Beurteilung des Traineeprogramms eines öffentlichen Kreditinstituts durch die Teilnehmer mittels Befragung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Astrid Walther
- Abgabedatum: Februar 1998
- Umfang: 273 Seiten
- Dateigröße: 1,5 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (FH) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4514-0
- ISBN (CD) :978-3-8324-4514-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Walther, Astrid Februar 1998: Beurteilung des Traineeprogramms eines öffentlichen Kreditinstituts durch die Teilnehmer mittels Befragung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: empirische Sozialforschung, Kreditinstitut, Meinungsforschung, Mitarbeiterbefragung, Traineeprogramm
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Diplomarbeit von Astrid Walther
Zusammenfassung:
Hauptgegenstand der Arbeit ist eine schriftliche Befragung ehemaliger Teilnehmer eines Traineeprogramms in einem öffentlich-rechtlichen Kreditinstitut nach ihrer persönlichen Meinung zu ausgewählten Aspekten des Programms mittels Fragebogen. Diese Aspekte wurden damit gleichzeitig von den ehemaligen Teilnehmern beurteilt.
Es wird herausgefunden, inwieweit das Traineeprogramm an den Unternehmenszielen des Kreditinstituts ausgerichtet ist: Erwerb entsprechender Kenntnisse und Fähigkeiten zur Kunden- und Marktorientierung, Vorbereitung auf die Aufgaben am zukünftigen Arbeitsplatz. Des weiteren wird erfahren, welche persönlichen Erwartungen die ehemaligen Teilnehmer an das Programm stellten und inwieweit das Programm diese erfüllen konnte. Eventuell vorhandene Schwachstellen im Programm werden aufgedeckt und damit entsprechender Handlungsbedarf zur deren Beseitigung aufgezeigt. Gleichzeitig erfolgt eine Rückmeldung über die Stärken des Programms.
Die Befragung basierte auf einer Auftragsforschung, vorgegeben durch den Personalreferenten für Personalentwicklung des Kreditinstituts.
Der Inhalt der Arbeit umfaßt allgemeine und spezielle theoretische Gesichtspunkte zur Befragung, die Beschreibung der Vorbereitung und Durchführung der Befragung (einschließlich die Konzeption des Fragebogens) sowie die Analyse und Präsentation der Befragungsergebnisse (Beurteilung des Traineeprogramms). Dafür wurden Inhalte einschlägiger Literatur auf den Gebieten der Personalentwicklung sowie Sozial- und Verhaltenswissenschaften herangezogen, aber auch Inhalte unternehmensspezifischer Unterlagen. Auch Interviews mit kompetenten Ansprechpartnern des Kreditinstituts wurden geführt.
Die Datenerhebungs- und Analyseverfahren zur Befragung entstammen der Methodologie der empirischen Sozialforschung (ausgewählte Teilgebiete).
Es wurden gerade ehemalige Teilnehmer zum Programm befragt, weil diese am besten in der Lage sind, das Programm zu beurteilen. Sie besitzen zum einen detaillierte Kenntnisse über den Inhalt und Ablauf des Programms, zum anderen sind alle Befragten heute Mitarbeiter des Kreditinstituts und haben bereits Erfahrungen am Arbeitsplatz bezüglich der Anwendung der erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten sammeln können. Damit ist ihnen auch aus dieser Sicht eine Einschätzung des Programms möglich.
Die Befragungsergebnisse wurden dem Vorstand des Kreditinstituts präsentiert und daraufhin notwendige Veränderungsprozesse eingeleitet und umgesetzt.
Inhaltsverzeichnis:
| VORWORT | 1 | |
| INHALTSVERZEICHNIS | 4 | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 6 | |
| 1. | EINFÜHRUNG | 8 |
| 2. | DIE BEFRAGUNG ZUM TRAINEEPROGRAMM | 10 |
| 2.1 | Die Befragung zum Traineeprogramm und ihre Bedeutung für das öffentlich-rechtliche Kreditinstitut | 10 |
| 2.1.1 | Das Kreditinstitut und seine wirtschaftliche Bedeutung | 10 |
| 2.1.1.1 | Der öffentliche Auftrag des Kreditinstituts | 10 |
| 2.1.1.2 | Zusammenarbeit mit Verbundpartnern | 12 |
| 2.1.1.3 | Die Kunden- und Marktorientierung des Kreditinstituts | 12 |
| 2.1.2 | Das Unternehmensziel des Kreditinstituts und die daraus folgenden Anforderungen an seine Mitarbeiter | 14 |
| 2.1.3 | Das Traineeprogramm als Maßnahme der Personalentwicklung im Kreditinstitut | 15 |
| 2.1.4 | Das Traineeprogramm als Befragungsgegenstand | 20 |
| 2.1.4.1 | Die Qualitätssicherung von Personalentwicklungsmaßnahmen | 20 |
| 2.1.4.2 | Aufgaben der Befragung | 21 |
| 2.2 | Vorbereitung und Durchführung der Befragung: Methodisches Vorgehen nach den Regeln der Empirischen Sozialforschung | 24 |
| 2.2.1 | Festlegung des Untersuchungsbereiches (Objektbereich) | 24 |
| 2.2.2 | Überlegungen zur Datenerhebung | 25 |
| 2.2.2.1 | Vollerhebung | 25 |
| 2.2.2.2 | Wahl der Befragungsform | 25 |
| 2.2.2.3 | Standardisierungsgrad und Strukturierung der Befragungssituation | 26 |
| 2.2.3 | Vermeidung von Widerständen gegen die Befragung | 27 |
| 2.2.3.1 | Widerstände der Unternehmensleitung (Vorstand) | 27 |
| 2.2.3.2 | Widerstände der Vorgesetzten | 28 |
| 2.2.3.3 | Widerstände der Befragten | 28 |
| 2.2.3.4 | Widerstände des Personalrats | 30 |
| 2.2.4 | Fragebogenkonzeption | 31 |
| 2.2.4.1 | Beachtung von Gütekriterien | 31 |
| 2.2.4.2 | Der Inhalt des Fragebogens | 31 |
| 2.2.4.3 | Ausführungen zu verwendeten Fragearten | 34 |
| 2.2.4.4 | Struktur der Fragen und Antwortvorgaben | 35 |
| 2.2.5 | Der Pretest | 38 |
| 2.2.5.1 | Allgemeines | 38 |
| 2.2.5.2 | Auswahl der Testperson | 38 |
| 2.2.5.3 | Durchführung des Pretests | 39 |
| 2.2.6 | Die Befragung | 39 |
| 2.2.7 | Die Datenaufbereitung und -erfassung | 40 |
| 2.2.7.1 | Allgemeines | 40 |
| 2.2.7.2 | Die Datenaufbereitung | 40 |
| 2.2.7.3 | Die Datenerfassung | 41 |
| 2.2.8 | Die Datenanalyse und -auswertung | 42 |
| 2.2.8.1 | Die Verwendung des Kalkulationsprogrammes EXCEL | 42 |
| 2.2.8.2 | Die Datenanalyse und -auswertung | 43 |
| 3. | DIE PRÄSENTATION DER BEFRAGUNGSERGEBNISSE | 43 |
| 3.1 | Beurteilung des Traineeprogramms | 43 |
| 3.1.1 | Allgemeines zum Traineeprogramm | 44 |
| 3.1.2 | Die Erwartungen der ehemaligen Teilnehmer und deren Erfüllung | 48 |
| 3.1.3 | Vorbereitung des Programmdurchlaufs | 55 |
| 3.1.4 | Erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten | 61 |
| 3.1.5 | Anwendung der erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten am Arbeitsplatz | 91 |
| 3.1.6 | Allgemeiner Programmablauf | 96 |
| 3.1.7 | Traineeprogramm und Unternehmensziel | 120 |
| 3.2 | Mögliche Fehlerquellen der Befragung und deren Einflüsse auf die Interpretation der Befragungsergebnisse | 126 |
| 3.2.1 | Einflüsse durch zwischenzeitliches Geschehen (Zeiteinflüsse) | 126 |
| 3.2.2 | Einflüsse durch die Befragungssituation | 126 |
| 3.2.3 | Einflüsse durch Kenntnis des Auftraggebers (Sponsorship-Effekt) | 127 |
| 3.2.4 | Einflüsse durch das Befragungsinstrument (Fragebogen) | 127 |
| 3.2.5 | Einflüsse durch Soziale Erwünschtbarkeit ('Social-Desirability-Response-Set') | 128 |
| 3.2.6 | Einfluß von Werten | 129 |
| 4. | RESÜMEE | 129 |
Über die Hälfte der ehemaligen Teilnehmer kann flexibel auf die Veränderungen reagieren (7 Befragte). 1 Befragter gab an, sehr flexibel reagieren zu können; bei 2 Befragten ist das Ausmaß mittelmäßig. Diese Reaktions- bzw. Veränderungsfähigkeit kann nicht ausschließlich auf das Traineeprogramm zurückzuführen sein, was die Beantwortung der folgenden Frage zeigt. Sie beruht insbesondere auf den vorhandenen Unternehmensstrukturen und der Organisation im Kreditinstitut. Inwieweit konnten die ehemaligen Teilnehmer im Programm eine flexible Anpassung erlernen (z. B. durch Verhaltenstraining)? Im Traineeprogramm sollten die Teilnehmer nach Aussage des Personalreferenten die Fähigkeit erwerben, sich flexibel an die Umwelt- und Marktveränderungen anzupassen. Dies (der Erwerb) sollte in sehr starkem Ausmaß erfolgen. [...]
1995: 95f.). Davon werden von den Befragten gegenwärtig folgende Veränderungen wahrgenommen: Bezüglich der Veränderungen auf der Nachfrageseite (Kunden/Markt/andere) können die ehemaligen Teilnehmer vor allem veränderte Sicherheitsbedürfnisse (6 Befragte), steigende Informationsbedürfnisse (5 Befragte) und veränderte Konsumbedürfnisse der Kunden (3 Befragte) feststellen, aber auch eine neue Kundenmentalität (neue Denkweisen) sowie das Vorhandensein von Älteren Kunden (Seniorenmarkt) (je 2 Befragte). Veränderungen auf der Anbieterseite (Wettbewerb) sind für die meisten Befragten die steigende inländische Konkurrenz (7 Befragte), jedoch auch die Beeinflussung durch den Europäischen Binnenmarkt (Internationalisierung) (2 Befragte). 1 Befragter sieht Veränderungen in der Zusammenarbeit mit anderen Branchen bzw. Unternehmen. Innerhalb der Technik spüren 8 Befragte Technologische Veränderungen (z. B. EDV, neue Medien), und 4 Befragte sehen Veränderungen bezüglich der Entwicklung neuer Finanzprodukte (z. B. Electronic Banking). 1 Befragter gab kurze Entwicklungszeiten neuer Produkte an. Ebenfalls stellt bei den Veränderungen im Bereich Arbeit/Gesellschaft eine große Mehrheit der ehemaligen Teilnehmer (8 Befragte) Einflüsse durch neue Führungsstrukturen fest. 6 Befragte sehen Veränderungen durch neue Strukturen in Arbeit / Organisation (z. B. Veränderungen in der Arbeitsumwelt, neue Ansprüche an eine interessante, abwechslungsreiche Tätigkeit), und es wird von 5 Befragten eine zunehmende Bedeutung des Faktors 'Zeit' wahrgenommen, d. h. Streß in vielen Lebensbereichen. Je 3 Befragte gaben wechselnde Unternehmensziele und -strategien sowie neue Kommunikationsstrukturen an; eine geringe Anzahl von Befragten kann Einflüsse des Wertewandels (z. B. Streben nach Fitneß, Lebensgenuß, Erlebnis durch den materiellen Überfluß219) feststellen (2 Befragte). 1 Befragter stellte Demotivation, Streß und Frustration der Mitarbeiter im Arbeitsbereich fest. Die stärksten Veränderungen existieren also auf den Gebieten "veränderte Sicherheitsbedürfnisse", "steigende Informationsbedürfnisse", "steigende inländische Konkurrenz", "Technologische Veränderungen", "Entwicklung neuer Finanzpro219 [...]
Beratungsleistungen.190 Das Kreditinstitut ist es im Zuge der Europäischen Währungsunion schuldig, im Interesse des Kunden alles zu unternehmen, "damit Geldanlagen auch nach 1999 im Vertrauen auf Wertzuwächse getätigt werden können."191 Kenntnisse zum europäischen Binnenmarkt erwarb 1 Befragter. Der Erwerb von Sprachkenntnissen ist im Kreditinstitut nicht notwendig. Die Anlagepolitik des Kreditinstituts folgt der klaren Richtschnur: Risikominimierung und Sicherheit der Gelder sind ein oberstes Gebot.192 Im Privatkundengeschäft geht es dabei besonders um die Aufklärung und Information über Risiken und Chancen von Wertpapieren193, beim Firmenkundengeschäft muß sich die Kreditvergabe (gerade wegen der schnellebigen Tendenzen der Wirtschaftsentwicklung) durch eine "gesunde Risikostreuung, "gepaart mit einem vernünftigen Maß an kaufmännischer Vorsicht" auszeichnen.194 4 Befragte konnten entsprechende Kenntnisse der kaufmännischen Vorsicht erwerben. Je 6 ehemalige Teilnehmer erwarben Kenntnisse zu Zielgruppen und Kenntnisse zur Region. b) Ausmaß erworbener spezifischer Kenntnisse für den Firmenkundenbereich Gegenwärtig arbeiten 4 Befragte mit Firmenkunden. Auch das Firmenkundengeschäft besitzt eine "nach den Bedürfnissen und Ansprüchen der Kunden orientierte Betreuungsstruktur". Für jede spezielle Branche stehen spezielle Kundenberater zur Verfügung, die sich mit entsprechendem Branchen- und Fachwissen speziell auf ihre Kundenzielgruppe ausrichten.195 Durch die regionale Bindung ist das Kreditinstitut besonders in der Lage, den Zustand der Wirtschaft und die wirtschaftliche Entwicklung von Unternehmen zu beurteilen.196 Kenntnisse zur Beurteilung wirtschaftlicher Zustände und Entwicklungen von Unternehmen erwarben 2 der 4 Befragten. Ein zu schnelles Wachstum eines Unternehmens führt häufig zu Unternehmenszusammenbrüchen, weshalb der Schwerpunkt im Firmenkundengeschäft neben der Förderung von Existenzgründern auch die Sicherung der Unternehmen ist.197 Kenntnisse zur Wirtschafts- und Strukturförderung von Unternehmen erwarb 1 der 4 Befragten. [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832445140
Arbeit zitieren:
Walther, Astrid Februar 1998: Beurteilung des Traineeprogramms eines öffentlichen Kreditinstituts durch die Teilnehmer mittels Befragung, Hamburg: Diplomica Verlag
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empirische Sozialforschung, Kreditinstitut, Meinungsforschung, Mitarbeiterbefragung, Traineeprogramm



