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Die Bewertung der Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Mexiko von einer staatsgesteuerten zu einer offenen Volkswirtschaft und seine Bedeutung für Deutschland unter Berücksichtigung kultureller Unterschiede

Die Bewertung der Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Mexiko von einer staatsgesteuerten zu einer offenen Volkswirtschaft und seine Bedeutung für Deutschland unter Berücksichtigung kultureller Unterschiede
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Torben Schmiedeknecht
  • Abgabedatum: Oktober 2006
  • Umfang: 98 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: International School of Management (ISM) Dortmund Deutschland
  • Bibliografie: ca. 113
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0126-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0126-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0126-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schmiedeknecht, Torben Oktober 2006: Die Bewertung der Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Mexiko von einer staatsgesteuerten zu einer offenen Volkswirtschaft und seine Bedeutung für Deutschland unter Berücksichtigung kultureller Unterschiede, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Mexiko, Standort, Lateinamerika, Liberalisierung, Kultur

Diplomarbeit von Torben Schmiedeknecht

Einleitung:

Mexiko ist mit seinen ca. 107 Millionen Einwohnern das größte spanischsprachige Land der Welt und gilt laut Definition des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik als Schwellenland.

„Als Schwellenländer werden Länder bezeichnet, die [innerhalb der Gruppe von Entwicklungsländern auf dem Weg zur Industrialisierung] einen überdurchschnittlichen Stand der menschlichen Entwicklung erreicht haben und über die Wettbewerbsvoraussetzungen verfügen, um diesen Entwicklungsstand in Zukunft halten oder weiter ausbauen zu können. In der Regel verfügen sie über gefestigte demokratische Strukturen und offene politische Systeme.“ Nach den Einteilungskriterien der Weltbank gehört Mexiko zu den Upper Middle Income Economies (UMIE), zeichnet sich durch einen hohen Rang im Human Development Index (HDI) aus und verfügt über ein investment grade rating. Seit 1994 ist das Land Mitglied in der Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD), einem Verbund von dreißig demokratischen Marktwirtschaften. Während sein bedeutsamer Rohstoffreichtum herausragt, ist seine Gesellschafts- und Wirtschaftsstruktur sozial sehr unausgeglichen.

Nachdem Mexiko bis in die 70er Jahre von politischer und wirtschaftlicher Stabilität gekennzeichnet war, kam es in den 80er und 90er Jahren zu mehreren Krisen, die das Land erschütterten und tief greifende Veränderungen im Wirtschaftsbereich hervorbrachten.

Problemstellung:

Diese Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und den Folgen des Wandels der mexikanischen Wirtschaft von einer staatsgesteuerten zu einer der offensten Ökonomien der Welt. Wie anhand der Arbeit deutlich werden soll, ist es durch den Kurswechsel und die Finanzkrise der 90er Jahre in der Wirtschaftsstruktur und in der Bevölkerung zu tief greifenden Veränderungen gekommen.

Neben der Bewertung des Kurswechsels wird die aktuelle Krisenanfälligkeit eingeschätzt und das Wachstumspotential Mexikos untersucht. Die Verbindung zwischen Deutschland und Mexiko wird hinsichtlich der Frage analysiert, inwiefern kulturelle Unterschiede das Geschäftsverhalten beeinflussen und welche Maßnahmen die geschäftlichen Beziehungen verbessern könnten.

Die Arbeit soll dem Leser einen Überblick über die Wirtschaftsentwicklung und kulturellen Hintergründe des Standortes Mexiko geben. Unter diesen Gesichtspunkten könnte sie deutschen Unternehmen als mögliche Grundlage für Investitionsentscheidungen dienen. Um den Rahmen der Arbeit nicht zu sprengen, läßt die Arbeit die steuerlichen, rechtlichen und politischen Gesichtspunkte weitestgehend unberücksichtigt.

Gang der Untersuchung:

Zur Einführung in die Thematik wird zunächst auf die historischen Ereignisse auf dem Weg Mexikos von einer staatsgesteuerten zu einer offenen Volkswirtschaft zusammenfassend eingegangen und die aktuelle gesamtwirtschaftliche Situation dargestellt.

Das dritte Kapitel bewertet die makroökonomische Entwicklung und analysiert die Auswirkungen der Öffnung des Marktes auf die Struktur der Wirtschaft und Bevölkerung.

Kapitel vier beschäftigt sich mit den Hintergründen der letzten Finanzkrise und den im Gegenzug vom Staat unternommenen Maßnahmen. Die derzeitige Situation wird hinsichtlich der Krisenanfälligkeit des Landes analysiert.

Mit einer Beurteilung der Wachstumspotentiale Mexikos und einer Auswahl erfolgsversprechender Branchen befasst sich das fünfte Kapitel.

Nach einer Untersuchung der Beziehung Deutschlands zu Mexiko folgt eine Analyse der grundlegenden Unterschiede beider Kulturen und ihrer Auswirkungen auf die Geschäftsbeziehungen in Kapitel sechs.

Die Arbeit endet mit einem Fazit in Kapitel sieben.

Um eine vielseitige Betrachtung dieses Themas zu ermöglichen, werden im Rahmen der vorliegenden Arbeit praxis- sowie theoretisch orientierte Instrumente verwendet.

Als Basis für die Untersuchung der wirtschaftlichen Entwicklung dient eine vielfältige nationale wie internationale Fachliteratur. Zur Situationsanalyse des Wirtschaftsstandorts Mexiko und Erforschung seiner Krisenanfälligkeit und seines Potentials stehen darüber hinaus Statusberichte aus Zeitschriften, Zeitungen und dem Internet bei. Außerdem werden Studien von internationalen Organisationen ausgewertet.

Vom Autor eingeholte Expertenmeinungen von Deutschen und Mexikanern sollen einen praktischen Bezug zur Auswertung des Einflusses der grundlegenden kulturellen Unterschiede auf die Geschäftstätigkeit herstellen. Die schriftlichen Antworten bzw. Gesprächsverläufe sind im Anhang aufgeführt.

Da sich die Untersuchung auf ein fremdsprachiges Land bezieht, existieren in der Literatur viele englische und spanische Fachbegriffe. Der Autor versucht die Begriffe entweder ins Deutsche zu übersetzen oder die treffenden Übersetzungen aus der deutschsprachigen Fachliteratur zu übernehmen, wenn eine Nichtverfälschung des fremdsprachigen Ausdrucks, nach dem Ermessen des Autors, gewährleistet werden kann.

Inhaltsverzeichnis:

I. Inhaltsverzeichnis II
II. Abbildungsverzeichnis IV
III. Tabellenverzeichnis IV
IV. Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 2
1.2 Vorgehensweise der Untersuchung 2
1.3 Methodik 3
2. Wirtschaftliche Entwicklung 4
2.1 Wandel von einer geschlossenen zu einer offenen Volkswirtschaft 4
2.1.1 Zeit vor der Schuldenkrise 1982 4
2.1.2 Von der Schuldenkrise 1982 zur Finanzkrise 1994 5
2.1.3 Von der Finanzkrise bis heute 8
2.2 Derzeitige gesamtwirtschaftliche Situation 9
2.2.1 Bruttoinlandsprodukt 10
2.2.2 Arbeitsmarkt 11
2.2.3 Außenwirtschaft 12
2.2.4 Preisniveaustabilität 14
2.2.5 Zwischenfazit: Gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht 15
3. Bewertung der Öffnung des Marktes 16
3.1 Makroökonomische Situation 17
3.2 Abhängigkeit von internationalen Entwicklungen 18
3.3 Struktur der Wirtschaft 20
3.4 Struktur der Bevölkerung 22
3.4.1 Nachfrage nach qualifizierter Arbeit 23
3.4.2 Angebot an qualifizierten Arbeitskräften 23
3.4.3 Veränderte Arbeitsmarktbedingungen 24
3.5 Zwischenfazit: Die Liberalisierung und ihre Auswirkungen 25
4. Finanzkrise 1994/1995 und Risikobeurteilung 28
4.1 Wirtschaftspolitische Situation vor der „Tequila-Krise“ 28
4.2 Hintergründe der Finanzkrise 29
4.2.1 Verhalten von Regierung, Zentralbank und Investoren 29
4.2.2 Auswirkung der Dollarisierung 30
4.3 Folgen einer Währungsabwertung in der Theorie 31
4.4 Auswirkungen der Währungsabwertung in Mexiko 32
4.5 Reformen im Banken- und Finanzsektor nach der Krise 34
4.6 Untersuchung der aktuellen Krisenanfälligkeit Mexikos 35
4.6.1 Indikatoren zur Bewertung der Krisenanfälligkeit eines Landes 35
4.6.2 Beurteilung der relevanten Indikatoren Mexikos 36
5. Wachstumschancen Mexikos 41
5.1 Wachstumstreiber einer Volkswirtschaft 41
5.1.1 Bevölkerungswachstum 41
5.1.2 Humankapital 42
5.1.3 Investitionsquote 42
5.1.4 Offenheit gegenüber der Weltwirtschaft 42
5.2 Sektoren mit Erfolgspotentialen 43
5.3 Herausforderungen 45
6. Deutschland und Mexiko 47
6.1 Wirtschaftliche Beziehungen 47
6.2 Kulturelle Unterschiede und Auswirkungen aufs Geschäftsleben 49
6.2.1 Auswertung der Expertenmeinungen 49
6.2.2 Charakterisierung der Mexikaner 52
6.2.3 Einordnung in die Kulturdimensionen nach Hofstede 54
6.2.4 Einordnung in die Kulturdimensionen nach Trompenaars 56
6.3 Vergleich der mexikanischen und deutschen Kultur 59
6.4 Ratschläge für einen erfolgreicheren Umgang beider Kulturen 59
7. Fazit 61
V. Literaturverzeichnis 63
VI Anhang 74
Eidesstattliche Erklärung 91

Inhaltsverzeichnis:

I. Inhaltsverzeichnis II
II. Abbildungsverzeichnis IV
III. Tabellenverzeichnis IV
IV. Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 2
1.2 Vorgehensweise der Untersuchung 2
1.3 Methodik 3
2. Wirtschaftliche Entwicklung 4
2.1 Wandel von einer geschlossenen zu einer offenen Volkswirtschaft 4
2.1.1 Zeit vor der Schuldenkrise 1982 4
2.1.2 Von der Schuldenkrise 1982 zur Finanzkrise 1994 5
2.1.3 Von der Finanzkrise bis heute 8
2.2 Derzeitige gesamtwirtschaftliche Situation 9
2.2.1 Bruttoinlandsprodukt 10
2.2.2 Arbeitsmarkt 11
2.2.3 Außenwirtschaft 12
2.2.4 Preisniveaustabilität 14
2.2.5 Zwischenfazit: Gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht 15
3. Bewertung der Öffnung des Marktes 16
3.1 Makroökonomische Situation 17
3.2 Abhängigkeit von internationalen Entwicklungen 18
3.3 Struktur der Wirtschaft 20
3.4 Struktur der Bevölkerung 22
3.4.1 Nachfrage nach qualifizierter Arbeit 23
3.4.2 Angebot an qualifizierten Arbeitskräften 23
3.4.3 Veränderte Arbeitsmarktbedingungen 24
3.5 Zwischenfazit: Die Liberalisierung und ihre Auswirkungen 25
4. Finanzkrise 1994/1995 und Risikobeurteilung 28
4.1 Wirtschaftspolitische Situation vor der „Tequila-Krise“ 28
4.2 Hintergründe der Finanzkrise 29
4.2.1 Verhalten von Regierung, Zentralbank und Investoren 29
4.2.2 Auswirkung der Dollarisierung 30
4.3 Folgen einer Währungsabwertung in der Theorie 31
4.4 Auswirkungen der Währungsabwertung in Mexiko 32
4.5 Reformen im Banken- und Finanzsektor nach der Krise 34
4.6 Untersuchung der aktuellen Krisenanfälligkeit Mexikos 35
4.6.1 Indikatoren zur Bewertung der Krisenanfälligkeit eines Landes 35
4.6.2 Beurteilung der relevanten Indikatoren Mexikos 36
5. Wachstumschancen Mexikos 41
5.1 Wachstumstreiber einer Volkswirtschaft 41
5.1.1 Bevölkerungswachstum 41
5.1.2 Humankapital 42
5.1.3 Investitionsquote 42
5.1.4 Offenheit gegenüber der Weltwirtschaft 42
5.2 Sektoren mit Erfolgspotentialen 43
5.3 Herausforderungen 45
6. Deutschland und Mexiko 47
6.1 Wirtschaftliche Beziehungen 47
6.2 Kulturelle Unterschiede und Auswirkungen aufs Geschäftsleben 49
6.2.1 Auswertung der Expertenmeinungen 49
6.2.2 Charakterisierung der Mexikaner 52
6.2.3 Einordnung in die Kulturdimensionen nach Hofstede 54
6.2.4 Einordnung in die Kulturdimensionen nach Trompenaars 56
6.3 Vergleich der mexikanischen und deutschen Kultur 59
6.4 Ratschläge für einen erfolgreicheren Umgang beider Kulturen 59
7. Fazit 61
V. Literaturverzeichnis 63
VI Anhang 74
Eidesstattliche Erklärung 91

Textprobe:

Kapitel 2.2.3, Außenwirtschaft:

In diesem Abschnitt werden die Beziehungen Mexikos mit dem Ausland untersucht und die Frage beantwortet, ob man Mexiko außenwirtschaftliches Gleichgewicht bescheinigen kann. Ökonomisches Instrument zur Abbildung der Verflechtung einer Volkswirtschaft mit dem Ausland ist die Zahlungsbilanz. Diese umfasst für einen bestimmten Zeitraum alle grenzüberschreitenden Waren- und Kapitalströme und ist nach der Richtlinie des IWFs aufgebaut. Danach enthält sie eine Leistungsbilanz und eine Kapitalbilanz.

Die Leistungsbilanz setzt sich aus dem Warenverkehr, den Dienstleistungen, den Arbeitsund Kapitaleinkommen, sowie den laufenden Übertragungen zusammen. Die Kapitalbilanz erfasst alle Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland.

Außenwirtschaftliches Gleichgewicht liegt nach der klassischen Außenwirtschaftstheorie dann vor, wenn die Leistungsbilanz ausgeglichen ist. In der monetären Außenwirtschaftstheorie, bei der im Gegensatz zur realen/güterwirtschaftlichen Außenwirtschaftstheorie die Rolle des Geldes im zentralen Blickfeld steht, wird zwischen kurzfristigem außenwirtschaftlichen Gleichgewicht, bei dem ein Gleichgewicht auf dem Devisenmarkt vorliegt, und langfristigem außenwirtschaftlichen Gleichgewicht unterschieden, bei dem keine Veränderung der Nettoauslandsverschuldung mehr erfolgt.

Der Leistungsbilanzsaldo setzt sich aus den Salden der Teilbilanzen zusammen. Diese umfassen die Handelsbilanz, die Dienstleistungsbilanz, die Bilanz der Erwerbs – und Vermögenseinkommen, sowie die Übertragungsbilanz. Das Leistungsbilanzdefizit von 7,2 Mrd. US-Dollar in 2004 konnte durch ein gesunkenes Handelsbilanzdefizit und den um ca. 20% gestiegenen Gastarbeiterüberweisungen in 2005 auf 5,7 Mrd. US-Dollar verringert werden. Dadurch beträgt das Defizit 0,8% des BIPs und ist seit 1998 (3,8% des BIPs) stetig gefallen.

Die Kapitalbilanz listet alle Veränderungen im Bestand an Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland auf. Eine für Mexiko sehr wichtige Größe für die gesamte Zahlungsbilanz sind die Direktinvestitionen, denn hier verzeichnet das Land mit 182 Mrd. US-Dollar den größten Bestand in Lateinamerika. Die Kenngröße gilt als wichtiger Indikator für die Globalisierung, da sie im Gegensatz zu den vorrangig der Geldanlage dienenden Portfolioinvestitionen in der Regel direkte, stabile, und langfristige Verflechtungen durch den Erwerb oder Aufbau von Betriebsstätten, Immobilien oder Tochterunternehmen zwischen den beteiligten Volkswirtschaften abbildet.

Mexikos Nettoneuverschuldung fiel 2005 mit 286 Millionen US-Dollar vergleichsweise gering aus. Während der öffentliche Sektor seine Auslandsschulden um 10,1 Mrd. US-Dollar abbauen konnte, lag die Nettoverschuldung des privaten Sektors bei 1,6 Mrd. US-Dollar. Außerdem flossen 8,7 Mrd. US-Dollar aus dem Ausland an den Mexikanischen Staat für sein Projekt Pidirega, das eine Infrastrukturverbesserung durch den Ausbau des elektrischen Netzes im Landesinneren über mehrere tausend Kilometer vorsieht.

Arbeit zitieren:
Schmiedeknecht, Torben Oktober 2006: Die Bewertung der Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Mexiko von einer staatsgesteuerten zu einer offenen Volkswirtschaft und seine Bedeutung für Deutschland unter Berücksichtigung kultureller Unterschiede, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Mexiko, Standort, Lateinamerika, Liberalisierung, Kultur

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