Bieten die intertemporalen Aspekte der öffentlichen Verschuldung ein Argument für die Schuldaufnahme?
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Falk Paulsen
- Abgabedatum: Mai 1999
- Umfang: 77 Seiten
- Dateigröße: 4,5 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Philipps-Universität Marburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1785-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1785-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1785-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Paulsen, Falk Mai 1999: Bieten die intertemporalen Aspekte der öffentlichen Verschuldung ein Argument für die Schuldaufnahme?, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: pay as you use, Staatsverschuldung, intergeneration equity, Generationen, Intertemporale Lastverschiebung
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Diplomarbeit von Falk Paulsen
Einleitung:
Die öffentliche Verschuldung hat Ende 1998 in Deutschland einen neuen Höchststand von 2,26 Billionen DM erreicht. Bei dem Anblick der Zahlen dieses höchst bedenklichen Ausmaßes und der immer wieder aufgestellten Behauptung, daß die Gegenwart auf Kosten der Zukunft lebt, ist nach den Konsequenzen, genauer gesagt, den zeitlichen Effekten einer öffentlichen Verschuldung zu fragen. Da es lange Jahre viele Fürsprecher einer Verschuldung gab, die im Dienste einer gerechten Lastverteilung zwischen den Generationen stehen soll, ist erneut zu überprüfen, ob diese Argumentation noch aufrecht zu erhalten ist.
Die vorliegende Arbeit beleuchtet die intertemporalen Aspekte der öffentlichen Verschuldung und wägt die damit verbundenen Vor- und Nachteile gegeneinander ab. Nutzen und Kosten fallen zeitlich auseinander. Während beim Sparen der Verzicht auf den Gegenwartskonsum mit der Erwartung auf vermehrten Zukunftskonsum liegt, verhält es sich beim Kredit genau umgekehrt. Dem Vorteil heute steht ein Nachteil morgen gegenüber. Aber ist solch eine Lastverteilung überhaupt möglich und wenn ja, kann sie dann auch automatisch als Argument für eine Schuldenaufnahme dienen?
Gang der Untersuchung:
Im ersten Teil der Arbeit werden dafür zunächst die verschiedenen intertemporalen Wirkungsansätze und unterschiedlichen Lasten einer Staatsverschuldung dargestellt und diskutiert.
Im zweiten Teil geht es um eine genauere Beleuchtung der durch eine staatliche Verschuldungsaktivität ausgelösten möglichen Verdrängungseffekte, die die Voraussetzung für die in Teil 1 besprochene Lasten bilden. Es wird dabei eine Unterscheidung zwischen indirekten und direkten Verdrängungseffekten gemacht.
Der dritte Teil beschäftigt sich anschließend mit dem Verwendungszweck der staatlichen Ausgaben. Dabei wird insbesondere der Bereich der öffentlichen Investitionen in die Infrastruktur und deren Produktivität untersucht.
Im vierten Teil wird mit der traditionellen Defizitrechnung gebrochen, um mit einem neuen Konzept die intertemporalen Konsequenzen von staatsschuldidentischen Wirkungen, die in Form von eingegangenen zukünftigen Verpflichtungen bestehen, zu beschreiben. Dafür wird der Ansatz des Generational Accounting verwendet.
Im fünften und letzten Teil wird eine abschließende Bewertung mit einem weitergehenden Ausblick die Arbeit beenden.
Inhaltsverzeichnis:
| Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Einleitung | 1 | |
| Fragestellung | 1 | |
| TEIL 1 | ||
| 1. | Intertemporale Wirkungen der Staatsverschuldung | 3 |
| 1.1 | Das Pay-as-you-use-Prinzip | 4 |
| 1.2 | Die Lastdebatte | 5 |
| 1.2.1 | Die Neue Orthodoxie | 6 |
| 1.2.2 | Der Nutzenansatz | 7 |
| 1.2.3 | Der Wachstumsansatz | 8 |
| 1.2.4 | Vergleich der Lastansätze | 10 |
| 1.2.4.1 | Nutzenansatz und Wachstumsansatz | 10 |
| 1.2.4.2 | Neue Orthodoxie und Wachstumsansatz | 11 |
| 1.2.4.3 | Bewertung der Lastdebatte | 12 |
| 1.3 | Neutralität der Staatsverschuldung | 12 |
| 1.3.1 | Das Ricardianische Äquvalenztheorem | 13 |
| 1.3.2 | Vemögenswert und Planungshorizont | 13 |
| 1.3.3 | Das Modell überlappender Generationen | 14 |
| 1.3.4 | Intergenerativer Altruismus | 16 |
| 1.3.5 | Beitrag des Neutralitätstheorems zur Lastdiskussion | 18 |
| 1.4 | Zwischenfazit der Last- und Neutralitätskontroverse | 19 |
| TEIL 2 | ||
| 2 | Verdrängungseffekte der Staatsverschuldung | 20 |
| 2.1 | Indirekte Verdrängungseffekte | 21 |
| 2.1.1 | Zinseffekte | 22 |
| 2.1.1.1 | Kapitallücken auf dem Kreditmarkt | 24 |
| 2.1.1.2 | Quellentheorie | 24 |
| 2.1.1.3 | Fontänentheorie | 25 |
| 2.1.1.4 | Fazit zum Problem der Kapitallücken | 26 |
| 2.1.2 | Erwartungseffekte | 26 |
| 2.1.3 | Fazit der indirekte Verdrängungseffekte | 27 |
| 2.2 | Direkte Verdrängungseffekte | 28 |
| 2.3 | Fazit der direkten Verdrängungseffekte | 29 |
| 2.4 | Schlußbemerkungen zu den Verdrängungseffekten | 30 |
| TEIL 3 | ||
| 3. | Investitionstätigkeit des Staates | 31 |
| 3.1 | Begriff der öffentlichen Investitionen | 31 |
| 3.2 | Öffentliche Investitionen in die Infrastruktur | 32 |
| 3.3 | Infrastruktureffekte | 33 |
| 3.3.1 | Direkte Konsum- und Wohlstandseffekte | 34 |
| 3.3.2 | Produktivitäts- und Wachstumseffekt | 34 |
| 3.3.3 | Exkurs: Investitionen in das Humankapital | 35 |
| 3.3.4 | Messung von Produktivitätseffekten der Infrastruktur | 36 |
| 3.4 | Finanzierung öffentlicher Investitionen | 38 |
| 3.5 | Finanzierungsalternativen für Infrastrukturprojekte | 41 |
| 3.6 | Optimale Infrastrukturpolitik | 42 |
| 3.7 | Bewertung der öffentlichen Investitionen | 44 |
| 3.8 | Zwischenfazit | 45 |
| 3.9 | Politökonomische Anmerkungen | 46 |
| TEIL 4 | ||
| 4. | Staatsschuldidentische intertemporale Wirkungen | 48 |
| 4.1 | Mängel der traditionellen Defizitmessung | 49 |
| 4.2 | Generational Accounting | 52 |
| 4.2.1 | Grundidee des Ansatzes | 52 |
| 4.2.2 | Methodik des Generational Accounting | 52 |
| 4.2.3 | Aussagen und Verwendung des Generational Accounting | 54 |
| 4.2.4 | Grenzen und Kritik am Ansatz | 55 |
| 4.2.5 | Fazit aus dem Generational Accounting Ansatz | 57 |
| TEIL 5 | ||
| Abschlußbemerkung und weiterführende Gedanken | 59 | |
| Literaturverzeichnis | 62 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 69 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832417857
Arbeit zitieren:
Paulsen, Falk Mai 1999: Bieten die intertemporalen Aspekte der öffentlichen Verschuldung ein Argument für die Schuldaufnahme?, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
pay as you use, Staatsverschuldung, intergeneration equity, Generationen, Intertemporale Lastverschiebung



