Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Die Bilanzierung von Leasingverhältnissen im internationalen Vergleich

Die Bilanzierung von Leasingverhältnissen im internationalen Vergleich
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andrea Riedel-Stegner
  • Abgabedatum: Dezember 2004
  • Umfang: 96 Seiten
  • Dateigröße: 358,8 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8755-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8755-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8755-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Riedel-Stegner, Andrea Dezember 2004: Die Bilanzierung von Leasingverhältnissen im internationalen Vergleich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Handelsgesetzbuch, Mobilienleasing, IAS, IFRS

Diplomarbeit von Andrea Riedel-Stegner

Problemstellung:

Das Bestreben der Unternehmen nicht nur auf nationalen Märkten, sondern auch auf internationalen Märkten zu agieren, führt zu einem wachsenden Kapitalbedarf. Dieser steigende Kapitalbedarf soll u. a. durch die Erschließung internationaler Kapitalmärkte gedeckt werden. Damit Kapitalanleger Jahresabschlüsse von nationalen als auch von internationalen Unternehmen vergleichen können, besteht die Notwendigkeit, die Rechnungslegung zu harmonisieren. Mit Verabschiedung der EU-Verordnung 1606/2002 haben alle kapitalmarktorientierten Kapitalgesellschaften ihren Konzernabschluss nach IAS/IFRS aufzustellen. Für den Einzelabschluss von kapitalmarktorientierten und nicht kapitalmarktorientierten Kapitalgesellschaften besteht für Offenlegungszwecke ein IAS/IFRS-Wahlrecht. Die Pflicht zur Aufstellung eines HGB-Abschlusses bleibt davon unberührt. Die IAS/IFRS gewinnen somit national immer mehr an Bedeutung.

Diese Arbeit befasst sich mit der Leasingbilanzierung im internationalen Vergleich. Das Instrument Leasing weist seit Jahrzehnten ein mehr oder weniger stetiges Wachstum auf. Es ist für die unterschiedlichsten Gegenstände möglich und ist in viele Sektoren mittlerweile ein nicht mehr wegzudenkender Teil der Unternehmenspolitik geworden. Die Gründe für Leasing sind vielfältig. Dazu zählen beispielsweise steuerliche Vorteile, flexibel gestaltbare Leasingvereinbarungen, Schonung des Kreditrahmens, und der Verschuldungsgrad wird i. d. R. nicht belastet. Dabei kann beim Leasing die reine Nutzungsmöglichkeit des Leasinggutes oder die Finanzierungsalternative zum Kauf im Vordergrund stehen. Hierbei können Probleme in Bezug auf die bilanzielle Behandlung dieser Verträge auftreten. Die Leasingbilanzierung gehört mit zu den am meisten diskutierten Problemen der Rechnungslegung. Die folgende Arbeit soll aufzeigen, wie diese Probleme nach Handelsrecht und nach IAS/IFRS behandelt werden, um anschließend kritisch festzustellen, ob die jeweils gewählten Ansätze dafür geeignet sind.

Gang der Untersuchung:

Neben der Problemstellung, dem Aufbau der Arbeit wird die Zielsetzung der Arbeit im Gliederungspunkt 1 erörtert. Gliederungspunkt 2 befasst sich mit den Grundlagen nationaler und internationaler Rechnungslegung. Anschließend werden im Gliederungspunkt 3 der Begriff Leasing, die Erscheinungsformen und die Abgrenzung zu anderen Verträgen erläutert. Der Gliederungspunkt 4 beschäftigt sich mit der Behandlung von Leasingverhältnissen nach Handelsrecht und IAS/IFRS. Die Bilanzierung von Leasingobjekten im Jahresabschluss nach Handelsrecht und IAS/IFRS wird im Gliederungspunkt 5 dargestellt. Eine umfangreiche kritische Würdigung erfolgt im 6. Gliederungspunkt. Neuvorschläge bei der Behandlung von Leasingverhältnissen sollen im 7. Gliederungspunkt ansatzweise aufgezeigt werden. Mit Gliederungspunkt 8, der eine Schlussbemerkung enthält, schließt diese Arbeit ab.

Schwerpunktmäßig werden Mobilienleasingverhältnisse von Kapitalgesellschaften betrachtet. Nicht behandelt werden Sale-and-lease-back, die Behandlung von Leasing im Konzernabschluss, Herstellerleasing und Immobilienleasing.

Mit dieser Arbeit soll geprüft werden, inwieweit es einen Unterschied in der Beurteilung und in der Bilanzierung von Leasingverträgen nach HGB und IAS/IFRS gibt. Die daraus resultierenden Ergebnisse, werden daraufhin untersucht, ob sie zweckkonform sind, ob eines der beiden Rechnungslegungssysteme besser zur Leasingklassifizierung geeignet ist und ob es Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 2
1.3 Zielsetzung 3
2. Grundlagen nationaler und internationaler Rechnungslegung 3
2.1 Zwecke und Adressaten 3
2.2 Grundsätze 4
3. Leasing 5
3.1 Begriff 5
3.2 Erscheinungsformen des Leasings 6
3.3 Abgrenzung von Leasing zu anderen Verträgen 9
4. Behandlung von Leasingverhältnissen nach deutschem Handelsrecht und IAS/IFRS 11
4.1 Vergleich der Aktivierungskriterien 11
4.1.1 Vermögensgegenstand nach deutschem Handelsrecht 11
4.1.2 Asset nach IAS/IFRS 12
4.1.3 Nutzungsüberlassung versus verdeckter Ratenkauf 12
4.2 Zurechnung von mobilen Leasingobjekten 13
4.2.1 Zurechnung nach deutschem Handelsrecht 13
4.2.1.1 Allgemeine Zurechnungsvorschriften für Vermögensgegenstände 13
4.2.1.2 Spezielle Leasingvorschriften 15
4.2.2 Zurechnung nach IAS/IFRS 23
4.2.2.1 Allgemeine Zurechnungsvorschriften für assets 23
4.2.2.2 Spezielle Zurechnungsvorschriften für Leasing- objekte 23
5. Bilanzierung von Leasingobjekten im Jahresabschluss nach deutschem Handelsrecht und IAS/IFRS 28
5.1 Zurechnung zum Leasinggeber 28
5.1.1 Bilanzierung nach HGB 28
5.1.1.1 Bilanzielle Erfassung beim Leasinggeber 28
5.1.1.2 Bilanzierung beim Leasingnehmer 30
5.1.1.3 Anhangsangaben 30
5.1.2 Bilanzierung nach IAS/IFRS 32
5.1.2.1 Bilanzielle Erfassung beim Leasinggeber 32
5.1.2.2 Bilanzierung beim Leasingnehmer 34
5.1.2.3 Anhangsangaben 34
5.2 Zurechnung zum Leasingnehmer 36
5.2.1 Bilanzierung nach HGB 36
5.2.1.1 Bilanzielle Erfassung beim Leasinggeber 36
5.2.1.2 Bilanzielle Erfassung beim Leasingnehmer 36
5.2.1.3 Anhangsangaben 37
5.2.2 Bilanzierung nach IAS/IFRS 38
5.2.2.1 Bilanzielle Erfassung beim Leasinggeber 38
5.2.2.2 Bilanzielle Erfassung beim Leasingnehmer 39
5.2.2.3 Anhangsangaben 40
6. Kritische Würdigung 41
6.1 Zuordnung von Leasingobjekten 41
6.1.1 Kritik an den Zurechnungskriterien des Handelsrechts 41
6.1.1.1 Vollamortisationserlass 41
6.1.1.2 Teilamortisationserlass 45
6.1.1.3 Nicht erlasskonforme Verträge 46
6.1.2 Kritische Auseinandersetzung mit den Zurechnungskriterien nach IAS/IFRS 47
6.1.2.1 Die Art der Zurechnungshilfen nach IAS 17 47
6.1.2.2 Eigentumsübergangstest (transfer of ownership test) 48
6.1.2.3 Günstige Kaufoption (bargain purchase optionstest) 48
6.1.2.4 Mietzeittest (economic life test) 50
6.1.2.5 Barwerttest (recovery of investment test) 53
6.1.2.6 Spezialleasing und Indikatoren 56
6.1.3 Vergleich Zurechnungsergebnisse typisch deutscher Leasingverträge nach IAS/IFRS 58
6.1.3.1 Allgemein 58
6.1.3.2 Vollamortisationsverträge 58
6.1.3.3 Teilamortisationsverträge 59
6.1.3.4 Nicht erlasskonforme Leasingverträge 60
6.2 Die Darstellung im Jahresabschluss 60
6.2.1 Darstellung in der Bilanz 60
6.2.2 Darstellung im Anhang 62
7. Neuvorschläge zur Leasingdarstellung 63
7.1 Bilanzielle Ansätze 63
7.2 Außerbilanzielle Ansätze 64
8. Schlussbemerkung 65
Literaturverzeichnis 67
Rechtsprechungsverzeichnis 81
Verzeichnis der EU-Verordnungen 82
Verzeichnis der Gesetze und Gesetzesentwürfe 83
Verzeichnis der Parlamentaria 84
Verzeichnis der Verwaltungsanweisungen 85
Eidesstattliche Erklärung 86

Automatisiert erstellter Textauszug:

5.2.1.1 Bilanzielle Erfassung beim Leasinggeber Da der Leasinggeber hier wie ein Verkäufer zu behandeln ist, darf der Leasinggegenstand als solcher nicht zu seinem Vermögen gerechnet werden.257 Der Leasinggeber weist das Leasingverhältnis in Höhe des Barwertes der abgezinsten Nettoleasingraten unter den Forderungen aus Lieferung und Leistung aus.258 Wird das Leasinggeschäft über einen Kredit finanziert, so ist dieser zu passivieren.259 Die beim Leasinggeber eingehenden Leasingkaufpreisraten setzten sich aus einem Zins-, Kosten- und Tilgungsanteil zusammen. Die Zinsen sind dabei so zu ermitteln, dass sich ein konstanter Zinssatz ergibt.260 Während der Zins- und Kostenteil erfolgswirksam in der GuV-Rechnung berücksichtigt wird, vermindert der Tilgungsanteil die Forderung aus Lieferung und Leistung. Die Forderung ist jährlich auf eventuelle Ausfallrisiken wegen Zahlungsunfähigkeit oder allgemeiner Kreditrisiken hin zu überprüfen und eventuell um Wertberichtigung zu vermindern.261 5.2.1.2 Bilanzielle Erfassung beim Leasingnehmer Da der Leasingnehmer wirtschaftlicher Eigentümer des Leasinggegenstandes ist, hat er diesen in seinem Anlagevermögen auszuweisen, wobei ein separater Ausweis nicht erforderlich ist.262 Als Anschaffungskosten wird dabei der Barwert der zu zahlenden Leasingraten angesetzt.263 Der Barwert sollte dabei unter Berücksichtigung des Kalkulationszinssatzes des Leasinggebers ermittelt werden, falls dieser bekannt ist. Ansonsten ist der Marktzinssatz für vergleichbare [...]

35 Der Leasinggeber248 hat umfangreiche Pflichtangaben im Anhang249 zu machen. Da der Leasinggeber beim Operating-Leasing Eigentümer der Leasinggegenstände ist, hat er auch Angabe zum Sachanlagevermögen250 bezüglich der Leasinggegenstände, wie z. B. Abschreibungs- und Bewertungsmethoden und außerplanmäßige Wertminderungen von Vermögensgegenständen251 zu machen.252 Daneben hat er die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Leasingverhältnissen zeitlich gegliedert253, die im Periodenergebnis enthaltenen bedingten Mietzahlungen sowie eine allgemeine Beschreibung der wesentlichen Leasingvertragsinhalte anzugeben. Der Leasingnehmer254 hat ebenfalls umfangreiche Pflichtangaben im Anhang255 zu machen. Dazu zählt die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen sowohl vom unkündbaren Leasingverhältnis256 als auch von unkündbaren Untermietverhältnissen. Daneben sind die im Periodenergebnis enthaltenen Zahlungen aus Leasingverhältnissen und Untermietverhältnissen, aufgeteilt nach Mindestleasingzahlungen, bedingten Mietzahlungen und Zahlungen aus Untermietverhältnissen, anzugeben. Außerdem sind allgemeine Beschreibungen zu den wesentlichen Leasingvereinbarungen aufzuzeigen. [...]

34 stattung durch den Leasingnehmer, sind sofort erfolgswirksam zu erfassen.239 Direkte Vertragsabschlusskosten, wie beispielsweise Provisionen, sind über die Laufzeit des Leasingvertrages abzugrenzen.240 5.1.2.2 Bilanzierung beim Leasingnehmer Entsprechend dem HGB ist das Leasingverhältnis wie ein Mietverhältnis zu erfassen. Vom Leasingnehmer wird nur ein Nutzungsrecht erworben, das bilanziell nicht berücksichtigt wird.241 Die Leasingraten stellen für den Leasingnehmer Aufwand dar, der in der Erfolgsrechnung periodengerecht zu erfassen ist. Unabhängig von den geleisteten Zahlungen werden grundsätzlich die Leasingraten linear auf die Laufzeit verteilt.242 Aufwendungen für Nebenkosten, wie z. B. Versicherungs- und Instandhaltungskosten des Leasingobjektes, sind sofort erfolgswirksam zu erfassen.243 5.1.2.3 Anhangsangaben Der Anhang ist Teil des Jahresabschlusses nach IAS/IFRS und soll den Adressaten entscheidungsnützliche Informationen über die tatsächlichen Verhältnisse der Unternehmenslage liefern.244 Die Pflicht zur Aufstellung eines Anhangs ist nicht rechtsformabhängig auf Kapitalgesellschaften beschränkt. Größenabhängige Erleichterungen [...]

Arbeit zitieren:
Riedel-Stegner, Andrea Dezember 2004: Die Bilanzierung von Leasingverhältnissen im internationalen Vergleich, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Handelsgesetzbuch, Mobilienleasing, IAS, IFRS

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren