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Beurteilung alternativer Wege der Umsetzung strategischer Konzepte in operativer Planung und Steuerung bei KMU

Beurteilung alternativer Wege der Umsetzung strategischer Konzepte in operativer Planung und Steuerung bei KMU
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jörg Pitzen
  • Abgabedatum: November 2005
  • Umfang: 79 Seiten
  • Dateigröße: 818,3 KB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Universität Siegen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9869-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9869-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9869-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pitzen, Jörg November 2005: Beurteilung alternativer Wege der Umsetzung strategischer Konzepte in operativer Planung und Steuerung bei KMU, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Budgetierung, Better Budgeting, Beyond Budgeting, Mittelfristplanung, BSC

Diplomarbeit von Jörg Pitzen

Einleitung:

Beurteilung alternativer Wege der Umsetzung strategischer Konzepte in operative Planung und Steuerung bei KMU.

Der Strategieimplementierung und -realisierung wird ein beachtlicher Einfluss auf den Unternehmenserfolg zugeschrieben. Es ist verwunderlich, dass dieser Bereich im Vergleich zur Strategiebildung von der wirtschaftwissenschaftlichen Forschung eher stiefmütterlich behandelt wird.

Diese Diplomarbeit setzt an dieser Stelle an und versucht, den gegenwärtigen betriebs-wirtschaftlichen Zustand im Bereich dieser Lücke widerzuspiegeln und zu beurteilen, ob diese Ansätze für den Bezugrahmen der KMU in der Praxis tauglich sind.

Denn die aktuellen Wettbewerbsbedingungen zwingen auch KMU Strategien zu entwerfen, um den Herausforderungen am Markt erfolgreich zu begegnen. Diese Strategien können nur ihre volle Wirkungskraft entfalten, wenn es gelingt, sie im UN umzusetzen.

Die Diplomarbeit versucht aufzuzeigen, ob es Wege gibt, strategische Entscheidungen von KMU ökonomisch erfolgreich umzusetzen. Zur Erreichung dieses Ziels ist die Beachtung des Bezugsrahmens der KMU, das Aufzeigen der theoretischen Rahmenbedingungen, die Herausarbeitung von Konzepten zur Strategieimplementierung und eine anschließende kritische Würdigung durchzuführen.

Gang der Untersuchung:

Im Rahmen der Diplomarbeit ist der zu beachtende Bezugsrahmen das Bedingungsfeld der KMU. Im zweiten Kapitel soll der Begriff der KMU definiert und charakteristische Merkmale von KMU in Bezug auf Strategieimplementierung und -realisierung vorgestellt werden. Außerdem wird erarbeitet, welche Anforderungen an Konzepte zur Implementierung von Strategien zu stellen sind, damit sie in KMU funktionieren.

Im dritten Kapitel werden Funktionen und Merkmale der strategischen und operativen Planung ausgehend von einer Einordnung in den Gesamtzusammenhang des Controllings erläutert.

Nachdem behandelt wurde, um wen (KMU) und um was (strategische und operative Planung) es in der Diplomarbeit geht, beschäftigt sich das vierte Kapitel mit der Umsetzung der Strategie.

Die BSC soll auf der Basis einer disziplinierten Beschreibung einer Strategie und den daraus ermittelten strategischen Aktionen die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Strategieimplementierung und -realisierung verbessern.

Da die aus der strategischen Planung ermittelten Ziele eher mittelfristig und die aus ihnen abgeleiteten Maßnahmen eher operativer Natur sind, erfüllt die BSC die mittelfristige Funktion zwischen strategischer und operativer Planung. Deshalb ist der BSC-Einsatz der Mittelfristplanung zuzuordnen. Die BSC ist demnach ein Instrument zur strategischen Steuerung. Das fünfte Kapitel bildet das Grundprinzip der BSC ab und erläutert dessen Perspektiven in Hinblick auf den Bezugrahmen der KMU.

Es ist bewiesen, dass UN, denen eine Verknüpfung der strategischen Planung mit der Budgetierung gelingt, strategische Vorhaben erfolgreicher umsetzen als UN, die mit der Integration Schwierigkeiten haben. Deshalb wird im sechsten Kapitel näher untersucht, welche Gestaltungselemente der Budgetierung dienlich sind, zur Umsetzung von Strategien beizutragen.

Im siebten Kapitel wird untersucht, wie es gelingen könnte, die strategischen Pläne in eine Mittelfristplanung zu überführen, die einer adäquaten Strategieimplementierung und -realisierung gerecht wird.

Im achten Kapitel wird abschließend ein Fazit formuliert.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
1. Einführung in das Thema 1
2. Bedingungsfeld KMU 1
2.1 Begriff der kleinen und mittleren Unternehmen 1
2.2 Verständnis des Controllings in KMU 2
2.3 Strategieentwicklung und strategische Erfolgspotentiale in KMU 3
2.4 Notwendigkeit der Strategieimplementierung in KMU 5
2.5 Die Beurteilungsgrundlage alternativer Wege der Umsetzung strategischer Konzepte bei KMU 6
3. Grundlagen des strategischen Controllings 7
3.1 Einordnung von strategischer und operativer Planung in das Controllingsystem 7
3.2 Die Ebenen der Planung 8
3.3 Strategische Planung 8
3.4 Operative Planung und Steuerung 9
3.5 Strategische und operative Lücke 10
4. Implementierung und Realisierung von Strategien 11
4.1 Die Begriffe Strategieimplementierung und -realsisierung 12
4.2 Problembereiche der Strategieimplementierung und -realisierung 13
4.3 Einflussfaktoren einer erfolgreichen Strategieimplementierung und -realisierung 15
5. Implementierung und Realisierung von Strategien mit der BSC 16
5.1 Vom Performance Measurement zur Balanced Scorecard 16
5.2 Die Balanced Scorecard 17
5.3 Die Grundstruktur der Balanced Scorecard 19
5.4 Gestaltungsprinzipien der Balanced Scorecard 21
5.5 Das strategische Managementsystem 22
5.6 Der BSC-Aufbau 22
5.7 Die strategischen Aktionen 23
5.8 Verknüpfung der BSC mit der operativen Planung und Budgetierung 23
5.9 Kritische Betrachtung der BSC für das Bedingungsfeld KMU 25
6. Implementierung von Strategien mit alternativen Ansätzen der Budgetierung 31
6.1 Budgetierung 31
6.2 Kritik der klassischen Budgetierung in Hinblick auf Strategieimplementierung und -realisierung 32
6.3 Neue Budgetierungsansätze 33
6.4 Better Budgeting 34
6.5 Advanced Budgeting - Better and Beyond 37
6.6 Kritische Betrachtung von Better- und Advanced Budgeting für das Bedingungsfeld KMU 39
6.7 Beyond Budgeting 45
6.7.1 Die 12 Prinzipien des Beyond-Budgeting-Ansatzes 46
6.7.2 Arbeiten ohne Budgets in der Praxis 47
6.8 Kritische Betrachtung von ByB für das Bedingungsfeld KMU 48
7. Die Rolle der Mittelfristplanung bei der Strategieumsetzung 51
7.1 Der Ablauf der Mittelfristplanung 52
7.2 Verbesserungsvorschläge zur Gestaltung der strategiegerechten Mittelfristplanung 53
7.3 Die Verknüpfung der Mittelfristplanung mit der Budgetierung 55
7.4 Kritische Betrachtung der Neugestaltung der Mittelfristplanung für das Bedingungsfeld KMU 56
8. Fazit 60
Literaturverzeichnis 61
Anhang 73
Erklärung gemäß § 28 Abs. 7 Diplomprüfungsordnung 74

Automatisiert erstellter Textauszug:

29 Geringe Ressourcenbindung (finanziell und personell): Innerhalb weniger Monate bzw. eines halben Jahres sollen aus strategischen Plänen Kennzahlen abgeleitet werden. Ein weiteres halbes Jahr sollte veranschlagt werden, bis die BSC operationalisiert und IT-mäßig implementiert werden kann. Bis das Managementsystem BSC im ganzen UN gelebt wird, wird dann noch einige Zeit vergehen.218 Aus dieser Schilderung wird deutlich, dass Managementkapazitäten vorhanden sein müssen, um die genannten Prozessschritte überhaupt erledigen zu können. Dies setzt wiederum voraus, dass die KMU über die nötigen finanziellen und personellen Ressourcen verfügen, um sich die BSC-Einführung leisten zu können. Die zuständigen Manager müssen aber nicht nur die nötige Zeit zur Bearbeitung bekommen, sie müssen zusätzlich professionell ausgebildet sein, um die BSC einzuführen. Ansonsten müssten externe Projektmitarbeiter engagiert und zusätzlich finanziert werden. Die Beratungshäuser, die mit der Einführung einer BSC beauftragt werden, haben manchmal die Tendenz, langwierige und teuere Projekte durchzuführen.219 Ein anderes Problem kommt hinzu: In KMU liegen für gewöhnlich keine ausreichenden Kennzahlen vor, um die Strategierealisierung damit zu verknüpfen und zu kontrollieren. Kennzahlen neu zu ermitteln erweist sich durch die Anzahl der notwendigen Prozessschritte als zeitaufwändig.220 Insgesamt stellt der Einsatz der BSC für KMU ein zeit- und kostenintensives Unterfangen dar. [...]

Aktionsorientierung und rasche Durchsetzbarkeit: „Strategische Entscheidungen treffe ich immer noch selbst, die Führungskräfte sollen diese Entscheidungen dann durchsetzen. So einfach ist das!“213 Bei Unternehmern kann das Bestreben vorliegen, Unternehmensprozesse personenorientiert und dementsprechend weniger formalisiert und sachbezogen bewältigen zu wollen. Hieraus entwickelt sich eine geringe Akzeptanz gegenüber führungsunterstützenden Funktionen.214 In einer dynamischen Umwelt kann sich die zeitaufwändige Entwicklung der BSC zum Hemmschuh entwickeln, weil die Reaktion auf die Dynamik verzögert wird.215 Nun ist zu beachten, dass es dadurch zur Gefährdung einer wichtigen Stärke von KMU kommt. Ihr Vorteil, dass sie Großunternehmen an Flexibilität und Schnelligkeit überlegen sind, wird durch die bürokratische BSC vernachlässigt. Bis in einem UN das Managementsystem BSC durchgesetzt wird, kann es über ein Jahr dauern.216 Die BSC als Managementsystem stößt in KMU auf Widerstand, da man sich als „Praktiker“ bezeichnet.217 Auf der anderen Seite sind die strategischen Aktionen ein fester Bestandteil der BSC. Durch die Verknüpfung dieser mit Kennzahlen wird die Zielerreichung überprüfbar. [...]

28 Offenheit für Intuition: Das BSC-Konzept hat nicht den Anspruch ein „One size fits all“209 Modell zu sein.210 Es ist positiv zu sehen, dass die BSC an ein UN individuell angepasst werden kann. Die Perspektiven können in Abhängigkeit von dem Unternehmensprofil gewählt werden, außerdem erfolgt der Aufbau generell über die individuell zusammengestellten strategischen Pläne. In der Praxis bleiben die von Kaplan und Norton vorgeschlagenen Perspektiven meist erhalten.211 Eine zu enge Orientierung an dieser Urkonzeption kann jedoch eine unternehmensindividuell erforderliche, eigene Lösung behindern, sodass nicht sämtliche Potentiale des BSC-Systems ausgeschöpft werden können.212 Ansonsten handelt es sich bei der BSC um ein System, das strikte Vorgaben über die Verknüpfung zwischen Zielsetzungen, strategischen Aktionen und Kennzahlen verlangt. [...]

Arbeit zitieren:
Pitzen, Jörg November 2005: Beurteilung alternativer Wege der Umsetzung strategischer Konzepte in operativer Planung und Steuerung bei KMU, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Budgetierung, Better Budgeting, Beyond Budgeting, Mittelfristplanung, BSC

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