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Bewertung impliziter Optionen in Lebensversicherungsprodukten aus finanzmarkttheoretischer Sicht

Bewertung impliziter Optionen in Lebensversicherungsprodukten aus finanzmarkttheoretischer Sicht
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Markus Pohlai
  • Abgabedatum: Februar 2001
  • Umfang: 238 Seiten
  • Dateigröße: 14,5 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Stuttgart Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5000-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5000-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5000-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pohlai, Markus Februar 2001: Bewertung impliziter Optionen in Lebensversicherungsprodukten aus finanzmarkttheoretischer Sicht, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Binomialmodell, Rückkauf, Kapitalwahlrecht

Diplomarbeit von Markus Pohlai

Gang der Untersuchung:

Zum Verständnis dieser Diplomarbeit müssen gewisse grundlegende Begriffe der Optionstheorie und der Versicherungsmathematik vorausgesetzt werden. Außerdem sind Grundlagen zur Tarifkalkulation in der Lebensversicherung notwendig. Für den Einsteiger in die Materie oder aber zum Auffrischen der Kenntnisse sind in Anhang A bzw. B kurze Einführungskapitel in die zwei Themengebiete dargestellt.

Eine Einführung in die Thematik der Bewertung impliziter Optionen liefert Kapitel 2. Es wird erläutert, um welche Art von Optionen es sich hierbei handelt. Außerdem werden die Gründe näher beleuchtet, weshalb es notwendig ist, eine Bewertung durchzuführen.

In Kapitel 3 wird das Binomialmodell für Marktzinsen hergeleitet. Es handelt sich um ein Zinsstrukturmodell, welches auf Fabozzi, Kalotay und Williams zurückgeht und sich eignet, Finanzoptionen zu bewerten. Es basiert auf den derzeitigen Kapitalmarktzinsen.

Dieses Modell wird die Grundlage der folgenden Untersuchungen sein.

Die Analysen der Optionen beginnen ab dem vierten Kapitel. Das hergeleitete Binomialmodell für Marktzinsen wird dabei auf die Bewertung von Versicherungsoptionen übertragen.

Zunächst werden Standard-Optionen – das sind Optionen, die aufgrund von gesetzlichen Vorschriften in Lebensversicherungsprodukten eingebunden sein müssen – behandelt. Zu den Standard-Optionen gehören insbesondere die Rechte des Kunden, seine Lebensversicherung zu kündigen oder beitragsfrei zu stellen. Bei der Bewertung wird vor allem darauf Wert gelegt, das Sterblichkeitsrisiko, welches in kapitalbildenden Lebensversicherungen (KLV) enthalten ist, geeignet herauszurechnen, um einen sinnvollen Vergleich mit Alternativprodukten durchführen zu können.

Anschließend wird zu speziellen Optionen übergegangen. „Speziell“ soll in diesem Zusammenhang ausdrücken, daß diese Optionen individuell von den einzelnen Ver-sicherungsunternehmen (VU) entwickelt wurden. Daher können die Optionen je nach VU unterschiedlich ausgestaltet sein und weisen daher spezielle Eigenschaften auf.

Grundlage bei der Bewertung aller impliziten Optionen ist deren Ausgestaltung bei der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. So wird aus der Menge aller möglichen speziellen Optionen, welche die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. anbietet, wahlweise die Abrufoption und die Verlängerungsoption bei KLV sowie die Kapitaloption bei Rentenversicherungen zur Bewertung herangezogen.

Ein kritischer Blick auf die Ergebnisse und das Modell sowie ein Ausblick auf mögliche Erweiterungen runden diese Diplomarbeit ab.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 1
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 4
2. Einführung in die Thematik 6
2.1 Was sind Optionen? 6
2.2 Implizite Optionen in Lebensversicherungsprodukten 6
2.2.1 Ursachen für die Existenz von Finanzoptionen in der Lebensversicherung 7
2.2.2 In der Diplomarbeit behandelte Optionen 9
2.2.3 Weitere denkbare Optionen 13
2.3 Bisherige Behandlung von Optionen in der Lebensversicherung 16
2.4 Gründe für die Notwendigkeit einer Optionsbewertung 17
2.4.1 Risiken, die das VU zu tragen hat 17
2.4.2 Der Gleichbehandlungsgrundsatz 19
2.4.3 Der Vorsichtsgrundsatz 20
2.4.4 Lebensversicherungen im Vergleich mit Alternativprodukten 21
2.4.5 Das Transformationsrisiko 22
2.4.6 Exkurs: Kapitalanlagevorschriften und Kapitalanlage der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. 23
3. Das Binomialmodell für Marktzinsen 26
3.1 Das Modell 26
3.2 Herleitung des Modells 30
3.2.1 Herleitung anhand eines 2-Jahres-Binomialbaumes 30
3.2.2 Verallgemeinerung des Modells 35
3.3 Der Binomialbaum auf der Grundlage aktueller Marktdaten 38
3.4 Berechnung des Wertes einer Lebensversicherung ohne Optionen mit Hilfe des Binomialmodells für Marktzinsen 41
3.5 Weiteres Vorgehen in der Diplomarbeit 45
4. Bewertung von Standard-Optionen und Garantien 47
4.1 Rückkauf und Zinsgarantie als Option bei kapitalbildenden Lebensversicherungen 48
4.1.1 Die Rückkaufsoption in Verbindung mit der Zinsgarantie 48
4.1.2 Übertragung des Binomialmodells für Marktzinsen auf die Rückkaufsoption 51
4.1.3 Das Modell von Herr und Kreer 57
4.1.4 Ursachenforschung und Entwicklung eines eigenen Modells 63
4.1.5 Optionsbewertung bei Vernachlässigung der Rechnungsgrundlage Sterblichkeit 71
4.1.6 Modellvergleich 78
4.1.7 Analyse des Kapitalanlageverhaltens eines Versicherungsnehmers 80
4.1.8 Variation der Beitragszahlungsdauer 85
4.1.9 Sensitivitätsanalyse 89
4.1.10 Fazit bzgl. der Option Rückkauf 92
4.2 Rückkauf, Beitragsfreistellung und Zinsgarantie bei kapitalbildenden Lebensversicherungen 94
4.2.1 Die Beitragsfreistellung als Finanzoption 94
4.2.2 Die Option der Beitragsfreistellung im Zusammenhang mit der Rückkaufsoption inkl. Zinsgarantie 97
4.2.3 Übertragung des Binomialmodells für Marktzinsen auf die Standard-Optionen Rückkauf und Beitragsfreistellung 98
4.2.4 Fazit bzgl. den Optionen Rückkauf und Beitragsfreistellung 105
5. Bewertung von speziellen Optionen 106
5.1 Die Abrufoption 107
5.1.1 Die Abrufoption als Finanzoption 107
5.1.2 Übertragung des Binomialmodells für Marktzinsen auf die Abrufoption 108
5.1.3 Übertragung des Modells auf die Abrufoption bei der Stuttgarter Lebensversicherung a.G 110
5.1.4 Fazit bzgl. der Abrufoption 111
5.2 Die Option des flexiblen Ablaufs / Verlängerungsoption 111
5.2.1 Der flexible Ablauf als Finanzoption 111
5.2.2 Übertragung des Binomialmodells für Marktzinsen auf die Verlängerungsoption 115
5.2.3 Bewertung der Verlängerungsoption mit Hilfe des Modells C ohne Berücksichtigung der Sterblichkeit 121
5.2.4 Abschätzung des Optionswertes 125
5.2.5 Ursachenanalyse und Bewertung der Ergebnisse 131
5.2.6 Fazit bzgl. der Verlängerungsoption 134
5.3 Die Kapitaloption bei Rentenversicherungen 134
5.3.1 Das Kapitalwahlrecht als Finanzoption 134
5.3.2 Erweiterung des Binomialmodells für Marktzinsen 136
5.3.3 Übertragung des Binomialmodells für Marktzinsen auf die Kapitaloption 140
5.3.4 Fazit bzgl. der Kapitaloption 148
6. Abschließende Betrachtungen 149
6.1 Zusammenfassung 149
6.2 Modellkritik 7Ausblick 152
7. Ausblick 156
Anhang A I
Anhang B VI
Anhang C XX
Anhang D XLV
Anhang E XLVIII
Anhang F LVII

Arbeit zitieren:
Pohlai, Markus Februar 2001: Bewertung impliziter Optionen in Lebensversicherungsprodukten aus finanzmarkttheoretischer Sicht, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Binomialmodell, Rückkauf, Kapitalwahlrecht

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