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Bewertung von Unternehmen des Electronic Commerce

Unter besonderer Berücksichtigung von Internet Start-ups

Bewertung von Unternehmen des Electronic Commerce
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christoph Seeger
  • Abgabedatum: März 2000
  • Umfang: 111 Seiten
  • Dateigröße: 923,1 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2796-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2796-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2796-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Seeger, Christoph März 2000: Bewertung von Unternehmen des Electronic Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: APV, DCF, Internet Start-up, Internet

Diplomarbeit von Christoph Seeger

Einleitung:

„Dot com-Bubble“, „irrationaler Überschwang“ oder „Revolution des Wirtschaftssystems“ und langfristiges Investitionskalkül?

Gleicht der Kauf von Internetaktien einem „Lotteriespiel bei dem Menschen mehr für ein Los bezahlen als den Wert, der den Gewinnchancen entspricht“? Sind konventionelle Discounted Cash Flow-Verfahren der Unternehmensbewertung geeignet, junge Wachstumsfirmen des Electronic Commerce zu bewerten? Sollte auch der Börsenkurs bei der Bewertung Berücksichtigung finden, oder handelt es sich bei Marktkapitalisierungen der Unternehmen des Electronic Commerce um „outsized valuations“?

Das Verhältnis von Umsatzerlösen und Börsenkapitalisierung in einer hier durchgeführten empirischen Kurzstudie scheint signifikante Unterschiede zwischen Unternehmen der „New Economy“ und der „Old Economy“ aufzuzeigen. So beträgt der Aufschlag der Börsenkapitalisierung auf die Jahresumsatzerlöse 1999 bei Unternehmen der „New Economy“ 7850% im Vergleich zu 160% in der „Old Economy“. Die vorliegende Arbeit versucht Antworten auf diese Fragen aufzuzeigen. Im Vordergrund steht dabei das Bewertungsverfahren des Adjusted Present Value.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Das Verfahren des Adjusted Present Value in der Unternehmensbewertung 3
2.1 Bewertungsverfahren des Entity-Approach 3
2.1.1 Der Cash Flow als zentrale Wertvariable der DCF-Verfahren 4
2.1.2 Erfordernis der Typisierung in der Unternehmensbewertung 4
2.1.3 Basisformel des DCF-Ansatzes 5
2.2 Berechnung des Unternehmenswerts im APV-Verfahren 5
2.2.1 Wertkomponente: Basiswert 7
2.2.2 Wertkomponente: Wert der finanziellen Nebeneffekte 8
2.2.3 Wertkomponente: Marktwert des Fremdkapitals 10
2.2.4 Zusammenfassung der Rechenformeln zum APV-Unternehmenswert 11
2.3 Bewertungsrelevante Aspekte bei der Ermittlung der APV-Komponenten 11
2.3.1 Prognose zukünftiger Free Cash Flows 12
2.3.1.1 Prognose der Cash Flows im Phasenmodell 13
2.3.1.2 Prognose mit Wachstumsfaktoren 13
2.3.2 Berücksichtigung von Steuern 14
2.3.2.1 Steuern im Basiswert 15
2.3.2.2 Steuern im Tax Shield 16
2.3.2.3 Berücksichtigung von Steuern im Diskontierungszinsfuss 17
2.3.2.3.1 Berücksichtigung von Steuern im CAPM 18
2.3.2.3.2 Berücksichtigung von Steuern bei der Diskontierung des Tax Shield 19
2.3.2.4 Berücksichtigung von Verlustvorträgen 19
2.3.3 Diskontierung der Wertkomponenten 20
2.3.3.1 Diskontierung der Free Cash Flows 21
2.3.3.1.1 Typisierung des Eigenkapitalkostensatzes 22
2.3.3.1.2 Das CAPM zur Typisierung des Eigenkapitalkostensatzes 23
2.3.3.1.3 Anpassung des Eigenkapitalkostensatzes bei Fiktion der Schuldenfreiheit 24
2.3.3.1.4 Typisierung des risikolosen Zinssatzes 26
2.3.3.1.5 Typisierung des Fremdkapitalkostensatzes 27
2.3.3.1.6 Typisierung zukünftiger Kapitalstrukturen 28
2.3.3.2 Diskontierung der finanziellen Nebeneffekte 28
2.3.4 Zirkularitätsprobleme bei Bestimmung der Modellparameter 29
2.4 Die Berücksichtigung des Börsenkurses bei der Unternehmensbewertung 30
2.5 Übersichtsformel des APV-Verfahrens 32
3. Die Bewertung neu gegründeter Unternehmen des Electronic Commerce 33
3.1 Electronic Commerce und Internet Start-up Firmen 33
3.1.1 Definition des Bewertungsobjekts 35
3.1.2 Bewertungsrelevante Charakteristika des Untersuchungsobjekts 35
3.2 Eignung des APV-Verfahrens zur Bewertung von Internet Start-ups 37
3.2.1 Prognose zukünftiger Cash Flows von Internet Start-ups 37
3.2.1.1 Negative Cash Flows im Planungshorizont 38
3.2.1.2 Besondere Zahlungsstruktur bei Internet-Unternehmen 39
3.2.1.3 Identifikation verschiedener Bewertungsphasen 39
3.2.1.4 Geeignete Prognoseverfahren im e-commerce 40
3.2.2 Berücksichtigung von Steuereinflüssen 40
3.2.2.1 Steuerwirkung der hohen Ingangsetzungsaufwendungen 41
3.2.2.2 Wirkung von Akquisitionen auf den Cash Flow 41
3.2.2.3 Verlustvorträge 42
3.2.3 Diskontierung der Free Cash Flows von Internet Start-ups 42
3.2.3.1 Berücksichtigung der stark veränderlichen Kapitalstruktur 43
3.2.3.2 Bestimmung des Betafaktors 44
3.2.4 Zirkularitätsproblem 44
3.3 Realoptionen zur Bewertung von Internet Start-up Firmen 45
3.3.1 Realoptionen zur Behebung der Mängel der DCF-Verfahren? 46
3.3.2 Analogie Finanzoption – Realoption 46
3.3.3 Der Realoptionsansatz in der Unternehmensbewertung 47
4. Zusammenfassung 49
Anhang
Literaturverzeichnis

Automatisiert erstellter Textauszug:

27 zinssätze, die auf die Risikofreiheit der Anlage abzielen, werden in der Literatur vorgeschlagen.495 So wird als Basiszins der „landesübliche Zins“496 vorgeschlagen, für den aber keine konkrete Ermittlungsvorschrift besteht.497 Der Basiszins sollte weiterhin laufzeit- und zahlungsstrukturkongruent mit den zu diskontierenden Über-schüssen sein. Demzufolge wurde empfohlen bei unterstellter unendlicher Lebens-dauer der Unternehmung einen Basiszins einer möglichst langjährigen Alternativanlage anzusetzen.498/499 Da auch diese den Zahlungsstrom aus der Investition nur zufällig exakt abbilden kann, wird eine Kombination einer entsprechenden Anzahl sogenannter marktund periodenbezogener „Spot Rates“500 zum gesuchten Basiszinsfuß vorgeschlagen.501 Diese entsprechen Renditen von Nullkuponanleihen mit einer entsprechend kurzen Laufzeit und ergeben aneinandergereiht die sog. Zinsstrukturkurve502 aus welcher der gewünschte Zins entnommen werden kann. 2.3.3.1.5 Typisierung des Fremdkapitalkostensatzes Bei Fremdkapital, das vom Bewertungsobjekt aufgenommen wird, ist die Findung eines Kapitalisierungskostensatzes zu Diskontierungszwecken (bspw. beim Tax Shield, siehe Abschnitt 2.3.3.2) einfacher als beim Eigenkapital, „da mit jeder Fremdfinanzierungsentscheidung eine festgelegte zukünftige Zahlungsreihe ver-bunden ist, deren interner Zinsfuß die effektiven Fremdkapitalkosten angibt“503. Hat der Bewerter Einblick in Kreditverträgen, kann er den tatsächlichen und aufgrund der Reflektion der Schuldnerbonität im Kreditzinssatz auch als risikoadäquat anzusehen-den Zinssatz für das Fremdkapital direkt übernehmen. Hat das Unternehmen [...]

Der Ansatz nur hälftiger Abzugsfähigkeit der Fremdkapitalzinsen konnte in entsprechender deutschsprachiger Literatur nicht ausfindig gemacht werden. Da es sich aber zumindest teilweise beim Fremdkapital um Dauerschulden handeln wird, erscheint der Einbezug der Dauerschuldüberlegung sinnvoll.488 Die allgemeinen Kritik am CAPM betrifft vor allem das Nichtvorhandensein „des“ Marktportefeuilles, das nur dann perfekt diversifiziert ist, wenn es den gesamten Kapitalmarkt, d.h. neben (einer) risikolosen auch alle risikobehafteten Wertpapiere, d.h. nicht nur Aktientitel,489 umfasst. Weiterhin ist eine perfekte Streuung durch Aufnahme aller gehandelten Aktientitel für den einzelnen kaum möglich.490 Entsprechende Typisierungen sind also auch für Variablen des CAPM selbst erforderlich.491 Im Hinblick auf den Anwendungsfall des dritten Kapitals ist die Berechnung des Eigenkapitalkostensatzes, die letztlich auf Vergangenheitsdaten beruht, kritisch zu sehen. So werden Betafaktoren und Zinssätze der Zukunft aus entsprechenden Größen der Vergangenheit ermittelt. Insbesondere die regressive Ermittlung des Betafaktors erfüllt aber bei jungen Unternehmen statistische Anforderung an den Umfang der Datenbasis nicht. Schnelles Wachstum durch bspw. Hinzukommen neuer Geschäftsfelder ändert die Risikostruktur des Unternehmens. Der Betafaktor bedarf in diesem Fall entsprechender Modifikationen, soll das Geschäftsrisiko adäquat abgebildet werden.492 2.3.3.1.4 Typisierung des risikolosen Zinssatzes Der risikolose Zinssatz (Basiszins) repräsentiert eine Alternativeanlage, deren Cash Flows als sicher493 angesehen werden.494 Eine Vielzahl risikoloser Typisierungs- [...]

In der folgenden Kurzherleitung werden die wichtigsten ökonomischen Annahmen einbezogen. Ausgangspunkt in Formel (16) ist die Überlegung, dass Zahlungen an die Kapitalgeber aus dem Gewinn, d.h. aus dem Gesamtkapital GKv multipliziert mit der Gesamtkapitalrendite kGK des verschuldeten Unternehmens und aus dem Tax Shield erfolgen können. Dabei erhalten Fremdkapitalgeber Zinszahlungen rFK·FK und Eigenkapitalgeber einen ihrer Renditeforderung kEKv entsprechenden Anteil ihrer Investition EK(v). Fremdkapital gilt zur Gänze als Dauerschulden und ist hälftig steuerabzugsfähig. Entsprechende Ergebnisse basieren auf der ausführlichen Herleitung des Autors in Anhang 5. 1 sFK = rFK F + k EKv EK 2 Die Standardrenditeformeln für das Eigen- und Fremdkapital lauten: (16) GKV k GK + rFK (17) (18) [...]

Arbeit zitieren:
Seeger, Christoph März 2000: Bewertung von Unternehmen des Electronic Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
APV, DCF, Internet Start-up, Internet

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