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Betriebliche Umweltkennzahlen im Rahmen der Balanced Scorecard

Ein Konzept zur Berücksichtigung von Umweltkennzahlen innerhalb ihrer vier Perspektiven

Betriebliche Umweltkennzahlen im Rahmen der Balanced Scorecard
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Uwe Grazek
  • Abgabedatum: Oktober 2001
  • Umfang: 102 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Leuphana Universität Lüneburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4819-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4819-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4819-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Grazek, Uwe Oktober 2001: Betriebliche Umweltkennzahlen im Rahmen der Balanced Scorecard, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Umweltmanagement, Unternehmensstrategie, Kennzahlen

Diplomarbeit von Uwe Grazek

Einleitung:

Die sich kontinuierlich und immer schneller verändernden Rahmenbedingungen für Unternehmen erfordern ein äußerst flexibles Management. Um am Markt bestehen zu können, muß ein Unternehmen die Fähigkeit besitzen, zukünftige Entwicklungen zu antizipieren und in die Strategie mit einzubeziehen. Ferner muß es in die Lage versetzt werden, die werttreibenden Faktoren des Unternehmenserfolgs zu identifizieren, analysieren und in den Entscheidungen berücksichtigen zu können. Da diese Faktoren sich fortwährend ändern, muß ein permanenter Anpassungsprozeß initiiert werden. Für die Entwicklung eines Unternehmens von einer statischen zu einer lernenden Organisation wird ein geeignetes Instrument benötigt, welches Entwicklungen meßbar machen und Fortschritte überprüfen kann.

Die Balanced Scorecard ist ein solches strategisches Managementinstrument. Ihren Erfindern Kaplan und Norton zu Folge ermöglicht es eine ganzheitliche Steuerung des Unternehmens durch die ausgewogene Berücksichtigung aller erfolgsrelevanten Perspektiven. Das Standardmodell mißt die Unternehmensleistung anhand strategierelevanter Kennzahlen innerhalb der Perspektiven Finanzwirtschaft, Kunden, Geschäftsprozesse und Mitarbeiterentwicklung. Die Balanced Scorecard bildet damit den Rahmen für die Umsetzung der Vision und Strategie in Aktionen.

In Zeiten eines steigenden Umweltbewußtseins erhalten Umweltaspekte vermehrt eine strategische Relevanz. Zunehmend müssen in der Unternehmensstrategie auch Umweltschutzgedanken mit einfließen, weil nicht nur der Gesetzgeber durch schärfere Regelungen einen verstärkten Umweltschutz verlangt, sondern auch andere Anspruchsgruppen wie Kunden, Lieferanten und Lobbyisten von den Unternehmen einen forcierten Umweltschutz fordern. Diese Entwicklung betrifft auch die Konzeption einer Balanced Scorecard. Will sie dem Anspruch eines ganzheitlichen Instruments gerecht werden, so muß es auch möglich sein, mit ihrer Hilfe Umweltschutzziele zu verfolgen. Hierfür müssen Umweltkennzahlen in ihrer Systematik berücksichtigt und die Ursache-Wirkungsbeziehungen integriert werden.

Gang der Untersuchung:

Die Balanced Scorecard wird in der Literatur aus den verschiedensten Blickwinkeln beschrieben, analysiert und kritisiert. Die vorliegende Diplomarbeit befaßt sich mit Integrationsmöglichkeiten von Umweltkennzahlen innerhalb der vier traditionellen Perspektiven. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt deswegen nicht auf der vollständigen Darstellung der BSC, sondern fokussiert die in ihr enthaltenden Kennzahlen. Aus diesem Grund dient das zweite Kapitel lediglich einer grundsätzlichen Illustration ihrer Kon-zeption und Systematik und entbehrt einer vollständigen Analyse.

Um Umweltkennzahlen in der Balanced Scorecard berücksichtigen zu können, ist es notwendig, die herkömmlich eingesetzten Kennzahlen kennenzulernen und zu analysieren. Erst wenn die Symbiose von Kernkennzahlen, Leistungstreibern und Maßnahmen verstanden wird, können in dieses Gefüge neue Aspekte integriert werden. Das dritte Kapitel dient infolgedessen der Darstellung möglicher traditioneller Kennzahlen für den Einsatz innerhalb einer BSC. Es kann deswegen nur eine Auswahl möglicher Kennzahlen beschrieben werden, weil das Repertoire an traditionellen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen extrem groß ist. Ferner ist eine BSC immer an die unternehmensspezifische Situation angepaßt, wodurch eine allgemeingültige Auswahl an Kennzahlen unmöglich wird. Diese erfolgt aber nicht zufällig, sondern ist an der von Norton und Kaplan vorgeschlagenen Systematik angelehnt.

Das vierte Kapitel über die umweltbezogene Performancemessung im Rahmen der BSC ist analog zum vorangegangenen Kapitel zu verstehen. Der hierin vorgestellte Auszug an Umweltkennzahlen hat lediglich exemplarischen Charakter. Aber auch hier ist es notwendig, die Umweltkennzahlen zu systematisieren, um deren Anwendungsfelder und Aussagen zu begreifen. Es wird sich dabei an dem „Leitfaden Betriebliche Umweltkennzahlen“ des Umweltbundesamtes orientiert, der eine äußerst plastische und nachvollziehbare Systematisierung von Umweltkennzahlen vornimmt. Die daraus resultierenden Erkenntnisse über die Aussagen dieser Kennzahlen werden anschließend in eine grundsätzliche Beurteilung bezüglich der Einsatzmöglichkeiten in einer BSC überführt und münden in einer Einschätzung über die hierfür von ihnen zu erfüllenden Kriterien.

Auf die im vorigen Kapitel gesicherten Erkenntnisse aufbauend erfolgt die Vorstellung eines Konzepts für die Einbindung von Umweltkennzahlen in die Balanced Scorecard in drei Schritten: In dem ersten Schritt werden mögliche Integrationsvarianten vorgestellt und kritisch diskutiert. Der zweite Schritt isoliert die bestimmenden Einflußfaktoren auf die Entscheidung für eine der Varianten, um abschließend eine Integration von Umwelt-kennzahlen in die BSC unter Berücksichtigung eben dieser Einflußfaktoren durch-zuführen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis VIII
1. Einleitung 1
2. Die Balanced Scorecard 3
2.1 Die Konzeption der Balanced Scorecard 5
2.1.1 Finanzperspektive 7
2.1.2 Kundenperspektive 9
2.1.3 Interne Prozesse 12
2.1.4 Lern- und Entwicklungsperspektive 13
2.2 Die Erstellung und Implementierung einer Balanced Scoercad 15
2.3 Kritische Würdigung der Balanced Scorecard 17
3. Traditionelle Kennzahlen im Rahmen der BSC 19
3.1 Grundsätzliches zu Kennzahlen und Kennzahlensystemen 20
3.2 Kennzahlen für die Finanzperspektive 23
3.2.1 Liquiditäts- und Kapitalstrukturkennzahlen 23
3.2.2 Wirtschaftlichkeits- und Rentabilitätskennzahlen 25
3.2.3 Wertorientierte Kennzahlen 28
3.3 Kennzahlen für die Kundenperspektive 30
3.3.1 Kernkennzahlen der Kundenperspektive 31
3.3.2 Leistungstreiber der Kundenperspektive 34
3.4 Kennzahlen für die internen Prozesse 36
3.4.1 Der Innovationsprozeß 37
3.4.2 Betriebs- und Kundendienstprozeß 38
3.5 Kennzahlen für die Lern- und Entwicklungsperspektive 39
3.6 Zusammenfassung 41
4. Umweltbezogene Performancemessung im Rahmen der Balanced Scorecard 43
4.1 Arten und Systematisierung betrieblicher Umweltkennzahlen 44
4.1.1 Umweltleistungskennzahlen 47
4.1.1.1 Stoff- und Energiekennzahlen 47
4.1.1.2 Infrastruktur- und Verkehrskennzahlen 50
4.1.2 Umweltmanagementkennzahlen 51
4.1.2.1 Systembewertende Kennzahlen 52
4.1.2.2 Bereichsbewertende Kennzahlen 53
4.1.3 Umweltzustandskennzahlen 55
4.2 Anforderungen an Umweltkennzahlen und Umweltkennzahlensysteme 55
4.3 Grundsätzliche Beurteilung von Umweltkennzahlen bezüglich ihrer Eignung für die Balanced Scorecard 57
4.3.1 Finanzperspektive 58
4.3.2 Kundenperspektive 60
4.3.3 Interne Prozesse 61
4.3.4 Lern- und Entwicklungsperspektive 62
4.4 Welche Kriterien muß eine Umweltkennzahl erfüllen, um in einer Balanced Scorecard berücksichtigt werden zu können? 63
5. Ein Konzept zur Einbindung umweltbezogener Kennzahlen in die Balanced Scorecard 64
5.1 Der Anspruch an eine um Umweltkennzahlen erweiterte BSC 65
5.2 Mögliche Integrationsvarianten für umweltbezogene Kennzahlen in die bestehenden Perspektiven 68
5.2.1 Erweiterung der bestehenden Balanced Scorecard ohne Reduktion traditioneller Kennzahlen 69
5.2.2 Substitution traditioneller Kennzahlen durch Umweltkennzahlen 70
5.2.3 Erweiterung traditioneller Kennzahlen um Umweltaspekte 71
5.2.4 Einbezug von Umweltaspekten in die Basisdaten traditioneller Kennzahlen 72
5.3 Einflußfaktoren bei der Entscheidung für eine Integrationsvariante 74
5.4 Einbindung von Umweltkennzahlen in die vier Perspektiven 76
5.4.1 Finanzperspektive 76
5.4.2 Kundenperspektive 79
5.4.3 Interne Prozesse 81
5.4.4 Lern- und Entwicklungsperspektive 83
5.5 Fazit 85
6. Schlußbetrachtung 87
Literaturverzeichnis 90

Arbeit zitieren:
Grazek, Uwe Oktober 2001: Betriebliche Umweltkennzahlen im Rahmen der Balanced Scorecard, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Umweltmanagement, Unternehmensstrategie, Kennzahlen

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