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Bewertung von Qualitätsverbesserungsmaßnahmen

Bewertung von Qualitätsverbesserungsmaßnahmen
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: Thomas Gerboth
  • Abgabedatum: Januar 1997
  • Umfang: 105 Seiten
  • Dateigröße: 583,6 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2651-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2651-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2651-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Gerboth, Thomas Januar 1997: Bewertung von Qualitätsverbesserungsmaßnahmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Maschinenbau, Controlling, Qualitätsverbesserungsmaßnahmen, Ingenieurwissenschaft, Qualitätsmanagement

Studienarbeit von Thomas Gerboth

Problemstellung:

Inzwischen belegen eine Vielzahl von Studien den positiven Zusammenhang von Qualitätsmanagement und wirtschaftlichem Erfolg (s. Einleitung der Arbeit). Um die Qualitätspolitik hinsichtlich der Qualitätsziele (z.B. ständige Verbesserung) umzusetzen, bedarf es auf einer tieferen Ebene Programme und Projekte, die sich wiederum auf einer ausführenden Ebene in konkrete Maßnahmen aufteilen. Diese Maßnahmen sollen im folgenden als Qualitätsverbesserungsmaßnahmen bezeichnet werden. Im Zusammenhang mit der Umsetzung von qualitätsverbessernden Maßnahmen ist es dann von besonderer Bedeutung, diese hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit zu bewerten. Die Kostenseite solcher Maßnahmen ist relativ gut zu bestimmen, dagegen ist die Nutzenseite nur relativ schwer zu erfassen. Der Grund liegt darin, dass auf der Outputseite von Qualitätsverbesserungsmaßnahmen zumeist qualitative Größen stehen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit nach geeigneten Verfahren zur Bewertung von Qualitätsverbesserungsmaßnahmen. In der Arbeit werden Bewertungsinstrumente vorgestellt und ihre Eignung geklärt. Insbesondere sollen moderne Verfahren der erweiterten Wirtschaftlichkeitsrechnung hinsichtlich ihrer Eignung zur Bewertung von Qualitätsprojekten untersucht werden.

Gang der Untersuchung:

Nach einer kurzen Klärung von qualitätsrelevanten und wirtschaftlichen Begriffen im zweiten Abschnitt erfolgt im dritten Abschnitt eine Erklärung von qualitätsbezogenen Leistungen. Zuerst werden die Leistungskomponenten von Total Quality Management erfasst und in einer Übersicht dargestellt. Anschließend wird auf die Problematik der „Qualitätskosten“ eingegangen, indem der derzeitige Stand des Qualitätsmanagements einbezogen wird. Basierend auf den vorhergehenden Ausführungen werden dann abschließend im dritten Abschnitt qualitätsbezogene Leistungen definiert.

In Kapitel vier werden Bewertungsmöglichkeiten im Qualitätsmanagement vorgestellt. Es wird herausgearbeitet, dass die qualitätsbezogene Kostenrechnung dahingehend erweitert werden muss, dass eine den neuen Gegebenheiten durch die moderne Qualitätsphilosophie angepasste Erfassung nicht nur der Kosten, sondern auch der Leistungen erfolgen muss. Es werden dann die traditionellen Verfahren der Wirtschaftlichkeitsrechnung vorgestellt, um anschließend deren Unzulänglichkeiten für die Beurteilung von qualitativen Größen aufzuzeigen. Es folgt eine Übersicht über die Verfahren der erweiterten Wirtschaftlichkeitsrechnung, und die wichtigsten Verfahren werden kurz vorgestellt. Im letzten Teil des vierten Abschnitts werden dann weitere Bewertungsinstrumente im Qualitätsmanagement vorgestellt, sowie Wirtschaftlichkeits- und Qualitätskennzahlen dargestellt.

Im fünften Abschnitt werden die Anforderungen, die an Bewertungsinstrumente im Qualitätsmanagement gestellt werden, erarbeitet. Eine Matrix verdeutlicht anschließend, inwieweit die einzelnen Bewertungsinstrumente die Anforderungen erfüllen. Eine Interpretation der Matrix beendet diesen Abschnitt.

Im Kapitel sechs werden Kennzahlen für die bedeutendsten Träger des Erfolges für unterschiedliche Qualitätsstufen eingeführt. Anschließend wird kurz darauf eingegangen, für wen die Kennzahlen eigentlich bestimmt sind. Eine Übersicht und Ausführungen zur zeitlichen Einordnung der Kennzahlenermittlung schließen das Kapitel ab.

Im siebten Kapitel wird anhand eines praxisbezogenen Beispiels eine Vorgehensweise für die Bewertung von Qualitätsverbesserungsmaßnahmen vorgestellt. Ferner wird die Möglichkeit der Integration einer solchen Bewertungsmethode in ein übergeordnetes Managementsystem aufgezeigt und das Konzept der Balanced Scorecard vorgestellt.

Die im achten Kapitel abschließende Zusammenfassung beinhaltet die gewonnenen Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf noch ausstehende Aufgaben.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 4
2. Definitionen und Begriffsbestimmungen 6
2.1 Qualität 6
2.2 Qualitätsmanagement 6
2.3 Total Quality Management 7
2.4 Wirtschaftliche Kenngrößen des Total Quality Management 10
3. Qualitätsbezogene Leistungen 13
3.1 Leistungskomponenten von TQM 13
3.2 Qualitätsbezogene Kosten als Investitionen und Fehlleistungen als negative Qualitätsleistungen 16
3.3 Definition von Qualitätsbezogenen Leistungen 21
4. Bewertungsmöglichkeiten im Qualitätsmanagement 23
4.1 Qualitätsbezogene Kosten- und Leistungsrechnung 25
4.2 Die monetäre Wirtschaftlichkeitsrechnung 33
4.2.1 Statische Verfahren 35
4.2.2 Dynamische Verfahren 38
4.2.3 Programmentscheidung bei Sicherheit 41
4.2.4 Einzelentscheidung bei Unsicherheit 42
4.2.5 Programmentscheidung bei Unsicherheit 44
4.3 Die erweiterte Wirtschaftlichkeitsrechnung 45
4.3.1 Eindimensionale Verfahren 47
4.3.2 Diagnoseorientierte Verfahren 48
4.3.3 Entscheidungsorientierte Verfahren 50
4.4 Audits 63
4.5 Reviews 65
4.6 Awards 65
4.7 Kennzahlensysteme 68
5. Anforderungen an eine Bewertungsmethode 69
6. Kennzahlen für die Ergebniskriterien des EQA 72
6.1 Kundenzufriedenheit 72
6.2 Mitarbeiterzufriedenheit 75
6.3 Gesellschaftliche Verantwortung/Image 76
6.4 Kennzahlenzugehörigkeit 76
6.5 Zusammenfassende Übersicht 77
7. Fallbeispiel 79
8. Zusammenfassung und Ausblick 83
Literaturverzeichnis 85

Automatisiert erstellter Textauszug:

1. Bestimmung der als unsicher anzusehenden Inputgrößen 2. Aufstellen des Investitionsmodells zur Berechnung der Zielgrößen in Abhängigkeit der festgelegten Inputgrößen 3. Vorgabe eines Schwankungsintervalls der Outputgröße durch Angabe einer Oberund Untergrenze 4. analytische oder numerische Bestimmung der sich daraus ergebenden zulässigen Intervallen der Inputgrößen. Sensitivitätsanalysen sind für eine Lösung von Investitionsentscheidungen unter Unsicherheit nicht geeignet. Sie liefern aber Informationen darüber, ob die Unsicherheiten für die Lösung des Entscheidungsproblems bedeutungsvoll sind oder nicht. Das Ziel von Risikoanalysen liegt darin, eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für die Outputgröße einer Investitionsrechnung aus sicheren und unsicheren Informationen über die relevanten Inputgrößen abzuleiten. Dabei werden mit Mitteln der Wahrscheinlichkeitstheorie eine Verteilungsfunktion und/oder ein Risikoprofil für die Zielgröße erstellt. Die Durchführung kann in folgende Schritte untergliedert werden: 1. Auswahl der als unsicher erachteten Inputgrößen 2. Schätzung subjektiver Wahrscheinlichkeitsverteilungen für die ausgewählten Inputgrößen 3. Berücksichtigung stochastischer Abhängigkeiten zwischen den unsicheren Inputgrößen 4. Berechnung einer Wahrscheinlichkeitsverteilung für die Zielgröße 5. Interpretation der Ergebnisse. [...]

Handelt es sich bei den Investitionsentscheidungen nicht mehr nur um Einzelentscheidungen, sondern um Programmentscheidungen, so kommen Instrumente der simultanen Planung zum Tragen. All diesen Instrumenten ist ein großer Arbeitsaufwand und ihr beschränkter Einsatz in der Praxis gemeinsam. Das statische Modell von DEAN75 ist ein relativ einfaches Verfahren der simultanen Investitions- und Finanzplanung mit der Zielsetzung, den Vermögensendwert zu maximieren. Die Beschränkung auf eine Periode ließ dynamische Ansätze folgen, die realitätsnäher sind, aber auch mit einem vermehrten Rechenaufwand einhergehen. Die dynamischen Ansätze von FÖRSTNER / HENN76, ALBACH77 und SWOBODA78 berechnen unter Beachtung gegebener Produktionsbedingungen und Finanzierungsmöglichkeiten simultan ein optimales Investitions- und Fertigungsprogramm. Die Ansätze wurden dahingehend erweitert, daß sie inzwischen auch mehrperiodisch und realistischer bezüglich Investitionsarten und Finanzierungsmöglichkeiten gestaltet sind. ALBACH79 hat sich darüber hinaus mit Modellen beschäftigt, die die Kapitalwerte der Investitionsvorhaben und der Finanzierungsmöglichkeiten einbeziehen. Kritisch anzumerken bleiben auch hier die Nachteile der Ermittlung des Kalkulationszinsfußes und der Zurechnung der Zahlungsströme. Verschiedene Autoren versuchen dieses Problem dahingehend zu lösen, daß den Modellen reale Kapitalanlagemöglichkeiten zugrunde [...]

lationszinsfußes. Analog zur Kapitalwertmethode ist die absolute Vorteilhaftigkeit gegeben, wenn die Annuität größer Null ist. Die relative Vorteilhaftigkeit ist gegeben für die Alternative mit der höheren Annuität. Da Annuität und Kapitalwert des gleichen Objekts äquivalent sind, d.h. beide Größen lassen sich gemäß der Regeln der Finanzmathematik ineinander überführen, gelten für die Annuitätenmethode die gleichen Nachteile, wie für die Kapitalwertmethode.72 Die Methode der internen Zinsfüße geht nicht von einer gegebenen Mindestverzinsung (Kalkulationszinsfuß) aus, mit deren Hilfe der Kapitalwert bestimmt wird, sondern man geht von einem Kapitalwert Null aus und fragt, bei welchem Diskontierungszinsfuß ein Investitionsvorhaben diesen Kapitalwert von Null aufweist. Der ermittelte interne Zinsfuß gibt dann die erwartete Effektivverzinsung für das betroffene Investitionsobjekt an. Man ermittelt den internen Zinsfuß, indem man die Kapitalwertfunktion gleich Null setzt und nach dem Zinsfuß auflöst. Die Vorteilhaftigkeit einer Investition ist gegeben, wenn ihr interner Zinsfuß, also die Effektivverzinsung, größer ist als der vom Investor zugrundegelegte Kalkulationszinsfuß. Bei mehreren Alternativen wird diejenige gewählt, welche die höchste interne Verzinsung aufweist, die größer ist als der Vergleichskalkulationszinsfuß. Die interne Zinsfußmethode liefert allein kein Kriterium für die Vorteilhaftigkeit einer Investition, da stets ein Kalkulationszinsfuß als Vergleichsmaßstab gegeben sein muß. Trotz mehrerer Kritikpunkte sind die dynamischen Verfahren gegenüber den statischen sowohl theoretisch als auch praktisch günstiger zu bewerten. Bedingt durch die in die Rechnung eingehenden Schätzungen sind sie als Näherungslösungen dennoch geeignet. Die bedeutendsten Nachteile sind noch einmal zusammengefaßt dargestellt: [...]

Arbeit zitieren:
Gerboth, Thomas Januar 1997: Bewertung von Qualitätsverbesserungsmaßnahmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Maschinenbau, Controlling, Qualitätsverbesserungsmaßnahmen, Ingenieurwissenschaft, Qualitätsmanagement

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