Bewertung und Implementierung wertorientierter Bilanzkennzahlen für ein globales Verwaltungsmanagement
- Art: MA-Thesis / Master
- Autor: Kay Rudnik
- Abgabedatum: Januar 2010
- Umfang: 172 Seiten
- Dateigröße: 11,0 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Dortmund Deutschland
- Bibliografie: ca. 45
- ISBN (eBook): 978-3-8366-4950-6
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Rudnik, Kay Januar 2010: Bewertung und Implementierung wertorientierter Bilanzkennzahlen für ein globales Verwaltungsmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Bilanzkennzahlen, Verwaltungssteuerung, Verwaltungsmanagement, Managementsystem, Steuerungsmöglichkeiten
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MA-Thesis / Master von Kay Rudnik
Einleitung:
Diese Master Thesis ‘Bewertung und Implementierung wertorientierter Bilanzkennzahlen für ein globales Verwaltungsmanagement’ thematisiert, wie privatwirtschaftliche, wertorientierte Instrumente für eine gesamtwirtschaftliche öffentliche Verwaltungssteuerung im Rahmen der durch das Neuen Kommunalen Finanzmanagement eingeführten Steuerungskomponente Bilanz transferiert und implementiert werden können. Dabei erscheint es zweckmäßig, nicht nur auf undifferenzierte Kennzahlen einzugehen, sondern sie unter dem Aspekt einer strategischen Steuerung zu analysieren und sie in ein wertorientiertes verwaltungsweites Managementsystem zu integrieren.
Im Rahmen eines klassischen Aufbaus befassen sich die Kapital 1 – 5 mit den theoretischen Aspekten der Bilanz und traditioneller und wertorientierter Kennzahlen vor dem Hintergrund der strategisch privatwirtschaftlichen sowie kommunalen Steuerungsmöglichkeiten. Es werden mögliche strategische und wertorientierte Managementsysteme diskutiert und deren Steuerungsinstrumente dargestellt sowie die Aussichten der Umsetzbarkeit für die öffentliche Verwaltung. Der analytische Teil der Arbeit, der die Kapital 6 – 8 umfasst, setzt zunächst den Schwerpunkt auf ein Bewerten der wertorientierten Bilanzkennzahlen für das strategische Verwaltungsmanagement. Aus dem Status Quo der strategischen Verwaltungssteuerung werden anhand von kommunalen Vorüberlegungen und einer aktuellen Analyse wertorientierter Steuerung namenhafter DAX-Unternehmen, die in dieser Arbeit beschriebenen Kennzahlen auf ihre Verwendung für den öffentlichen Sektor kritisch hinterfragt. Aufgrund dieser Ergebnisse wird eine modifizierte wertorientierte Verwaltungskennzahl generiert, die im Rahmen der typisiert laufenden Verwaltungstätigkeit den entstandenen kommunalen Verwaltungswert messen und darstellen soll. Der letzte analytische Teil eröffnet das Blickfeld für eine globale Verwaltungssteuerung durch das Implementieren verschiedener Managementinstrumente und das Orientieren der Aktivitäten auf den kommunalen Verwaltungswert. Abschließend werden im Kapitel 9 die Perspektiven wertorientierter Bilanzkennzahlen für das strategische Verwaltungsmanagement dargestellt und Handlungsansätze zur Verwaltungsoptimierung präsentiert.
Die Master Thesis gibt den in den deutschen Kommunen für die strategische Ausrichtung Verantwortlichen und Controllingbeauftragten einen zusammenfassenden Überblick zu den implementierbaren Ansätzen aus der Privatwirtschaft.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | 5 | |
| Abbildungsverzeichnis | 8 | |
| 0. | Abstract | 9 |
| 1. | Einführung in das Thema | 10 |
| 2. | Bilanz als Steuerungsinstrument | 12 |
| 2.1 | Inhalt, Struktur und rechtliche Grundlagen der Bilanz | 12 |
| 2.2 | Privatrechtliche Bilanzen | 13 |
| 2.3 | NKF- Bilanzen | 14 |
| 2.4 | Bilanzpolitik | 16 |
| 2.5 | Steuerungsmöglichkeiten über die Bilanz | 18 |
| 3. | Traditionelle Bilanzkennzahlen und Steuerungsmöglichkeiten | 21 |
| 3.1 | Begrifflichkeit Kennzahlen | 21 |
| 3.2 | Kennzahlenarten | 22 |
| 3.3 | Traditionelle Bilanzkennzahlen und ihre Optionen für eine strategische Steuerung | 23 |
| 3.4 | Kennzahlensysteme und Kennzahlensets | 29 |
| 3.5 | Kritische Betrachtung | 31 |
| 4. | Wertorientierte Kennzahlen | 33 |
| 4.1 | Grundlagen wertorientierter Kennzahlen | 33 |
| 4.2 | Shareholder Value Konzept | 34 |
| 4.2.1 | Unternehmenswert | 34 |
| 4.2.2 | Cash Flow als Basisgröße der Wertsteigerung | 37 |
| 4.2.3 | Kapitalkosten | 38 |
| 4.3 | Wertorientierte Bilanzkennzahlen | 42 |
| 4.3.1 | Weighted Average Cost of Capital | 42 |
| 4.3.2 | Discounted Cash Flow | 43 |
| 4.3.3 | Cash Flow Return on Investment | 44 |
| 4.3.4 | Cash Value Added | 47 |
| 4.3.5 | Economic and Market Value Added | 47 |
| 4.3.6 | Days Sales Outstanding | 50 |
| 4.3.7 | Cash-Burn-Rate | 51 |
| 5. | Managementsysteme und -methoden | 52 |
| 5.1 | Strategisches Management | 52 |
| 5.2 | Instrumente des strategischen Management | 56 |
| 5.2.1 | SWOT- Analyse | 56 |
| 5.2.2 | Balanced Scorecard | 57 |
| 5.2.3 | Strategy Map | 59 |
| 5.2.4 | Portfolio Matrix | 60 |
| 5.3 | Wertorientiertes Management | 61 |
| 5.4 | Werttreibermanagement | 63 |
| 5.5 | Kaskadierung | 64 |
| 5.6 | Wertorientiertes Controlling | 65 |
| 6. | Bewertung wertorientierter Bilanzkennzahlen für das strategische Verwaltungsmanagement | 66 |
| 6.1 | Aktuelle Entwicklung der strategischen Steuerungselemente in der öffentlichen Verwaltung | 66 |
| 6.2 | Vorüberlegungen einer wertorientierten Verwaltungssteuerung | 67 |
| 6.2.1 | Prinzipal-Agency Theory | 67 |
| 6.2.2 | Heterogene Verwaltungsleistungen | 69 |
| 6.2.3 | Differenzierte Bilanzstrukturen | 71 |
| 6.2.4 | Auswirkungen des Bilanzmodernisierungsgesetzes | 71 |
| 6.2.5 | Cash Flow -basierende Kennzahlen für die öffentliche Verwaltung | 74 |
| 6.3 | Status Quo der strategischen Steuerung ausgewählter DAX- Unternehmen anhand von wertorientierten Kennzahlen | 75 |
| 6.4 | Zweckmäßigkeit der wertorientierten Bilanzkennzahlen für die öffentliche Verwaltung | 84 |
| 7. | Kommunaler Verwaltungswert als wertorientierte Kennzahl des öffentlichen Sektors | 86 |
| 7.1 | Communal Economic Value Added | 86 |
| 7.2 | Communal Earnings Before Interest and Taxes, Depreciation and Amortization | 87 |
| 7.3 | Communal Return of Capital Employed | 92 |
| 7.4 | Communal Weighted Average Cost of Capital | 93 |
| 7.5 | CEVA Berechnung anhand von praktischen Fällen | 94 |
| 7.6 | Optimieren des CEVA mittels effektivem Werttreibermanagement | 98 |
| 8. | Implementierung strategischer und wertorientierter (Bilanz-) Kennzahlen in ein globales Verwaltungssteuerungssystem | 102 |
| 8.1 | Administrative Value Management Network als verwaltungsweites Steuerungsinstrument | 102 |
| 8.2 | 1. Baustein ‘Status Quo Analyse’ | 104 |
| 8.3 | 2. Baustein ‘Verwaltungsvisionen’ | 108 |
| 8.4 | 3. Baustein ‘Strategische Konzeption’ | 109 |
| 8.5 | 4. Baustein ‘Organisations- und Finanzmanagement’ | 113 |
| 8.6 | 5. Baustein ‘Implementierung und Umsetzung’ | 115 |
| 8.7 | 6. Baustein ‘Wertorientiertes Controlling’ | 118 |
| 9. | Perspektiven wertorientierter Bilanzkennzahlen für das strategische Verwaltungsmanagement | 123 |
| Literaturverzeichnis | 127 | |
| Anlagenverzeichnis | 133 |
Textprobe:
Kapitel 3, Traditionelle Bilanzkennzahlen und Steuerungsmöglichkeiten:
Kapitel 3.1, Begrifflichkeit Kennzahlen:
Kennzahlen ersetzen intuitive Urteile durch nachprüfbare Daten. Sie sind Absolut- oder Relativzahlen, die einen nach Möglichkeit kardinal messbaren Sachverhalt oder Tatbestand mit besonderer Aussagekraft anführen. Kernelemente einer Kennzahl sind der Informationscharakter, der Urteile über wichtige Sachverhalte und Zusammenhänge bewirkt und die Quantifizierbarkeit, welche als Basis metrischer Messbarkeit präziser Aussagen fungiert.
Mit Kennzahlen können Ziele explizit vereinbart werden. Interpretationen von Kennzahlen in diesem Sinne setzen voraus, dass ein Ermitteln von Kennzahlen standardisiert ist (Stichwort: Bewertungskontinuität). Durch das Objektivieren subjektiver Einschätzungen werden Sachverhalte konsolidiert, so dass Kennzahlen als ökonomisches und effektives Steuerungsinstrument der Entscheidungsfindung dienen. Sie stellen quantitative Daten bzw. Messgrößen dar, die in komprimierter, numerischer Form einen zahlenmäßig messbaren Tatbestand anzeigen und damit über die erreichten Resultate bzw. über das Ausmaß der Zielerreichung relativ schnell und einfach informieren.
Ferner benötigen Kennzahlen Vergleichswerte oder einen Kontext, um aussagefähig zu sein. Situationen oder Abweichungen können anhand von objektiven Vergleichen über die Zeit, mit Anderen (Benchmarking) und mit Soll-Werten beschrieben und beurteilt werden. Subjektiv gefärbte Prosa-Berichte können durch klare Fakten untermauert oder ersetzt werden, womit die Objektivität der Situationsberichte gestärkt wird. Mit professionell eingesetzten Kennzahlen lassen sich Fortschritte darstellen und die kontinuierliche Entwicklung wird transparent. Somit werden Zuversicht und Motivation bei Investoren und Projektmitgliedern erzeugt.
Kennzahlen dienen als Analyseinstrument im Bereich des Controllings zum Steuern und Führen. Dementsprechend sind Kennzahlen im direkten Zusammenhang zu den jeweiligen formulierten Zielen zu bilden, um ein (angestrebtes) Ergebnis einzuschätzen. Sie stehen im engen Bezug mit den Produktzielen und sind direkt von diesen abzuleiten (z.B. Ziel: Verringern des Krankenstandes, Kennzahl: Prozentualer Krankenstand im Zeitvergleich). Kennzahlen müssen zur ergebnisorientierten Steuerung geeignet sein, ‘Datenfriedhöfe’ sollten vermieden werden und der Aufwand zur Kennzahlenermittlung muss in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen stehen.
Kapitel 3.2, Kennzahlenarten:
Kennzahlen können aus verschiedenen Informationen, Daten und Rechenoperationen gebildet werden. Die sogenannten Grundzahlen bilden dabei die Basis im Rahmen der Kennzahlenarbeit. Hierbei handelt es sich um quantitative nicht weiter aufzuschlüsselnde Informationen, die in der Regel absolute Zahlen darstellen (z.B. Beschäftigte im Unternehmen). Somit können nur absolute Veränderungen Berücksichtigung finden, die kaum beeinflussbar sind. Grundzahlen werden oftmals für das Bilden von produktspezifischen Kennzahlen herangezogen (z.B. Anteil der ausländischen Einwohner in Bezug zur Gesamteinwohnerzahl). Werden Grundzahlen zueinander ins Verhältnis gesetzt, findet ein erster Datenvergleich statt; sogenannte Verhältniszahlen, die sich wiederum in Beziehungs-, Index- und Gliederungszahlen differenzieren lassen.
Kennzahlenarten können ebenso in objektive und subjektive Kennzahlen gegliedert werden. Bei Öffnungszeiten, Wartezeiten oder Liegezeiten handelt es sich beispielsweise um objektive Kennzahlen, während Bewertungen, die von Bürgerinnen und Bürgern bzw. Kunden der Verwaltung abgegeben werden, subjektive Kennzahlen darstellen.
Soll ein zahlenmäßig nicht messbarer Vorgang oder Sachverhalt operationalisiert werden, können außerdem Indikatoren (Kennzahlen im weiteren Sinne) erarbeitet werden, wie z.B. Krankenstand und Personalfluktuation als Indikatoren für Mitarbeiterzufriedenheit.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836649506
Arbeit zitieren:
Rudnik, Kay Januar 2010: Bewertung und Implementierung wertorientierter Bilanzkennzahlen für ein globales Verwaltungsmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Bilanzkennzahlen, Verwaltungssteuerung, Verwaltungsmanagement, Managementsystem, Steuerungsmöglichkeiten



