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Betriebswirtschaftliche und technologische Aspekte der Kooperation in virtuellen Unternehmen

Betriebswirtschaftliche und technologische Aspekte der Kooperation in virtuellen Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Harald Uebler
  • Abgabedatum: Juni 2003
  • Umfang: 182 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Passau Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7219-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7219-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7219-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Uebler, Harald Juni 2003: Betriebswirtschaftliche und technologische Aspekte der Kooperation in virtuellen Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: XML, EDI, Web Services, Groupware, B2B

Diplomarbeit von Harald Uebler

Zusammenfassung:

Diese Arbeit vermittelt einen umfassenden Überblick über Virtuelle Unternehmen aus betriebswirtschaftlicher Sicht und zeigt darauf aufbauend technologische Aspekte dieser interorganisationalen Kooperationsform auf. Sie ist wie folgt gegliedert:

Im ersten Teil werden Virtuelle Unternehmen aus der Sicht der Betriebswirtschaftslehre dargestellt. Nach Klärung der Definitionsmerkmale von Virtuellen Unternehmen werden zentrale Charakteristika dieser Kooperationsform aufgezeigt und die verbreitetsten wissenschaftlichen Konzepte und Ansätze vorgestellt. Im Anschluss an die Diskussion rechtlicher Gesichtspunkte und Unklarheiten schließt das Kapitel mit drei Beispielen realer, überaus erfolgreicher Virtueller Unternehmen.

Der zweite Teil beschäftigt sich mit den technologischen Aspekten der Kooperation in der operativen Phase, der Phase der eigentlichen Zusammenarbeit. Zunächst werden ausgewählte Formate, Standards und Protokolle, die für den Einsatz in Virtuellen Unternehmen geeignet erscheinen, in ihrer grundsätzlichen Funktionsweise beschrieben. Der Schwerpunkt der getroffenen Auswahl liegt auf neueren Entwicklungen, die auf der Extensible Markup Language (XML) basieren. Die Eignung für Virtuelle Unternehmen wird jeweils anhand eines Anforderungsprofils, das auf den Erkenntnissen aus dem ersten Teil aufbaut, überprüft. Zum Abschluss des Kapitels werden ausgewählte Technologien (Workflow Management Systeme, Groupware, B2B Integration-Lösungen und Grid Computing) im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten in Virtuellen Unternehmen charakterisiert.

Das abschließende Fazit stellt zusammenfassend dar, wie sich das Konzept des Virtuellen Unternehmens seit seiner Entstehung entwickelt hat und wie parallel dazu die technologischen Realisierungsmöglichkeiten zugenommen haben. Abschließend wird ein kurzer Ausblick auf die weitere Entwicklung gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis III
Symbolverzeichnis VII
Abbildungsverzeichnis VIII
Tabellenverzeichnis IX
1. Einleitung 1
2. Virtuelle Unternehmen aus betriebswirtschaftlicher Sicht 4
2.1 Grundlagen 4
2.1.1 Begriffsursprung und Entstehung des Konzeptes 4
2.1.2 Definitionen 5
2.1.3 Theoretische Fundierung 13
2.2 Abgrenzung gegenüber anderen Kooperationsformen 16
2.3 Grundlagen für die Entstehung und die Gestalt Virtueller Unternehmen 19
2.3.1 Fördernde Faktoren 19
2.3.2 Hemmende Faktoren 21
2.4 Die Rolle des Brokers 23
2.5 Typisierung Virtueller Unternehmen 24
2.6 Grad der Virtualisierung 28
2.7 Lebenszyklusphasen Virtueller Unternehmen 32
2.7.1 Identifikationsphase 33
2.7.2 Anbahnungsphase 33
2.7.3 Vereinbarungsphase 35
2.7.4 Operative Phase 37
2.7.5 Auflösungsphase 39
2.8 Geschäftsprozesse in Virtuellen Unternehmen 40
2.9 Vor- und Nachteile der Kooperation in Virtuellen Unternehmen 42
2.10 Rechtliche Aspekte 48
2.11 Beispiele Virtueller Unternehmen 52
2.11.1 Klondyke Crossmedia GmbH 52
2.11.2 Puma AG 54
2.11.3 Entsorgernetzwerk Logex 57
3. Technologische Aspekte der Kooperation in der operativen Lebenszyklusphase 60
3.1 Ausgewählte Formate, Standards und Protokolle 60
3.1.1 Elektronischer Datenaustausch ohne XML 63
3.1.1.1 EDI und verwandte Standards 63
3.1.1.2 J2EE 68
3.1.1.3 CORBA 70
3.1.2 Elektronischer Datenaustausch auf XML-Basis 75
3.1.2.1 XML-Grundlagen 75
3.1.2.2 XML/EDI 81
3.1.2.3 xCBL 86
3.1.2.4 cXML 90
3.1.2.5 BizTalk 92
3.1.2.6 RosettaNet 96
3.1.2.7 ebXML 99
3.1.3 Web Services 107
3.1.3.1 Grundlagen 107
3.1.3.2 SOAP 109
3.1.3.3 WSDL 111
3.1.3.4 UDDI 113
3.1.3.5 BPEL4WS 115
3.1.3.6 Probleme und fehlende Features 119
3.1.3.7 Zukünftige Entwicklung 120
3.1.3.8 Web Services und Virtuelle Unternehmen 121
3.2 Ausgewählte Technologien 125
3.2.1 Workflow-Management-Systeme 125
3.2.2 Groupware und virtuelle Teamarbeitsräume 130
3.2.3 B2B Integration-Lösungen 136
3.2.4 Grid Computing 142
4. Fazit und Ausblick 148
Literaturverzeichnis X

Automatisiert erstellter Textauszug:

Mit den CORBA Services werden zahlreiche Basisdienste bereitgestellt, die häufig benötigt werden und so nicht für jedes Objekt neu programmiert werden müssen.346 Für die Praxis sind vor allem folgende CORBA Services von Bedeutung:347 Das Interface Repository enthält Schnittstellendefinitionen. Der Persistence Object Service bietet eine Datenbank zur Speicherung des Zustands von Anwendungsobjekten. Der Security Service bietet unter anderem Dienste zur Authentifizierung und Verschlüsselung. Der Event Service ermöglicht den Aufbau von Publish/SubscribeBeziehungen zwischen CORBA-Objekten. Der Trader Service bietet ein Verzeichnis, in dem verfügbare Services aufgelistet und von CORBA Objekten gesucht werden können. Der Transaction Service stellt die Atomarität, Konsistenz, Integrität und Dauerhaftigkeit bei der Abwicklung von Anwendungsprozessen sicher. Die CORBA Facilities sind optionale Dienste, die systemweit über eine einheitliche Schnittstelle zur Verfügung stehen. Sie können in horizontale und vertikale Dienste unterteilt werden. Horizontale Dienste sind funkti345 346 [...]

3.1.1.3 CORBA Bei der Distributed Object Technology handelt es sich um eine Technologie, deren Grundidee darin besteht, Anwendungen so zu entwickeln oder verbinden, dass sie mehrere gemeinsam benötigte Methoden teilen. Zudem können mit dieser Technologie Anwendungen entstehen, die aus einzelnen verteilten Methoden zusammengesetzt werden. So ist es zum Beispiel denkbar, dass in einem Virtuellen Unternehmen die Stammdaten eines Kunden angelegt, geändert oder gelöscht werden müssen. In aller Regel dürften davon verschiedene Anwendungen bei mehreren Partnern betroffen sein, in denen jeweils die Änderungen vorgenommen werden müssten. Die Distributed Object Technology erlaubt es, die benötigten Methoden zur Bearbeitung der Stammdaten zu teilen, sodass die Änderungen an den Kundendaten gemeinsam durchgeführt werden können und daher nur einmal vorgenommen werden müssen.341 Zentraler Standard für die Distributed Object Technology ist CORBA (Common Object Request Broker Architecture).342 In einer Kooperation zahlreicher Unternehmen, darunter IBM, Apple und Sun, wurde 1989 unter der Leitung der OMG (Object Management Group) mit der Entwicklung begonnen, 1991 wurde die erste Version von CORBA veröffentlicht.343 Seit Mitte 2001 ist CORBA in der aktuellen Version 3 verfügbar.344 Die Architektur, die den Zugriff auf verteilte Anwendungen und Daten in einem Virtuellen Unternehmen ermöglicht, besteht aus CORBA Services, Application Objects, CORBA Facilities sowie dem ORB (Object Request Broker) als Herzstück (siehe Abbildung 11). [...]

einer regulären Kooperation zu berücksichtigen, dass die Partner häufig wechseln. Daher kann es dazu kommen, dass die Partner nach der Auflösung eines Virtuellen Unternehmens die Updates trotzdem durchführen müssen, um mit den Partnern einer neuen Kooperation wieder auf den gleichen Stand zu kommen. Wiederverwendbarkeit in späteren Kooperationen Die Wiederverwendbarkeit ist eher fraglich, da einerseits EDI besonders bei kleinen und mittleren Unternehmen sehr wenig Verbreitung gefunden hat331 und andererseits sehr viele unterschiedliche EDI-Standards existieren, die nur innerhalb einer bestimmten Branche verwendbar sind. Daher besteht eine relativ geringe Wahrscheinlichkeit, dass sich Partner zusammenfinden, die in der Mehrzahl bereits über EDI (mit dem gleichen Standard) und das damit verbundene Know-how verfügen. EDI in seiner traditionellen Ausprägung ist insgesamt nicht besonders gut geeignet für den Einsatz in Virtuellen Unternehmen. Er ist allenfalls in Einzelfällen denkbar, zum Beispiel im Falle einer Quasi-Externalisierung, also einer Auflösung eines Großunternehmens in ein Virtuelles Unternehmen, wenn vorher EDI bereits zur internen Kommunikation zwischen den selbstständig werdenden Unternehmensteilen genutzt wurde. Werden allerdings zu den ehemaligen Unternehmensteilen auch neue, insbesondere kleinere, Partner hinzugezogen (Typ B), so müssten diese gezwungen werden, sich anzupassen oder andernfalls auf ihre Beteiligung zu verzichten. Auch in einem stabilen und sehr langfristig angelegten Netzwerk oder Pool könnte es möglicherweise sinnvoll sein, EDI einzuführen und dann für aus dem Pool entstehende Virtuelle Unternehmen einzusetzen. Eine Einführung von EDI für eine einzige befristete Kooperation wäre aber keinesfalls ratsam. Da sich seit der Entwicklung von EDI vor etwa 30 Jahren enorme Veränderungen ergeben haben, existiert inzwischen eine Vielzahl von Datenaustauschmöglichkeiten (insbesondere über das Internet), die die Hauptvorzüge von EDI zu wesentlich geringeren Kosten bieten.332 Im Zuge die- [...]

Arbeit zitieren:
Uebler, Harald Juni 2003: Betriebswirtschaftliche und technologische Aspekte der Kooperation in virtuellen Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
XML, EDI, Web Services, Groupware, B2B

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