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Bewertung von Mineralöleinträgen in die Umwelt im Hinblick auf die Substituierbarkeit durch biologisch schnell abbaubare Kraft- und Schmierstoffe

Bewertung von Mineralöleinträgen in die Umwelt im Hinblick auf die Substituierbarkeit durch biologisch schnell abbaubare Kraft- und Schmierstoffe
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Daniel Weiner
  • Abgabedatum: November 2000
  • Umfang: 105 Seiten
  • Dateigröße: 434,5 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Lausitz, Standort Cottbus Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2936-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2936-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2936-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Weiner, Daniel November 2000: Bewertung von Mineralöleinträgen in die Umwelt im Hinblick auf die Substituierbarkeit durch biologisch schnell abbaubare Kraft- und Schmierstoffe, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Monetarisierung, Mineralöl, Biodiesel, Nachwachsende Rohstoffe, Umweltschäden

Diplomarbeit von Daniel Weiner

Einleitung:

Umweltschäden durch Mineralöle wurden bisher hauptsächlich in der Hinsicht betrachtet, dass ein Eintrag von Verbrennungsprodukten, vorrangig CO2, in die Betrachtungen einbezogen wurden.

Diese Arbeit hingegen untersucht die Auswirkungen einer Einbringung von Teilen der Ölprodukte (Kraft- und Schmierstoffe) selbst. Dabei wurde das bisherige Vorhandensein einschlägiger Daten betrachtet und ausgehend von den Mengen der ausgetretenen und nicht wiedergewonnenen Volumina eine Berechnung und Monetarisierung der dadurch entstehenden Umweltschäden in Form von Sanierungskosten angestrebt. Diese Kosten wurden den Substitutionskosten entgegengestellt, welche durch einen Austausch der bisher üblichen Mineralölprodukte durch biologisch schnell abbaubare Ölprodukte, so zum Beispiel den aus Rapsöl gewonnenen, entstehen würden (z.B. Anbaukosten, Umrüstkosten für Fahrzeuge). Eine verstärkte Konzentration erfolgte dabei auf besonders sensible Umweltbereiche, wie zum Beispiel die Land- und Forstwirtschaft sowie die Trinkwassergewinnung.

Die Arbeit ist dabei in drei Teile gesplittet. Der erste, theoretische Teil befasst sich mit der Aufzeigung der zur Verfügung stehenden Monetarisierungsmethoden, der Klassifizierung der Mineralölprodukte und deren Absatzsituation sowie der Definition der Schadensfälle und des Umweltverhaltens, der Toxizität und der biologischen Abbaubarkeit.

Der zweite, empirische Teil zeigt die Quantifizierung der Mengen auf, welche ausgetreten sind und welche Teile davon in der Umwelt verblieben. Weiterhin werden kurz die wichtigsten Sanierungsmethoden vorgestellt und abschließend werden die Kosten der durch diese Unfälle entstandenen externen Kosten und der Substitutionskosten gegenüber gestellt.

Im dritten und letzten Teil wird zusammenfassend dargestellt, welche statistischen Daten zur Problemstellung vorliegen und welche weiteren Forschungen und Untersuchungen für eine konkrete Zuordnung der einzelnen Kosten noch nötig ist. Zu guter letzt werden einige Handlungsempfehlungen für Hersteller nativer Öle gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis 3
Tabellenverzeichnis 4
Abkürzungsverzeichnis 5
Einleitung 6
1. Theoretischer Teil 10
1.1 Umwelt als monetarisierbares Gut 10
1.2 Verfügbare Methoden zur Monetarisierung 16
1.2.1 Tatsächliche Investitionen 17
1.2.2 Entgangene Erträge 17
1.2.3 Zahlungsbereitschaftsanalyse 19
1.3 Generelle Kritik und Auswahl der verwendeten Methode 22
1.4 Allgemeine Klassifizierung der Mineralöle und Mineralölprodukte und deren Absatzsituation 27
1.4.1 Kraftstoffe, Heizöle und Kerosin 27
1.4.2 Schmierstoffe und Hydraulikflüssigkeiten 28
1.4.3 Biologisch schnell abbaubare Schmier- und Kraftstoffe 30
1.5 Schadensfälle und Umweltverhalten der Mineralölkohlenwasserstoffe 33
1.5.1 Allgemeine Definitionen der Schadensfälle 33
1.5.2 Boden 40
1.5.3 Wasser 44
1.5.4 Land- und Forstwirtschaft 48
1.5.5 Trinkwasserschutzgebiete und Fischereiwirtschaft 51
2. Empirischer Teil 58
2.1 Quantifizierung der Einbringung 58
2.2 Sanierung 70
2.3 Kosten externer Effekte und der Substitution 76
2.3.1 Monetarisierung externer Effekte 77
2.3.2 Kosten der Substitution 80
3. Zusammenfassung und Handlungsempfehlungen 87
Anhang 92
Literaturverzeichnis 99

Automatisiert erstellter Textauszug:

Dabei ergeben die Mineralölprodukte mit WGK 2 einen Anteil von 52% und die Stoffe der WGK 3 einen Anteil von 39%. Das bedeutet, daß im Durchschnitt deutlich geringere Mengen bei Unfällen mit Stoffen der WGK 2 ausgetreten sind (0,6 m3 je Unfall) als bei Vorfällen mit Stoffen der WGK 3 (3,1 m3 je Unfall). Noch gravierender ist der Unterschied beim Anteil der nicht wiedergewonnenen Volumina. Dieser Teil liegt mit 60% des ausgelaufenen Volumens und insgesamt 509,0 m3 der Stoffe mit WGK 3 deutlich höher als die 40% des ausgelaufenen Volumens der Produkte mit WGK 2 und übersteigt sogar deren Gesamtmenge von 443,6 m3.57 Eine Begründung dafür ist nicht ersichtlich. Es ist aber auch darauf hinzuweisen, daß diese Mengen lediglich die [...]

In der neuen VwVwS, die am 01.06.1999 in Kraft getreten ist, wurde ein neues System zur Einschätzung der Wassergefährdung eingeführt. Dabei entfällt die bisherige Einteilung in 4 Klassen und wird ersetzt durch eine dreistufige Regelung. Die alte Wassergefährdungsklasse 0 gibt es zukünftig nicht mehr. Dafür werden Stoffe und Gemische, die bestimmte Bedingungen erfüllen, durch die VwVwS selbst als nicht wassergefährdend bestimmt. Besonders durch die Hersteller biologisch schnell abbaubarer Schmierstoffe und Hydraulikflüssigkeiten wurde der Wegfall der WGK 0 negativ bewertet, da die derzeit am Markt befindlichen biologisch schnell abbaubaren Stoffe ganz überwiegend in der WKG 0 (im allgemeinen nicht wassergefährdend) oder WGK 1 (schwach wassergefährdend) eingestuft wurden.56 [...]

Diese Arten von Kleinstlebewesen sind in der Lage, Mineralölkohlenwasserstoffe für eine mikrobielle Oxidation als Reduktionsmittel zu benutzen. Die Stoffe werden dann unter Abgabe von CO2 und Wasser in mehreren Stufen zu energieärmeren Stoffwechselprodukten verarbeitet. Entsprechende Bakterien und Pilze sind bereits im natürlichen Milieu vorhanden und es ist daher nur in bestimmten Fällen erforderlich, vorgefertigte Mikroorganismenkulturen einzubringen. Die Ölphase wird im Boden relativ langsam abgebaut. Bis zu einem vollständigen mikrobiellen Abbau auf natürlichem Wege sind Zeiträume von mehreren Monaten bis Jahren erforderlich. Wichtige Voraussetzung ist eine genügende Belüftung, um ausreichend Sauerstoff als Oxidationsmittel zur Verfügung zu stellen.51 Eine derartige Belüftung zu Sanierungszwecken kann in den oberen Bodenschichten zum Beispiel durch Umpflügen dieser Schichten erreicht werden. Die Umwandlungsrate derartiger Kohlenwasserstoffe an der Bodenoberfläche beträgt etwa 1 mg/kg Boden und Tag. In größeren Tiefen ist der mikrobielle Abbau wegen der mangelnden Sauerstoffzufuhr deutlich geringer.52 1.5.3 Wasser Oberflächengewässer bilden den Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Wasser allgemein (zuzüglich des Grundwassers) dient der Trinkwasserversorgung, ist Transportmedium, wird als Kühlmittel in der Energiewirtschaft und zur Bewässerung in der Landwirtschaft benötigt. Gewässer werden in vielfältiger Art und Weise für Erholungsvermögen.53 Mineralöle sind ein Gemisch verschiedener Komponenten, die in geringem, doch sehr unterschiedlichem Maße wasserlöslich sind. Die gelösten Bestandteile diffundieren z.B. bei Niederschlag oder Überschwemmungen in das Sickerwasser oder Grundwasser hinein. Das mit Ölbestandteilen kontaminierte Wasser vermischt sich dann fallweise mit dem nicht verschmutzten Grundwasser als Folge der „hydrodynamischen Dispersion“ und Freizeitzwecke genutzt. Außerdem besitzen sie wichtige [...]

Arbeit zitieren:
Weiner, Daniel November 2000: Bewertung von Mineralöleinträgen in die Umwelt im Hinblick auf die Substituierbarkeit durch biologisch schnell abbaubare Kraft- und Schmierstoffe, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Monetarisierung, Mineralöl, Biodiesel, Nachwachsende Rohstoffe, Umweltschäden

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