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Bewertung von Unternehmensmarken

Definitorische Grundlagen, Konzeption und Vergleich bestehender Modelle

Bewertung von Unternehmensmarken
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Daphne Moser
  • Abgabedatum: November 2006
  • Umfang: 83 Seiten
  • Dateigröße: 572,4 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Bergakademie Freiberg Deutschland
  • Bibliografie: ca. 199
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0209-9
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0209-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Moser, Daphne November 2006: Bewertung von Unternehmensmarken, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmen, Markenwert, Bewertungsmodell, Stakeholder, Unternehmens Corporate Brand

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Diplomarbeit von Daphne Moser

Einleitung:

Marken gehören zu den wichtigsten immateriellen Vermögensgegenständen eines Unternehmens und determinieren durchschnittlich mehr als 60 Prozent des Unternehmenswertes. Dabei gewinnen seit Beginn der 1990er Jahre sowohl die Unternehmensmarke als auch ihre Bewertung in Wissenschaft und Praxis zunehmend an Bedeutung. Vor allem hinsichtlich der Internationalisierung und des zunehmenden Wettbewerbs auf den Beschaffungsmärkten (z. B. Finanz-, Kapital- und Arbeitsmarkt) schärft das Unternehmen über die Unternehmensmarke sein Profil. Des Weiteren spielt die Bewertung von Unternehmensmarken vor dem Hintergrund vermehrter Unternehmensakquisitionen und -fusionen sowie der Entwicklungen internationaler Rechnungslegung eine wichtige Rolle.

Die Literatur beschäftigt sich zwar ausgiebig mit der Bedeutung der Unternehmensmarke, beleuchtet jedoch nur spezifische Determinanten. Dazu gehören beispielsweise die Unternehmensmarke in Bezug auf ihre Anspruchsgruppen, auf Corporate Identity, Corporate Image und Corporate Reputation. Hierbei fällt auf, dass eine gesamtheitliche, empirisch fundierte Betrachtung der Unternehmensmarke und ihrer Determinanten nicht zu finden ist, was auf die Vielfältigkeit und die Komplexität der Kausalitäten zurückzuführen ist. Ebenso existieren kaum holistisch empirische Untersuchungen bezüglich des Zusammenhangs zwischen Unternehmensmarke und Unternehmensmarkenwert.

Eine standardisierte Bewertung von Unternehmensmarken gestaltet sich aufgrund zahlreicher unternehmens- und branchenspezifischer Einflussfaktoren als äußerst schwierig. Zwar sind derzeit relativ bewährte Methoden zur Markenbewertung vorhanden, jedoch kann bisher noch nicht auf ein allgemeingültiges Modell verwiesen werden. Daher wird auf alternative Ansätze zurückgegriffen, die allerdings jeweils zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Entstehung des Wertes von Unternehmensmarken grundlegend darzustellen. Zudem sollen ausgewählte Bewertungsmethoden erläutert und kritisch betrachtet werden. Aufgrund der oben beschriebenen Vielschichtigkeit des Untersuchungsgegenstandes können in dieser Arbeit spezifische Themengebiete nur begrenzt behandelt werden, obwohl sie z. T. Gegenstand komplexer Forschungsgebiete sind.

Gang der Untersuchung:

Im Rahmen dieser Arbeit wird systematisch auf die Entstehung des Unternehmensmarkenwertes hingearbeitet.

Dazu wird in Kapitel 2 das Konstrukt der Marke im Allgemeinen beschrieben. Darauf aufbauend wird die Unternehmensmarke definitorisch abgegrenzt, und es wird auf ihre Einflussfaktoren eingegangen.

Kapitel 3 systematisiert die Zusammenhänge relevanter Determinanten zur Entstehung des Unternehmensmarkenwertes. Dieses Kapitel endet mit einer Zusammenfassung der relevanten Einflussfaktoren in einem eklektischen Modell und der Definition des Unternehmensmarkenwertes.

Anschließend befasst sich Kapitel 4 mit der Bewertung von Unternehmensmarken. Dabei werden Bewertungsanlässe aufgezeigt, ausgewählte Methoden zur Bewertung von Unternehmensmarken dargestellt und abschließend einer kritischen Würdigung unterzogen. Die einleitend dargestellte Problematik und die Zielstellung dieser Arbeit führen zu folgenden spezifischen Forschungsfragen, die in den einzelnen Teilkapiteln beantwortet werden Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Zur Theorie der Marke und insbesondere der Unternehmensmarke 3
2.1 Definition, Funktionen und Bedeutung von Marken 3
2.1.1 Definition der Marke 3
2.1.2 Funktionen von Marken 4
2.1.3 Marken als Ressource und immaterieller Vermögensgegenstand 7
2.2 Definition, Begriffsabgrenzung und Determinanten von Unternehmensmarken 9
2.2.1 Definition der Unternehmensmarke 9
2.2.2 Unterscheidungsmerkmale zwischen Produkt- und Unternehmensmarke 12
2.2.3 Interne Determinanten der Unternehmensmarke 15
3. Von der Unternehmensmarke zum Unternehmensmarkenwert 21
3.1 Entstehung des Unternehmensmarkenwertes dargestellt anhand desS-O-R-Modells 21
3.1.1 Vorbemerkung 21
3.1.2 Bedeutung der Unternehmenskommunikation 21
3.1.3 Mitarbeiter als Kommunikationsträger des Unternehmens 23
3.1.4 Wahrnehmungsprozess bei Unternehmensmarken 25
3.1.5 Entstehung der Unternehmensreputation als Referenzkonstrukt für den Unternehmensmarkenwert 29
3.2 Einfluss der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Unternehmens auf die Unternehmensreputation und den Unternehmensmarkenwert 31
3.3 Einfluss der Branchenzugehörigkeit und Internationalität auf die Unternehmensreputation und den Unternehmensmarkenwert 33
3.4 Ein eklektisches Modell zur Unternehmensmarke und zum Unternehmensmarkenwert 34
3.5 Definition des Markenwertes und des Unternehmensmarkenwertes 36
4. Methoden zur Bewertung von Unternehmensmarken 39
4.1 Anlässe zur Bewertung von Unternehmensmarken 39
4.2 Anforderungen an ein Modell zur Bewertung von Unternehmensmarken 41
4.3 Übersicht über grundlegende Methoden zur Markenbewertung 42
4.4 Ausgewählte Ansätze zur Bewertung von Unternehmensmarken 46
4.4.1 Vorbemerkung 46
4.4.2 BBDO: BBDO Brand Equity Evaluation System 47
4.4.3 TAIKN / KONZEPT UND MARKT: Corporate Brand Census(r) 48
4.4.4 FOMBRUN / HARRIS-INTERACITVE: Reputation Quotient(r) 50
4.5 Vergleich und kritische Würdigung der beschriebenen Bewertungsmodelle für Unternehmensmarken anhand ausgewählter konzeptioneller Faktoren 51
5. Schlussfolgerung und Ausblick 55
Literaturverzeichnis 56
Eidesstattliche Erklärung 70

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Zur Theorie der Marke und insbesondere der Unternehmensmarke 3
2.1 Definition, Funktionen und Bedeutung von Marken 3
2.1.1 Definition der Marke 3
2.1.2 Funktionen von Marken 4
2.1.3 Marken als Ressource und immaterieller Vermögensgegenstand 7
2.2 Definition, Begriffsabgrenzung und Determinanten von Unternehmensmarken 9
2.2.1 Definition der Unternehmensmarke 9
2.2.2 Unterscheidungsmerkmale zwischen Produkt- und Unternehmensmarke 12
2.2.3 Interne Determinanten der Unternehmensmarke 15
3. Von der Unternehmensmarke zum Unternehmensmarkenwert 21
3.1 Entstehung des Unternehmensmarkenwertes dargestellt anhand desS-O-R-Modells 21
3.1.1 Vorbemerkung 21
3.1.2 Bedeutung der Unternehmenskommunikation 21
3.1.3 Mitarbeiter als Kommunikationsträger des Unternehmens 23
3.1.4 Wahrnehmungsprozess bei Unternehmensmarken 25
3.1.5 Entstehung der Unternehmensreputation als Referenzkonstrukt für den Unternehmensmarkenwert 29
3.2 Einfluss der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Unternehmens auf die Unternehmensreputation und den Unternehmensmarkenwert 31
3.3 Einfluss der Branchenzugehörigkeit und Internationalität auf die Unternehmensreputation und den Unternehmensmarkenwert 33
3.4 Ein eklektisches Modell zur Unternehmensmarke und zum Unternehmensmarkenwert 34
3.5 Definition des Markenwertes und des Unternehmensmarkenwertes 36
4. Methoden zur Bewertung von Unternehmensmarken 39
4.1 Anlässe zur Bewertung von Unternehmensmarken 39
4.2 Anforderungen an ein Modell zur Bewertung von Unternehmensmarken 41
4.3 Übersicht über grundlegende Methoden zur Markenbewertung 42
4.4 Ausgewählte Ansätze zur Bewertung von Unternehmensmarken 46
4.4.1 Vorbemerkung 46
4.4.2 BBDO: BBDO Brand Equity Evaluation System 47
4.4.3 TAIKN / KONZEPT UND MARKT: Corporate Brand Census(r) 48
4.4.4 FOMBRUN / HARRIS-INTERACITVE: Reputation Quotient(r) 50
4.5 Vergleich und kritische Würdigung der beschriebenen Bewertungsmodelle für Unternehmensmarken anhand ausgewählter konzeptioneller Faktoren 51
5. Schlussfolgerung und Ausblick 55
Literaturverzeichnis 56
Eidesstattliche Erklärung 70

Textprobe:

Kapitel 3.1.3, Mitarbeiter als Kommunikationsträger des Unternehmens: Mitarbeiter sind bedeutende Repräsentanten der Corporate Identity sowie der Unternehmensmarke und infolgedessen Kommunikationsträger bzw. Botschafter eines Unternehmens. Dies wird insbesondere im direkten Kundenkontakt der Mitarbeiter vor allem in Dienstleistungsunternehmen deutlich. Oft wird der Einfluss des Verhaltens von Mitarbeitern unterschätzt, obwohl sie als Multiplikatoren und Botschafter für die Kommunikation der Unternehmensmarke einen besonderen Erfolgsfaktor darstellen.

Um die Unternehmensmarke konsistent extern kommunizieren zu können, ist die interne identitätsorientierte Führung der Unternehmensmarke von hoher Bedeutung. Burmann und Zeplin weisen in dieser Beziehung auf das „Organisational Citizenship Behavior“ hin, das auf die Unternehmensmarke übertragen werden kann.

Darunter sind Verhaltensweisen seitens der Mitarbeiter zu verstehen, die über die generellen Rollenerwartungen hinausgehen, wodurch die Corporate Identity gestärkt wird (z. B. Hilfsbereitschaft gegenüber internen und externen Kunden, Empfehlung der Unternehmensmarke auch außerhalb des Arbeitsumfeldes oder Beachtung der Verhaltensvorgaben seitens eines Unternehmens).

Der Treiber für ein solches Verhalten ist das Bewusstsein für und das Bekenntnis zu einer Corporate Identity und folglich die psychologische Bindung der Mitarbeiter an die Unternehmensmarke. Dabei sind Identifikation und Internalisierung sowie die aktive Beteiligung an der Umsetzung der Corporate Identity besonders wichtig, die sich positiv auf die Motivation, Einstellungen und das Verhalten der Mitarbeiter auswirken. Für die Kommunikation der Unternehmensmarke ist es also wichtig, dass sie von den Mitarbeitern „gelebt“ wird.

Dies kann in einem Unternehmen durch interne Kommunikation (z. B. Vermittlung der Bedeutung der Unternehmensmarke und der Corporate Identity durch ein umfassendes Markenhandbuch oder unternehmensinterne Vorbilder) oder durch gezielte Maßnahmen des Human Resources Bereichs erreicht werden (z. B. Auswahl von Mitarbeitern, die mit der Corporate Identity vereinbar sind). Insgesamt muss sich dies an der Corporate Identity und damit an den Unternehmenswerten, der Unternehmensmission, den Unternehmenszielen und der Unternehmenskultur orientieren.

Ebenso stellen Führungskräfte bedeutende Kommunikationsträger dar. Führungskräfte nehmen hierbei eine besondere Stellung in Bezug auf die internen und externen Stakeholder ein (z. B. Investoren, Medien, Analysten, und die zunehmend sensibilisierte Öffentlichkeit), da sie Vermittler der Werte eines Unternehmens, der Unternehmenskultur und entsprechend der Corporate Identity sind. Darüber hinaus stellt die Unternehmenskommunikation ein strategisches Führungsinstrument dar, weswegen Führungskräften hierbei eine besondere Rolle zugesprochen wird.

Damit beeinflussen Führungskräfte als Kommunikationsträger nachhaltig den Erfolg von Unternehmen und der Unternehmensmarke. Somit haben auch Führungskräfte eine relevante, langfristige, differenzierende, konsistente und spezifische sowie mit der Unternehmensmarke bzw. der Corporate Identity konforme (Marken-) Positionierung zu entwickeln (Personifizierungsstrategie). Renommierte Beispiele hierfür sind Bill Gates und Microsoft oder Jack Welch und General Electrics.

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Arbeit zitieren:
Moser, Daphne November 2006: Bewertung von Unternehmensmarken, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmen, Markenwert, Bewertungsmodell, Stakeholder, Unternehmens Corporate Brand

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