voraussetzung für den Beitritt war. BP würden ihre Rolle als Differenzierungsfaktoren verlieren, wenn sie auf Märkten, die in Segmente mit verschiedenen Bedürfnissen geteilt werden können, angeboten würden. Homogene Konsumentenbedürfnisse würden dazu führen, dass entweder alle oder keine Konsumenten an dem Programm teilnehmen würden.218 Diese Form der Marktbearbeitung ist in der Realität [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832467418
Arbeit zitieren:
Heckmeier, Andrea November 2002: Bonusprogramme in der Praxis, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Beziehungsmarketing, Kundenbindung, Treueprogramme, Beziehungsmanagement, Kundentreue



