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Betriebskostenmanagement von Wohnimmobilien durch Implementierung eines Kennzahlensystems

Die Studie wurde mit dem 4. Platz des Werner-Lehmann-Preises 1999 des Verbandes der privaten Bausparkassen e.V. Bonn ausgezeichnet.
Betriebskostenmanagement von Wohnimmobilien durch Implementierung eines Kennzahlensystems
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Antje Erndt
  • Abgabedatum: Mai 1999
  • Umfang: 109 Seiten
  • Dateigröße: 5,2 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Leipzig Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1592-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1592-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1592-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Studie wurde mit dem 4. Platz des Werner-Lehmann-Preises 1999 des Verbandes der privaten Bausparkassen e.V. Bonn ausgezeichnet.
  • Arbeit zitieren: Erndt, Antje Mai 1999: Betriebskostenmanagement von Wohnimmobilien durch Implementierung eines Kennzahlensystems, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Datenbank, Immobilienbewirtschaftung, Kennzahlen, Kennzahlensysteme, Betriebskosten

Diplomarbeit von Antje Erndt

Einleitung:

Betriebskosten haben sich zu einer spürbaren Belastung für Mieter und Eigentümer entwickelt. Ursächlich dafür sind kontinuierlich hohe Steigerungsraten aller einfließenden Kostenarten in den letzten Jahren. Dies gilt insbesondere für den Bereich öffentlicher Gebühren und Abgaben.

Üblicherweise sind Betriebskosten vom Mieter zu tragen. Doch auch die Vermieter können diese Kosten nicht länger nur als durchlaufende Posten betrachten. Infolge der hohen Leerstandsraten sind zunehmend auch sie vom festgestellten Kostenanstieg betroffen. Von beiden Seiten werden daher neue Anforderungen an das Immobilienmanagement gestellt. Das Bewirtschaftungsmanagement mit dem Schwerpunkt Betriebskostenoptimierung entwickelt sich zum neuen Geschäftsfeld. Primärziel ist eine Verbesserung der Nutzerzufriedenheit, welche niedrige Fluktuations-raten und damit einen höheren Vermietungsstand bewirkt. Da potentielle Mieter bei der Auswahl eines Objektes zunehmend die Gesamtbelastung beachten, wird gleichzeitig die Vermietung unterstützt.

Die Optimierung der Betriebskosten erfordert zum einen die erfolgreiche Realisierung von Einzelprojekten, zum anderen aber kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen. Für beide Ansätze stellt das Benchmarking ein grundsätzlich geeignetes Verfahren dar. Jedoch besteht durch weitgehend heterogene Immobilieneigenschaften stets die Schwierigkeit, für einen Gesamtkostenvergleich geeignete Vergleichspartner zu finden. Lösungen dafür stellen Umrechnungsfaktoren und Detailanalysen dar. Vergleiche sind somit über die Definition spezifischer Kennzahlen möglich.

Das entwickelte Kennzahlensystem besteht aus einer Vielzahl von Einzelkennzahlen, welche inhaltlich aufeinander aufbauen und rechentechnisch miteinander verknüpft sind. Das System besitzt die Struktur einer Pyramide. Im unteren Teil befinden sich viele detaillierte Kennzahlen, die nach oben hin stufenweise aggregiert werden. An der Spitze ergibt sich die oberste Zielkennzahl.

Eine Überprüfung des Aussagegehaltes der ins Verhältnis gesetzten Größen ist mit Hilfe von Korrelationsanalysen durchgeführt worden. Dabei wurde festgestellt, daß für einzelne Kostenarten andere Bezugsgrößen besser geeignet sind, als die Standardgröße Wohnfläche.

Ein zweiter Aspekt bei der Bildung aussagekräftiger Kennzahlen ist die Prüfung der generellen Vergleichbarkeit der einbezogenen Objekte. Um signifikante Unterschiede zu erkennen, müssen Clusteranalysen erfolgen. Damit wird gesichert, daß alle Untersuchungsobjekte mit ähnlichen, unbeeinflußbaren Basismerkmalen einer entsprechenden Klasse zugeordnet werden. Nur innerhalb dieser Objektklassen ist ein Kennzahlenvergleich zweckmäßig. Die Möglichkeiten von Clusteranalysen und der Klassenbildung werden am Beispiel der Kostenart Heizung demonstriert. Somit kann der bedeutendste Kostenfaktor verursachungsspezifischer analysiert werden.

Das Ergebnis der Arbeit ist ein Kennzahlenspiegel für Betriebskostenarten. Die Merkmalsausprägungen werden jeweils mit statistischen Parametern für Mittelwerte (Arithmetisches Mittel, Median) und Streuungsmaße (Minimum, Maximum, Variationsbreite, Standardabweichung) bestimmt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis VII
Tabellenverzeichnis VII
Formelverzeichnis IX
Abkürzungsverzeichnis X
Index XI
1. Abschnitt: Bedarf von Kennzahlen für Betriebskosten 1
A. Untersuchungsobjekt Betriebskosten 1
I. Gesetzliche Definition 1
a) DIN 18960 1
b) Zweite Berechnungsverordnung 2
c) Neubaumietenverordnung 3
II. Praktische Bedeutung 3
a) Auswirkungen auf Nutzer 5
b) Auswirkungen auf Eigentümer 6
c) Neue Aufgaben des Managements 8
B. Analysewerkzeug Kennzahlen 9
I. Charakteristik von Kennzahlen 9
a) Anforderungen 9
b) Arten 10
1. Statistische Form 11
i) Absolute Kennzahlen 11
ii) Relative Kennzahlen 11
2. Informationskategorie 13
i) Monetäre Größen 13
ii) Nicht monetäre Größen 13
c) Verknüpfungsmöglichkeiten 13
II. Kennzahlensysteme in der unternehmerischen Praxis 15
a) DuPont-System of Financial Control 15
b) ZVEI-Kennzahlensystem 15
c) Rentabilitäts-Liquiditäts-System 16
d) Pyramid Structure of Ratios 17
III. Bedeutung für das Management 17
C. Kennzahlen als Instrument des Betriebskostenmanagements 18
I. Informationsfunktion 18
II. Planungsfunktion 20
III. Steuerungsfunktion 21
IV. Kontrollfunktion 21
2. Abschnitt: Entwicklung eines Kennzahlensystems für Wohnimmobilien 23
A. Analyse der Ausgangssituation 23
I. Zielstellung 23
a) Geschäftsfeld Bewirtschaftungsmanagement 23
b) Auftragsgegenstand 24
c) Beachtung anderer Interessengruppen 25
II. Vorhandene Daten 25
a) Untersuchte Objekte 25
b) Qualität der Informationsquellen 26
III. Feststellung des Ermittlungsbedarfes 27
a) Informationserhebung 27
b) Benchmarkingansatz 27
B. Konzipierung der Datenbasis 29
I. Gliederung der zu untersuchenden Betriebskosten 30
a) Abgrenzung relevanter Kostenarten 30
b) Einordnung in ein Kostenartensystem 30
II. Berücksichtigung der Einflußfaktoren 31
a) Lage 32
1. Makrostandort 32
2. Mikrostandort 32
b) Objekt 33
1. Größe 33
2. Ausstattung 33
3. Zustand 34
4. Baujahr 34
c) Nutzung 35
1. Art der Nutzung 35
2. Intensität der Nutzung 35
3. Nutzerverhalten 36
d) Management 36
III. Schlüsse für die Datenerhebung 37
a) Methodik der Erhebung 37
b) Notwendige Struktur der Datenbank 37
1. Stammdaten 38
2. Bewegungsdaten 39
C. Verknüpfung von Stamm- und Bewegungsdaten zu einem hierarchischen Kennzahlensystem 40
I. Oberste Zielkennzahl 40
II. Aufspaltung in Detailkennzahlen 41
a) Rechentechnische Zerlegungsmöglichkeiten 41
1. Zerlegung der Beobachtungszahl durch Gliederung 41
2. Verwendung einer neuen Beobachtungszahl 41
3. Verwendung einer neuen Bezugszahl 42
4. Einführung einer neuen Größe als Beobachtungs- und Bezugszahl 42
b) Test der Kennzahleneignung mit Hilfe von Korrelationsanalysen 44
III. Struktur des Kennzahlensystems 46
D. Anwendung des Kennzahlensystems im Betriebskostencontrolling 47
I. Statistische Analyse der Kostenausprägung 47
a) Größen zur Interpretation der Daten 47
1. Mittelwerte 48
2. Streuungmaße 48
b) Gesamtkostenausprägung 49
c) Kostenausprägung nach Kostenarten 50
II. Ermittlung von Kostenrichtwerten für Objektklassen 51
a) Bildung von Objektklassen 52
1. Clusteranalyse 52
i) Methodik 52
ii) Gesamtkosten 54
iii) Ausgewählte Kostenarten 56
2. Diskriminanzanalyse 57
b) Berücksichtigung von Preisdifferenzen 58
III. Konzipierung eines Kennzahlenspiegels 59
IV. Anwendbarkeit der Kostenrichtwerte 61
a) Ursachen für Schwankungsbreiten 61
1. Eingeschränkte Vergleichbarkeit der Kostengrößen 62
i) Objektspezifika 62
ii) Bezugszeitraum 62
2. Unterschiedliche Meßgrößen 63
3. Uneinheitliche Datenerfassung 63
i) Stammdaten 63
ii) Bewegungsdaten 63
b) Besonderer Analysebedarf bei ausgewählten Kostenarten 64
1. Kosten für den Hauswart 64
i) Objekteigenschaften 64
ii) Leistungsumfang 64
iii) Differenzierte Abrechnung 64
2. Kosten der Versicherung 65
i) Versicherungsumfang 65
ii) Versicherungswert 65
V. Aufbereitung für bestimmte Zielgruppen 66
a) Nutzer 66
b) Eigentümer 67
c) Management 67
E. Ableitung von Managementmaßnahmen 68
I. Organisatorische Maßnahmen 68
II. Technische Maßnahmen 69
3. Abschnitt: Implementierung von Kennzahlensystemen in Immobilienunternehmen 70
A. Anpassungen in der Unternehmensorganisation 70
I. Bereitstellung von Kapazitäten 70
a) Personeller Bedarf 70
b) Technischer Bedarf 70
II. Dynamische Anpassung der Systemkomponenten 71
B. Leistungspotential des Kennzahlensystems 72
I. Erweiterung des Systems 72
a) Horizontale Erweiterung 72
b) Vertikale Erweiterung 72
II. Übertragbarkeit auf andere Gebäudetypen 73
C. Grenzen der Anwendbarkeit 73
Anhang XIII
Zusammenfassung XXII
Quellenverzeichnis XXIV
Lebenslauf XXX
Eidesstattliche Erklärung XXXI

Arbeit zitieren:
Erndt, Antje Mai 1999: Betriebskostenmanagement von Wohnimmobilien durch Implementierung eines Kennzahlensystems, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Datenbank, Immobilienbewirtschaftung, Kennzahlen, Kennzahlensysteme, Betriebskosten

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