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Bewertung der Synergien im Fall der Übernahme Allianz-Dresdner

Bewertung der Synergien im Fall der Übernahme Allianz-Dresdner
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Volker Teschke
  • Abgabedatum: September 2002
  • Umfang: 81 Seiten
  • Dateigröße: 612,0 KB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6187-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6187-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6187-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Teschke, Volker September 2002: Bewertung der Synergien im Fall der Übernahme Allianz-Dresdner, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Allfinanz, Allianz, Dresdner Bank, Fusionen, Abnormale Rendite

Diplomarbeit von Volker Teschke

Gang der Untersuchung:

Erklärtes Ziel vieler Unternehmen einschließlich der Banken und Versicherungen ist es, den Shareholder Value zu steigern und damit einhergehend den Unternehmenswert zu erhöhen. Dies wird unter anderem durch Fusionen und Übernahmen möglich. Dieser Aspekt wird anhand der Fallstudie Allianz-Dresdner untersucht, da bei diesem Allfinanzinstitut erstmals eine Vollintegration im Vertrieb erfolgte, bei der mehrere hundert Mitarbeiter unternehmensübergreifend eingesetzt werden.

In dieser Arbeit werden die Synergien innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche bei der Allianz-Dresdner analysiert, da diese letztlich über den Erfolg des Zusammenschlusses entscheiden.

Es wird zwischen den Synergieschätzungen der Allianz AG vor der Übernahme und den bisher vorliegenden Geschäftszahlen bis zum 2. Halbjahr 2002 differenziert, um Abweichungen aufzuzeigen und zu untersuchen. Darauf aufbauend erfolgt die Berechnung des Present Value der Synergien und die Gegenüberstellung der entstehenden Kosten. Somit ergibt sich der geschätzte Mehrwert für die Aktionäre des Bieterunternehmens. Im Vergleich dazu geben kapitalmarktorientierte Methoden wie die Berechnung der abnormalen Rendite Aufschluss über die ex post Bewertung durch den Kapitalmarkt. Weiterhin wird untersucht, inwiefern ein Konglomeratsabschlag feststellbar ist, da sich im vorliegenden Fall Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zusammenschließen.

Aus diesen Untersuchungen ergeben sich folgende Ergebnisse:

Die ex ante Bewertung ergibt unter der Annahme der vollständigen Synergieereichung und der Angebotsannahme der Aktionäre der Dresdner Bank einen Nettowert der Transaktion von € 5,21 Mrd. Dies entspricht einem theoretischen Kursanstieg der Allianz um 6,8%. Die ex post Bewertung durch den Kapitalmarkt ergab hingegen einen kumulierten abnormalen Kursabschlag von 3,8% bei einem Zeitfenster von 6 Tagen vor der Übernahmeankündigung bis 1 Tag danach. Somit konnte die Conglomerate Discount Theorie bestätigt werden.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
Symbolverzeichnis VIII
1 . Einleitung 1
2. Ziel der Arbeit und Vorgehensweise 3
2.1 Fragestellung 3
2.2 Vorgehensweise 4
3. Synergien 5
3.1 Synergiesystematisierung 5
3.2 Synergien im Fall Allianz-Dresdner 7
3.2.1 Vertrieb 10
3.2.1.1 Private Kunden 11
3.2.1.2 Allianz Financial Planners 16
3.2.1.3 Immobilien-/Bauspargeschäft 17
3.2.1.4 Firmenkundengeschäft 17
3.2.2 Asset Management 18
3.2.3 Informationstechnologie/Organisation/Sonstiges 21
3.3 Synergievergleich mit anderen Fusionen 23
3.3.1 Synergien bei Allfinanzkonzernen 23
3.3.2 Synergien bei Bankfusionen 24
3.3.3 Varianten der Synergieerzeugung 26
3.4 Schätzung der Eigenkapitalkosten 27
3.4.1 Verwendetes Datenmaterial für die Beta-Regression 29
3.4.1.1 Aktienkurse 29
3.4.1.2 Aktienindex 30
3.4.1.3 Zeitfenster 31
3.4.1.4 Risikoloser Zinssatz 32
3.4.2 Beta-Schätzung 33
3.4.3 Eigenkapitalkosten 36
3.5 Present Value der Synergien 38
3.6 Sensitivitätsanalyse 40
4. Bewertung des Zusammenschlusses 41
4.1 Ex ante Bewertung aus Sicht des Bieterunternehmens 41
4.2 Ex post Bewertung durch den Kapitalmarkt 43
5. Zusammenfassung 50
6. Anhang 51

Automatisiert erstellter Textauszug:

die nächste Erneuerungswelle verschoben, bis dahin sorgten Schnittstellen für einen gegenseitigen Zugriff.1 Durch die erhöhte Einkaufsmacht nach der Fusion entstehen sowohl bei der Hard- als auch bei der Software Synergien.2 Insgesamt sollen von € 1 Mrd. am gemeinsamen Technologie Budget 5% entsprechend € 100 Mio. eingespart werden. Diese Schätzung wird von Analysten als konservativ eingestuft, zumal Mitbewerber wie Axa und ING nur ein Drittel dieser Ausgaben aufweisen.3 Im einzelnen wird durch die Fusion der beiden IT-Bereiche von Allianz und Dresdner Bank, die sogenannte Allianz Gesellschaft für Informatik Service (Agis) und die Dresdner Global IT-Services (Dregis), einer der großen IT-Serviceprovider entstehen. Agis erzielte 2001 mit 1.400 Mitarbeitern einen Umsatz von € 515 Mio., Dregis mit 750 Angestellten € 387 Mio. Für 2002 wurde ein gemeinsames Investitionsvolumen von € 161,5 Mio. geplant. Die Entstehung von Synergien erfolgt in diesem Bereich somit nicht durch den Abbau von Arbeitsplätzen, sondern durch geringe Investitionsausgaben.4 Es gibt jedoch auch negative Beispiele für Zusammenschlüsse im IT-Bereich: Die Fusion dreier japanischer Geldhäuser zur Mizuho-Bank sollte mit dem Start eines gemeinsamen Computersystems offiziell abgeschlossen werden. Jedoch versagte das neue System, so dass keiner der Geldautomaten funktionierte, Überweisungen nicht durchgeführt wurden und 2,5 Millionen Aufträge unvollständig ausgeführt bzw. in 30.000 Fällen Beträge doppelt geschickt wurden.5 Aufgrund dieser Risiken ist wegen möglicher Image- und Reputationsschäden der beteiligten Unternehmen dem Integrationsmanagement im EDV-Bereich ein besonderer Schwerpunkt zu widmen. [...]

operationspartner verringert sich das Mittelaufkommen für ADAM.1 2. Der Verlust der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) als exklusiven Vertriebspartner von Fonds des DIT erfolgte unabhängig von der Übernahme der Allianz. Er ist auf die aggressive Preispolitik der Fondstocher der Deutschen Bank AG, Die Wertpapier Spezialisten (DWS), zurückzuführen, die neben dem üblichen Ausgabeaufschlag als Vertriebsgebühr nun zusätzlich auch ein Teil der Managementgebühr an die DVAG weitergegeben. Der DIT hat dadurch einen der wichtigsten Vertriebskanäle verloren, über den im Jahr 2000 30.000 Vermögensberater der DVAG rund 26% der neu verkauften Investmentfonds des DIT vermittelten.2 Die ADPC hat das Großmandat für die Metallrente gewonnen, ebenso wie die betriebliche Altersvorsorge für Unternehmen wie DaimlerChrysler, Bosch, Otto, Siemens und Bertelsmann.3 Nach eigenen Angaben wurden bereits im Dezember 2001 60% der Integrationsziele im Unternehmensbereich ADAM erreicht.4 Abschließend lässt sich sagen, dass der Großteil der Zusammenlegungen im Inund Ausland planmäßig erfolgt ist. Die gemachten Zielvorgaben bezüglich des Wachstums und des Verbesserns der CIR wurden hingegen nicht erreicht. 3.2.3 Informationstechnologie/Organisation/Sonstiges Die zu erwartenden Synergien im Bereich IT/Organisation/Sonstiges stellen mit € 200 Mio. ab dem Jahr 2006 eine weitere große Gruppe dar. Die Synergien werden in diesem Bereich grundsätzlich durch die verbesserte Marktposition gegenüber starken Lieferanten beim Gemeinschaftseinkauf und damit verbundenen günstigeren Konditionen wie beispielsweise bei Liefer-, Zahlungsbedingungen und Terminen, sowie besseren Beschaffungspreisen (Mengenrabatt) erzielt.5 Informationstechnologie (IT) Für den Zusammenschluss der Allianz mit der Dresdner Bank im EDV-Bereich gilt, dass Modernität und Kapazität Vorrang vor den dabei entstehenden Kosten haben. Standardisierungen im Bereich der Software wurden dabei teilweise auf [...]

Neben Kostensynergien werden im Asset Management auch Erlössynergien erwartet. Dabei wird aufgrund der breiteren Produktpalette in Deutschland von jährlichen Ertrag ab 2006 von € 230 Mio. ausgegangen.2 Bisherige Ergebnisse In 2001 ist die CIR anstelle der langfristigen Senkung aufgrund der schlechten Lage an den Kapitalmärkten auf 83,7% gestiegen.3 Statt einer absoluten Zielvorgabe von 55% für die CIR ist, meiner Meinung nach, eine relative Maßzahl sinnvoller, welche die Effizienz im Vergleich zu der Branche misst. So könnte man beispielsweise als Zielvorgabe eine 2%-Punkte niedrigere CIR als der Branchendurchschnitt bzw. einer vorher festgelegten Vergleichsgruppe im Asset Management vereinbart. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass ein Ziel nur durch eine besonders gute/schlechte Entwicklung am Kapitalmarkt (nicht) erreicht wird. Im Jahr 2001 gab es noch einige Effekte, die das Ergebnis der ADAM maßgeblich beeinflussten: 1. Durch den Tausch von Aktienpaketen mit der Münchner Rück AG im Rahmen des Zusammenschlusses wurde die Kooperation mit der HypoVereinsbank beendet. Durch den Wegfall der HypoVereinsbank als Ko€ 20 Mrd. und in den USA von € 70 Mrd. zusätzlichen Anlagegeldern mit einem [...]

Arbeit zitieren:
Teschke, Volker September 2002: Bewertung der Synergien im Fall der Übernahme Allianz-Dresdner, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Allfinanz, Allianz, Dresdner Bank, Fusionen, Abnormale Rendite

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