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Börsengang einer Fußball-Kapitalgesellschaft

Börsengang einer Fußball-Kapitalgesellschaft
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Wolfgang Lang
  • Abgabedatum: Februar 2002
  • Umfang: 151 Seiten
  • Dateigröße: 2,7 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5452-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5452-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5452-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lang, Wolfgang Februar 2002: Börsengang einer Fußball-Kapitalgesellschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Börsengang, Berufsfußball, Fußballbundesliga

Diplomarbeit von Wolfgang Lang

Einleitung:

Die Ausgliederung des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes eines Bundesligavereins auf eine börsenfähige Kapitalgesellschaft ist Voraussetzung für den Börsengang einer Fußball-Kapitalgesellschaft. Der Ausgliederungsvorgang führt zu Strukturänderungen in den Vereinen und wirft gesellschafts-, verbands-, arbeits- und kapitalmarktrechtliche Fragen auf, die im Vorfeld eines Börsengangs zu beachten sind.

Die vorliegende Diplomarbeit rückt diesen Problemkreis in ihren Mittelpunkt. Darüber hinaus werden in dieser Arbeit die rechtlichen, finanziellen und sportlichen Aspekte aufgezeigt, aus denen hervorgeht, dass eine Rechtsformänderung der Bundesligavereine notwendig ist. Zusätzlich soll die vorliegende Arbeit einen relativ umfassenden Überblick über die rechtstatsächliche, ökonomische und rechtliche Situation im deutschen Berufsfußball bieten und einen Überblick über die Rechtsformalternativen geben, welche den Fußballvereinen bei der Ausgliederung ihrer Lizenzspielerabteilung zur Verfügung stehen.

Der zu begrenzende Umfang der Untersuchung erlaubt jedoch nicht die umfassende Darstellung aller im Zusammenhang mit den Struktur- und Rechtsformänderungen im Berufsfußball stehenden Probleme.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung und Problemstellung 1
A. Strukturen und Rechtsformen im deutschen Berufsfußball 6
I. Der Deutsche Fußball-Bund als Dachverband 6
II. Das Verhältnis zwischen dem DFB und den Berufsfußballclubs 7
1. Der DFB als Ausrichter des Spielbetriebs 7
2. Neuregelungen im DFB ab der Saison 2001/02 8
2.1 Zulassung von Kapitalgesellschaften zum Spielbetrieb 9
2.2 Der Ligaverband e.V. und die Deutsche Fußball-Liga GmbH 10
2.3 Der Grundlagenvertrag 11
B. Die Proficlubs der Fußball-Bundesligen als „Sportunternehmen“ 13
I. Die Kommerzialisierung des Berufsfußballs 13
1. Umsatzstruktur und -entwicklung 19
1.1 Eintrittskartenverkauf 21
1.2 Fernseheinnahmen 22
1.3 Sponsoringeinnahmen 27
1.4 Merchandising und Licensing 31
1.5 Transfererträge 33
2. Die Ausgaben der Fußballunternehmen 34
2.1 Das „Bosman“-Urteil und seine Auswirkungen auf den Berufsfußball 34
2.2 Die Spielergehälter 37
2.3 Die Ablösesummen 41
2.4 Der Spielbetrieb 43
3. Zusammenfassung 44
II. Rechtliche Notwendigkeit einer Rechtsformänderung der Bundesligaclubs 45
1. Das Nebenzweckprivileg 45
2. Die Rechtsformverfehlung der Fußballunternehmen als eingetragener Verein 46
3. Entziehung der Rechtsfähigkeit gemäß §§ 43 Abs. 2, 44 BGB 49
4. Folgen des Entzugs der Rechtsfähigkeit 50
5. Zusammenfassung 53
C. Voraussetzungen und Grenzen der Umwandlung in Kapitalgesellschaften 55
I. Verbandsrechtliche Voraussetzungen 55
1. Eckwerte des Deutschen Fußball-Bundes 55
2. „Lex Leverkusen“ 58
II. Darstellung der Umwandlungsmöglichkeiten 59
1. Ausgliederung gemäß § 123 Abs. 3 UmwG 61
2. Ausgliederung im Wege der Einzelrechtsnachfolge 64
3. Motive der Ausgliederung 66
D. Die Fußball-Kapitalgesellschaft als Gegenstand eines „Going Public“ 68
I. Gründe für den Börsengang von Fußballunternehmen in Deutschland 68
1. Eigenkapitalstärkung 69
2. Image und Marketing - Optimierung durch ein Going Public 73
3. Professionalisierung der Führungsstrukturen 73
4. Zusammenfassung 74
II. Kriterien der Börsenfähigkeit 75
III. Segmentwahl der Fußball-Kapitalgesellschaft 80
1. Amtlicher Markt 82
IV. Rechtsformalternativen 84
1. Die Aktiengesellschaft (AG) 85
2. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) 87
3. Die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) 88
4. Die GmbH & Co. KGaA 90
5. Die AG & Co. KGaA 91
6. Die Vor- und Nachteile einer Fußball KGaA gegenüber einer Fußball-AG 92
6.1 Vorteile der KGaA gegenüber der AG 93
6.1.1 Vorteile aus den satzungsmäßigen Gestaltungsmöglichkeiten 93
6.1.2 Einflußsicherung des Muttervereins 94
6.1.3 Flexible Eigenkapitalgestaltung 95
6.2 Nachteile der KGaA gegenüber der AG 96
6.2.1 Persönliche Haftung der Komplementäre 96
6.2.2 Kompliziertheit und fehlende Bekanntheit der Rechtsform 96
7. Eignung der unterschiedlichen Kapitalgesellschaftsformen für die Bundesligavereine 97
E. Börsennotierte Fußballunternehmen - ein internationaler Vergleich 99
I. Überblick über die Rechtsformen in ausgewählten europäischen Berufsfußballligen 99
1. England - Premier League 99
2. Italien - Seria A 100
3. Spanien - Primera Divisiona 102
4. Frankreich - Première Division 103
5. Zusammenfassung 104
II. Bisherige Börsengänge in Europa 105
1. England 105
2. Italien 108
3. Schweiz 109
4. Deutschland 111
III. Chancen und Risiken von Fußballaktien 113
F. Schlussbetrachtung 118
I. Zusammenfassung 118
II. Ausblick 121
Anhang 128
Abbildungsverzeichnis 129
Abbildungen 130
Abkürzungsverzeichnis 136
Literaturverzeichnis 140

Automatisiert erstellter Textauszug:

Kapitalgesellschaft ermöglicht den Fußballunternehmen den Zugang zur Börse. Nach Steinbeck/Menke (in NJW 1998: 2171) ist eine Ausgliederung des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes Lizenzspielerabteilung auf eine selbständige Kapitalgesellschaft geeignet, den Bundesligavereinen die Rechtsfähigkeit als nichtwirtschaftliche Vereine i.S.d. § 21 BGB zu erhalten. Ob die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung zu einer Beseitigung der Rechtsformverfehlung führt, ist jedoch zweifelhaft, weil nach den verbandsrechtlichen Vorgaben des DFB der Verein Mehrheitsaktionär des neuen Rechtsträgers sein muss, was dazu führt, dass der Verein als herrschendes Unternehmen i.S.d. Konzernrechts einzustufen ist. Zwar profitieren die Lizenzspielerabteilungen der Vereine der Fußball-Bundesliga nicht von einer Steuervergünstigung, da sie voll steuerpflichtige wirtschaftliche Geschäftsbetriebe i.S. des § 14 Satz 1 AO sind. Es besteht jedoch die Gefahr, dass der gesamte Verein seine gemeinnützigen Ziele, wegen der vom Verband vorgeschriebenen Beteiligung als Mehrheitseigentümer an der [...]

Dadurch könnten die Spieler nach Kündigung des Vertrages ablösefrei wechseln, was erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen für die Kapitalgesellschaften hätte.89 Wollen die Vereine ihre Profiabteilungen als Sacheinlage in die Kapitalgesellschaft einbringen, „besteht die Gefahr, dass diese Einlage durch die Ausübung des Widerspruchsrechts erheblich an Wert einbüßt“ (Siebold/Wichert in SpuRt 1999: 95), denn der Verlust hochwertiger Spieler schlägt bilanzrechtlich negativ zu Buche, wenn für sie keine Ablösesumme erzielt wird. Diese Zwangslage der Fußballclubs, eine wettbewerbsfähige Mannschaft zu erhalten, könnten die Spieler zum Abschluss von hochdotierten Verträgen nutzen. Das Widerspruchsrecht der Lizenzspieler wird allerdings in der Literatur kontrovers diskutiert und soll an dieser Stelle nicht weiter vertieft werden.90 Für die Fußballclubs empfiehlt sich, in Zukunft bereits bei Vertragsabschluß die Spielerverträge mit einer entsprechenden Klausel auszustatten, welche für den Fall einer zukünftigen Ausgliederung das Widerspruchsrecht der Spieler nach § 613 a BGB ausschließt. Geht man davon aus, dass den Berufsfußballern ein Widerspruchsrecht bei der Ausgliederung nach dem Umwandlungsgesetz zusteht, entfällt ein wesentlicher Vorteil dieser Variante gegenüber der Singularsukzession nach allgemeinen Regeln des BGB. Bei der Singularsukzession steht den Vereinsangestellten ein Widerspruchsrecht im Sinne des § 613 a BGB unstreitig zu. Wegen den bereits erwähnten umfangreichen formellen Erfordernissen des [...]

Muttervereinen und Tochtergesellschaften an dritten lizenzierten Fußballunternehmen zum Lizenzentzug. „Organe von Tochtergesellschaften und Lizenzvereinen dürfen ebenfalls nicht an anderen Fußballkapitalgesellschaften beteiligt sein“ (WGZ-Bank 2001: 43). Um Unregelmäßigkeiten zu verhindern, verbieten die DFB-Vorgaben Schiedsrichtern grundsätzlich den Kauf von Anteilen an Fußballunternehmen. Spieler dürfen nur Aktien ihres jeweiligen Arbeitgebers besitzen. Unternehmen, die bereits in Führungsgremien eines deutschen Fußballunternehmens repräsentiert sind, wurde vom DFB untersagt, Vertreter in Gremien anderer deutscher Fußballclubs zu entsenden. Darüber hinaus erachtet der DFB die gesetzlichen Mindestkapitalgrenzen als überholt und verlangt von den ausgegliederten Tochtergesellschaften, dass sie ein Eigenkapital von mindestens 5 Mio. DM aufbringen. Dadurch soll ein höherer Gläubigerschutz gewährleistet werden. Zusätzlich müssen die Beteiligungsverhältnisse an der FußballKapitalgesellschaft gegenüber dem DFB im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens offen gelegt werden. 2. „Lex Leverkusen“ Auf Antrag des TSV Bayer 04 Leverkusen wurde das „Eckwertepapier“ um das sogenannte „Lex Leverkusen“ ergänzt. Darin ist eine Ausnahmeregelung der DFBBestimmungen enthalten. mehr Hiernach als 50% dürfen der ausnahmsweise an der solche FußballWirtschaftsunternehmen Stimmrechte [...]

Arbeit zitieren:
Lang, Wolfgang Februar 2002: Börsengang einer Fußball-Kapitalgesellschaft, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Börsengang, Berufsfußball, Fußballbundesliga

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