Betriebliches Gesundheitsmanagement
Voraussetzungen für die Umsetzung eines erfolgreichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Simone Harlaß
- Abgabedatum: April 2010
- Umfang: 45 Seiten
- Dateigröße: 944,5 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Potsdam e.V. Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8428-0622-1
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Harlaß, Simone April 2010: Betriebliches Gesundheitsmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Grundlagen BGM, Führungskräfte, Mitarbeitermotivation, Projektdurchführung, Gestaltungsempfehlung
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Diplomarbeit von Simone Harlaß
Einleitung:
Aktuelle Probleme der demographischen Entwicklung lassen die Firmen heute darüber nachdenken, wie sie ihr Unternehmen gesund gestalten können. Sie haben erkannt, dass Arbeitsergebnisse mit gesunden und motivierten Mitarbeitern gesteigert werden, Wissen an junge Generationen weitergegeben wird und die Mitarbeiterfluktuation sowie Arbeitsunfähigkeit geringer ist.
Ein angenehmes Betriebsklima schafft Produktivität. Jedes Unternehmen ist individuell und hat seine eigene Unternehmenskultur, seinen eigenen Unternehmensleitfaden. Sie setzen sich mit dem Thema ‘Wünschenswerte Arbeitswelt’ auseinander und machen ihr Unternehmen attraktiv, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Grundlage zum Thema Gesundheitsförderung findet man in der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung definiert.
Zitat: ‘Die sich verändernden Lebens-, Arbeits- und Freizeitbedingungen haben entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit. Die Art und Weise, wie eine Gesellschaft die Arbeit, die Arbeitsbedingungen und die Freizeit organisiert, sollte eine Quelle der Gesundheit und nicht der Krankheit sein.’ Auch die Bundesregierung in Deutschland, Krankenkassen, Unfallträger usw. unterstützen die Aktivitäten der Unternehmen. Die Bundesregierung hat rückwirkend zum 01.01.2008 eine Steuerbefreiung für die Arbeitgeber von 500 EUR/Jahr/Mitarbeiter eingeräumt, um betriebliche gesundheitliche Präventionsmaßnahmen zu fördern.
In dieser Arbeit möchte ich Wege aufzeigen, wie interessierte Firmen Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) im Unternehmen umsetzen und so gestalten können, dass die Mitarbeiter Angebote auch annehmen. Der Erfolg im BGM lebt von aktiven Mitarbeitern. Führungskräfte haben hier eine wesentliche Vorbildwirkung und ihre Hauptaufgabe liegt darin, die Mitarbeiter so zu motivieren, dass sie dieses Angebot gern annehmen und mit gestalten.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abkürzungsverzeichnis | II | |
| Abbildungs- und Tabellenverzeichnis | III | |
| Anhangsverzeichnis | IV | |
| Literaturverzeichnis | V | |
| Eidesstattliche Erklärung | VI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) | 2 |
| 2.1 | Grundlagen im BGM | 2 |
| 2.2 | Ziele des BGM | 7 |
| 3. | Führungsaufgabe im BGM | 9 |
| 3.1 | Führungsgrundsätze im BGM | 10 |
| 3.2 | Einbindung der Führungskräfte ins BGM | 12 |
| 4. | Mitarbeitermotivation für BGM | 14 |
| 4.1 | Beeinflussungsfaktoren | 14 |
| 4.2 | Wirkung | 19 |
| 5. | Fallbeispiel Daimler AG | 20 |
| 5.1 | Projektdurchführung | 21 |
| 5.2 | Projekterfolg | 23 |
| 6. | Gestaltungsempfehlungen bzgl. der Entwicklung eines BGM | 24 |
Textprobe:
Kapitel 3.2, Einbindung der Führungskräfte ins BGM:
Oftmals sehen Führungskräfte die Verantwortung für die Gesundheit der Angestellten noch allein bei den Angestellten selbst. Gesundheitsmanagement gehört aber, wie bereits erwähnt, zu den Unternehmens- und Führungsaufgaben und kann nur durch ein dauerhaftes BGM-Projekt umgesetzt werden, welches von oben nach unten gelebt wird. Den Wettbewerb auf dem Markt kann ein Unternehmen heute nicht mehr ohne seine gesunden, leistungsfähigen und leistungsbereiten Mitarbeiter bestehen.
Die Einbindung der Führungskräfte kann u.a. darüber erfolgen, dass BGM aktiv erlebbar gemacht wird. Denkbar wäre z.B. die Vorstellung des Themas BGM im Führungskreis in Verbindung mit einer Aktiven-Mini-Bewegungspause zu beginnen. Die Führungskräfte können so angeregt werden, für ihre eigene Gesundheit und in der Konsequenz daraus für die Gesundheit der Mitarbeiter etwas zu tun. Führungskräfte erhöhen mit ihrer aktiven Teilnahme in der Konsequenz die Akzeptanz bei den Mitarbeitern.
Ziel ist es, die Gesundheit als wesentliche und positive Lebenseinstellung zu erkennen. Nicht nur Wissen, sondern auch die Entwicklung der Einstellung zu den Themen Sport/Bewegung, Gewicht/Ernährung, Arbeit/Sucht, Freizeit/Stressbewältigung und Krankheitssymptome/Arbeitsunfälle gehört zum Erfolg in der Umsetzung.
Heterogener Gesundheitszirkel (Arbeitskreis):
Mit Zustimmung der Geschäftsleitung und des Betriebsrates ist die Einrichtung eines Arbeitskreises zielführend. Der Arbeitskreis nimmt den Ist- Zustand auf und erarbeitet Lösungsansätze für bestehende Probleme, die für die weitere Planung festgehalten werden (siehe Anlage 5). Diese bilden die Grundlage für zukünftige BGM-Maßnahmen im Unternehmen und ermöglichen gleichzeitig die Einbindung der Führungskräfte.
Hier ist, wie bereits dargestellt, eine externe Moderation, z.B. durch Spezialisten der Krankenkassen, und eine klare Terminabsprache sinnvoll. Der Arbeitskreis sollte sich in regelmäßigen Abständen alle 2 Wochen, mindestens aber alle 4 Wochen treffen, um realistische Lösungen zu entwickeln und zu diskutieren. Er setzt sich daher nicht nur aus Führungskräften, sondern auch aus Mitarbeiter und weiteren Akteuren zusammen.
4, Mitarbeitermotivation für BGM:
Das Unternehmen analysiert Fehlzeiten, Führungskompetenzen, bietet Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit an und zeigt so seinen Mitarbeitern gegenüber Interesse und Wertschätzung. Der Nutzen für die Mitarbeiter spiegelt sich wieder in weniger Arbeitsbelastung, mehr Arbeitsfreude und durch ein gutes Betriebsklima. Die Mitarbeiter haben weniger gesundheitliche Beschwerden und somit mehr Wohlbefinden.
Um den Mitarbeitern den Nutzen für ihre eigene Lebensqualität näher zu bringen, ist es wichtig, sie in die Planung des BGMs mit einzubeziehen So können eigene Ideen oder Problemlösungen berücksichtigt und Widerstand abgebaut werden.
Die Einbeziehung und Mitbestimmung der Mitarbeiter trägt überdurchschnittlich zum Erfolg von BGM bei.
4.1, Beeinflussungsfaktoren:
Eine Möglichkeit stellt die Befragung der Mitarbeiter dar. Diese können so ihr Unter-nehmen aktiv mitgestalten und somit für ihre eigene Work-Life-Balance zu sorgen. Die Faktoren der Auswertung können dann mit in die Durchführungsphase einfließen. Wichtig ist es, dass zunächst die Mitarbeiter über die Ziele des BGM im Unternehmen informiert und aktiv zur Mitarbeit aufgefordert werden. Nach Durchführung und Auswertung der Befragung sind die Mitarbeiter unbedingt über das Ergebnis in Kenntnis zu setzen, um die Transparenz und die Akzeptanz für das BGM zu gewährleisten.
Schwierigkeiten treten auf, wenn den Mitarbeitern die Strategie zu wenig bekannt, keine Begeisterung vorhanden und keine ausreichende wissenschaftliche Begleitung gesichert ist.
Die Mitarbeiterzufriedenheit sollte regelmäßig jährlich oder alle zwei Jahre gemessen werden, um Handlungsansätze rechtzeitig zu erkennen. Hier erhält man einen Überblick über die Gesamtsituation im Unternehmen.
Schwerpunkte die eine Beschäftigtenbefragung enthalten sollte:
Bewertung der Situation im Arbeitsbereich.
Belastungen.
Psychisches Befinden.
Arbeitsklima.
Gesundheit.
Sport.
Offene Fragen.
Eine weitere Möglichkeit der Mitbestimmung und Förderung der Motivation für BGM wäre die Einrichtung eines homogenen Gesundheitszirkel (in ff. Gesundheitszirkel genannt), indem 6-12 Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen mitarbeiten. Im Gesundheitszirkel erarbeiten die Teilnehmer den Ist-Zustand gesundheitlicher Belastungen und Risiken, um dann Lösungen zur Verbesserung zu finden. Der Gesundheitszirkel trifft sich regelmäßig in Abständen von ca. 2 Wochen, 10-12-mal. Hier werden die Mitarbeiter ihre eigenen Gesundheitsexperten, denn sie kennen die Situation an ihrem Arbeitsplatz am besten.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783842806221
Arbeit zitieren:
Harlaß, Simone April 2010: Betriebliches Gesundheitsmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Grundlagen BGM, Führungskräfte, Mitarbeitermotivation, Projektdurchführung, Gestaltungsempfehlung



