Bewertung von Länderrisiken am Beispiel von in Osteuropa engagierten Unternehmen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: G. Cindy Cyrus
- Abgabedatum: Januar 1995
- Umfang: 89 Seiten
- Dateigröße: 4,7 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Mainz Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3947-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3947-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3947-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Cyrus, G. Cindy Januar 1995: Bewertung von Länderrisiken am Beispiel von in Osteuropa engagierten Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Direktinvestition, Risk Management, Länderbewertung, Informationsbeschaffung, Investition
In den Warenkorb
38,00 €
Diplomarbeit von G. Cindy Cyrus
Zusammenfassung:
Zunehmend mehr Unternehmen lassen im Ausland forschen und entwickeln auch dort ihre Produkte. Aus einer aktuelle Studie „Internationalisierungsstrategien deutscher Unternehmen“ (Januar 2005) geht hervor, dass es mehr als 98% der befragten Unternehmen nach Osteuropa zieht. Polen und Tschechien sind dabei die wichtigsten Wachstumsmärkte, gefolgt von Ungarn und Russland. Gründe dafür sind vor allem das seit Einführung der Marktwirtschaft gestiegene Marktwachstum gefolgt von niedrigeren Produktionskosten und flexibleren Arbeitszeiten. Hinzu kommt dass der Forschungs- und Entwicklungsstandort Deutschland „Risse“ bekommen hat. Gefördert wird diese Entwicklung durch die dynamischen Umfeldbedingungen, die mit den Reformmaßnahmen einhergehen. Die Strukturveränderungen in Osteuropa und die weltweit zunehmende Internationalisierung führen zu sich ständig verändernden Wettbewerbssituationen.
Die Erschließung der osteuropäischen Märkte ist mit großen Chancen, aber auch mit erheblichen Risiken verbunden. Dies macht eine zielorientierte, strategische Vorgehensweise bei der Markterschließung erforderlich. Angesichts veränderter Markt- und Umweltbedingungen sowie fortschreitender Transformationsprozesse gewinnen die mittel- und osteuropäischen Märkte nicht nur für die Beschaffungs- sondern auch für die Absatzseite westeuropäischer Unternehmen zunehmend an Bedeutung.
In der vorliegenden Diplomarbeit werden Länderrisiken, Marktrisiken, Methoden der Standorterkundung und Markterschließungsstrategien sowie Direktinvestitionen analysiert und in entsprechende Risk-Management-Konzepte eingebunden, wobei gleichzeitig die besondere Situation und die Dynamik der entsprechenden Reformländer berücksichtigt wird.
Da der Erfolg einer Unternehmung maßgeblich vom Ausschluss der Länderrisiken sowie von der entsprechenden Markterschließungsstrategie beeinflusst wird, liegt der Analyseschwerpunkt auf den unternehmensspezifischen Risiken in Osteuropa, analysiert nach 7 verschiedenen Branchen. Darüber hinaus werden Möglichkeiten einer Direktinvestition sowie Möglichkeiten zur Förderung von Direktinvestitionen erörtert.
Die Entwicklung seit Abgabe der Diplomarbeit hat bis heute (Februar 2005) gezeigt, dass die Markterschließung durch Kooperation eine besondere Bedeutung entwickelt hat, da sie eine schnelle Markterschließung sowie eine partielle Begrenzung der hohen Länderrisiken gewährleistet. Doch auch Kooperationen bedürfen eines adäquaten Risk-Management-Konzeptes vor Markteintritt. Neben den sich ändernden Rahmenbedingungen müssen Unternehmen, die in Osteuropa operieren, auch das sich wandelnde Wertesystem berücksichtigen. Das gesellschaftliche und politische Umfeld ist gerade in den Reformländern zu einer bestimmenden Größe für unternehmerisches Handeln geworden.
Trotz der in vielen Bereichen noch vorhandenen Schwierigkeiten befinden sich die osteuropäischen Märkte in einer Entwicklungsphase, die durch Wachstum geprägt ist. Praktisch alle osteuropäischen Länder haben sich für die Einführung der Marktwirtschaft entschlossen und streben nach wirtschaftlicher Stabilisierung. Vor allem in den Transformationsländern Polen, Tschechien und Ungarn hat der wirtschaftliche Aufschwung bei sukzessiver Durchführung der Reformen eingesetzt, so dass hier die Standortqualität zunehmend höher bewertet wird. Für Unternehmen, die diese Märkte sowie ihre Gepflogenheiten kennen und Engagements in Form von Direktinvestitionen eingehen, ergeben sich daraus Chancen. Dies gilt vor allem für Unternehmen, die solche Güter anbieten, deren Bedarf in Zukunft noch steigen wird. Hiervon ist beispielsweise der Maschinen- und Anlagenbau betroffen. Für Unternehmen, die erst in die osteuropäischen Märkte eintreten und noch keine Erfahrungen haben, sind osteuropa-spezifische Analysen und Bewertungskonzepte bedeutsam. Dies gilt insbesondere für kleinere und mittelständische Unternehmen, denen es schwer fällt, ein international erfahrenes und den Risiken einer Auslandsinvestition gewachsenes Management bereitzustellen.
Schwerpunkt dieser Diplomarbeit sind Länderrisiken, die sich im Rahmen von Direktinvestitionen in den am weitesten fortgeschrittenen und damit für deutsche Investoren interessantesten Reformländern wie oben genannt, ergeben. In 1995 war Ungarn noch mit Direktinvestitionen in Höhe von mehr als 7 Mrd. USD der bevorzugte Investitionsstandort ausländischer Investoren in Osteuropa. Mittlerweile (Stand 2/2005) weisen jedoch Polen und Tschechien die größten Wachstumsimpulse unter den Transformationsländern auf, was insbesondere auf die liberale Gesetzgebung und die vergleichsweise am weitesten fortgeschrittene Privatisierung zurückzuführen ist, welche zu starken Marktwachstum, hohem volkswirtschaftlichen Wachstum sowie kaufkräftige Nachfrage geführt hat. Somit führen die veränderten Markt- und Umweltbedingungen sowie fortschreitende Transformationsprozesse nicht nur für die Beschaffungs-, sondern auch für die Absatzseite westeuropäischer Unternehmen zunehmend an Bedeutung.
In diesem Zusammenhang wird der Begriff Länderrisiko wesentlich weiter gefasst, da er nicht nur die Risiken erfasst, die durch grenzüberschreitende Transaktionen (wie beim Export) erfolgen, sondern sämtliche landesspezifische Risiken, die sich auf den Unternehmenserfolg oder sogar auf die Existenz des Unternehmens auswirken können.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | THEORETISCHER TEIL | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Länderrisiken | 2 |
| 2.1 | Definition | 2 |
| 2.2 | Komponenten der Länderrisiken | 3 |
| 2.2.1 | Politische Risikokomponenten | 3 |
| 2.2.2 | Wirtschaftliche Risikokomponenten | 4 |
| 3. | Bedeutung der Länderrisiken bei Direktinvestitionen im Ausland | 6 |
| 3.1 | Allgemeine Bedeutung | 6 |
| 3.2 | Einfluß auf die Wahl der Unternehmenstypen | 8 |
| 3.3 | Einfluß auf die Marketingpolitik | 9 |
| 4. | Bewertung von Länderrisiken | 9 |
| 4.1 | Allgemeine Analysemethoden | 9 |
| 4.1.1 | BRS-Index | 10 |
| 4.1.2 | FORELEND-Index | 10 |
| 4.1.3 | Institutional Investor | 11 |
| 4.1.4 | Euromoney-Index | 11 |
| 4.1.5 | BI-Country Rating | 11 |
| 4.1.6 | Länderrating der Ratingagenturen | 11 |
| 4.1.7 | Länderauswahl nach Mc Kinsey | 12 |
| 4.2 | Beurteilung der Bewertungskonzepte | 14 |
| 5. | Risk-Management in der Praxis | 15 |
| 5.1 | Generelle Vorbeugungsmaßnahmen | 15 |
| 5.1.1 | Gezielte Informationsbeschaffung | 16 |
| 5.1.2 | Sicherung der Konkurrenzfähigkeit | 16 |
| 5.1.3 | Überlebensstrategien | 17 |
| 5.1.4 | Operationsformen ohne Direktinvestitionen | 17 |
| 5.2 | Risikoüberwälzung | 18 |
| 5.2.1 | Einschaltung von Banken | 18 |
| 5.2.2 | Einschaltung von staatlichen Kreditversicherungen | 18 |
| 5.2.3 | Einschaltung von privaten Kreditversicherungen | 19 |
| 5.2.4 | Einschaltung weiterer Intermediäre | 19 |
| 5.3 | Risikostreuung | 19 |
| 5.3.1 | Bildung von Länderportfolios | 19 |
| 5.3.2 | Aufnahme einheimischer Partner | 20 |
| 5.4 | Eigene Risikoübernahme | 20 |
| II. | PRAKTISCHER TEIL | |
| 1. | Direktinvestitionen in Osteuropa | 21 |
| 1.1 | Standortbedingte Investitionsmötive | 21 |
| 1.2 | Betriebswirtschaftliche Investitionsmotive | 24 |
| 2. | Länderrisiken bei Investitionen in Osteeuropa | 26 |
| 2.1 | Einflußfaktoren der Länderrisiken | 26 |
| 2.2 | Auswirkungen der Länderrisiken | 29 |
| 2.2.1 | Allgemeine Auswirkungen auf Unternehmen | 29 |
| 2.2.2 | Auswirkungen auf die Wahl der Unternehmenstypen | 31 |
| 2.2.3 | Auswirkungen auf die Marketingpolitik | 32 |
| 3. | Problematik bei der Analyse osteuropäischer Länder | 33 |
| 4. | Bewertung der Länderrisiken und Risk-Management in der Praxis | 34 |
| 4.1 | Pharmazie - Boehringer Ingelheim | 35 |
| 4.1.1 | Allgemeines zur Branche | 35 |
| 4.1.2 | Boehringer Ingelheim | 35 |
| 4.1.3 | Länderbewertungskonzept von Boehringer | 36 |
| 4.1.4 | Unternehmensspezifische Risiken in Osteuropa | 37 |
| 4.1.5 | Marktbearbeitung | 38 |
| 4.1.6 | Risk-Management | 40 |
| 4.2 | Chemie - BASF | 41 |
| 4.2.1 | Allgemeines zur Branche | 41 |
| 4.2.2 | BASF | 41 |
| 4.2.3 | Länderbewertungskonzept von BASF | 42 |
| 4.2.4 | Unternehmensspezifische Risiken in Osteuropa | 43 |
| 4.2.5 | Marktbearbeitung | 44 |
| 4.2.6 | Risk-Management | 44 |
| 4.3 | Elektronik - Spoerle Elektronic | 46 |
| 4.3.1 | Allgemeines zur Branche | 46 |
| 4.3.2 | Spoerle Elektronic | 46 |
| 4.3.3 | Länderbewertungskonzept von Spoerle Electronic | 46 |
| 4.3.4 | Unternehmensspezifische Risiken in Osteuropa | 47 |
| 4.3.5 | Marktbearbeitung | 48 |
| 4.3.6 | Risk-Management | 49 |
| 4.4 | Körperpflegemittel - Wella | 50 |
| 4.4.1 | Allgemeines zur Branche | 50 |
| 4.4.2 | Wella | 50 |
| 4.4.3 | Länderbewertungskonzept von Wella | 50 |
| 4.4.4 | Unternehmensspezifische Risiken in Osteuropa | 51 |
| 4.4.5 | Marktbearbeitung | 51 |
| 4.4.6 | Risk-Management | 52 |
| 4.5 | Fahrräder - Sprick | 54 |
| 4.5.1 | Allgemeines zur Branche | 54 |
| 4.5.2 | Sprick | 54 |
| 4.5.3 | Länderbewertungskonzept von Sprick | 54 |
| 4.5.4 | Unternehmensspezifische Risiken in Osteuropa | 55 |
| 4.5.5 | Marktbearbeitung | 55 |
| 4.5.6 | Risk-Management | 56 |
| 4.6 | Banken - Bayerische Vereinsbank | 57 |
| 4.6.1 | Allgemeines zur Branche | 57 |
| 4.6.2 | Bayerische Vereinsbank | 57 |
| 4.6.3 | Länderbewertungskonzept von der BV | 57 |
| 4.6.4 | Unternehmensspezifische Risiken in Osteuropa | 59 |
| 4.6.5 | Marktbearbeitung | 60 |
| 4.6.6 | Risk-Management | 61 |
| 4.7 | Finanzen - DEG | 62 |
| 4.7.1 | Allgemeines zur Branche | 62 |
| 4.7.2 | DEG | 62 |
| 4.7.3 | Länderbewertungskonzept von der DEG | 62 |
| 4.7.4 | Risk-Management | 64 |
| 5. | Kritische Würdigung | 65 |
| 6. | Was von Investoren in Osteuropa zunehmend beachtet werden muß | 68 |
| 7. | Möglichkeiten zur Förderung von Direktinvestitionen in Osteuropa | 71 |
| 8. | Ausblick | 74 |
| 9. | Literatur | 75 |
| 10. | Anhang | 80 |
In den Warenkorb
38,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832439477
Arbeit zitieren:
Cyrus, G. Cindy Januar 1995: Bewertung von Länderrisiken am Beispiel von in Osteuropa engagierten Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Direktinvestition, Risk Management, Länderbewertung, Informationsbeschaffung, Investition



