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Das Bild des behinderten Menschen in der Kinder- und Jugendliteratur

Das Bild des behinderten Menschen in der Kinder- und Jugendliteratur
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christina O´Sullivan
  • Abgabedatum: Dezember 1997
  • Umfang: 121 Seiten
  • Dateigröße: 6,6 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Katholische Fachhochschule Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1104-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1104-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1104-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: O´Sullivan, Christina Dezember 1997: Das Bild des behinderten Menschen in der Kinder- und Jugendliteratur, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Isolation Behinderter, Drittes Reich, Umfeld Behinderter, Behinderungsarten, Selbstbild Behinderter

Diplomarbeit von Christina O´Sullivan

Gang der Untersuchung:

In meiner Arbeit gehe ich auf verschiedene Definitionen von Behinderung ein, gebe einen kurzen Abriß der Geschichte der Kinderliteratur und wende mich dann Literaturgattungen zu, in denen Behinderte dargestellt werden.

In diesem Zusammenhang beleuchte ich auch kurz Definitionen aus Kinder- und Jugendlexika zum Stichwort "Behinderung". Danach habe ich mir einige Empfehlungen zur Behandlung des Themas "Behinderte" im Schulunterricht angesehen.

Im Hauptteil meiner Arbeit betrachte ich die Darstellung des Behinderten generell. Welche Behinderungsarten werden dargestellt und wie? Dabei habe ich festgestellt, daß Körperbehinderte bedeutend häufiger vorkommen als geistig Behinderte. Unter den geistig Behinderten ist das Down-Syndrom am meisten anzutreffen. Ich bin der Frage nach dem Selbstbild des Behinderten nachgegangen, das in der Kinder- und Jugendliteratur durchweg positiv ist und der Frage, wie der Behinderte seine Umwelt sieht. Ich habe festgestellt, daß der Behinderte oft als Vorbild für andere hingestellt wird, der in schwierigen Situationen außergewöhnliche Kräfte entwickelt.

Das Umfeld des Behinderten betreffend bin ich auf die dargestellten Beziehungen zu Eltern und Geschwistern eingegangen und habe diese mit Realitätsberichten verglichen. Im schulischen Bereich fiel mir auf, daß fast alle behinderten Kinder in den betrachteten Büchern Integrationsschulen besuchen oder im Verlauf der Handlung darauf hingewirkt wird, daß sie es am Ende können. Auch das habe ich mit der Realität verglichen, wozu ich Berliner Statistiken heranzog. Anschließend geht es um Möglichkeiten des Umgangs mit dem Behinderten und dessen Reaktionen darauf. Da gibt es eine breite Palette: von Mitleid über Hilflosigkeit und Neugier bis hin zu wirklicher Hilfsbereitschaft.

Im nächsten Abschnitt gehe ich auf Freunde des Behinderten ein. Da ist zunächst der Verlust von Freunden nach Eintritt der Behinderung, da diese mit der neuen Situation nicht umgehen können und der Behinderte sich an vielem nicht mehr wie gewohnt beteiligen kann. Dafür werden neue Freunde hinzugewonnen. Oft lernt der Behinderte durch einen anderen Behinderten in ähnlicher Situation oder durch einen, dem es noch schlechter geht, mit seiner Situation besser fertigzuwerden. Es gibt aber auch eine Isolation des Behinderten, besonders des geistig oder mehrfach Behinderten und seiner Familie, die in manchen Büchern durchaus angesprochen wird. Liebe und Sexualität bei Behinderten wird nach wie vor sehr selten erwähnt. Hier ziehe ich Vergleiche zu einer anderen Untersuchung zum Thema "Behinderte in der Kinder- und Jugendliteratur", die 1982 erschien und von Rosmarie Zimmermann durchgeführt wurde. Auf diese sehr umfangreiche Untersuchung habe ich an mehreren Stellen in meiner Arbeit hingewiesen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufgezeigt.

In einem weiteren Kapitel gehe ich auf den gestalterischen Aufbau der Kinderbücher ein. Welchen Einstieg wählt der Autor? Wie führt er die Behinderung ein? Welche Situationen werden häufig dargestellt? Gibt es ein Happy-End? Kurze Erwähnung fanden dabei auch die Themen "Witz und Humor", "Tod und Behinderung" und "Behinderung im Dritten Reich".

Der kurzen abschließenden Bemerkung zum Thema "Behinderte und Behindernde" folgt noch ein zweiteiliger Anhang. Er besteht aus einem Fragebogen zur Anwendung von Literatur über Behinderte im Schulunterricht, den ich Berliner Lehrern und Lehrerinnen vorgelegt habe und einer Liste mit kurzen Inhaltsangaben der von mir betrachteten Bücher und Altersempfehlungen für den Einsatz, sowie dem Hinweis auf Arbeitsmaterialien für den Einsatz im Schulunterricht.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 4
1. Definition Behinderung 6
2. Definitionen für Behinderungen aus Kinder- und Jugendlexika 6
2.1. Die sachliche Erklärung in vereinfachter Form 7
2.2. Die Definition in Form einer Beispielgeschichte 9
3. Kinder- und Jugendliteratur 10
3.1. Geschichte der Kinder- und Jugendliteratur 10
3.2. Von der Notwendigkeit der Darstellung Behinderter in der Kinder- und Jugendliteratur 14
3.3. Literaturgattungen, in denen Bücher über Behinderte erscheinen 15
3.3.1. Das Sachbuch 15
3.3.2. Märchen 17
3.3.3. Das problemorientierte Kinder- und Jugendbuch 21
3.4. Das problemorientierte Kinder- und Jugendbuch im Unterricht 23
3.4.1. Max von der Grün: "Vorstadtkrokodile" 24
3.4.2. Peter Härtling: "Das war der Hirbel" 26
3.4.3. Jaap ter Haar: "Behalt das Leben lieb" 27
3.4.4. Mirjam Pressler: "Stolperschritte" 28
4. Der Behinderte im Kinder- und Jugendbuch 30
4.1. Dargestellte Behinderungsarten und deren Häufigkeit 31
4.2. Das Selbstbild des Behinderten 34
4.3. Wie sieht der Behinderte seine Umwelt? 38
4.4. Die Vorbildwirkung des Behinderten 42
5. Der Behinderte und sein Umfeld 46
5.1. Die Eltern 46
5.2. Geschwister 49
5.3. Schule und Freizeitbereich 53
5.3.1. Der Integrationsgedanke - Behinderte in einer Regelschule 53
5.3.2. Möglichkeiten des Umgang mit dem Behinderten und dessen Reaktionen 55
5.3.3. Hobbies und Interessen des Behinderten 60
6. Freunde des Behinderten 62
6.1. Verlust von Freunden nach Eintritt der Behinderung 65
6.2. Der, dem es noch schlechter geht, bringt dich auf den rechten Weg 65
6.3. Isolation des Behinderten und seiner Familie 67
6.4. Liebe und Sexualität bei Behinderten 69
7. Gestaltungsformen und -mittel der Autoren 73
7.1. Perspektive des Autors 73
7.2. Einstieg in die Handlung 74
7.3. Einführung der Behinderung 75
7.4. Bevorzugt dargestellte Situationen und Handlungsaufbau 78
7.5. Witz und Humor 80
7.6. Der Tod als Thema 81
7.7. Drittes Reich und Behinderung 84
7.8. Das Happy-End 87
7.9. Die Autoren 91
7.10. Die sprachliche Gestaltung der Kinderbücher 93
8. Behinderte und Behindernde 94
Literaturverzeichnis 95
Kinder- und Jugendliteratur 95
Sekundärliteratur 98
Anhang A
Umfrage an Berliner Schulen und Kindertagesstätten A1
Bücher über Behinderte A6

Arbeit zitieren:
O´Sullivan, Christina Dezember 1997: Das Bild des behinderten Menschen in der Kinder- und Jugendliteratur, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Isolation Behinderter, Drittes Reich, Umfeld Behinderter, Behinderungsarten, Selbstbild Behinderter

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