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Bilanzierung von Finanz-Swaps nach handelsrechtlichen Grundsätzen

Dargestellt am Beispiel der DG Bank, Frankfurt

Bilanzierung von Finanz-Swaps nach handelsrechtlichen Grundsätzen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jens Köhler
  • Abgabedatum: Juni 1997
  • Umfang: 106 Seiten
  • Dateigröße: 4,7 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3824-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3824-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3824-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Köhler, Jens Juni 1997: Bilanzierung von Finanz-Swaps nach handelsrechtlichen Grundsätzen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Jens Köhler

Einleitung:

Derivative Finanzinstrumente, häufig auch als Derivate bezeichnet, haben heute zwar ihren festen Platz im Finanzgeschäft, werden aber spätestens seit den Schwierigkeiten der britischen Bank Barings ausführlicher diskutiert.

Gegenstand der Diskussion sind hauptsächlich die Risiken und die externe Berichterstattung von Derivaten. Dies scheint berechtigt, da das Risikopotential, das aus der Hebelwirkung der Instrumente in Verbindung mit der Volatilität der Märkte resultiert, selbst von Fachleuten immer schwieriger abzuschätzen ist. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach der Transparenz, d.h. danach, wie die Offenlegung der derivativen Geschäfte und deren Risiken erfolgen kann. Das volumenmäßig stärkste derivative Finanzinstrument ist der Finanz-Swap, der aufgrund seiner fehlenden Standardisierung zu den OTC-Finanzinstrumenten zählt. In den letzten Jahren hat der Einsatz von Finanz-Swaps starke Zuwächse im Geschäft der Kreditinstitute verzeichnet.

Die folgende Abb. (an dieser Stelle aus redaktionellen Gründen entnommen) zeigt das Verhältnis der getätigten Swapgeschäfte im Verhältnis zum Geschäftsvolumen jeweils bezogen auf inländische Kreditinstitute. Die Abbildung verdeutlicht den heutigen Stellenwert der Finanz-Swaps im Rahmen der Geschäftsaktivitäten der Kreditinstitute. Ungeachtet dessen und einem zunehmenden Einsatz von Finanz-Swaps ist deren Behandlung im handelsrechtlichen Jahresabschluß noch nicht abschließend geklärt. Dies hat zur Folge, daß der Jahresabschluß über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage keine erschöpfende Auskunft gibt und seiner Informationsfunktion nicht vollständig gerecht wird. Die Kreditinstitute als Finanzdienstleistungsunternehmen und ihre Adressaten der Rechnungslegung, insbesondere Eigentümer und Gläubiger, haben in diesem Zusammenhang eine besonderes Interesse an einer möglichst realitätsnahen Darstellung der wirtschaftlichen Situation.

In den letzten Jahren wurde verstärkt versucht, die derivativen Finanzinstrumente im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten in den Jahresabschluß sinnvoll einzubinden. Jedoch hat dies nicht zu einer expliziten Berücksichtigung von Derivaten in den Rechnungslegungsvorschriften geführt. Vielmehr werden andere Verlautbarungen, insbesondere die Stellungnahmen der Instituts der Wirtschaftsprüfer als Rechtsgrundlage für die Bewertung und Bilanzierung herangezogen. Fehlende Rechnungslegungsvorschriften und die Besonderheiten im Zusammenhang mit Finanz-Swaps stellen den Bilanzierenden nicht nur vor offene Fragen, sondern eröffnen auch die Möglichkeit einer Bilanzpolitik und der bewußten Gestaltung des Jahresabschlusses.

Dabei stellt sich die Frage, inwieweit den Adressaten der externen Rechnungslegung ein sicherer Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gewährleistet wird. Das Ziel dieser Arbeit ist somit einen umfassenden Überblick über die derzeitigen Möglichkeiten der Abbildungen von Finanz-Swaps im Jahresabschluß zu geben. Unter anderem wird dabei, anhand der Bilanzierungspraxis der DG Bank, Frankfurt, erläutert, wie die Bilanzierung und Bewertung der Finanz-Swaps in der praktischen Umsetzung erfolgt. Aufgrund des überproportionalen Anteils der Zinsswaps am Gesamtvolumen der Finanz-Swaps, bilden diese in allen Kapiteln den Schwerpunkt dieser Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

A. Einleitung 1
1. Einführung und Problemstellung 1
2. Vorgehensweise 2
B. Grundlagen zu Finanz-Swaps 4
1. Charakterisierung von Finanz-Swaps 4
1.1 Begriff der Swapgeschäfte 4
1.2 Erscheinungsformen von Finanz-Swaps 4
1.2.1 Einteilung der Finanz-Swaps nach Umfang der Zahlungsströme 5
1.2.1.1 Zinsswaps 5
1.2.1.1.1 Standardform: Plain-Vanilla-Swap 5
1.2.1.1.2 Sonderform: Basis-Swap 7
1.2.1.2 Währungsswaps 8
1.2.1.2.1 Anfangstransaktion 8
1.2.1.2.2 Zinstransaktion 9
1.2.1.2.3 Schlußtransaktion 9
1.2.1.3 Kombinierte Zins-/Währungsswaps 9
1.2.2 Einteilung der Swaps nach dem Zweck des Grundgeschäfts 10
1.2.2.1 Asset-Swaps 10
1.2.2.2 Liability-Swaps 10
2. Einsatzmöglichkeiten von Finanz-Swaps durch Kreditinstitute 11
2.1 Eigenbestand der Kreditinstitute mit Finanz-Swaps 11
2.1.1 Sicherungsgeschäfte mit Finanz-Swaps 11
2.1.1.1 Steuerung des Zinsänderungsrisikos 12
2.1.1.1.1 Definition des Zinsänderungsrisikos 12
2.1.1.1.2 Beispiel zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos 12
2.1.1.2 Steuerung des Währungsrisikos 13
2.1.2 Rentabilitätssteuerung durch Finanz-Swaps 14
2.1.2.1 Verringerung der Refinanzierungskosten durch Liability-Swaps 14
2.1.2.2 Chance zur Ertragssteigerung durch Asset-Swaps 14
2.2 Handelsgeschäfte der Kreditinstitute mit Finanz-Swaps 15
2.2.1 Arbitragegeschäfte 16
2.2.2 Intermediary-Geschäfte 16
2.2.3 Arranger-Geschäfte 17
2.3 Strategische Positionen 17
3. Risiken aus Finanz-Swaps 18
3.1 Marktrisiken 19
3.1.1 Preisrisiko 19
3.1.1.1 Zinsänderungsrisiko 19
3.1.1.2 Währungsrisiko 20
3.1.2 Spreadrisiko 20
3.2 Bonitätsrisiko 20
3.3 Liquiditätsrisiko 21
3.4 Rechtsrisiko 22
3.5 Betriebsrisiko 22
C. Bilanzierung und Bewertung von Finanz-Swaps 23
1. Überblick 23
2. Grundlagen zur Abbildung von Finanz-Swaps im Jahresabschluß 24
2.1 Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung in Bezug auf Swapvereinbarungen 24
2.1.1 Grundsatz der Einzelbewertung 24
2.1.2 Grundsatz der Vorsicht 25
2.1.2.1 Realisationsprinzip 25
2.1.2.2 Imparitätsprinzip 25
2.1.2.3 Wertaufhellungsprinzip 26
2.1.3 Grundsatz der Bewertungsstetigkeit 26
2.2 Schwebende Geschäfte 27
2.2.1 Grundlagen zu schwebenden Geschäften 27
2.2.2 Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 27
2.3 Bewertungseinheiten 28
2.3.1 Begriff und Rechtsgrundlage der Bewertungseinheit 28
2.3.2 Wahlrecht oder Pflicht zur Bildung von Bewertungseinheiten 29
2.3.3 Bildung von Bewertungseinheiten 31
2.3.3.1 Grundsätzliche Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten 31
2.3.3.1.1 Zins- oder Währungsrisiko 31
2.3.3.1.2 Wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft 31
2.3.3.1.3 Gewinnchance und Verlustrisiko 32
2.3.3.1.4 Vollständige Kompensation 32
2.3.3.1.5 Negative Korrelation 33
2.3.3.1.6 Restrisiken 33
2.3.3.2 Sicherungsgeschäft als Basis zur Bildung von Bewertungseinheiten 34
2.3.3.2.1 Hedging 34
2.3.3.2.2 Micro-Hedge 34
2.3.3.2.2.1 Grundlagen zum Micro-Hedge 34
2.3.3.2.2.2 Beispiel zum Micro-Hedge 36
2.3.3.2.3 Macro-Hedge 37
2.3.3.2.3.1 Grundlagen zum Macro-Hedge 37
2.3.3.2.3.2 Beispiel zum Macro-Hedge 38
2.3.3.2.4 Portfolio-Hedge 39
3. Einzel- und kompensatorische Bilanzierung und Bewertung von Finanz-Swaps 41
3.1 Preisermittlung und Marktwerte bei Finanz-Swaps 41
3.1.1 Preisnotierung von Finanz-Swaps 41
3.1.2 Marktwerte von Finanz-Swaps 42
3.1.2.1 Marktwertermittlung bei Zinsswaps mittels fiktivem Gegenswap 42
3.1.2.1.1 Grundlagen zur Marktwertermittlung 42
3.1.2.1.2 Beispiel zur Marktwertermittlung 43
3.1.2.2 Marktwertermittlung bei Währungsswaps 45
3.2 Einzelbilanzierung und -bewertung von Zinsswaps 46
3.2.1 Bilanzierung und Bewertung der Zinsswapvereinbarung 46
3.2.1.1 Grundsätzliche Nichtbilanzierung 46
3.2.1.2 Rückstellungen für drohende Verluste 47
3.2.2 Bilanzierung und Bewertung der Zinszahlungen 48
3.3 Kompensatorische Bilanzierung und Bewertung von Zinsswaps 48
3.3.1 Bilanzierung und Bewertung mit Micro-Hedge 49
3.3.1.1 Zinsswaps kombiniert mit Buchforderungen bzw. -verbindlichkeiten 50
3.3.1.2 Zinsswaps kombiniert mit festverzinslichen Wertpapieren 51
3.3.1.2.1 Grundlagen zur Bewertung 51
3.3.1.2.2 Festbewertung der Bewertungseinheit 52
3.3.1.2.3 Marktbewertung der Bewertungseinheit 52
3.3.1.2.4 Vorzeitige Auflösung der Bewertungseinheit 54
3.3.1.3 Zinsswaps kombiniert mit Floating Rate Notes 54
3.3.1.4 Bilanzierung und Bewertung der Zinsen aus einem Micro-Hedge 55
3.3.2 Bilanzierung und Bewertung mit Macro-Hedge 56
3.3.2.1 Nichtbilanzierung und -bewertung des Macro-Hedge 56
3.3.2.2 Bilanzierung und Bewertung der Zinsen aus einem Macro-Hedge 56
3.3.3 Bilanzierung und Bewertung im Portfolio 57
3.3.3.1 Portfolio-Bewertung auf Basis der Einzelproduktbetrachtung 57
3.3.3.1.1 Bewertungsergebnis 57
3.3.3.1.2 Behandlung der laufenden Zinszahlungen 58
3.3.3.1.3 Behandlung von Sonderzahlungen 59
3.3.3.2 Portfolio-Bewertung auf Cash-Flow-Basis 59
3.3.4 Bilanzierung und Bewertung eines vorzeitig aufgelösten Zinsswaps 61
3.3.4.1 Grundlagen zur Bilanzierung und Bewertung eines vorzeitig aufgelösten Zinsswaps 61
3.3.4.2 Zinsswaps des Nichthandelsbestands 62
3.4 Bilanzierung und Bewertung von Währungsswaps und kombinierten Zins-/Währungsswaps 63
3.4.1 Grundlagen zur Bilanzierung und Bewertung von Währungsswaps und kombinierten Zins-/Währungsswaps 63
3.4.2 Bewertung von Währungsswaps und kombinierten Zins-/Währungsswaps 63
D. Portfolio-Bilanzierung von Finanz-Swaps am Beispiel der DG-Bank 65
1. Grundlagen zum Portfolio-Ansatz 65
1.1 Entwicklung des Portfolio-Ansatzes 65
1.2 Notwendigkeit des Portfolio-Ansatzes 65
1.3 Rechtsgrundlagen zum Portfolio-Ansatz 66
1.4 Ziele und Zwecke des Portfolio-Ansatzes 67
1.5 Portfolio-Ansatz als Vorstufe zum Mark-to-Market-Ansatz 68
2. Darstellung des Portfolio-Ansatzes 68
2.1 Zusammensetzung der Portfolios 68
2.1.1 Grundlagen zur Portfolio-Zusammensetzung 68
2.1.2 Anwendung des Portfolio-Ansatzes auf die Finanz-Swaps 69
2.2 Steuerkreise als Produktmandatsträger 69
2.3 Anwendungsvoraussetzungen des Portfolio-Ansatzes 70
3. Ergebnisermittlung des Zinsrisiko-Portfolios 71
3.1 Ausgangsdaten zum Zinsrisiko-Portfolio 72
3.2 Vorgehensweise zur Ergebnisermittlung 73
3.2.1 Ermittlung des verrechnungsfähigen Volumens 73
3.2.2 Verrechnungsschritte zur Ergebnisermittlung 74
3.2.2.1 Bewertungsnetting auf Produktebene 74
3.2.2.2 Kompensation der Kasse-Verluste auf Produktebene 74
3.2.2.3 Überkreuzkompensation der Bewertungen 75
3.2.2.4 Überkreuzkompensation der Kasse-Verluste 76
3.2.2.5 Kontrollrechnung 77
3.3 Ausweis des Portfolio-Ergebnisses 77
E. Anhangangaben zu Finanz-Swaps 79
1. Grundlagen zu den Anhangangaben 79
2. Verlautbarungen zur Offenlegung 79
3. Pflichtangaben 80
3.1 Allgemeine Pflichtangaben 80
3.1.1 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 80
3.1.2 Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen 81
3.1.2.1 Grundlagen zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen 81
3.1.2.2 Finanzielle Verpflichtungen bei Finanz-Swaps 82
3.2 Sonderangaben bei Kreditinstituten nach § 36 RechKredV 83
4. Empfohlene Angaben des Bundesverbandes deutscher Banken 84
4.1 Quantitative Angaben 84
4.1.1 Angaben zu Nominalvolumina und Laufzeitenstruktur 84
4.1.2 Angaben zu Marktwerten 85
4.1.3 Angaben zu Ausfallrisiken 85
4.2 Qualitative Angaben 85
4.2.1 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 85
4.2.2 Angaben zum Risikomanagement 86
F. Schlußbemerkung und Ausblick 87
Abkürzungsverzeichnis 89
Abbildungsverzeichnis 91
Literaturverzeichnis 92

Arbeit zitieren:
Köhler, Jens Juni 1997: Bilanzierung von Finanz-Swaps nach handelsrechtlichen Grundsätzen, Hamburg: Diplomica Verlag

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