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Bewertung von F&E-Projekten in einem strategischen Kontext

Grenzen und Möglichkeiten des Realoptionsansatzes

Bewertung von F&E-Projekten in einem strategischen Kontext
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Oguz Tikil
  • Abgabedatum: Juli 2003
  • Umfang: 110 Seiten
  • Dateigröße: 761,4 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8114-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8114-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8114-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Tikil, Oguz Juli 2003: Bewertung von F&E-Projekten in einem strategischen Kontext, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Strategisches Management, Innovationsmanagement, Real Optionen, Projektmanagement, Technologiemanagement

Diplomarbeit von Oguz Tikil

Zusammenfassung:

Die traditionelle Investitionsrechnung unter Unsicherheit wird kritisiert, weil sie den Wert unternehmerischer Handlungsflexibilität vernachlässigt. Sie setzt ein passives Management während eines Projektes voraus und bildet damit das Projektrisiko u.U. nicht adäquat ab. Als Folge davon werden strategisch wichtige Projekte unterbewertet und / oder abgelehnt.

F&E-Projekte sind für den langfristigen Unternehmenserfolg bzw. für die Unternehmenssicherung von strategischer Bedeutung. Sie erhöhen, durch Hervorbringung erfolgreicher Innovationen den Unternehmenswert, verschaffen Wettbewerbsvorteile und beeinflussen die Ressourcen des Unternehmens. Sie haben spezifische Eigenschaften, die in ihrer finanziellen der Bewertung nicht zu vernachlässigen sind. Sie verschaffen Synergieeffekte und Grundlagen für folgende F&E-Projekte. Des Weiteren sind sie durch ein hohes Maß an Risiko gekennzeichnet und haben den Charakter einer sequentiellen Investition, die am Kapitalmarkt mit einer Risikoprämie vergütet wird.

Der, im Mittelpunkt dieser Diplomarbeit stehender, Realoptionsansatz zeigt auf, in welcher Art und Weise Handlungsflexibilitäten in die Bewertung eines Projektes einbezogen werden können und übersetzt hierbei die Flexibilität von Projekten in die Sprache der Optionspreistheorie. Er bildet eine Analogie zwischen Finanzoptionen und Handlungsflexibilitäten (Realoptionen) im Rahmen eines Investitionsprojektes und bewertet sie mit Hilfe der aus der Kapitalmarkttheorie bekannten Optionswertmodelle. Bei einer richtigen Anwendung führt er zu einer exakten Kapitalmarktbewertung, berücksichtigt explizit Unsicherheit und Flexibilität, insbesondere die mit F&E-Projekten verbundenen Handlungsflexibilitäten.

Über die Eigenschaft als Investitionsbewertungsverfahren hinaus, bietet er sich auch als ein neues Managementdenkmodel an. Als operatives und strategisches Managementmodell zwingt er die Entscheider in einem Unternehmen bzw. die Projektbeteiligten zu detaillierten Analyse und Strukturierung von Projekten unter dem Gesichtspunkt der Optionstheorie.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 2
Abkürzungsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 6
1. Einführung und Aufbau der Arbeit 8
1.1 Einführung und Problemstellung 8
1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit 9
2. Strategisches Management 10
2.1 Konzepte des strategischen Managements 11
2.1.1 Marktorientierter Ansatz 12
2.1.2 Ressourcenorientierter Ansatz 13
2.1.3 Wertorientierter Ansatz 15
2.2 Die Bedeutung von F&E- Projekten für das Strategisches Management 20
3. Strategisches Projektmanagement von F&E-Projekten 22
3.1 Das Wesen von F&E-Projekten 25
3.1.1 Merkmale von F&E-Projekten 27
3.1.2 F&E Projekte in einem risikobehafteten Spannungsfeld 29
3.2 Herausforderungen des strategischen Projektmanagements von F&E Projekten 32
3.3 Traditionelle Investitionsbewertungsverfahren 38
3.3.1 Kapitalwertkonzept 39
3.3.2 Andere Methoden zur Berücksichtigung des Risikos 43
4. Der Realoptionsansatz 47
4.1 Grundlagen des Realoptionsansatzes 48
4.1.1 Optionspreistheorie 49
4.1.2 Übertragung der Optionspreistheorie auf reale Geschäftsentscheidungen 52
4.1.3 Analogie von Finanz- und Realoptionen 55
4.2 Arten von Realoptionen 58
4.2.1 Wachstumsoptionen 59
4.2.2 Lernoptionen 60
4.2.3 Versicherungsoptionen 62
4.3 Bewertung von Realoptionen 64
4.3.1 Duplikationsprinzip (Einperiodenfall) 65
4.3.2 Die risikoneutrale Bewertung 68
4.3.3 Das Binomialmodell (Mehrperiodenfall) 69
4.3.4 Black&Scholes-Modell 71
5. Theoretische und praktische Relevanz des Realoptionsansatzes 73
5.1 Grenzen der Analogie von Finanz- und Realoptionen 73
5.1.1 Handel der Optionen 73
5.1.2 Mangelnder Handel von Basisobjekten 74
5.1.4 Lange Optionslaufzeit 75
5.1.5 Keine vertragliche Fixierung 75
5.1.6 Wechselseitige Abhängigkeiten und Interaktionen 76
5.1.7 Mangelnde Exklusivität und Wettbewerbseffekte 77
5.1.8 Mehrere Unsicherheitsquellen 77
5.2 Realoptionsansatz als betriebswirtschaftliche Methode 78
5.2.1 Überlegenheit des Realoptionsansatzes als betriebswirtschaftliche Methode 78
5.2.2 Operrationalisierbarkeit des Realoptionsansatzes für die Praxis 81
6. Fazit 82
Literaturverzeichnis 83
Anhang 96

Automatisiert erstellter Textauszug:

Diese asymmetrische Risikostruktur verbessert das Gewinnpotential und verringert die Verlustmöglichkeiten.247 Optionen haben somit eine Versicherungseigenschaft.248 Je nachdem, wie sich der Wert des Basisobjektes entwickelt, hat dies Auswirkungen auf die Finanzoption. Demzufolge wird bei Finanzderivaten im Allgemeinen von Optionen und im Speziellen von Zustandsbedingten Ansprüchen oder Contingent Claims gesprochen.249 Der Wert einer Option setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Die Differenz zwischen dem Preis des Basisobjektes und dem Ausübungspreises wird als Innerer Wert der Option bezeichnet. Dem Inneren Wert entspricht der Optionswert bei Fälligkeit exakt. Die zweite Komponente ist der sog. Zeitwert einer Option.250 Der Zeitwert ist die Differenz zwischen dem Optionswert und dem Inneren Wert.251 Er kann als Preis für die Chance, dass sich das Basisobjekt innerhalb der Optionslaufzeit in die von dem Optionskäufer gewünschte Richtung entwickelt, interpretiert werden.252 Er ist somit die Spekulationskomponente.253 [...]

Handelsobjektes (Underlying, Basisobjekt)240 innerhalb eines bestimmten Zeitraums (Amerikanische Option) oder zu einem bestimmten Zeitpunkt (Europäische Option) zu einem ex ante festgelegten Preis (Strike Price, Basis – oder Ausübungspreis) zu kaufen (Call, Kaufoption) bzw. zu verkaufen (Put, Verkaufsoption)“.241 Der Optionsverkäufer, der sich dem Ausübungswahlrecht des Optionskäufers nachkommen muss, wird als Stillhalter bezeichnet. Für die Verpflichtung des Stillhalters, das Basisobjekt zu verkaufen bzw. zu kaufen, bezahlt ihm der Optionskäufer eine Optionsprämie.242 Weitere Optionstypen sind die sog. Compound Optionen, die Optionen auf Optionen sind. Hierbei existieren vier Grundtypen: der Call- auf Call-, der Put- auf Call-, der Call- auf Put-, und der Putoption auf eine Calloption.243 Das kennzeichnende Abgrenzungsmerkmal der Optionen gegenüber anderen derivaten Finanzinstrumenten ist die asymmetrische Verteilung von Gewinnchance und Verlustrisiko.244 Der Calloptionsinhaber wird sein Ausübungswahlrecht nur dann wahrnehmen, wenn er, durch eine günstige Wertentwicklung des Basisobjektes, auf den sich die Option bezieht, einen Gewinn erzielen kann. Dies ist der Fall, wenn der Wert des Basisobjektes S über dem Ausübungspreis K liegt. Ein Call (Put) is „in-the-money“, wenn S t > K ( S t < K ), er ist “at-the-money”, wenn S t = K ( S t = K ) und er ist “outof-the-money“ wenn S t < K ( S t > K ).245 Im Fall einer negativen Wertentwicklung des Basisobjektes wird der Optionskäufer die Option verfallen lassen. Damit ist das Verlustrisiko auf die gezahlte Optionsprämie begrenzt, während die Gewinnchance unbegrenzt ist.246 Dieses Beispiel und andere Optionspositionen werden mit Hilfe von Gewinn- und Verlustdiagrammen in der folgenden Abbildung gezeigt. [...]

Realinvestitionsmöglichkeiten eines Unternehmens in Verbindung mit der Fähigkeit der Entscheidungsträger, operative Entscheidungen an verändernde Umweltbedingungen anzupassen, verstanden.236 Mit dem Begriff „Realoptionsansatz“ wird eine spezielle, auf der aus der Finanzwirtschaft bekannten Optionspreistheorie basierende, Bewertungsmethode verstanden. Unter dem Begriff „Realoptionstheorie“ wird hinter dem Begriff der Realoption stehende Theorie, verstanden. Sie beschäftigt sich mit dem grundsätzlichen Problem des Umgangs mit realwirtschaftlich bedingten Ansprüchen unter Unsicherheit und beschränkt sich nicht auf die theoretische Fundierung des Realoptionsansatzes als eine spezielle Bewertungsmethode.237 Wie schon erwähnt verschaffen offen gehaltene oder erschlossene strategische und operative Flexibilitätspotentiale Unternehmen bzw. die jeweils verantwortlichen Entscheidungsträger zusätzliche Handlungsmöglichkeiten, also Reaktionsmöglichkeiten auf zukünftige unerwartete Ereignisse. Sie zu ermöglichen entkommen ihnen und ungünstigen günstige ähnelt der des auf Umweltentwicklungen auszunutzen.238 Zahlungsstruktur Dieses einer der unbeschadet asymmetrische Finanzoption die [...]

Arbeit zitieren:
Tikil, Oguz Juli 2003: Bewertung von F&E-Projekten in einem strategischen Kontext, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Strategisches Management, Innovationsmanagement, Real Optionen, Projektmanagement, Technologiemanagement

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