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Betriebliche Weiterbildung im Rechnungswesen auf der Grundlage des wirtschaftsinstrumentellen Ansatzes

Begründung und Entwurf einer Maßnahme für Mitarbeiter der Kreditorenbuchhaltung in einem großen Einzelhandelsunternehmen

Betriebliche Weiterbildung im Rechnungswesen auf der Grundlage des wirtschaftsinstrumentellen Ansatzes
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marcel Thimm
  • Abgabedatum: Dezember 2001
  • Umfang: 183 Seiten
  • Dateigröße: 4,5 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5554-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5554-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5554-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Thimm, Marcel Dezember 2001: Betriebliche Weiterbildung im Rechnungswesen auf der Grundlage des wirtschaftsinstrumentellen Ansatzes, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Qualifikation, Personalentwicklung, Handlungsorientierung, Bedarfsanalyse, Fallstudien

Diplomarbeit von Marcel Thimm

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit ist in drei Teile gegliedert.

Darstellung des wirtschaftsinstrumentellen Ansatzes und Begründung seiner Verwendung als theoretische Basis. Kurze Darstellung des Ansatzes unter den Aspekten Handlungsorientierung, Transformationskonzept, systemorientierte Betriebswirtschaftslehre, Sequenzzierung durch Elaborationstheorie und Curriculumspirale, Modellierungsmethode, Modellunternehmung und Lernhandeln (27 Seiten).

Aufbau und Durchführung der Qualifikationsbedarfsanalyse: Anhand von leitfadengestützten Interviews von jeweils ca. 60 Minuten Dauer wurde ein nach empirischen Gesichtspunkten ausgewählter Teil der Mitarbeiter hinsichtlich ihrer Rechnungswesenfähigkeiten befragt. Die Ergebnisse wurden ausführlich analysiert und strukturiert um entsprechende Schlüsse hinsichtlich der zu erstellenden Maßnahme machen zu können. (Aufbau der Analyse 27 Seiten, Darstellung der Ergebnisse 22 Seiten, Schlussfolgerungen 14 Seiten).

Entwicklung einer Weiterbildungsmaßnahme auf Basis des wirtschaftsinstrumentellen Ansatzes und der durchgeführten Befragung. Der Transfer der Inhalte auf die betriebliche Praxis erfolgt unter Berücksichtigung der Anforderungen der Lerngruppe im Wesentlichen durch die Verwendung von Fallstudien, die beispielhaft dargestellt werden. (Aufbau/Struktur 22 Seiten, Verwendung von Fallstudien 15 Seiten, Lernerfolgskontrolle/organisatorische Umsetzung 5 Seiten).

Im Anhang befindet sich zusätzlich eine ausführliche Darstellung des Interviewleitfadens und der Befragungsergebnisse.

Inhaltsverzeichnis:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS 5
1. HINTERGRUND UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT 6
2. DER WIRTSCHAFTINSTRUMENTELLE ANSATZ ALS THEORETISCHE BASIS DER UNTERSUCHUNG 13
2.1 DARSTELLUNG DES WIRTSCHAFTSINSTRUMENTELLEN ANSATZES 13
2.1.1 Beschreibung der Handlungsorientierung als theoretische und normative Orientierungsgrundlage des wirtschaftsinstrumentellen Ansatzes 17
2.1.2 Darstellung des Transformationskonzepts auf modelltheoretischer Grundlage 18
2.1.3 Begründung der systemorientierten Betriebswirtschaftslehre als fachwissenschaftlicher Bezug des wirtschaftsinstrumentellen Ansatzes 21
2.1.4 Die Sequenzierung des Lehrgangs durch die Elaborationstheorie und die Curriculumspirale 23
2.1.5 Die Modellierungsmethode als Einstiegskonzeption des wirtschaftsinstrumentellen Rechnungswesenlehrgangs 28
2.1.6 Die Modellunternehmung als Konkretisierung des allgemeinen Unternehmensmodells 31
2.1.7 Das Konzept des Lernhandelns im wirtschaftsinstrumentellen Ansatz 33
2.2 BEGRÜNDUNG DER VERWENDUNG DES WIRTSCHAFTSINSTRUMENTELLEN ANSATZES ZUR ERSTELLUNG EINER WEITERBILDUNGSMAßNAHME IM UNTERSUCHTEN UNTERNEHMEN 35
3. AUFBAU UND DURCHFÜHRUNG DER QUALIFIKATIONSBEDARFSANALYSE 40
3.1 DARSTELLUNG DES RECHNUNGSWESEN DES UNTERNEHMENS 40
3.1.1 Organisation der Kreditorenbuchhaltung 40
3.1.2 Beschreibung der Zielgruppe 41
3.2 FRAGESTELLUNG UND KRITERIEN DER QUALIFIKATIONSBEDARFSANALYSE 44
3.3 DIE FORM DER QUALIFIKATIONSBEDARFSANALYSE 46
3.3.1 Anzustrebende Rolle des Interviewers 48
3.3.2 Geeigneter Normierungsgrad der Interviews 49
3.3.3 Die Dauer des einzelnen Interviews 52
3.4 DIE KONSTRUKTION DES INTERVIEWLEITFADENS 52
3.4.1 Ermittlung der inhaltlichen Schwerpunkte für die Befragung 53
3.4.2 Darstellung der Struktur des Interviewleitfadens 55
3.4.3 Verwendete Kriterien zur Formulierung der Fragen 58
3.5 DIE DURCHFÜHRUNG DER BEFRAGUNG 59
3.5.1 Angewendete Vorgehensweise zur Ermittlung der Befragtengruppe 59
3.5.2 Durchführung und Ergebnisse der Pretests 61
3.5.3 Die Durchführung der Interviews 62
3.5.4 Probleme während der Durchführung der Befragung 63
3.6 DARSTELLUNG DER BEFRAGUNGSERGEBNISSE 67
3.6.1 Die Auffassung der Befragten vom Zweck des Rechnungswesens 68
3.6.2 Die kaufmännische Betrachtungsweise der Befragten in Bezug auf die Fragestellungen 69
3.6.3 Die Fähigkeit der Befragten in Zusammenhängen zu denken 72
3.6.4 Das bei den Befragten vorhandene Bewusstsein für das eigene Handeln 74
3.6.5 Das Vorgehen der Befragten beim Aufbau einer Buchung 76
3.6.6 Das Verständnis der Befragten vom Wechselverhältnis von logistischer Basis und Rechnungswesenprozessen 80
3.6.7 Das Bewusstsein der Befragten von Sinn und Inhalt des Buch-Ist-Vergleichs 83
3.6.8 Die Betrachtung der Arbeitsbereiche der Hausverantwortlichen im Vergleich 87
3.7 SCHLUSSFOLGERUNGEN AUS DER DURCHGEFÜHRTEN BEFRAGUNG 89
3.7.1 Erkennbare Strukturen hinsichtlich der Verteilung der Mängel an wirtschaftsinstrumentellen Kenntnissen und Fähigkeiten bei den Hausverantwortlichen 89
3.7.2 Die Probleme der Hausverantwortlichen und ihre Ursachen 94
3.7.3 Beurteilung der Folgen der festgestellten Mängel für das Unternehmen 97
3.7.4 Beurteilung der Folgen der festgestellten Mängel für die Mitarbeiter 100
3.7.5 Zur Notwendigkeit einer Weiterbildungsmaßnahme für die Hausverantwortlichen der Kreditorenbuchhaltung 101
3.7.6 Der Buch-Ist-Vergleich als inhaltlicher Ansatzpunkt der Weiterbildungsmaßnahme 103
4. ENTWICKLUNG EINER WEITERBILDUNGSMAßNAHME 107
4.1 DER AUFBAU DER WEITERBILDUNGSMAßNAHME 107
4.1.1 Zeitliche Ausrichtung der Weiterbildungsmaßnahme 108
4.1.2 Geeignete Lernorte zur Umsetzung der Weiterbildungsmaßnahme 109
4.1.3 Einstufung der Teilnehmer und Unterteilung der Zielgruppe in Lerngruppen 110
4.1.4 Berücksichtigung der Weiterbildungswünsche der Mitarbeiter 111
4.1.5 Durchführung eines Planspiels zum Einstieg in die Weiterbildungsmaßnahme 112
4.1.6 Anpassung des Planspiels „Jeansfabrik“ durch den Netzmodellierer HERAKLIT 113
4.1.7 Darstellung der inhaltlichen Makrosequenzzierung der Weiterbildungsmaßnahme 121
4.1.8 Anpassung des wirtschaftsinstrumentellen Rechnungswesenlehrgangs an die Anforderungen der Erwachsenenbildung 125
4.1.9 Transfer der wirtschaftsinstrumentellen Inhalte auf die betriebliche Praxis der Teilnehmer durch die Verwendung der Fallmethode 129
4.1.10 Konstruktionsprinzipien zur Erstellung geeigneter Fälle 132
4.2 VERWENDUNG DER FALLSTUDIE ALS ANSCHAULICHE DOKUMENTATION 134
4.2.1 Aufbau und Durchführung der Fallstudie als Dokumentation 135
4.2.2 Darstellung der Beispielfallstudie „Formen der Inventur“ 137
4.3 VERWENDUNG DER FALLSTUDIE ZUR SIMULATION EINER PRAKTISCHEN ENTSCHEIDUNG 138
4.3.1 Durchführung der Fallstudie als praktischer Entscheidungsfall 138
4.3.2 Darstellung der Beispielfallstudie „Einkaufsentscheidung“ 140
4.4 VERWENDUNG DER FALLSTUDIE ZUR PRAKTISCHEN ENTSCHEIDUNG UND DURCHSETZUNG DER ZU VERTRETENDEN INTERESSEN 142
4.4.1 Durchführung der Fallstudie zur praktischen Entscheidung und Durchsetzung der zu vertretenen Interessen 143
4.4.2 Darstellung der Beispielfallstudie „Gewinnbeteiligung“ 144
4.5 METHODEN DER LERNERFOLGSKONTROLLE IM RAHMEN DER WEITERBILDUNGSMAßNAHME 146
4.6 ORGANISATORISCHE UMSETZUNG UND FINANZIERUNG DER WEITERBILDUNGSMAßNAHME 148
5. ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG 151
5.1 BEWERTUNG DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE 151
5.2 WEITERER FORSCHUNGSBEDARF 154
LITERATUR 155
SONSTIGE QUELLEN 166
ANHANG 169

Automatisiert erstellter Textauszug:

Hausverantwortlichen in allen Arbeitsbereichen Probleme haben. Bei den Routinetätigkeiten fällt die Problematik nur bei den Ausnahmen auf, beim Abstimmen ergeben sich entsprechend grundsätzliche Probleme. Neben den Schwierigkeiten beim Buchen und Kontieren, war die mangelnde kaufmännische Urteilsfähigkeit beim Umgang mit den Zahlungskonditionen und der Prioritätensetzung bei der Behandlung der einzelnen Vorgänge aufgefallen. Die Befragung der Hausverantwortlichen hat hierzu ergeben, dass etwa zwei Drittel der Befragten ein kaufmännisches Bewusstsein fehlt. In der Analyse wurden diese Befragungsteilnehmer als „formell orientierte Hausverantwortliche“ bezeichnet. Es war deutlich zu erkennen, dass ein Zusammenhang, zwischen der Auffassung vom Rechnungswesen, der kaufmännischen Betrachtungsweise, dem Denken in Zusammenhängen und dem Bewusstsein für das eigene Handeln bestand. Die Befragten der formell orientierten Gruppe, waren dadurch gekennzeichnet, dass ihnen grundsätzlich eine pragmatisch-sinnhafte Auffassung vom Rechnungswesen insgesamt und ihrer eigenen Arbeit im Besonderen fehlte. Sie sahen die zu betrachtenden Problemstellungen nicht in ihrem komplexen Wirkungszusammenhang, sondern auf direkte Zusammenhänge begrenzt. Infolgedessen waren ihnen vielfach die weiteren Folgen ihres Handelns nicht bewusst, so dass sie nicht in der Lage waren, alle beeinflussenden Faktoren zu berücksichtigen. Auch bei direkten kaufmännischen Entscheidungen analysierten und beurteilten diese Befragten die Alternativen nicht richtig. Obwohl sie mathematisch und intellektuell dazu höchstwahrscheinlich in der Lage waren, nahmen sie die Fragestellungen nicht als kaufmännische Probleme war. Darin äußert sich die Hauptproblematik dieser Befragtengruppe. Sie verstehen das Rechnungswesen als Technik um die Buchhaltung formgerecht abzuwickeln und sich selber als Sachbearbeiter, die nach vorgegeben Verfahrensweisen handeln. Man könnte vermuten, dass dieses Selbstverständnis mit den bisherigen Tätigkeiten zusammenhängt, doch die Zahlen lassen keinen Zusammenhang zwischen der Betriebszugehörigkeit oder dem Alter und der formell orientierten Gruppe erkennen. Die Hälfte der formell orientierten Hausverantwortlichen zeigt in einigen Bereichen, ein Denken in Zusammenhängen und trifft kaufmännisch Vorteilhafte Entscheidungen, dies jedoch nicht aus eigenen Überlegungen, sondern aufgrund von Erfahrungen. Fest steht, dass die Hausverantwortlichen der formell orientierte Gruppe nicht in der Lage sind, einen 95 [...]

3.7.2 Die Probleme der Hausverantwortlichen und ihre Ursachen Am deutlichsten war in der Praxis aufgefallen, dass viele Mitarbeiter Probleme mit den Buchungen haben, die von den normalen Vorgängen abweichen. Hierzu hat die Untersuchung ergeben, dass etwa die Hälfte der Befragten ihre Buchungen nicht systematisch aufbauen, sondern in den einzelnen Arbeitsbereichen nach unterschiedlichen Schemata vorgehen. Dabei sind in den einzelnen Arbeitsbereichen keine besonderen Unterschiede zu erkennen, es verhält sich vielmehr so, dass die Hausverantwortlichen ihre Buchungen entweder systematisch aufbauen oder nach einem Schema vorgehen. In vielen Fällen haben die Hausverantwortlichen dieses Schema von denjenigen übernommen, der sie angelernt hat, Einzelne haben sich „Mustermappen“ angelegt, in denen die einzelnen Arbeitsabläufe anhand eines Belegmusters oder einiger Bildschirmausdrucke beschrieben sind. Entsprechend haben diese Hausverantwortlichen Probleme Kontierungen und Buchungen vorzunehmen, die nicht den ihnen bekannten Mustern entsprechen. Besonders auffällig ist dies, bei Kostenrechnungen oder Rechnungen, die das Anlagevermögen betreffen. Beide Kategorien werden von diesen Befragten über Beispiele definiert. Das Gleiche gilt für die Interpretation einer Kontierung hinsichtlich des zugrundeliegenden Vorgangs. Sofern die Kontierung ein ihnen bekanntes, Bild darstellt können sie es über das Muster entsprechend zuordnen. Wenn es aber ein Vorgang ist, zu dem sie kein Muster angelegt haben, können sie keinen sinnvollen Zusammenhang erkennen, selbst wenn ihnen die einzelnen Konten bekannt sind. Diese Problematik zeigt sich besonders deutlich beim Abstimmen, hier fehlen den Hausverantwortlichen die entsprechenden Muster, um aus den abstrakten Zahlen Zusammenhänge zu erkennen. Neue Muster für das Abstimmen selber können sie nicht anlegen, weil es beim Abstimmen keine standardisierte Vorgehensweise gibt. Unter den Hausverantwortlichen, die ihre Buchungen systematisch aufbauen, interpretiert die Hälfte, also 25% der Befragten, Soll als Wertab- und Haben als Wertzugang. Dadurch geraten diese Befragten immer dann in die Gefahr die Buchungen genau verkehrt herum aufzubauen oder zu interpretieren, wenn ihnen bei der Betrachtung eines einzelnen Sachverhaltes die stützende Logik ihres Systems fehlt. Die fehlende Systematik beim Buchungsaufbau, bzw. fehlerhafte Interpretation der Wertströme sowie die mangelnde Fähigkeit nach Kriterien zu kontieren und 94 [...]

Wenn man die Antworten der Befragten über alle Bereiche und Kriterien hinweg betrachtet, so werden die Schnittmengen immer kleiner und es lassen sich nur zwei Teilgruppen deutlich ausmachen. Zum Einen 12,5%, also zwei Befragte, die bei allen Kriterien überwiegend wirtschaftsinstrumentelle Kenntnisse und Fertigkeiten erkennen lassen. Diese Befragten gehören der kaufmännisch orientierten Gruppe an, haben ein systematisches Verständnis vom Buchungsvorgang, interpretieren Soll als Wertzu- und Haben als Wertabgang und sind sich des Verhältnis von statischer IstBestandserfassung und dynamischer Buchführung bewusst. Zum Anderen eine Gruppe von 18,75%, bei der genau das Gegenteil der Fall ist. Abgesehen davon, dass diese Teilgruppen sehr klein und damit nur begrenzt aussagefähig sind, bedeutet dies, dass etwa zwei Drittel der Befragten zu wenig Gemeinsamkeiten hinsichtlich einer Gesamtbetrachtung haben, als dass man von Gruppierungen sprechen könnte. Andere Versuche, Gruppierungen bei einer Kategorisierung nach Alter, Ausbildung Berufserfahrung oder Geschlecht zu entdecken blieben ergebnislos. [...]

Arbeit zitieren:
Thimm, Marcel Dezember 2001: Betriebliche Weiterbildung im Rechnungswesen auf der Grundlage des wirtschaftsinstrumentellen Ansatzes, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Qualifikation, Personalentwicklung, Handlungsorientierung, Bedarfsanalyse, Fallstudien

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