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Bilanzanalyse am praktischen Beispiel der Metro AG

Bilanzanalyse am praktischen Beispiel der Metro AG
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Bollow
  • Abgabedatum: November 2010
  • Umfang: 62 Seiten
  • Dateigröße: 561,5 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
  • Bibliografie: ca. 29
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-0595-8
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bollow, Michael November 2010: Bilanzanalyse am praktischen Beispiel der Metro AG, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Bilanzanalyse, Konzernbilanzen, Metro AG, Beispiel, IFRS

Diplomarbeit von Michael Bollow

Einleitung:

Unternehmen haben über den Erfolg ihrer Geschäftstätigkeit und ihre wirtschaftliche Situation, insbesondere über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, mindestens einmal jährlich Rechenschaft abzulegen. Instrument dieser Rechenschaftslegung ist der Jahresabschluss. Dieser ist eine wesentliche Grundlage für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und finanziellen Stabilität eines Unternehmens. Ob ein Unternehmensergebnis gut oder schlecht ist, lässt sich nicht ohne Weiteres aus dem Jahresabschluss ablesen, insbesondere nicht aus dem ausgewiesenen Gewinn oder Verlust. Das im Jahresabschluss ausgewiesene Jahresergebnis kann durch ungewöhnliche Einflüsse und vor allem stark durch die Bilanzpolitik des Unternehmens beeinflusst sein. Daher ist eine Analyse des Jahresabschlusses zwingende Voraussetzung, um zuverlässige Erkenntnisse hinsichtlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens zu erhalten.

Seit dem 1. Januar 2005 sind kapitalmarktorientierte Konzernunternehmen mit Sitz innerhalb der Europäischen Union (EU) aufgrund der europäischen IAS-Verordnung verpflichtet, ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) zu erstellen. Für europäische Konzernunternehmen, die bisher nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsregeln (US-GAAP) bilanzierten, wurde die Verpflichtung zur Bilanzierung nach IFRS um zwei Jahre verschoben. Die IFRS sind eine Zusammenstellung von Standards, die nach und nach entwickelt worden sind. Dabei handelt es sich nicht um ein Regelwerk mit dem Anspruch auf vollständige Regelung aller Zweifelsfragen. Da ständig neue Standards entwickelt und übernommen werden, wird die Regelungsdichte jedoch zunehmend höher. Die IFRS bieten für die Bilanzanalyse eine deutlich bessere Datengrundlage als das deutsche Handelsgesetzbuch (HGB).

Während im HGB das Vorsichtsprinzip überwiegt, das zu einer Unterbewertung der Vermögenswerte und zu geringeren auszuweisenden Gewinnen führt, hat nach IFRS eine realistische, ‘faire’ Darstellung zu erfolgen. Die IFRS bemühen sich vor allem viel stärker um Aktualität in der Bewertung – durch die vielfache Verwendung von Marktpreisen und Barwertansätzen bei Zukunftswerten. Auch die im deutschen Handelsrecht vorhandene steuerlich beeinflusste Bewertung von Vermögenswerten ist nach IFRS nicht zulässig. Dadurch erhält die Bilanzanalyse eine neue Chance, um die tatsächliche wirtschaftliche und finanzielle Lage von Unternehmen darzustellen.

Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, den Konzernabschluss der Metro AG, der zum 31.12.2008 nach den IFRS aufgestellt wurde, zu analysieren und dadurch Erkenntnisse über die wirtschaftliche Lage des Konzerns zu gewinnen.

1.2, Vorgehensweise:

Der zuvor genannten Zielsetzung folgend ist die Arbeit in sechs Kapitel eingeteilt. Kapitel 2 ‘Grundlagen der Bilanzanalyse’ beschäftigt sich mit dem Begriff, dem Zweck und dem Ziel der Bilanzanalyse und den verschiedenen Arten von Bilanzanalysen. Des Weiteren wird in Kapitel 2 der Ablauf einer Bilanzanalyse erläutert und es werden mögliche Adressaten vorgestellt sowie die Grenzen einer Bilanzanalyse aufgezeigt. In Kapitel 3 wird eine Bilanzanalyse am praktischen Beispiel der Metro AG durchgeführt. Dabei werden in Kapitel 3 kurz die Rahmenbedingungen für die Bilanzanalyse aufgezeigt und für die eigentliche Bilanzanalyse die Daten des Jahresabschlusses 2008 der Metro AG aufbereitet. In Kapitel 4 wird auf Grundlage der aufbereiteten Daten eine finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse und in Kapitel 5 eine erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse anhand von ausgewählten Kennzahlen durchgeführt. In Kapitel 6 werden die Ergebnisse der Bilanzanalyse ausgewertet.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis VI
1. Einleitende Betrachtung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1-2
1.2 Vorgehensweise 2
2. Grundlagen der Bilanzanalyse 3
2.1 Begriff der Bilanzanalyse 3
2.2 Zweck und Ziel einer Bilanzanalyse 3-4
2.3 Arten von Bilanzanalysen 4
2.3.1 Interne Bilanzanalyse 4
2.3.2 Externe Bilanzanalyse 4-5
2.3.3 Formelle und materielle Bilanzanalyse 5
2.4 Ablauf einer Bilanzanalyse 5-7
2.5 Adressaten einer Bilanzanalyse 7-9
2.6 Grenzen der Bilanzanalyse 9-10
3. Bilanzanalyse am praktischen Beispiel der Metro AG 11
3.1 Rahmenbedingungen 11
3.1.1 Die Metro AG 11
3.1.2 Konzernstruktur der Metro AG 12
3.1.3 Rechnungslegung der Metro AG 12
3.2 Aufbereitung der Daten des Jahresabschlusses der Metro AG 13-14
3.3 Bilanz nach IFRS 14
3.3.1 Aufbereitung der Bilanz zur Erstellung der Strukturbilanz 14
3.3.2 Aufbereitung der Aktivaseite der Bilanz 14-15
3.3.2.1 Aktive Latente Steuern 15
3.3.2.2 Rechnungsabgrenzungsposten 15-16
3.3.2.3 Übrige Bilanzpositionen 16
3.3.2.4 Umstrukturierung der Bilanz-Aktivaseite (IAS/IFRS-Abschluss) 17
3.3.3 Aufbereitung der Passivaseite der Bilanz 17
3.3.3.1 Passive Latente Steuern 18
3.3.3.2 Rechnungsabgrenzungsposten 18
3.3.3.3 Pensionsrückstellungen 18
3.3.3.4 Übrige Bilanzpositionen 18
3.3.3.5 Umstrukturierung der Bilanz-Passivaseite (IAS/IFRS-Abschluss) 19
3.4 Strukturbilanz Metro AG 19-20
3.5 Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach IFRS 20-21
3.5.1 Aufbereitung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung 21
3.5.2 Aufbereitung der GuV/ des Betriebsergebnisses der Metro AG nach dem Umsatzkostenverfahren (IAS/IFRS-Abschluss) 22
3.5.3 Aufbereitung der GuV/Finanzergebnis der Metro AG nach dem Umsatzkostenverfahren (IAS/IFRS-Abschluss) 23
3.5.4 Aufbereitung der GuV/ordentliches Betriebsergebnis der Metro AG (IAS/IFRS-Abschluss) 23
4. Finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse 24
4.1 Investitionsanalyse 24
4.1.1 Vermögensintensität 25
4.1.2 Anlagenintensität 25
4.1.3 Sachanlagenintensität 25-26
4.1.4 Umlaufintensität 26
4.1.5 Vorratsintensität 26
4.1.6 Forderungsintensität 27
4.2 Finanzierungsanalyse 27
4.2.1 Eigenkapitalquote 27-28
4.2.2 Finanzierungskoeffizient 28
4.2.3 Fremdkapitalquote 28-29
4.2.4 Verschuldungsgrad 29
4.2.5 Rücklagenquote 29
4.2.6 Selbstfinanzierungsgrad 30
4.3 Liquiditätsanalyse 30
4.3.1 Langfristige Fristenkongruenz 31
4.3.1.1 Deckungsgrad I 31-32
4.3.1.2 Deckungsgrad II 32
4.3.1.3 Deckungsgrad III 32
4.3.2 Kurzfristige Fristenkongruenz 33
4.3.2.1 Liquidität ersten Grades 33
4.3.2.2 Liquidität zweiten Grades 34
4.3.2.3 Liquidität dritten Grades 34
4.3.3 Working-Capital-Analyse 35
4.3.3.1 Net Working Capital 35-36
4.3.3.2 Working Capital Ratio 36
4.4 Cashflow-Analyse 36-38
4.4.1 Cashflow-Eigenkapitalrendite 39
4.4.2 Cashflow-Umsatzrendite 39
4.5 Kapitalflussrechnung als Bestandteil der Liquiditätsanalyse 39-40
5. Erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse 40-41
5.1 Gewinnanalyse 41
5.1.1 Gewinnentwicklung 41-42
5.1.2 Umsatzerlöse 42
5.1.3 Einstandskosten der verkauften Waren (Materialaufwand) 42
5.1.4 Personalaufwand 42-43
5.1.5 Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 43
5.1.6 Sonstige betriebliche Erträge 43
5.1.7 Vertriebskosten 43-44
5.1.8 Allgemeine Verwaltungskosten 44
5.1.9 Sonstige betriebliche Aufwendungen 44
5.1.10 Zinsaufwand 44
5.1.11 Steuern 45
5.2 Rentabilitätsanalyse und Return on Investment 45
5.2.1 Eigenkapitalrentabilität 45
5.2.2 Gesamtkapitalrentabilität 46
5.2.3 Umsatzrentabilität 46
5.2.4 Return on Investment (ROI) 47
5.3 Rendite und Börsenbewertung 47
5.3.1 Ergebnis je Aktie (€) 47-48
5.3.2 Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) 48
5.3.3 Dividendenrendite 48-49
6. Ergebnis und Auswertung der Bilanzanalyse 49
6.1 Ertragslage 49-50
6.2 Finanzlage 50
6.3 Vermögenslage 50-51
Literaturverzeichnis 52-53
Webseitenverzeichnis 53
Eidesstattliche Erklärung 54

Textprobe:

Kapitel 4, Finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse:

Das Ziel der finanzwirtschaftlichen Bilanzanalyse ist die Informationsgewinnung über die Kapitalverwendung (Investitionsanalyse), Kapitalaufbringung (Finanzierungsanalyse) sowie über die Beziehung zwischen Kapitalverwendung und -aufbringung (Liquiditätsanalyse). Erstere umfasst somit alle Aspekte, die mit der Finanzierung eines Unternehmens im Zusammenhang stehen. Demnach spricht man von einer Investitions-, Finanzierungs- und Liquiditätsanalyse. Instrumente hierfür sind Kennzahlen, Finanzmittelfonds und Kapitalflussrechnung sowie Cashflow-Analysen. Im Wesentlichen stützt man sich dabei auf Daten der Jahresbilanz und des Anhangs. Die zentrale finanzwirtschaftliche Frage betrifft das finanzielle Gleichgewicht, d. h. die Zahlungsfähigkeit oder Liquidität, die durch die bei deutschen Unternehmen in den letzten Jahren aufgrund ständig zunehmenden Insolvenzen von besonderer Aktualität ist.

4.1, Investitionsanalyse:

Innerhalb der Investitionsanalyse steht die Gewinnung von Informationen über Struktur und Bindungsdauer der Vermögensgegenstände, im Hinblick auf ihre Fähigkeit, liquiditätssichernd eingesetzt zu werden, im Vordergrund der Betrachtung. Es gilt, festzustellen, mit welcher Geschwindigkeit die Vermögensteile durch den Umsatzprozess wieder zu Geld werden, denn dies ist für den Kapitalbedarf und damit bei gegebener Kapitalstruktur für die finanzielle Solidität von entscheidener Bedeutung. Aus zu langen Kapitalbindungen folgt Unflexibilität und es drohen dem Unternehmen Gefahren. Insolvenzem haben ihre Ursache oft in überhöhten, nicht absetzbaren Warenlägern oder in zu groß ausgelegten Produktionskapazitäten. Das Vermögen der Unternehmung stellt ihr Schuldendeckungspotenzial dar, die Kurzfristigkeit seiner Monetisierbarkeit erhöht das Liquiditätspotenzial und verringert die Gefahr der Illquidität. Die Vermögensstruktur der Metro AG kann mit den folgenden Kennzahlen analysiert werden.

4.1.1, Vermögensintensität:

Die Vermögensintensität liefert eine Aussage über die Dauer der im Unternehmen vorherrschenden Vermögensbindung. Daraus können Rückschlüsse auf das Liquiditätspotenzial und die Anpassungsfähigkeit bei einer Beschäftigungsänderung gezogen werden. Eine hohe Vermögensintensität zeigt ein geringes Liquiditätspotenzial und eine niedrigere Anpassungsflexibilität.

Arbeit zitieren:
Bollow, Michael November 2010: Bilanzanalyse am praktischen Beispiel der Metro AG, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Bilanzanalyse, Konzernbilanzen, Metro AG, Beispiel, IFRS

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