Beurteilung des touristischen Leistungsangebots des Erzgebirges hinsichtlich der Megatrends der touristischen Nachfrage
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Lydia Gräbner
- Abgabedatum: Mai 2009
- Umfang: 122 Seiten
- Dateigröße: 1,0 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Euro-Business-College Dresden Deutschland
- Bibliografie: ca. 140
- ISBN (eBook): 978-3-8366-3548-6
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Gräbner, Lydia Mai 2009: Beurteilung des touristischen Leistungsangebots des Erzgebirges hinsichtlich der Megatrends der touristischen Nachfrage, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Megatrends, Erzgebirge, Qualität, Gesundheit, Tourismus
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Diplomarbeit von Lydia Gräbner
Forschungsporträt:
Ausgangslage:
Der Tourismus als Wirtschaftsfaktor einer Region unterliegt einer großen Bedeutung und darf keinesfalls unterschätzt werden. Deshalb muss er noch deutlicher als solcher kommuniziert werden. Das Image des Erzgebirges hängt erheblich mit dem Stellenwert des Tourismus zusammen. In den letzten Jahren hat der Tourismus im Reisegebiet Erzgebirge weiter an Bedeutung gewonnen. Knapp jede fünfte der in Sachsen gezählten 15,5 Millionen Übernachtungen im Jahr 2007 entfiel auf das Erzgebirge. Aber nicht nur der Übernachtungstourismus steht im Fokus, sondern v. a. der Tagestourismus. ‘Die Umsätze, die in diesem Bereich erwirtschaftet werden, übersteigen die des Übernachtungstourismus um mehr als das Doppelte. Die Tagesreisen der Bevölkerung aus dem näheren Einzugsgebiet besitzen damit die größte wirtschaftliche Bedeutung für den Tourismus im Erzgebirge’.
Durch Tagestouristen ergibt sich jährlich ein Volumen von 23 Millionen Aufenthaltstagen im Erzgebirge, durch Übernachtungstouristen ein Volumen von 10,7 Millionen Aufenthaltstagen (inklusive VFR und Freizeitwohnsitze). Damit entsteht eine Relation von 2,1 Tagesreisen je Übernachtung in allen Betrieben (inklusive Verwandten-/Bekanntenbesucher und Freizeitwohnsitze) und eine Relation von 7,7 Tagesreisen je Übernachtung, wenn nur die gewerblichen Betriebe betrachtet werden. Rein von der Menge her betrachtet, bildet der Tagestourismus damit das mit Abstand wichtigste Marktsegment im erzgebirgischen Tourismus. Allerdings lassen die Tagesbesucher kaum Geld im Erzgebirge. So ist es oft der Fall, dass z. B. Wanderer, die ihren Proviant im Rucksack tragen, Ausgaben von 0,00 Euro haben. Der Mehrwert für die Region geht dabei verloren. Ein Übernachtungsgast hingegen kann schon mal weit über 200,00 Euro an einem Tag umsetzen, nämlich dann, wenn ein guter Beherbergungsbetrieb aufgesucht oder in feinen Lokalen gespeist wird. Durchschnittlich gibt der Tagestourist 20,40 Euro pro Kopf und Tag aus, der Übernachtungsgast in gewerblichen Einrichtungen sogar 76,20 Euro. Das ist fast vier Mal soviel. Derzeit liegt die durchschnittliche Bettenauslastung bei 34,2 Prozent. Würde man es schaffen, mehr Übernachtungstouristen in das Erzgebirge zu locken, ließen sich auch die aus dem Tourismus resultierenden Umsätze steigern, wovon wiederum das Gastgewerbe, der Einzelhandel und Dienstleistungen wie Museen, Erlebnisbäder oder lokale Transportmittel profitieren würden. Der Tourismus im Erzgebirge tritt in gewisser Hinsicht auf der Stelle. Nur etwa ein Drittel aller Gäste kommen von außerhalb der Region und benötigen damit eine Unterkunft. Davon verbringen dann auch noch weit über die Hälfte ihre Nächte bei Verwandten oder Bekannten. Wer bleibt für die gewerblichen Betriebe eigentlich noch übrig? Wie kann man die leer stehenden Betten füllen? Was muss man den ortsfremden Touristen bieten, damit sie sich dafür entscheiden, ein paar Tage im Erzgebirge zu verbringen? Und v. a.: Was muss getan werden, um für die Zukunft gerüstet zu sein? An dieser Stelle möchte die vorliegende Arbeit einsetzen.
Forschungsgegenstand:
Die zwei wesentlichen Bestandteile, die diese Arbeit miteinander verbindet, sind zum einen die Destination Erzgebirge und zum anderen die Megatrends im Tourismus.
Aufbau der Arbeit:
Derzeit können viele Megatrends im Tourismus verzeichnet werden. Dazu zählen u. a. Kulturtourismus, Natur und Landschaft erleben, der Drang nach Ruhe, Slow Food, die Suche nach Selbsterkenntnis/Selbstfindung/dem Ich, Individualität, Aging Society, Frauen und Familie. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den folgenden Megatrends: ‘Qualität’, ‘Aktiv sein’, ‘Gesundheit’ und ‘Authentisches erleben’. Viele weitere der Megatrends wären für diese Arbeit in Frage gekommen, allerdings hätten diese den Rahmen gesprengt – war es der Autorin doch wichtig, sich intensiver mit nur wenigen Trends auseinanderzusetzen, als mehrere lückenhaft zu betrachten. Zunächst werden die einzelnen Megatrends beschrieben. Danach erfolgt eine Bewertung des Angebots (inklusive SWOT-Analyse) hinsichtlich des jeweiligen Megatrends. Zum Schluss werden Vorschläge gemacht, wie man diesen besser im Erzgebirge umsetzen kann. Die Vorschläge beziehen sich zumeist auf das touristische Produkt und bestehen darin, ein bereits bestehendes Produkt weiterzuentwickeln, in der Anzahl zu erhöhen oder neu einzuführen.
Punkt 2 ist der Qualität sowie den Qualitätsinitiativen im Deutschlandtourismus des DTV gewidmet. Der dritte Punkt der Arbeit handelt von dem Megatrend ‘Aktiv sein’. Im Anschluss dreht sich alles um das Thema ‘Gesundheit’. Punkt 5 ist für den Megatrend ‘Authentisches erleben’ vorgesehen. Punkt 6 möchte noch einmal alle Vorschläge zusammenfassend betrachten.
Nutzen der Arbeit:
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit einer Auswahl der aktuellen Megatrends im Tourismus auseinander. Sie stellt dar, wie das Erzgebirge diese momentan bedient und macht Vorschläge, wie die Region sich künftig noch besser der touristischen Nachfrage stellen kann. Ziel ist es, mehr Übernachtungstouristen anzulocken, damit den Grad der Bettenauslastung zu steigern, um dann wiederum von einem höheren Bruttoumsatz zu profitieren.
Bei der denkbaren Umsetzung der von der Autorin gemachten Vorschläge sind viele Handlungsträger zu beteiligen. Neben dem Tourismusverband Erzgebirge e.V. sollen auch der Erzgebirgsverein e.V., Kureinrichtungen, Kommunen und weitere erzgebirgische Tourismusgemeinschaften angesprochen werden. Die intensive Auseinandersetzung mit den Megatrends bietet neue Sichtweisen, die so vielleicht noch nicht angestellt worden sind und bringt Empfehlungen hervor, über diese bisher noch nicht nachgedacht wurde. Diese Arbeit soll einen Anstoß für alle Beteiligten geben, das Erzgebirge in seinem touristischen Angebot zu stärken und weiterzuentwickeln. Wie genau dies erfolgen kann, lässt sich auf den folgenden Seiten nachlesen.
Inhaltsverzeichnis:
| INHALTSVERZEICHNIS | II | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | III | |
| ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS | V | |
| ANLAGENVERZEICHNIS | VII | |
| 1. | Forschungsporträt | 2 |
| 1.1 | Ausgangslage | 2 |
| 1.2 | Forschungsgegenstand | 3 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 5 |
| 1.4 | Nutzen der Arbeit | 6 |
| 2. | Trend 1: Qualität | 7 |
| 2.1 | Beschreibung des Trends | 7 |
| 2.2 | Bewertung des Angebots | 10 |
| 2.3 | Vorschläge zur Umsetzung dieses Trends im Erzgebirge | 16 |
| 3. | Trend 2: Aktiv sein | 23 |
| 3.1 | Beschreibung des Trends | 23 |
| 3.2 | Bewertung des Angebots | 27 |
| 3.3 | Vorschläge zur Umsetzung dieses Trends im Erzgebirge | 35 |
| 4. | Trend 3: Gesundheit | 37 |
| 4.1 | Beschreibung des Trends | 37 |
| 4.2 | Bewertung des Angebots | 40 |
| 4.2.1 | Kurorte im Erzgebirge | 41 |
| 4.2.2 | Erholungsorte im Erzgebirge | 45 |
| 4.2.3 | Gesundheit aus der Natur | 45 |
| 4.3 | Vorschläge zur Umsetzung dieses Trends im Erzgebirge | 47 |
| 5. | Trend 4: Authentisches erleben | 53 |
| 5.1 | Beschreibung des Trends | 53 |
| 5.2 | Bewertung des Angebots | 54 |
| 5.3 | Vorschläge zur Umsetzung dieses Trends im Erzgebirge | 57 |
| 6. | Zusammenfassung der Vorschläge in Form einer Handlungsmatrix | 58 |
| LITERATURVERZEICHNIS | VIII |
Textprobe:
Kapitel 3.2, Bewertung des Angebots:
Das Erzgebirge bietet so einiges für aktive Urlauber. Vielfältige Sportmöglichkeiten wie Wandern, Nordic Walking, Rad fahren, Reiten oder Alpin und Skilanglauf im Winter stellen dabei nur ein Basisangebot dar. Die Übersicht im Anhang unter Anlage 7 soll einen kleinen Eindruck des vielseitigen Aktivangebotes geben. Die Lieblingsaktivitäten der Deutschen während des Urlaubs sind das Schwimmen und Baden. Leider kommt das Erzgebirge für diese Absichten nicht als Urlaubsdestination in Frage. Zwar laden Hallen- und Freibäder sowie Badeseen zum Badespaß ein, dennoch wird niemand planen, seinen Badeurlaub im Erzgebirge zu verbringen. Betrachtet man jedoch die folgenden Punkte des Diagramms (Wandern und Mountainbiking mit jeweils 19 Prozent), dann kommt man der Sache schon näher. Innerhalb der Angebotsbewertung bezieht sich die Autorin auf folgende, auf das Erzgebirge zutreffende Aktivitäten: Wandern, Nordic Walking, Rad fahren, Wintersport, Reiten und Baden (als Ausgleich zu anderen Aktivitäten).
Wandern:
Das Erzgebirge stellt sich als beliebtes Wandergebiet dar. Hier gibt es viele selten gewordene Tiere und Pflanzen, und 800 Jahre Bergkultur formten ein unvergleichbares Landschaftsbild. Viele markierte Wanderwege führen auch zu den höchsten Gipfeln und belohnen den Wanderer mit wunderschönen Aussichten auf ein beeindruckendes Gebirgspanorama. Mehr als 5.000 Kilometer markierte Wanderwege durchqueren die Region und bieten den Touristen und Einheimischen viele Möglichkeiten zum Erleben der Natur. Neben vielen Gebietswanderwegen, z. B. dem Zschopautalweg, passieren auch viele Streckenabschnitte der bekannten Fernwanderwege das Erzgebirge: Der Europäische Fernwanderweg E3 mit 231 Kilometern, der Europäische Fernwanderweg EB mit 190 Kilometern, der Nationale Fernwanderweg WDE mit 135 Kilometern, der Nationale Fernwanderweg Ostsee-Saaletalsperre mit 82 Kilometern, der Nationale Fernwanderweg Zittau-Wernigerode mit 153 Kilometern und der Nationale Fernwanderweg Görlitz-Greiz mit 135 Kilometern. Einen genaueren Überblick zu den Fernwanderwegen im Erzgebirge kann man sich im Anhang unter Anlage 9 verschaffen. Ein weiterer für das Erzgebirge interessanter Wanderweg ist der Anton-Günther-Rundwander-weg. Er stellt auf vier Etappen und 65 Kilometern die Lebensstationen des erzgebirgischen Heimatsängers und Mundartdichters dar. Er beginnt und endet in Oberwiesenthal und verläuft entlang der deutsch-tschechischen Kammregion des Erzgebirges.
Die Wanderwege ‘Kammweg des Erzgebirges’, ‘Europäischer Fernweg E3’ und der ‘Anton-Günther-Rundwanderweg werden bereits auf der Homepage ‘Wanderbares Deutschland’ gelistet. Bisher verfügt noch keiner der Wanderwege über das Prädikat ‘Qualitätsweg’. Man arbeitet jedoch am Kammweg. Des weiteren verfügt die Homepage über 14 weitere Tourentipps rund ums Erzgebirge. Es gibt immerhin bereits 17 erzgebirgische Gastronomiebetriebe, die das Prädikat ‘Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland’ tragen dürfen. Welche Kriterien ein Qualitätsweg und -gastgeber erfüllen muss, um das Siegel ‘Wanderbares Deutschland’ zu erhalten, kann im Anhang unter Anlage 10 nachgelesen werden.
Zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema Wandern laden jährlich viele Naturliebhaber zum Mitmachen ein. Geführte Wanderungen bieten u. a. Bad Schlema, Zwönitz und Oberwiesenthal. Die Wanderwochen unter dem Motto ‘echt Erzgebirge’ finden in diesem Jahr vom 16. – 24. Mai 2009 und vom 19. – 27. September 2009 statt. 2009 findet erstmals der Sächsische Wandertag im erzgebirgischen Zwönitz statt. Vom 24. – 26. Juli 2009 erwartet den Wanderfreund ein buntes Programm rund um das Thema Wandern. Neben dem Wandern an sich, sind es v. a. die abwechslungsreichen Natur- und Bergbaulehrpfade, die einen Ausflug interessant machen. Naturlehrpfade können u. a. im Werdauer Wald und in Stollberg besichtigt werden. Bergbaulehrpfade gibt es u. a. in Kirchberg und in Aue. Als sonstige Lehrpfade können z. B. der Planetenwanderweg rund um das Planetarium in Schneeberg, der Pockauer Mühlenlehrpfad und der Lehrpfad ‘Alte Eisenbahn’ in Schwarzenberg genannt werden. Es werden auch Stadt- und Kinderlehrpfade angeboten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Erzgebirge ein wahres Wanderparadies ist und in vielerlei Hinsicht punkten kann. Das Wandernetz ist sehr gut ausgebaut. Viele Betriebe an den Strecken laden zum Schlemmen und Verweilen ein. Jedoch muss noch verstärkt an der Beschilderung der Wanderwege gearbeitet und darauf geachtet werden, dass Wege nicht urplötzlich enden und den Wanderer verwundert zurücklassen. Was dem Erzgebirge noch zu raten wäre, ist, sich verstärkt mit dem Thema Qualität auseinanderzusetzen. Ziel sollte es sein, nicht nur einheimische Wanderfreunde, sondern auch Wanderbegeisterte aus anderen Regionen oder Bundesländern anzuziehen und diese mit hoher Qualität zu locken.
Nordic Walking:
Nordic Walking ist ein Fitnesssport, den man das ganze Jahr über und beinah überall betreiben kann. Besonders viel Spaß macht es v. a. in einer landschaftlich reizvollen Umgebung, wie z. B. der des Erzgebirges. In Rübenau kann man unter professioneller Anleitung des DSV-Trainers Kurt Klimke drei Mal die Woche an Nordic Walking-Treffs teilnehmen. Auch in Pobershau werden Nordic Walking-Kurse bei versierten Trainern und gemeinsamen Touren angeboten. Der actiVital Esprit Fitness Club in Zwönitz bietet ebenfalls Kurse der in Finnland entstandenen Sportart an. In Geyer werden jeden Samstag Nordic Walking-Läufe mit einer Streckenlänge von vier, sechs, acht oder zehn Kilometern angeboten. Wer diesen Fitnesssport individuell betreiben möchte, der findet auf den unzähligen Wanderwegen durch das Erzgebirge beste Bedingungen. Auch im Nordic Walking-Bereich bietet das Erzgebirge viele Pauschalangebote an. Viele Hotels reagieren auf die hohe Nachfrage nach diesem Sport und haben sich mit entsprechenden Leistungen (u. a. Wanderkarten, Lunchpakete und kostenloser Verleih von Nordic Walking-Stöcken und Pulsmesser) auf die große Nachfrage eingestellt. Alles in allem ist das Erzgebirge sehr gut auf die Bedürfnisse und Anforderungen von Nordic Walking-Begeisterten eingestellt und liefert ein breites Angebot.
Radfahren:
Der ADFC verfügt auf seiner Homepage über zahlreiche Tourenvorschläge für ganz Deutschland, von denen bisher fünf als ‘ADFC-Qualitätsrouten’ gelten. Vier der vielen Tourenvorschläge verlaufen durch das Erzgebirge. Dazu zählen die Mittelland-Route, die sich mit 80 Kilometern durch das Erzgebirge schlängelt, die Mulderadwege Freiberger Mulde (35 Kilometer) und Zwickauer Mulde (30 Kilometer) und der Zschopautal-Radweg mit 86 Kilometern. Durchblättert man den aktuellen Katalog des ADFC ‘Deutschland per Rad entdecken 2009/2010’, dann fällt einem v. a. eines auf: Das Loch im Streckennetz über dem Erzgebirge. Der Katalog beschreibt sich selbst als ‘Das Standardwerk für […] alle Radrouten, die sich durch touristische Qualität und eine verbraucherfreundliche Vermarktung auszeichnen.’ Was bedeutet demnach das Loch im Streckennetz über dem Erzgebirge? Dass die Region fahrradtechnisch nicht glänzen kann? Sicherlich kann sie mit für den Fahrradtourismus bekannten Regionen, wie z. B. der Mainregion, nicht mithalten und wird es vielleicht nie schaffen, auch nur für eine ‘ADFC-Qualitätsroute’ in Frage zu kommen. Richtig ist, dass das Erzgebirge noch keine Fahrradregion ist. Dazu fehlt es einfach an der Infrastruktur. Dennoch: Radfahren im Erzgebirge – das ist gar nicht so abwegig, wie man vielleicht glauben mag. Denn wer mit einer guten Karte ausgestattet und nicht in jedem Fall auf eigene Radwege angewiesen ist, der kann trotz allem schöne Ausflüge machen.
Denkt man beim Erzgebirge sonst eher an wandern, mountainbiken und klettern, möchte die Broschüre ‘Radmagazin Erzgebirge. Grenzenloses Radelvergnügen’ zeigen, dass das Erzgebirge nicht immer bergig und steil sein muss. Die Broschüre kann kostenlos auf der Homepage des TV Erzgebirge gedownloadet werden. Sie verfügt über ausgewählte Strecken, die v. a. eines versprechen: Genuss-Radeln. Es werden Strecken in allen Schwierigkeitsgraden, ‘von der gemütlichen Familienrunde bis zur anspruchsvollen Mehrtagestour’, präsentiert. ‘Für jeden Anspruch und jede Kondition ist etwas dabei.’ Unter Anlage 12 sind einige solcher Genuss-Radelstrecken aufgeführt. Viele Forstwege, die sich teilweise kerzengerade durch den Wald ziehen und auf denen man hervorragend Fahrrad fahren kann, prägen das Bild. Die Radwege entlang der Flüsse eignen sich v. a. für Radelnde, die lieber gemütlich unterwegs sind. Das Muldetal, das Zschopautal, das Schwarzwasser- und das Flöhatal taugen dabei für jede Kondition. Was man allerdings bemerken muss, ist, dass sich viele der Radrouten noch im Aufbau befinden und deshalb nicht durchgängig markiert sind. Eine gute Karte sollte deswegen immer griffbereit sein.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836635486
Arbeit zitieren:
Gräbner, Lydia Mai 2009: Beurteilung des touristischen Leistungsangebots des Erzgebirges hinsichtlich der Megatrends der touristischen Nachfrage, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Megatrends, Erzgebirge, Qualität, Gesundheit, Tourismus



