Bewertung von wissensbasierten Unternehmen am Beispiel von Unternehmensberatungsgesellschaften
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Philipp Malkmus
- Abgabedatum: Oktober 2002
- Umfang: 91 Seiten
- Dateigröße: 733,5 KB
- Note: 1,2
- Institution / Hochschule: Munich Business School (MBS) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6177-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6177-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6177-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Malkmus, Philipp Oktober 2002: Bewertung von wissensbasierten Unternehmen am Beispiel von Unternehmensberatungsgesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Wissen, Unternehmensbewertung, Wissensbewertung, Bewertung
In den Warenkorb
48,00 €
Diplomarbeit von Philipp Malkmus
Einleitung:
Wissen wird zunehmend zum bedeutenden Produktionsfaktor der modernen Wirtschaft. Als Auswirkung daraus bestehen Unternehmen immer weniger aus physisch abgrenzbaren Einheiten bestehend. Auch produzieren sie zu einem geringer werdenden Maße mit greifbaren Ressourcen sichtbare Produkte, sondern erbringen verstärkt immaterielle Leistungen. Mehr als 60% des deutschen Bruttosozialproduktes basiert daher bereits auf der Dienstleistungsindustrie, das der USA sogar zu mehr als 70%.
Die Konzentration auf den Produktionsfaktor Wissen und seinen Beitrag zur Wettbewerbs- und Wertsteigerung für Unternehmen hat auch Alan Greenspan, Vorsitzender des United States Federal Reserve Board, erkannt. In einer Rede vor dem Notenbankausschuss merkte er an, dass die Bedeutung der nicht materiellen Vermögenswerte, ausgedrückt in der Differenz zwischen Markt- und Buchwert eines Unternehmens, von unschätzbarem Wert für den Unternehmenserfolg ist. Diese Einschätzung wird auch durch zahlreiche Umfragen in der Wirtschaft belegt. Einer Studie der Information Week zufolge sehen 94% der befragten Unternehmen Wissen als strategisch wichtige Ressource an. Ein ähnliches Bild zeigt sich in einer von North bei Unternehmensberatungsgesellschaften durchgeführten Befragung. Von ca. 150 Befragten stuften 83% dieses Thema als essentiell für den Geschäftserfolg ein.
Deutliche Unschärfe zeigte sich allerdings, als die Fragestellung präzisiert und die Befragten gezielt nach dem Wesen immaterieller Vermögensgegenstände und der Möglichkeit zur Steuerung und Bewertung derselben befragt wurden. Dies ist deshalb der Fall, weil die Bewertung noch immer nach klassischen Mustern verläuft und beispielsweise auf buchhalterischen Daten beruht. Dies erkannte auch Richt Kaargard, der Herausgeber des Forbes ASAP Wirtschaftsmagazins, und prägte die Aussage: „(....) book value is dead as a doornail (....) Human intelligence and intellectual resources are now any company’s most valuable assets.“ Dies stellt eine neue Herausforderung an die Unternehmensbewertung immaterielle Vermögensgegenstände erfassen und bewerten zu können.
Besonders notwendig erscheint dieser Schritt bei Unternehmen, die in einem extrem hohem Maße auf Wissen basieren. Ein Beispiel hierfür ist die sich in den letzten Jahren im Aufwind befindliche Unternehmensberatungsbranche. Charakteristikum dieser ist, dass Kundenwünsche in einem sehr hohen Maße berücksichtigt werden und der Kunde in den Leistungserstellungsprozess stark integriert wird, was den hohen Wissensbedarf von Unternehmensberatungsgesellschaften erklärt. Eine besondere Fokussierung auf diese Ressource bei der Bewertung erscheint vor diesem Hintergrund notwendig. Allerdings ist die Bewertung von Wissen entgegen materieller Ressourcen durch eine höhere Komplexität geprägt. Der Wissensexperte Bontis äußerte in diesem Zusammenhang, dass das „wahre“ Problem mit immateriellen Vermögensgegenständen bei Untenehmen, die ihren Geschäftserfolg wesentlich auf der Ressource Wissen basieren derzeit in unserer Unfähigkeit liegt, sie bisher tatsächlich zu bewerten.
Um dieser Forderung nachzukommen, sind allerdings Anpassung der Unternehmensbewertungsmethodiken notwendig, die nicht ohne Gefahr sind. Neue oder modifizierte Unternehmensbewertungsmodelle können auch immer zur Falschbewertungen führen. So ist ein Großteil des Ende 1999 / Anfang 2000 entstandenen Börsencrashs auf eine in den Jahren zuvor übertriebene und zu euphorische Bewertungspraktik zurückzuführen. Beispielsweise kaufte der US-Amerikanische Internetausrüster Cisco Systems die US Firma Cerent Corp.. Der bestimmte Unternehmenswert betrug damals über US$ 6,9 Mrd. bei einem erwirtschaftete Umsatz von unter US$ 10 Mio.
In diesem Zusammenhang wurde schon einem von immateriellen Vermögenswerten gesprochen, die man durch modifizierten Bewertungsmethodiken zu rechtfertigen versuchte.
Der Euphorie folgte die Depression. Insbesondere für solche Unternehmen, die im wesentlichen auf der Ressource Wissen basieren ist eine faire Wertermittlung vor dem Hintergrund der debilen Marklage derzeit schwierig.
Die nachfolgende Diplomarbeit hat sich daher zum Ziel gesetzt, ein Bewertungsmodell zur Bewertung von Unternehmensberatungsgesellschaften zu entwickeln, welches die immateriellen Vermögenswerte dieser Gattung wissensbasierter Unternehmen im geeigneten und angemessenen Maße berücksichtigt. Dabei soll ein Gleichgewicht zwischen einer übertriebenen und einer notorische zu geringen Unternehmensbewertung geschaffen werden. Dies scheint insbesondere notwendig, da Unternehmensberatungsgesellschaften aufgrund ihres hohen Anteils an nicht materiellen Vermögensgegenständen potentielle Kandidaten für eine Falschbewertung sein könnten.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Tabellenverzeichnis | VI | |
| Tabellenverzeichnis | VI | |
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellungen und Ziel | 1 |
| 1.2 | Methodische Vorgehensweise | 3 |
| 1.3 | Abgrenzung der Thematik | 4 |
| 2. | Wissensbasierte Unternehmen | 5 |
| 2.1 | Zentrale Bedeutung der Ressource Wissen | 5 |
| 2.2 | Bedeutung und Eigenschaft wissensbasierter Unternehmen | 6 |
| 2.3 | Vermögensgegenstände wissensbasierter Unternehmen | 7 |
| 2.3.1 | Materielle Vermögensgegenstände | 8 |
| 2.3.2 | Immaterielle Vermögensgegenstände (intellektuelles Kapital) | 9 |
| 2.3.2.1 | Humankapital | 11 |
| 2.3.2.2 | Strukturelles Kapital | 12 |
| 2.3.2.3 | Geistiges Eigentum (Intellectual Property) | 14 |
| 2.4 | Unternehmensberatungsgesellschaften | 16 |
| 2.4.1 | Abgrenzung Unternehmensberatungsgesellschaften | 16 |
| 2.4.2 | Markt der Unternehmensberatung | 17 |
| 2.4.3 | Wertschöpfungssystem von Unternehmensberatungsgesellschaften | 19 |
| 3. | Bewertung wissensbasierter Unternehmen | 21 |
| 3.1 | Grundlagen der Unternehmensbewertung | 21 |
| 3.2 | Ansätze der Unternehmensbewertung | 22 |
| 3.2.1 | Discounted Cash Flow Methode | 22 |
| 3.2.2 | Vergleichsverfahren (Market Comparable-Methods) | 26 |
| 3.3 | Ansätze der Unternehmensbewertung unter besonderer Betrachtung von intellektuellem Kapitals | 28 |
| 3.3.1 | Market Capitalization Methods (MCM) | 30 |
| 3.3.1.1 | Marktwert-Buchwert-Relation | 30 |
| 3.3.1.2 | Tobin's q | 32 |
| 3.3.1.3 | Calculated Intangible Value (CIV) | 35 |
| 3.3.2 | Return on Assets Methods (ROA) | 37 |
| 3.3.2.1 | Economic Value Added (EVA) / Market Value Added (MVA) | 37 |
| 3.3.2.2 | Knowledge Capital Earnings (KCE) | 40 |
| 3.4 | Prüfung der Eignung der vorgestellten Verfahren zur Bewertung von Unternehmens-beratungsgesellschaften | 42 |
| 4. | Modell zur Bewertung von Unternehmensberatungsgesellschaften am Beispliel der xy Consulting AG | 45 |
| 4.1 | Informationen zum Untersuchungsobjekt, die Unternehmensberatungsgesellschaft xy Consulting | 45 |
| 4.2 | Auswahl von repräsentativen Vergleichsunternehmen (Peer Group) | 46 |
| 4.3 | Anforderung an das Modell für Unternehmensberatungsgesellschaften | 48 |
| 4.4 | Aufbau des Modells | 49 |
| 4.5 | Bewertung von Unternehmensberatungsgesellschaften am Beispiel der xy Consulting AG | 51 |
| 4.5.1 | 1. Block: Analyse der Evidenz von Intellektuellem Kapital | 51 |
| 4.5.2 | 2. Block: Analyse der Evidenz eines inneren Wertes des intellektuellen Kapitals | 53 |
| 4.5.3 | 3. Block: Bestimmung des Wertes des intellektuellen Kapitals der xy Consulting AG | 57 |
| 4.5.3.1 | Market Value Added (MVA) | 57 |
| 4.5.3.2 | Calculated Intangible Value (CIV) | 59 |
| 4.5.3.3 | Knowledge Capital Earnings (KCE) | 60 |
| 4.6 | Zusammenfassung der Erkenntnisse aus der Bewertung am Beispiel der xy Consulting AG | 61 |
| 4.7 | Kritische Würdigung der Ergebnisse und des Modells | 63 |
| 5. | Fazit und Ausblick | 65 |
| Literaturverzeichnis | XXII | |
| Eidesstattliche Erklärung | XXIX |
4 Nach Prüfung der Eignung der vorgestellten Verfahren auf einen möglichen Einsatz zur Bewertung von Unternehmensberatungsgesellschaften kann das vierte Kapitel als Hauptteil dieser Arbeit gesehen werden. Ziel ist es hierbei, die einzelnen Bewertungsverfahren in eine Modellform zu überführen. Dabei sei zugrundegelegt, dass die Nachteile der Verfahren, je nach Ort des Einsatzes der einzelnen Unternehmensbewertungsansätze, in diesem Modell zum gewissen Teil eliminiert werden können.12 Am Beispiel einer realen, aber aus Datenschutzgründen anonymisierten Unternehmensberatungsgesellschaft, soll darauffolgend das entwickelte Modell auf seine Praxistauglichkeit getestet werden. Auf der beispielhaften Bewertung basierend, wurde ein in digitaler Form vorliegendes Modell entwickelt, welches allgemein zur Bewertung von Unternehmensberatungsgesellschaften eingesetzt werden kann. 1.3 Abgrenzung der Thematik [...]
Zur Erreichung dieser Zielsetzung ist folgende Diplomarbeit nach einer klassischen Fünf-Punkt-Gliederung eingeteilt. Kapitel zwei soll der Leser einen Einblick in die Bedeutung und Funktionsweise wissensbasierter Unternehmen bekommen. In diesem Zusammenhang soll zunächst die zentrale Bedeutung der Ressource Wissen erörtert werden. Um die folgende Bewertung von wissensbasierten Unternehmen besser nachvollziehen zu können, soll neben der Eigenschaften dieser Unternehmen auch konkret auf Vermögensgegenstände derselben eingegangen werden. Darauf aufbauend soll das Bewertungsobjekt der vorliegenden Arbeit, die Unternehmensberatungsgesellschaft, näher untersucht werden. Neben der genauen Definition und Abgrenzung derselben soll der Leser auch einen Eindruck von der Funktionsweise und dem Wertschöpfungssystem von Beratungsunternehmen erhalten. Im dritten Teil der Arbeit stehen die Ansätze zur Bewertung von wissensbasierten Unternehmen im Fordergrund. Neben speziellen Ansätzen der Unternehmensbewertung, welche wesentlich auf immaterielle Vermögenswerte fokussieren, soll auch auf konventionelle Bewertungsverfahren eingegangen werden. Dies ist notwendig, da sich die vorgenannten neueren Ansätzen dieser zum Teil bedienen bzw. konzeptionell auf ihnen aufbauen. [...]
3 Der Euphorie folgte die Depression. Insbesondere für solche Unternehmen, die im wesentlichen auf der Ressource Wissen basieren ist eine faire Wertermittlung vor dem Hintergrund der debilen Marklage derzeit schwierig. Die nachfolgende Diplomarbeit hat sich daher zum Ziel gesetzt, ein Bewertungsmodell zur Bewertung von Unternehmensberatungsgesellschaften zu entwickeln, welches die immateriellen Vermögenswerte dieser Gattung wissensbasierter Unternehmen im geeigneten und angemessenen Maße berücksichtigt. Dabei soll ein Gleichgewicht zwischen einer übertriebenen und einer notorische zu geringen Unternehmensbewertung geschaffen werden. Dies scheint insbesondere notwendig, da Unternehmensberatungsgesellschaften aufgrund ihres hohen Anteils an nicht materiellen Vermögensgegenständen potentielle Kandidaten für eine Falschbewertung sein könnten. 1.2 Methodische Vorgehensweise [...]
In den Warenkorb
48,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832461775
Arbeit zitieren:
Malkmus, Philipp Oktober 2002: Bewertung von wissensbasierten Unternehmen am Beispiel von Unternehmensberatungsgesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Wissen, Unternehmensbewertung, Wissensbewertung, Bewertung



