Betriebswirtschaftliche Aspekte der Partnergesellschaft
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Ute Schiefelbein
- Abgabedatum: August 1996
- Umfang: 112 Seiten
- Dateigröße: 4,9 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3300-0
- ISBN (CD) :978-3-8324-3300-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schiefelbein, Ute August 1996: Betriebswirtschaftliche Aspekte der Partnergesellschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Freiberuflich, GbR, GmbH, Freie Berufe
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Diplomarbeit von Ute Schiefelbein
Einleitung:
Der Gesetzgeber hat mit Wirkung zum 01.07.1995 die Partnerschaftsgesellschaft als neue Rechtsform für die freiberufliche Zusammenarbeit zugelassen. Sie ist damit die bisher einzig neu geschaffene Organisationsform in diesem Jahrhundert, welche als zusätzliche Möglichkeit neben den bestehenden Gesellschaftsformen für die Freiberufler verstanden werden soll.
Initiativen zur Schaffung einer Partnerschaftsgesellschaft gehen auf ein mehr als zwanzig jähriges Gesetzesvorhaben zurück, das die Schaffung einer angemessenen, auf die Bedürfnisse der freien Berufe zugeschnittenen Rechtsform zum Inhalt hatte. Mit der Partnerschaftsgesellschaft soll eine flexible Organisationsform zur Verfügung gestellt werden, die mit dem Berufsbild der Freiberufler hinsichtlich Eigenverantwortung und Weisungsfreiheit in der Berufsausübung vereinbar ist. Es soll mit ihr die Wahrung der persönlich-vertrauensvollen Beziehung zum Auftraggeber gewährleistet bleiben. Die von den Freiberuflern vorwiegend in Anspruch genommene BGB-Gesellschaft weist, da sie eine zu wenig verfestigte Innenstruktur und keine Rechtsfähigkeit besitzt, Defizite auf, die besonders bei größeren Zusammenschlüssen augenscheinlich hervortreten. Gegen die Kapitalgesellschaft scheint ihre Unvereinbarkeit mit den freiberuflichen Wesensmerkmalen zu sprechen. Die Partnerschaft soll daher eine gesellschaftsrechtliche Lücke schließen, um einen Ausgleich zwischen den Schwächen der BGB-Gesellschaft einerseits und den potentiellen Vorteilen der Kapitalgesellschaft andererseits herbeizuführen.
Der Handlungsbedarf für eine neue Rechtsform ergab sich daraus, daß ein Trend zu größeren, interprofessionellen (berufsübergreifenden) freiberuflichen Zusammenschlüssen gegeben ist. Diese sind nicht nur auf national-überörtlicher, sondern auch auf internationaler Ebene tätig, mit der Zielsetzung, komplexe Dienstleistungen anzubieten, um sich dadurch der sich verstärkenden internationalen Konkurrenz besser stellen zu können. Das aus wettbewerbsrechtlichen Gründen hervorgerufene Erfordernis zu einer Spezialisierung bei den freien Berufen löst auch einen größeren Kapitalbedarf aus, den man bei einer kooperativen Zusammenarbeit in der Partnerschaft besser befriedigen kann. Die Partnerschaft als neue Rechtsform ist demnach erforderlich, damit die freien Berufe durch Steigerung der Qualität ihres Dienstleistungsangebots im Wettbewerb mit der ausländischen Konkurrenz gestärkt werden können?
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Tabellenverzeichnis | VI | |
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| A. | Einführung in die Thematik | 1 |
| I. | Der gesetzgeberische Anlaß für eine neue freiberufliche Rechtsform | 1 |
| II. | Voraussetzungen der Partnerschaftsgesellschaft | 2 |
| III. | Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes und Gang der Darstellung | 3 |
| B. | Grundzüge der Partnerschaftsgesellschaft | 4 |
| I. | Zivilrechtliche Aspekte der Partnerschaftsgesellschaft | 4 |
| 1. | Gründung der Partnerschaftsgesellschaft | 4 |
| a) | Namensgebung | 4 |
| b) | Die Gestaltung des Partnerschaftsvertrages | 7 |
| c) | Die Anmeldung und Eintragung der Partnerschaft in das Partnerschaftsregister | 8 |
| 2. | Aufbau und Organisation der Partnerschaftsgesellschaft | 11 |
| a) | Die Gestaltung des Innenverhältnisses | 11 |
| b) | Die Vertretung der Partnerschaft nach Außen | 14 |
| 3. | Das partnerschaftliche Spezifikum: Haftung und Haftungskonzentration - Eine besondere Form der rechtlichen Ausgestaltung im Verhältnis zu Dritten | 16 |
| a) | Der Grundsatz der gesamtschuldnerischen Haftung | 16 |
| b) | Die haftungsrechtliche Stellung des ausscheidenden und in die Partnerschaft neu eintretenden Partners | 17 |
| c) | Die Haftungskonzentration als Maßnahme zur Haftungsbegrenzung | 18 |
| ca) | Rechtliche Beweggründe für das Erfordernis einer Haftungskonzentration aus Schäden wegen fehlerhafter Berufsausübung | 18 |
| cb) | Die Verwendung der Individualvereinbarung oder vorformulierter Vertragsbedingungen als Gestaltungsarten zur gesetzlichen Legitimation der Haftungsbeschränkung | 21 |
| cc) | Die summenmäßige Haftungsbegrenzung und damit verbundene berufsrechtliche Konkurrenzbestimmungen | 25 |
| 4. | Veränderungen in der Zusammensetzung der Gesellschaft und Anlässe für ihre Auflösung | 27 |
| a) | Das gesetzgeberische Leitmotiv | |
| b) | Ausscheidungsgründe eines Partners aus der Gesellschaft | 28 |
| c) | Rechtliche Konsequenzen des Ausscheidens unter besonderer Berücksichtigung der Vererblichkeit des Anteils | 30 |
| d) | Anlässe zur Auflösung der Partnerschaftsgesellschaft | 31 |
| 5. | Die Liquidation der Partnerschaft und Nachhaftungsbestimmungen | 32 |
| II. | Die Einordnung der Partnerschaftsgesellschaft in das neue Umwandlungsgesetz | 34 |
| 1. | Gesetzliche Ausgangslage | 34 |
| 2. | Lösungsansätze für Umwandlungen unter Beteiligung von | |
| Partnerschaften auf Basis der derzeitigen Rechtslage | 35 | |
| III. | Die steuerliche Behandlung der Partnerschaftsgesellschaft | 39 |
| 1. | Allgemeine Bemerkungen | 39 |
| 2. | Rechnungslegung | 39 |
| 3. | Steuerliche Handhabung während des Gründungsstadiums | 41 |
| a) | Aufnahme eines Juniorpartners in eine bereits bestehende Praxis | 41 |
| b) | Zusammenschluß von Partnern mit ihren bisherigen Einzelpraxen | 44 |
| 4. | Die laufende Besteuerung | 44 |
| a) | Die Ertragsteuern | 44 |
| b) | Die Vermögensteuer | 46 |
| c) | Die Umsatzsteuer | 47 |
| C. | Die GbR und GmbH als alternative Rechtsformen der freiberuflichen Kooperation: Darstellung der wesentlichen betriebswirtschaftlichen Kriterien unter Einbeziehung der Vor- und Nachteile gegenüber der Partnerschaft | 47 |
| I. | Einleitende Bemerkungen | 47 |
| II. | Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts | 48 |
| 1. | Rechts- und Namensfähigkeit | 49 |
| 2. | Registrierfähigkeit | 50 |
| 3. | Interprofessionelle Zusammenschlüsse | 50 |
| 4. | Kooperationsfähigkeit | 51 |
| 5. | Haftung | 52 |
| III. | Die GmbH | 53 |
| 1. | Standesrechtliche Bedenken gegenüber der GmbH | 53 |
| 2. | Zivilrechtliche Aspekte der GmbH | 55 |
| a) | Rechtsfähigkeit und Gründung | 55 |
| b) | Haftung | 56 |
| c) | Geschäftsführung | 57 |
| 3. | Die GmbH im Steuerrecht | 57 |
| a) | Rechnungslegung | 57 |
| b) | Besteuerungsarten | 58 |
| ba) | Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer | 58 |
| bb) | Vermögensteuer | 59 |
| D. | Die praktische Relevanz der Partnerschaft im beruflichen Betätigungsfeld und im Rechtsverkehr: Erkenntnisse und Folgerungen | 59 |
| I. | Einführung | 59 |
| 1. | Zweck und Zielsetzung der Befragung | 59 |
| 2. | Konzeption des Fragebogens | 60 |
| 3. | Durchführung der Befragung | 62 |
| II. | Auswertung des Fragebogens - Darstellung und Interpretation | 62 |
| 1. | Entscheidungsphase | 63 |
| 2. | Gründungsphase | 68 |
| 3. | Aufbau- und Organisation der Partnerschaftsgesellschaft | 70 |
| 4. | Haftungsbestimmungen | 76 |
| 5. | Interprofessionelle Zusammenarbeit | 77 |
| 6. | Ergänzende Fragen | 78 |
| III. | Zusammenfassung der wesentlichen empirischen Ergebnisse | 79 |
| E. | Kritische Schlußbetrachtung | 80 |
| Anhang | 83 | |
| Literaturverzeichnis | 92 | |
| Lebenslauf | 101 | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | 102 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832433000
Arbeit zitieren:
Schiefelbein, Ute August 1996: Betriebswirtschaftliche Aspekte der Partnergesellschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Freiberuflich, GbR, GmbH, Freie Berufe



