Betriebssport als Instrument zur Förderung einer teamorientierten Unternehmenskultur
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Anne Popplow
- Abgabedatum: August 2004
- Umfang: 118 Seiten
- Dateigröße: 501,3 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Friedrich-Schiller-Universität Jena Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4811-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4811-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4811-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Popplow, Anne August 2004: Betriebssport als Instrument zur Förderung einer teamorientierten Unternehmenskultur, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Sportökonomie, Betriebssport, Unternehmenskultur, Teamtraining, Outdoor
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Magisterarbeit von Anne Popplow
Einleitung:
Dieses Zitat des erfolgreichen amerikanischen Unternehmers Lee Iacocca reduziert die komplexen Vorgänge in Unternehmen auf drei essentielle Aspekte: Menschen, Produkte und Profit. Er verdeutlicht, dass diese Faktoren interdependent sind und effektive Teamarbeit ausschlaggebend für erfolgreiche Produkte sowie dem daraus resultierenden Profit ist. Die Menschen im Unternehmen wurden nunmehr nicht nur als „homos oeconomicus“ gesehen, sondern als entscheidender Erfolgsfaktor im Unternehmen. Während in der Vergangenheit mehr Wert auf die „harten Faktoren“ des Unternehmens gelegt wurde, stieg in den 90er Jahren die Bedeutung der „weichen Faktoren“ signifikant an. In einer Zeit zunehmender Umweltkomplexität und –dynamik stehen die Menschen immer häufiger im Mittelpunkt unternehmerischer Überlegungen.
Nicht mehr nur die Produkte und der damit verbundene Profit stehen im Mittelpunkt, sondern die Mitarbeiter selbst. Der Erfolg und das Wachstum der Unternehmung hängen neben der Qualität seiner Produkte immer häufiger maßgeblich von der Leistungsfähigkeit, der Leistungsbereitschaft und den Kompetenzen der Mitarbeiter sowie effektiver Teamarbeit ab. Wettbewerbsvorteile, die in Produktinnovationen liegen, überleben in der heutigen Zeit bei weitem nicht mehr so lange wie noch vor zwei Jahrzehnten. Dies gilt aber nicht für Faktoren wie Motivation, Wissen, Kreativität, Innovationsfähigkeit, Leistungsbereitschaft und Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen – diese sind langlebig. Genau an diesen Punkten wirkt die Unternehmenskultur. Sie schafft Sinnzusammenhänge für Mitarbeiter und trägt zu deren Identifikation mit dem Unternehmen bei.
Die Definitionsansätze des Begriffes Unternehmenskultur in der Literatur sind vielfältig. Jedoch stimmen die diversen Definitionen und Ansätze überein mit der Vorstellung von einem Unternehmen als kulturelle Einheit mit unverkennbarer Identität. Um die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens zu sichern und zu steigern, ist es heutzutage notwendig, die Wertschöpfungskette ganzheitlich und unter Berücksichtigung unternehmenskultureller Aspekte zu betrachten. Neben der ökonomischen Orientierung muss auch eine soziale Ausrichtung im Unternehmen zu finden sein. Man sollte ein Unternehmen nicht mehr nur als Produktionsstätte für Güter und Dienstleistungen sehen, das eine Gewinnmaximierung anstrebt, sondern als Erfahrungsplatz und Verwirklichungsfeld für Menschen insbesondere in der Konstellation des Teams.
In der neueren Literatur zur Personalwirtschaft begegnet man zunehmend den Begriffen „Human Ressource Management“, „fraktales Unternehmen“ und „Total Quality Management“. Diese unterschiedlichen Konzepte haben eines gemeinsam – den Ansatzpunkt Mensch als strategischen Erfolgsfaktor. Der Erfolg und das Wachstum eines Unternehmens und demzufolge seine Unternehmenskultur hängen maßgeblich von der Leistungsfähigkeit, Leistungsbereitschaft und den Kompetenzen seiner Mitarbeiter ab. Agieren diese lediglich isoliert als Einzelkämpfer im Unternehmen und kooperieren nicht untereinander, lässt sich nicht das gesamte Potenzial der Mitarbeiter nutzen.
Effektive Teamarbeit unter den Mitarbeitern ist notwendig, um dieses Potenzial effizient nutzen zu können und Synergieeffekte zu entwickeln. Man benötigt ein gutes Team, um produktiv und profitabel zu sein. Die Teammitglieder fungieren als essentielle Determinante im Unternehmen und sollen im Rahmen einer teamorientierten Unternehmenskultur zu Mit-Wissern, Mit-Arbeitern und Mit-Erfolghabern werden. Gelingt dies, identifizieren sich die Teammitglieder mit ihrem Unternehmen und sind demzufolge intensiv an die Ziele des Unternehmens gebunden. Sie agieren eigenständig bei der Entwicklung neuer Ideen, steigern die Flexibilität des Unternehmens und erhöhen zudem die Produktivität. Zur Verwirklichung dieser Aspekte bedarf es neben spezifischen teamorientierten Rahmenbedingungen eines starken Wir-Gefühls und Teamkompetenz eines jeden Mitarbeiters.
Ein bis heute sehr unterschätztes Element in diesem Zusammenhang ist der Betriebssport. Teamtraining als moderne Form des Betriebssports kann als Gestaltungsinstrument an der Zielgruppe Mitarbeiter ansetzen und notwendige Kompetenzen wie beispielsweise Teamfähigkeit entwickeln. Die ursprüngliche Idee dieser Magisterarbeit war es, die Wirksamkeit von Teamtraining als Instrument des Betriebssports im Rahmen der Förderung teamorientierter Unternehmenskultur an einem konkreten deutschen Großunternehmen zu untersuchen und darauf aufbauend ein spezifisches Trainingskonzept zu entwickeln. Allerdings scheiterte dieses Projekt an der anhaltenden angespannten Wirtschaftslage auf dem Markt und der damit verbundenen fehlenden Bereitschaft der Unternehmen, einen Ansprechpartner bereitzustellen oder nähere Einsichten in die Firmenlage zu gewähren. Aus diesem Grund fällt der theoretische Teil der Magisterarbeit allgemeiner und umfassender aus als anfänglich geplant. Die zentrale Fragestellung der Arbeit ist nunmehr, inwieweit Teamtraining als Form des Betriebssports und als Instrument der Personalentwicklung die teamorientierte Unternehmenskultur und damit verbundene Aspekte wie Flexibilität, Kommunikation und Kooperation fördert.
Gang der Untersuchung:
In den nachfolgenden Kapiteln der Arbeit wird das Phänomen Unternehmenskultur näher untersucht. Zunächst wird das Wesen der Unternehmenskultur eingegrenzt, um anschließend Unternehmenskultur als Basis von Corporate Identity und der zur Manifestation notwendigen Corporate Communication zu betrachten. Die in der Arbeit vertretene anthropologische Auffassung von Unternehmenskultur wird auf ihre unterschiedlichen Ebenen hin mittels des Eisbergmodells untersucht. Hier wird Genaueres über die den Einstellungs- und Handlungsweisen zugrunde liegenden Conceptas und Perceptas des Unternehmens und der Mitarbeiter vermittelt.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit teamorientierter Unternehmenskultur und dessen Grundlage – das Team. Dazu ist es zunächst notwendig zu erfahren, was ein Team ausmacht: Definitionen, strukturelle und prozessuale Merkmale, Kommunikation und Kooperation als essentielle Grundlage des Teams sowie die wichtigsten Gegensätze im Team werden vorgestellt. Es wird aufgezeigt, wann und warum eine Teamarbeitskultur sinnvoll ist. Die Nachfrage auf Seite der Unternehmen wird betrachtet, um spezielle Personalförderungsmaßnahmen rechtfertigen zu können.
Anschließend erfolgen im vierten Kapitel ein kurzer historischer Abriss sowie die Betrachtung der aktuellen Situation des Betriebssports um notwendige Hintergrundinformationen zur Einbettung des Teamtrainings zu erhalten. Es werden diverse Formen des Betriebssports, insbesondere die des Teamtrainings, vorgestellt und es geht um die Frage, wie Teamtraining als Form des Betriebssports im Unternehmen verankert ist und wie es den neuen Anforderungen an das Unternehmen gerecht werden kann.
Das fünfte Kapitel beleuchtet interne sowie externe Determinanten der Unternehmenskultur, um zu erfahren, an welcher Determinante Betriebssport ansetzt. Die Mitarbeiter in der Konstellation des Teams sind Ansatzpunkt des Teamtrainings und Ausgangspunkt von spezifischen Personalentwicklungen. Unterschiedliche Konzepte, die Mitarbeiter in den Mittelpunkt rücken, werden vorgestellt. Es wird betrachtet, wie Personalentwicklung die Mitarbeiter fördern kann und Teamtraining als förderndes Instrument der Personalentwicklung genutzt werden kann.
Um die gezielte Förderung der teamorientierten Unternehmenskultur durch Teamtraining geht es im sechsten Kapitel. Ein Abgleich der Soll-Ist-Kultur dient zur Feststellung, inwieweit ein Bedarf zur Förderung der teamorientierten Unternehmenskultur vorhanden ist. Um den gewünschten Soll-Zustand zu erreichen, können und müssen diverse Entwicklungsmaßnahmen eingesetzt werden. Ein geeignetes Instrument ist Teamtraining, es setzt an der Beziehungsebene der Mitarbeiter an und kann die einzelnen Mitarbeiter zu einem Team integrieren. Um die Teamentwicklung optimal realisieren zu können, muss man Motivationsgrundlagen der Handlungen der Mitarbeiter kennen, um deren Verhalten nachvollziehen zu können und diese Anforderungen in einem Trainingskonzept zu verankern. Teamtraining hilft bei der Herausbildung der für Teamarbeit notwendigen Teamfähigkeit, hierzu werden Merkmale von Teamfähigkeit herausgearbeitet. Anschließend werden die Vorteile ganzheitlichen Lernens durch Teamtrainings aufgezeigt. Die Methoden, die einen solchen Lern- und Entwicklungsprozess hervorrufen können, sind vielfältig. Im Rahmen des Teamtrainings besonders bedeutsam sind gruppendynamische Trainings wie Sensitivity oder Outdoor Training, das Encounter Training und weitere interaktionsorientierte Lernmethoden. Die Möglichkeiten dieser Formen des Teamtrainings als Instrument zur Förderung einer teamorientierten Unternehmenskultur werden beschrieben, aber auch deren Grenzen aufgezeigt.
Abschließend erfolgt im siebten Kapitel eine Zusammenfassung der Ergebnisse bezüglich der Effizienz von Teamtraining. Ein Ausblick auf die zukünftige Notwendigkeit solcher Entwicklungsmaßnahmen wird gegeben.
Im Anhang wird ein exemplarisches Teamtraining zur Entwicklung der Teamfähigkeit konzipiert. Dieses konkrete Beispiel soll den Unternehmen verdeutlichen, wie ein Training in der Praxis aussehen könnte.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | i | |
| Abbildungsverzeichnis | iii | |
| Tabellenverzeichnis | iii | |
| Abkürzungsverzeichnis | iv | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Prolog | 1 |
| 1.2 | Thema und Vorgehensweise | 3 |
| 2. | Das Konzept der Unternehmenskultur | 4 |
| 2.1 | Definitionsversuch und Ansätze | 4 |
| 2.1.1 | Klärung des Begriffes Unternehmenskultur | 4 |
| 2.1.2 | Gründe für die Aktualisierung des Kulturbegriffes | 7 |
| 2.2 | Das Eisbergmodell | 11 |
| 2.3 | Die Ebenen der Unternehmenskultur | 13 |
| 2.4 | Corporate Culture, Corporate Identity und Corporate Communication | 14 |
| 2.4.1 | Corporate Culture | 14 |
| 2.4.2 | Corporate Identity | 16 |
| 2.4.3 | Corporate Communication | 17 |
| 2.4.3.1 | Interne Kommunikation | 17 |
| 2.4.3.2 | Externe Kommunikation | 18 |
| 2.4.3.3 | Integrierte Kommunikation | 18 |
| 3. | Die teamorientierte Unternehmenskultur | 19 |
| 3.1 | Orientierung am Team | 19 |
| 3.1.1 | Team versus Gruppe | 20 |
| 3.1.2 | Merkmale von Teams | 22 |
| 3.1.3 | Strukturen im Team | 23 |
| 3.1.4 | Teamprozesse | 26 |
| 3.1.5 | Kommunikation und Interaktion in Teams | 27 |
| 3.1.6 | Die wichtigsten Gegensätze im Team | 29 |
| 3.2 | Die Teamkultur | 30 |
| 3.2.1 | Positive Effekte der Teamkultur | 30 |
| 3.2.2 | Nachfrage nach teamorientierter Unternehmenskultur | 32 |
| 4. | Der Betriebssport | 33 |
| 4.1 | Ein kurzer historischer Abriss | 33 |
| 4.2 | Die aktuelle Situation des Betriebssports in Deutschland | 35 |
| 4.2.1 | Hintergrundinformationen | 35 |
| 4.2.1.1 | Definitionen von Betriebssport | 35 |
| 4.2.1.2 | Positive Wirkungen | 36 |
| 4.2.1.3 | Struktur des Betriebssports | 37 |
| 4.2.2 | Die zahlenmäßige Entwicklung des Betriebssports | 38 |
| 4.3 | Teamtraining als Form des Betriebssports | 39 |
| 4.3.1 | Formen des Betriebssports | 39 |
| 4.3.2 | Teamtraining | 41 |
| 5. | Determinanten der teamorientierten Unternehmenskultur | 42 |
| 5.1 | Externe Determinanten | 43 |
| 5.2 | Interne Determinanten | 45 |
| 5.2.1 | Unternehmensinterne Rahmenbedingungen | 45 |
| 5.2.2 | Mitarbeiter | 49 |
| 5.3 | Determinante Mitarbeiter als Ansatzpunkt | 50 |
| 5.3.1 | Einige Unternehmenskonzepte mit dem Ansatzpunkt Mitarbeiter | 50 |
| 5.3.2 | Förderung der Mitarbeiter | 52 |
| 5.3.3 | Teamtraining als unterstützendes Instrument der Personalentwicklung | 54 |
| 6. | Betriebssport als Instrument zur Förderung einer teamorientierten Unternehmenskultur | 55 |
| 6.1 | SOLL versus IST-Kultur | 55 |
| 6.2 | Teamentwicklung | 58 |
| 6.3 | Teamentwicklung mittels Teamtraining | 61 |
| 6.3.1 | Bedürfnisbefriedigung | 61 |
| 6.3.2 | Schlüsselqualifikation Teamfähigkeit | 63 |
| 6.3.2.1 | Merkmale von Teamfähigkeit | 63 |
| 6.3.2.2 | Teamfähigkeit durch ganzheitliches Lernen | 67 |
| 6.3.3 | Methoden der Teamtrainings | 69 |
| 6.3.3.1 | Gruppendynamisches Training | 71 |
| 6.3.3.2 | Encounter Training | 75 |
| 6.3.3.3 | Weitere interaktionsorientierte Lernmethoden | 75 |
| 6.4 | Möglichkeiten und Grenzen zur Förderung teamorientierter Unternehmenskultur | 78 |
| 6.4.1 | Möglichkeiten des Teamtrainings | 78 |
| 6.4.2 | Grenzen des Teamtrainings | 80 |
| 7. | Fazit | 81 |
| Anhang | Beispiel eines Teamtrainingskonzeptes | v |
| Bibliographie | xix | |
| Eidesstattliche Erklärung | xxix |
In der Literatur wird immer häufiger hervorgehoben, dass die Mitarbeiter eine starke Bedeutung für die Realisation einer effizienten Unternehmenskultur haben. Tatsächlich gibt es diverse Managementkonzepte, die den Mitarbeiter in den Mittelpunkt unternehmerischer Betrachtungen rücken und sich bemühen, das Innovations- und Kreativitätspotenzial der Human Ressourcen zu erschließen. Unter diesen Human Ressourcen versteht man hierbei das geistige und körperliche Potenzial der Mitarbeiter. In den letzten 15 Jahren beschäftigte sich die ökonomische Literatur unter anderem mit Ansätzen wie TQM, Kaizen oder Human Ressource Management. All diese unterschiedlichen Konzepte betrachten den Mitarbeiter nicht nur als ‚homo oeconomicus’, sondern als Erfolgspotenzial für das Unternehmen. So beispielsweise beim TQM, dem Total Quality Management, das Qualität als Systemziel hat und im besonderen Maße die Mitarbeiter als Potenzial nutzt. Beim Benchmarking geht es ebenso um dieses Potenzial. Die Kennzahl des besten Unternehmens wird ermittelt und es gilt, sich an den „best practise“ Unternehmen zu orientieren. Resultat dieser Orientierung ist [...]
Mitarbeiter ernst nehmen, damit sich eine effektive Unternehmenskultur entwickeln kann. Die Mitarbeiter müssen fit für die Zukunft gemacht werden, nur so können sie den schnellen Wandel und die komplexen Anforderungen der Wirtschaft erfolgreich bewältigen. Die Wettbewerbssituation stellt hohe Anforderungen an die Mitarbeiter des Teams, aber auch an deren Führungskräfte und Mitarbeiter anderer Dienstleistungsbereiche mit denen die Teams zusammenarbeiten.69 Lernziel muss aus diesem Grunde sein, die Teammitglieder zu befähigen, als Team zusammenzuarbeiten, die ihnen auferlegten Aufgaben eigenständig zu erledigen und den Anforderungen der Arbeitswelt weitestgehend zu genügen. Um dies zu erreichen, wird eine gewisse Teamfähigkeit der Mitarbeiter vorausgesetzt. Nicht der von der Gesellschaft geförderte Einzelkämpfer wird für die teamorientierte Unternehmung benötigt, sondern ein Teamarbeiter. Dabei müssen und möglichst nicht viele wie Mitarbeiter in [...]
Sind geeignete Rahmenbedingungen und Grundstrukturen vorhanden, müssen die Mitarbeiter grundlegend auf die Teamarbeit vorbereitet werden. Spezifische Einstellungen und Verhaltensweisen sind zu entwickeln, die für eine Teamkultur im Unternehmen essentiell sind. Die Mitarbeiter als interne Unternehmensdeterminante, sind Ansatzpunkt von unternehmerischen Entwicklungen, da sie die Basis der Unternehmenskultur bilden. Alle positiven Rahmenbedingungen nützen nichts, wenn sich die Mitarbeiter nicht über den Sinn der Teamarbeit im Klaren sind und ihre Bedeutung für die teamorientierte Unternehmung nicht kennen. In den letzten 20-30 Jahren haben sich aufgrund des Wertewandels die Anforderungen an den Arbeitsplatz und die Bedürfnisse der Mitarbeiter erheblich geändert.67 Die Mitarbeiter sollen flexibler, kommunikativer, selbstständiger, verantwortlicher, teamorientierter und gebildeter sein. Dabei basiert jede Unternehmenskultur auf einem Menschenbild, das ethischen Ansprüchen gerecht wird.68 Der Mensch ist mehr als ein „homo oeconomicus“, sondern ein mit Vernunft begabtes Wesen mit spezifischen Bedürfnissen. Der Mitarbeiter ist kein objektiv messbarer Faktor im Unternehmen und seine Arbeitskraft ist keine Ware, sondern Teil seiner Persönlichkeit. Wer also im Wettbewerb bestehen will, muss seine Arbeitsbedingungen humanisieren und sie den Bedürfnissen der Mitarbeiter anpassen. Nach wie vor sind allerdings diese Anforderungen noch nicht genügend umgesetzt worden und die Unternehmen vergeben die Chance auf den entscheidenden [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832448110
Arbeit zitieren:
Popplow, Anne August 2004: Betriebssport als Instrument zur Förderung einer teamorientierten Unternehmenskultur, Hamburg: Diplomica Verlag
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Sportökonomie, Betriebssport, Unternehmenskultur, Teamtraining, Outdoor



